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20.10.2014; Basel; Tennis - Swiss Indoors 2014; Turnierdirektor Roger Brennwald (Daniela Frutiger/freshfocus)

Turnierdirektor Roger Brennwald hofft auf eine zeitnahe Entscheidung, ob die Swiss Indoors Basel 2020 durchgeführt werden können. Bild: freshfocus

Swiss-Indoors-Direktor Brennwald: «Durchführung wäre unvorstellbar und unverantwortlich»

Das Tennisturnier Swiss Indoors Basel vom 24. Oktober bis 1. November unter Einhaltung spezieller Hygienemassnahmen durchzuführen, kommt für Turnierdirektor Roger Brennwald kaum in Frage. Er rechnet mit einer Absage. Die Swiss Indoors würden damit zum Versicherungsfall.

simon häring / ch media



Während dreier Jahre wurde investiert, gebaut, improvisiert. Über 100 Millionen Franken kostete die Modernisierung der Basler St.Jakobs-­Halle, nun erstrahlt sie in neuem Glanz. Sie sollte ab dem 24. Oktober Schauplatz des 50-Jahr-Jubiläums der Swiss Indoors Basel werden.

Das Tennisturnier operiert mit einem Budget von gegen 20 Millionen Franken und ist damit die grösste jährlich stattfindende Sportveranstaltung der Schweiz. Seit Anfang April läuft zwar der Vorverkauf, die Tickets würden aber im Fall einer Absage wegen der Coronapandemie zurückerstattet.

Auf Anfrage dieser Zeitung liess Turnierdirektor Roger Brennwald bereits durchblicken, dass er wohl eher mit einer Absage rechnet. Von Szenarien mit besonderen Hygienemassnahmen hält er wenig. Sie seien in einer Halle ohnehin kaum durchsetzbar. Brennwald bezeichnet eine Durchführung, auch mit Blick auf die Gastronomie, in diesem Falle als «unvorstellbar und sogar unverantwortlich».

epa07954038 Roger Federer of Switzerland  poses with his trophy after defeating Alex De Minaur of Australia after the final match at the Swiss Indoors tennis tournament at the St. Jakobshalle in Basel, Switzerland, on Sunday, October 27, 2019.  EPA/ALEXANDRA WEY

Die Basler St.Jakobs-Halle, Schauplatz der Swiss Indoors, wurde in den letzten Jahren für über 100 Millionen Franken modernisiert. Bild: EPA

Er hoffe, dass die Entscheidungsträger bei ihren Abwägungen die Vernunft walten lassen. Den Takt gäbe jetzt die Pandemie vor, seine Mitarbeiter und er stünden aber «Gewehr bei Fuss».

Keine Pandemie- oder Ausfallversicherung

Der Spielbetrieb ruht derzeit und bis mindestens 13. Juli. Derzeit wird der Kalender überarbeitet, «ich habe am Donnerstag einen Entwurf erhalten», sagt Brennwald. So sollen im September die French Open und kurz darauf die US Open stattfinden. Besonders realistisch scheint dieser Fahrplan nicht. Die Veranstalter der Australian Open gehen bereits jetzt davon aus, dass das Turnier im Januar im besten Fall höchstens vor Zuschauern aus Australien gespielt werden kann. Und die Spieler müssten sich nach ihrer Anreise für zwei Wochen in eine Quarantäne begeben.

Für Veranstalter stellen sich in den kommenden Wochen und Monaten auch schwierige Versicherungsfragen. Über eine Pandemie-Versicherung, wie sie zum Beispiel im Fall von Wimbledon zum Tragen kommt, verfügen die Swiss Indoors nicht, sagt Roger Brennwald, und auch eine so genannte Ausfallversicherung gebe es nicht.

Gemäss Informationen von «Radio SRF» verfügen zum Beispiel die Skirennen in Adelboden über eine solche, die eine Pandemie nicht ausschliesst. Brennwald hofft auf baldige Klarheit. Und stellt Gespräche mit Versicherungen in Aussicht.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Antichrist 09.05.2020 13:58
    Highlight Highlight Als Versicherung würde ich nicht bezahlen. Wieso kann man Sportevents nicht ohne Zuschauer machen? Die Jungen zeigen mit e-Sport vor, wie Millionen an Monitoren zu begeistern sind. Die Spieler sollten doch durch das Preisgeld genug motiviert sein.
    • BVB 09.05.2020 16:23
      Highlight Highlight Nicht wenn sie nicht geldsüchtig sind. Hast du z.B. schonmal gesehen wie verdammt geil ein normales Fussballspiel im Vergleich zu einem Geisterspiel ist?
    • Finöggeli 09.05.2020 16:24
      Highlight Highlight E-Sports funktioniert nur, weil die Sportart nur so ausgetragen werden kann. Nicht zuletzt deshalb gilt es in vielen Köpfen daher nicht als 'richtige Sportart' weil die physisch erbrachte Leistung (im Gegensatz zu zB Tennis) sekundär ist.
  • lilie 09.05.2020 10:21
    Highlight Highlight Sämtliche Grossveranstaltungen müssen vermutlich das Jahr 2020 jetzt schon abhaken. Die Massnahmen umsetzen wäre einerseits ein riesiger logistischer Aufwand, andererseits mit finanziellen Einbussen verbunden. Es ist fast nicht machbar.

    Selbst wenn man mit mehr Leinwandübertragungen operieren würde, wären immer noch viel zu viele Leute auf einem Haufen.

    Am Ende muss man wohl über völlig neue Konzepte nachdenken. Aber wie könnten die aussehen? Virtuelle Präsenz der Zuschauer? Keimphobiker Sheldon würde sicher liebend gern helfen. 😏
    Benutzer Bild
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 09.05.2020 10:28
      Highlight Highlight Das befürchte ich auch. Ich hoffe Ozzy Osbourne hält noch 1 Jahr durch
    • lilie 09.05.2020 11:08
      Highlight Highlight @nadassagenwir: Risikogruppe. 😬🤷‍♀️
    • dmark 09.05.2020 12:19
      Highlight Highlight @nadassagenwir:
      Mmmh, ich frage mich, ob das Virus in Ozzys Körper überhaupt überleben könnte...? ;)
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