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Hintermann lacht nach verpasster Olympia-Quali: «Sonst werde ich hässig»

Niels Hintermann Olympische Spiele Training Abfahrt
Niels Hintermann nach dem Training am Donnerstag.Bild: srf

«Sonst werde ich hässig» – Hintermann lacht nach verpasster Quali schon wieder

05.02.2026, 13:0805.02.2026, 14:06

Niels Hintermann hat im internen Ringen um das letzte Schweizer Ticket für die Olympia-Abfahrt den Kürzeren gezogen. Stefan Rogentin war im zweiten Training, bei dem das Team die vierte Zwischenzeit zur virtuellen Ziellinie zwischen den beiden erkor, um 0,43 Sekunden schneller.

Zwar hatten die Swiss-Ski-Trainer ihre Entscheidung nicht unmittelbar nach dem Rennen publik gemacht. Doch alle Beteiligten und Beobachter gingen davon aus, dass damit Rogentin am Samstag (11.30 Uhr) das Rennen in Bormio bestreiten darf. Später bestätigte dies der Verband.

«Für mich ist der Fall klar», meinte der 31-jährige Rogentin. Und Konkurrent Hintermann gratulierte dem Bündner im Zielraum der Pista Stelvio bereits.

«Es ist ein perfekter Tag, schönstes Wetter und die Piste ist in einem genialen Zustand. Ich denke nicht, dass es da einen Trainerentscheid braucht», meinte Hintermann im SRF. Zuvor war kommuniziert worden, dass unter Umständen nicht nur die Zeit massgebend sein kann bei der Entscheidung, wer neben Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Alexis Monney starten darf.

Niels Hintermann sagte, er habe Rogentin zur guten Fahrt gratuliert und dass er es ihm gönne, starten zu dürfen. Der 30-jährige Zürcher verband den Glückwunsch gleichzeitig mit einer Forderung. «Ich sagte ihm, er soll am Samstag ja nicht bloss ‹abehösele›, sonst werde ich hässig!», sagte Hintermann und lachte.

Um die interne Qualifikation hatte es einen Sturm im Wasserglas gegeben, weil sich Hintermann nach dem ersten Training über die Trainer geärgert hatte. Diese hatten entschieden, Monney fürs Rennen zu setzen, weswegen nur noch ein Startplatz offen blieb. Für seine Reaktion hatte er sich später entschuldigt.

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Glen_Miller
05.02.2026 14:55registriert Januar 2020
Ich mag den Hintermann und hätte auch ihm einen Startplatz gegönnt. Umso schöner zu sehen, dass er seinen Humor bereits wieder gefunden hat. Geile Siech.
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Drosera
05.02.2026 14:41registriert Dezember 2025
Eine rare, sympathische Spezies nicht weichgespülter Schönredner im Profisport!
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Amboss
05.02.2026 15:03registriert April 2014
Ich finds herrlich, dass er seinen Schnabel aufgemacht hat - gleichzeitig aber nichts böses gegen seine Kollegen gesagt hat - und es jetzt so locker sieht.

Trotzdem kapier ichs nicht so ganz. Es wäre dermassen logisch: Hintermann fährt die Abfahrt, Rogentin den Super-G.
so hätte man Hintermann wirklich gerade zuhause lassen können.
Und es wäre doch besser gewesen, Rogentin konzentriert sich auf den Super-G.
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