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Kleine Geste, grosse Wirkung – wie ein bescheidener Helfer das Internet (und jede Menge Herzen) erobert



Dass kleine Gesten manchmal grosse Dinge bewirken, zeigt ein Fall aus Fort Wayne im US-Bundesstaat Indiana: Leah Kerr besucht mit ihren beiden Töchtern und ihrer Mutter Carma Greathouse eine Mall, um einzukaufen.

«Ich trug die ganzen Taschen und versuchte, beide Mädchen an den Händen zu halten, als wir die Rolltreppe herunterfuhren», schreibt Kerr auf Facebook. «Ich bemerkte erst, als ich schon drauf war, dass Grosi zu viel Angst hatte, sie auch zu betreten. Ich fühlte mich schrecklich, als ich zusah, wie sie wieder und wieder versuchte, ihren Fuss darauf zu setzen.»

Das Gros der Einkaufenden reagiert mehr als unhöflich: «Die Leute gingen um sie herum, stiessen sie beiseite oder forderten sie auf, beiseite zu gehen – bis dieser erstaunliche Mann sie sah. Es war ihm nicht nur nicht peinlich, ihr zu helfen, sondern er hielt auch noch den ganzen Weg herunter ihre Hand und half ihr, sie zu verlassen. Ich bin ihm so dankbar ♡♡♡♡»

Der Eintrag findet seinen Weg auch in die Facebook-Gruppe Love What Matters: Er wird insgesamt 4500 Mal geteilt und 55'000 Mal geliket. Doch das Beste ist: Dort finden sich die Grosi und der junge Gentleman wieder!

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bild: facebook

«Ich bin die Oma, der Sie geholfen haben, junger Mann. Ich leide unter Polymyalgie [Gefässentzündungen] und habe Angst hinzufallen. DANKE, SIR, DASS SIE MIR GEHOLFEN HABEN. Bewahren Sie sich Ihre guten Manieren, ich bin so dankbar, dass Sie Eltern hatten, die Sie richtig erzogen haben. Kommen Sie weit im Leben, Gott möge Sie schützen! Sie sind mein Held.»

Alujwyon Williams bleibt sich treu – also bescheiden und freundlich. «Kein Problem, es freut mich, dass ich bei Ihnen und Ihrer Familie so viel Eindruck gemacht habe. Ich war nur ich selbst und bin froh, dass ich derjenige war, der helfen konnte. Das bin ich wirklich», antwortet der 19-Jährige.

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Alles richtig gemacht: Alujwyon Williams. bild: facebook

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screenshot: facebook

Und obwohl – oder gerade weil – seine Tat eine kleine war, macht diese kleine Geschichte die Runde. Erst in US-Medien, aber dann berichtet beispielsweise auch der britische Telegraph. ABC trifft Greathouse und Williams für ein Interview, die Likes gehen laut dem US-Sender derweil in die Millionen.

«Die Leute haben mich nicht beachtet», rekapituliert Oma Greathouse noch einmal und erzählt, wie Williams sie angesprochen hat: «Er sagte: ‹Nehmen Sie meine Hand. Und jetzt machen Sie einen Schritt, wenn ich einen Schritt mache.›» Williams selbst sagt, die vielen positiven Reaktionen hätten ihn überrascht, doch er habe gar nichts Grosses getan.

Doch, das hat er. Er ist mit bestem Beispiel vorangegangen, und er erinnert uns daran, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und denen in unserer Gesellschaft hilfreich die Hand hinzureichen, die ein wenig Hilfe nötig haben.

(phi)

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