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Turnierdirektor Roger Brennwald hofft auf eine zeitnahe Entscheidung, ob die Swiss Indoors Basel 2020 durchgeführt werden können.
Turnierdirektor Roger Brennwald hofft auf eine zeitnahe Entscheidung, ob die Swiss Indoors Basel 2020 durchgeführt werden können.Bild: freshfocus

Swiss-Indoors-Direktor Brennwald: «Durchführung wäre unvorstellbar und unverantwortlich»

Das Tennisturnier Swiss Indoors Basel vom 24. Oktober bis 1. November unter Einhaltung spezieller Hygienemassnahmen durchzuführen, kommt für Turnierdirektor Roger Brennwald kaum in Frage. Er rechnet mit einer Absage. Die Swiss Indoors würden damit zum Versicherungsfall.
09.05.2020, 08:1809.05.2020, 13:30
simon häring / ch media

Während dreier Jahre wurde investiert, gebaut, improvisiert. Über 100 Millionen Franken kostete die Modernisierung der Basler St.Jakobs-­Halle, nun erstrahlt sie in neuem Glanz. Sie sollte ab dem 24. Oktober Schauplatz des 50-Jahr-Jubiläums der Swiss Indoors Basel werden.

Das Tennisturnier operiert mit einem Budget von gegen 20 Millionen Franken und ist damit die grösste jährlich stattfindende Sportveranstaltung der Schweiz. Seit Anfang April läuft zwar der Vorverkauf, die Tickets würden aber im Fall einer Absage wegen der Coronapandemie zurückerstattet.

Auf Anfrage dieser Zeitung liess Turnierdirektor Roger Brennwald bereits durchblicken, dass er wohl eher mit einer Absage rechnet. Von Szenarien mit besonderen Hygienemassnahmen hält er wenig. Sie seien in einer Halle ohnehin kaum durchsetzbar. Brennwald bezeichnet eine Durchführung, auch mit Blick auf die Gastronomie, in diesem Falle als «unvorstellbar und sogar unverantwortlich».

Die Basler St.Jakobs-Halle, Schauplatz der Swiss Indoors, wurde in den letzten Jahren für über 100 Millionen Franken modernisiert.
Die Basler St.Jakobs-Halle, Schauplatz der Swiss Indoors, wurde in den letzten Jahren für über 100 Millionen Franken modernisiert.Bild: EPA

Er hoffe, dass die Entscheidungsträger bei ihren Abwägungen die Vernunft walten lassen. Den Takt gäbe jetzt die Pandemie vor, seine Mitarbeiter und er stünden aber «Gewehr bei Fuss».

Keine Pandemie- oder Ausfallversicherung

Der Spielbetrieb ruht derzeit und bis mindestens 13. Juli. Derzeit wird der Kalender überarbeitet, «ich habe am Donnerstag einen Entwurf erhalten», sagt Brennwald. So sollen im September die French Open und kurz darauf die US Open stattfinden. Besonders realistisch scheint dieser Fahrplan nicht. Die Veranstalter der Australian Open gehen bereits jetzt davon aus, dass das Turnier im Januar im besten Fall höchstens vor Zuschauern aus Australien gespielt werden kann. Und die Spieler müssten sich nach ihrer Anreise für zwei Wochen in eine Quarantäne begeben.

Für Veranstalter stellen sich in den kommenden Wochen und Monaten auch schwierige Versicherungsfragen. Über eine Pandemie-Versicherung, wie sie zum Beispiel im Fall von Wimbledon zum Tragen kommt, verfügen die Swiss Indoors nicht, sagt Roger Brennwald, und auch eine so genannte Ausfallversicherung gebe es nicht.

Gemäss Informationen von «Radio SRF» verfügen zum Beispiel die Skirennen in Adelboden über eine solche, die eine Pandemie nicht ausschliesst. Brennwald hofft auf baldige Klarheit. Und stellt Gespräche mit Versicherungen in Aussicht.

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