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Durch den Wilden Westen: Isa Pulver unterwegs im Monument Valley. bild: martin kuhn

Bernerin Isa Pulver beim Nonstop-Rennen durch die USA auf dem Podest



Nach ihrem Gesamtsieg 2015 steht Isa Pulver beim Race Across America (RAAM) zum zweiten Mal auf dem Podest. Die Bernerin beendete das Rennen über knapp 5000 Kilometer von der amerikanischen West- an die Ostküste als Dritte. Pulver benötigte 11 Tage, 9 Stunden und 32 Minuten.

Es war eine besonders harte Ausgabe des RAAM, wie bereits der nun sechsfache Männer-Sieger Christoph Strasser aus Österreich berichtet hatte. Grosse Hitze zu Beginn des Rennens und schwere Unwetter mit viel Regen machten den Teilnehmern das Leben schwer.

Pulver hatte das Rennen sehr stark begonnen und lag bei Halbzeit in Führung. Bisweilen betrug der Vorsprung der 49-Jährigen auf die Konkurrenz beinahe 200 Kilometer. Doch danach hatte sie mit Problemen wegen des fehlenden Schlafs zu kämpfen, weshalb sie eine 24-stündige Pause einlegte. In dieser Zeit fiel Pulver zwar auf Rang fünf zurück, doch sie kam wieder zu Kräften und konnte auf dem Weg ins Ziel noch zwei Widersacherinnen abfangen.

«Der Schlüsselmoment war, als ich nach der Pause merkte: ‹Es geht!›», blickte Pulver im Ziel in Annapolis (Maryland) zurück. «Mit der Crew hatten wir ausgemacht, dass die ersten sechs Stunden uns Aufschluss darüber geben sollten, ob eine Weiterfahrt sinnvoll ist. Als dies so reibungslos klappte, wusste ich, dass ich zurück im Rennen bin.» Diese Gewissheit sei für die restlichen knapp 2000 Kilometer ihr grösster Antrieb gewesen.

WM-Titel für Nicole Reist

Den Sieg holte sich Daniele Genovesi aus Brasilien. Sie legte die Strecke rund 15 Stunden schneller zurück als Pulver.

Nicht am Start war Nicole Reist. Die Winterthurerin, die 2016 und 2018 das RAAM gewonnen hatte, nahm stattdessen an der Ultracycling-WM teil. Beim «Glocknerman» in Österreich gewann Reist gestern zum vierten Mal den Weltmeister-Titel. Für 1000 Kilometer mit 17'000 Höhenmeter benötigte sie 42 Stunden und 10 Minuten – trotz anhaltender Magenprobleme. «Sonst wäre wohl noch mehr drin gelegen», glaubt Reist. (ram)

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