In Brasilien ist eine Freiheitsstatue eingestürzt – Social-Media-User sehen Analogie
Die Freiheitsstatue ist umgestürzt. Also, eigentlich nur eine rund 40 Meter hohe Nachbildung im Süden Brasiliens. Am 15. Dezember wurde die Stadt Guaíba von einem schweren Unwetter mit heftigen Winden heimgesucht. Diese rissen «Lady Liberty 2.0» von ihrem Sockel. Der Moment wurde aus mehreren Perspektiven auf Video festgehalten:
Die Statue wird vom brasilianischen Detailhändler «Havan» als Symbol genutzt und stand auf dem Parkplatz einer grossen Filiale. Ähnliche Statuen befinden sich vor vielen anderen Standorten der Ladenkette im ganzen Land. Über 170 soll es geben – Brasilien ist damit das Land mit den meisten Freiheitsstatuen.
Die Idee stammt aus den 1990er-Jahren und soll die «Freiheit der Kaufentscheidung» symbolisieren. Auch einige der Läden selbst sind von der USA inspiriert – ihre Fassade ähnelt oft der des Weissen Hauses.
Bevor die Statue von Guaíba einstürzte, habe sie zuerst geschwankt, berichten Augenzeugen. Daraufhin hätten diverse Menschen versucht, ihre Autos in Sicherheit zu bringen. Beim Aufprall zerschmetterte ihr Kopf auf dem Boden. Menschen wurden dabei nicht verletzt.
Social-Media-User sehen Parallele zu den USA
Die Videos verbreiteten sich rasant im Internet und auf Social Media und wurden von unzähligen Menschen weiterverbreitet und kommentiert.
Einige davon sahen im Sturz der Statue eine tieferliegende Symbolik. «Was für eine grossartige Analogie für Amerika», schrieb etwa Brian Krassenstein auf der Plattform X.
Die echte Freiheitsstatue steht seit 1886 im Hafen von New York City. Sie war ein Geschenk Frankreichs, stellt die römische Göttin Libertas dar und soll ein Symbol für amerikanische Werte wie Freiheit, Demokratie und Hoffnung sein. (lzo)
