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Mathilde Gremaud vor Olympia von Trainer verraten – neu bei Eileen Gu

epa12655826 Mathilde Gremaud of Switzerland in action during the final run of the women's Freeski Slopestyle of the FIS Freeski World Cup event in Laax, Switzerland, 17 January 2026. EPA/ANDREAS  ...
Will auch in Livigno hoch hinaus: Mathilde Gremaud.Bild: keystone

Schweizer Gold-Hoffnung Gremaud verraten – Trainer wechselt kurzfristig zur Konkurrentin

Nach ihrem Sieg im Big Air bei den X Games in Aspen reiste Mathilde Gremaud mit viel Selbstvertrauen nach Livigno zu den Olympischen Spielen. Doch die Freiburgerin muss erneut einen Verrat verkraften.
05.02.2026, 15:5205.02.2026, 15:52

Es wirkt wie ein schlechtes Remake. Auf eine Frage zur Rückkehr des Zürcher Trainers Misra Noto in ihr Umfeld liess Mathilde Gremaud eine kleine «Bombe» platzen. «Vor drei Tagen hat er schon wieder die Seiten gewechselt und sich entschieden, China zu helfen (Und damit der zweifachen Olympiasiegerin Eileen Gu, Anm.d.Red.). Das hat mich eiskalt erwischt», sagte die Freiburgerin mit zusammengebissenen Zähnen.

Zur Erinnerung: Noto hatte die Schweizerinnen mehrere Jahre trainiert, bevor er vor den Olympischen Spielen in Peking zu Eileen Gu wechselte. Mit seiner Hilfe gewann die chinesisch-amerikanische Athletin Gold in der Halfpipe und im Big Air sowie Silber im Slopestyle – hinter Gremaud.

Misra Noto Torniainen head coach reacts during a media conference of the Swiss ski freestyle slopestyle team at the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Wednesday, February 14, 2 ...
Misra Noto 2018 in Pyeongchang.Bild: KEYSTONE

Gremaud sinnt nicht nach Rache

War die Freiburgerin an den X Games in Colorado von Noto begleitet worden? «Nein, wir haben keine Wettkämpfe zusammen bestritten. Er war Ende Jahr in Laax, weil er mit einem Italiener dort war, und danach in Corvatsch mit mir.»

Bedeutet dieser gefühlte Stich in den Rücken nun zusätzliche Motivation für die Olympiasiegerin im Slopestyle? «Ja und nein. Wir haben viel darüber gesprochen, aber es liegt nicht wirklich in meinem Charakter, so auf Rache zu sinnen und mir zu sagen: ‹Ich will sie fertig machen.› Ich muss mich auf mich selbst konzentrieren. Was passiert ist: Er hat in meinen Augen an Bedeutung verloren. Einmal, okay – ich brauchte drei Jahre, um das zu verdauen. Aber zweimal, das ist jetzt genug.»

Trotzdem ein starkes Team

Zum Glück steht die zweifache Slopestyle-Weltmeisterin, die am Sonntag 26 Jahre alt wird, nach dieser Episode nicht ohne Unterstützung da. Sie kann weiterhin auf Greg Tüscher zählen, den Trainer der Nationalmannschaft. Er hatte sie unter anderem beim Big Air in Aspen entscheidend geholfen, den so spektakulären Sprung «Nose Butter 1260 Safety» zu stehen, der ihr den Sieg einbrachte.

Mathilde Gremaud of Switzerland poses for a portrait after a media conference of the Swiss ski freestyle Big Air and slopestyle team prior to the 2026 Olympic Winter Games in Livigno, Italy, on Wednes ...
Gremaud am Mittwoch in Livigno.Bild: keystone

«Es ist nicht so, dass mein Team auseinanderbricht – mit Greg habe ich ein super Verhältnis», erklärt sie. «Zunächst habe ich mit Misra gearbeitet, weil Greg nicht ständig verfügbar war. Ich brauchte jemanden, der mich in der Vorbereitung begleitet. Ich werde das behalten, was ich mit Misra erarbeitet habe, das ändert nichts an meinem Skifahren. Aber als Person ist er für mich kein anständiger Mensch. Wir teilen definitiv nicht dieselben Werte, da bin ich mir zu hundert Prozent sicher. Ich hatte vorher noch Hoffnung. Ich dachte, das könnte vielleicht etwas Langfristiges werden. Aber jetzt ist für mich ganz klar: Das Kapitel ist abgeschlossen.»

Die beste Antwort von Gremaud wäre dieselbe wie vor vier Jahren in Peking: Olympisches Gold. Und diesmal vor einem grossen Teil ihres Fanclubs. (ram/sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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Neruda
05.02.2026 16:02registriert September 2016
Ein Mann, ein Wort!

Was haben die denn überhaupt für Verträge, wenn er so schnell abspringen kann?
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