«Sonst werde ich hässig» – Hintermann lacht nach verpasster Quali schon wieder
Niels Hintermann hat im internen Ringen um das letzte Schweizer Ticket für die Olympia-Abfahrt den Kürzeren gezogen. Stefan Rogentin war im zweiten Training, bei dem das Team die vierte Zwischenzeit zur virtuellen Ziellinie zwischen den beiden erkor, um 0,43 Sekunden schneller.
Zwar hatten die Swiss-Ski-Trainer ihre Entscheidung nicht unmittelbar nach dem Rennen publik gemacht. Doch alle Beteiligten und Beobachter gingen davon aus, dass damit Rogentin am Samstag (11.30 Uhr) das Rennen in Bormio bestreiten darf. Später bestätigte dies der Verband.
«Für mich ist der Fall klar», meinte der 31-jährige Rogentin. Und Konkurrent Hintermann gratulierte dem Bündner im Zielraum der Pista Stelvio bereits.
«Es ist ein perfekter Tag, schönstes Wetter und die Piste ist in einem genialen Zustand. Ich denke nicht, dass es da einen Trainerentscheid braucht», meinte Hintermann im SRF. Zuvor war kommuniziert worden, dass unter Umständen nicht nur die Zeit massgebend sein kann bei der Entscheidung, wer neben Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Alexis Monney starten darf.
Niels Hintermann sagte, er habe Rogentin zur guten Fahrt gratuliert und dass er es ihm gönne, starten zu dürfen. Der 30-jährige Zürcher verband den Glückwunsch gleichzeitig mit einer Forderung. «Ich sagte ihm, er soll am Samstag ja nicht bloss ‹abehösele›, sonst werde ich hässig!», sagte Hintermann und lachte.
Um die interne Qualifikation hatte es einen Sturm im Wasserglas gegeben, weil sich Hintermann nach dem ersten Training über die Trainer geärgert hatte. Diese hatten entschieden, Monney fürs Rennen zu setzen, weswegen nur noch ein Startplatz offen blieb. Für seine Reaktion hatte er sich später entschuldigt.
