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Switzerland's Roger Federer holds a gift given by Spain's Rafael Nadal during the opening ceremony of the Rafa Nadal tennis academy in Manacor, Spain, October 19, 2016. REUTERS/Enrique Calvo

Roger Federer (r.) als Gast in der Akademie von Rafael Nadal. Bild: ENRIQUE CALVO/REUTERS

Ein zuversichtlicher Roger Federer hofft nochmals auf ein «richtiges Hurra»

In einem Interview spricht Roger Federer ausführlich über sein Comeback im nächsten Jahr und seine Pläne für die Zukunft: «Ich hoffe, es gibt nochmals ein richtiges Hurra.»



Am Rande der Eröffnung von Rafael Nadals neuer Tennis-Akademie auf Mallorca sprach Roger Federer im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» erstmals ausführlich über seine Auszeit wegen der Knieverletzung und die kommenden Jahre. Das Wichtigste: Er denkt nicht an einen baldigen oder leisen Rücktritt.

«Mein letztes Hurra, das könnte Jahre dauern, je nach Sichtweise», sagt er. «Ja, ich hoffe, es gibt nochmals ein richtiges Hurra. Aber ich erwarte viel mehr, als dass es nur ein Turnier oder ein Match wäre.» Sonst hätte er sich nicht eine so lange Pause genommen. Federer erklärte den Verzicht auf den Rest der Saison nach dem Turnier in Wimbledon, wo er den Halbfinal erreichte. Sein Comeback ist beim Hopman Cup Anfang Januar in Perth (mit Belinda Bencic) geplant.

Switzerland's Belinda Bencic plays against Germany's Andrea Petkovic during their World Group first round of the Fed Cup tennis tournament in Leipzig, Germany, Saturday, February 6, 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri )

An der Seite von Belinda Bencic will Federer sein Comeback geben. Bild: KEYSTONE

«Ich habe ein normales, stabiles Knie»

«Ich bin neugierig, wie die ersten sechs Monate verlaufen», erzählt Federer. Er werde ja einige Ränge zurückfallen (etwa auf Position 15). «Da wird es interessante Konstellationen geben durch die Auslosungen. Aber Angst? Wenn ich vor etwas Angst oder Respekt habe, dann vor einer neuen Verletzung.» Zuversicht schöpft er aus der Tatsache, dass er nach der Operation am Meniskus sehr schnell auf ein beachtliches Niveau zurückkehrte.

«Die schwierige Phase war zwischen Rom und Wimbledon, weil ich merkte: Etwas stimmt nicht mit dem Knie, es geht mir nicht gut, ich spüre keinen Fortschritt, ich bin für Wimbledon nicht gut vorbereitet.» Dennoch erreichte er da die Halbfinals und verlor äusserst unnötig gegen Milos Raonic. «Ich war selber überrascht, wie weit ich kam. Deshalb ist es eines meiner denkwürdigsten Wimbledon», findet der achtfache Champion.

epa05415837 Roger Federer of Switzerland takes a fall as he plays Milos Raonic of Canada in their semi final match during the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 08 July 2016  EPA/ANDY RAIN EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Symbolisch: Roger Federer am Boden im fünften Satz gegen Milos Raonic.  Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Mittlerweile geht es dem Knie wieder ziemlich gut. «Die nächsten sechs bis acht Wochen zeigen, ob das Knie wieder gut ist. Ich glaube, ich muss nicht mehr aufpassen. Ich habe ein normales, stabiles Knie, das Gefühl ist normal», versichert Federer. «Wir liessen uns viel Zeit und bauten alles Schritt für Schritt auf.» Die Hoffnung sei, dass er im konditionellen Bereich schon fast wieder bei 100 Prozent sei. Ab nächster Woche wolle er in den folgenden «acht, neun Tagen etwa fünf-, sechsmal trainieren». Dann ist auch Coach Ivan Ljubicic wieder dabei.

Roger Federer of Switzerland and his coach Ivan Ljubicic shake hands at the end of a training session, at the All England Lawn Tennis Championships in Wimbledon, London, Sunday, July 3, 2016.  (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ivan Ljubicic (Mitte) wird Federer wieder zur Seite stehen. Bild: KEYSTONE

Die freie Zeit nützte Federer für Dinge, die sonst zu kurz kommen. Natürlich habe er die Matches vermisst, «aber extrem war es nicht». Die Resultate habe er aber schon jeden Tag gecheckt. Er habe es auch genossen, längerfristig planen zu können, mit Freunden abzumachen und mit der Familie wandern zu gehen. Seit Wimbledon verbrachte er, abgesehen von kurzen Abstechern nach New York und Paris, die gesamte Zeit in der Schweiz. Erst für die unmittelbare Vorbereitung auf die kommende Saison im November und Dezember wird er an den Zweitwohnsitz in Dubai dislozieren. (sda/drd)

Federer beim Wandern im Bündnerland.

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