Sport
Tennis

Dominic Stricker spricht mit 22 bereits vom Karriereende

Dominic Stricker a �t� battu en deux sets par Pedro Martinez samedi
Der Schweizer Dominic Stricker spricht bereits vom Karriereende.Bild: fxp-fr-sda-rtp

Der Trainer hat bereits gekündigt – Dominic Stricker spricht mit 22 vom Rücktritt

Einst als grosse Zukunftshoffnung gehandelt, spielt Dominic Stricker offenbar mit dem Gedanken, seine Karriere zu beenden. Sein Trainer hat gekündigt, der Tennisverband Swiss Tennis macht sich Sorgen.
27.02.2025, 11:0927.02.2025, 15:19
Simon Häring / ch media

Knapp zwei Jahre war Dieter Kindlmann Trainer von Dominic Stricker. Anfangs Jahr reiste er noch zu den Australian Open, wo Stricker wieder einmal in der ersten Runde verlor, wie auch in dieser Woche wieder beim Challenger-Turnier in Lugano. Sein letzter Sieg datiert vom Oktober 2024.

Der Haussegen hing offenbar schon länger schief. Jetzt wird bekannt: Sein Coach Dieter Kindlmann reichte die Kündigung ein. Nach Australien reiste er nur, um die dreimonatige Kündigungsfrist einzuhalten. Das berichtet die «NZZ» und deckt sich mit Informationen, die «CH Media» vorliegen.

Dieter Kindlmann, coach of Swiss tennis player Dominic Stricker, arrives at the All England Lawn Tennis Championships in Wimbledon, London, Sunday, July 2, 2023. The Wimbledon Tennis Championships 202 ...
Dieter Kindlmann hat als Trainer von Dominic Stricker gekündigt.Bild: keystone

Vater als Hauptgrund für Misere?

Stricker hat schwierige Monate hinter sich. Zuerst eine Rückenverletzung und dann persönliche Probleme haben ihn zurückgeworfen. Im Ranking ist er auf Position 288 zurückgefallen. Noch im Herbst 2023 lag ihm die Welt zu Füssen, als der Junioren-French-Open-Sieger von 2022 bei den US Open die Achtelfinals erreichte. Die Bilder, wie er, bevor er gegen Stefanos Tsitsipas zum Match servierte, auf der Bank sass und zu Whitney Houstons Hit «I Wanna Dance with Somebody» mitsang, gingen um die Welt.

Als Hauptgrund für die Misere nennt die «NZZ» Strickers Vater Stephan, einen Polizisten, der als Agent seines Sohnes auftritt. Mit seiner fordernden Art ecke er überall an und habe auch wiederholt Swiss Tennis angegriffen, weil der Verband seinen Sohn seiner Meinung nach zu wenig unterstütze. Dieser teilt mit, man helfe den Spielern, wo immer es möglich sei.

Doch die Frage ist, ob sich Dominic Stricker sich überhaupt helfen lassen will. Vor wenigen Wochen sprach der 22-Jährige offenbar offen davon, seine Karriere zu beenden. Spätestens Ende Jahr, sagte Stricker, wolle er das Racket endgültig aus der Hand legen. Kommende Woche spielt er ein kleines Turnier in Trimbach. Weit weg von der grossen Tennisbühne. (riz/aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Australian Open 2025
1 / 63
Die besten Bilder der Australian Open 2025
Ancora una volta: Wie 2024 gewinnt Jannik Sinner auch 2025 die Australian Open. Im Final schlägt er Alexander Zverev in drei Sätzen.
quelle: keystone / james ross
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Hier kannst du die 20 Grand-Slam-Siege von Roger Federer nacherleben
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Verjüngt und noch mehr Romandie: Das ist die neue Schweizer Nati
Am Samstag startet die Schweiz mit dem Auswärtsspiel in Nordmazedonien in die Nations League. Trainer Murat Yakin hat das Team mit neuen Gesichtern ergänzt – teils gewollt, teils erzwungen.
Es begann mit dem Xhaka-Hammer: Durch Recherchen des «Blick» kam heraus, dass der Schweizer Captain vor vier Jahren ein Covid-Zertifikat gekauft hatte. Kurzfristig entschieden der Verband und der Spieler deshalb, dass Xhaka den aktuellen Zusammenzug auslässt. Dass der Rekordspieler dem Team bei den vier Spielen innert elf Tagen sportlich und als Leader fehlen wird, steht ausser Frage. Dennoch scheint der Entscheid der richtige gewesen zu sein.
Zur Story