Erneut Tote im Gazastreifen nach Luftangriff
Am Sonntag teilte die Zivilschutzbehörde im Gazastreifen mit, dass bei israelischen Luftangriffen mindestens elf Palästinenserinnen und Palästinenser getötet wurden. Der Sprecher des Zivilschutzes, Mahmoud Basal, sagte, israelische Flugzeuge seien von der Morgendämmerung bis zum Mittag in mehreren Gebieten Angriffe geflogen.
Die Gesamtzahl der Todesopfer seit dem 7. Oktober 2023 beziffert der Zivilschutz auf 72'061, bei 171'715 Verletzten. Diese Zahlen decken sich mit einer Studie der Max-Planck-Gesellschaft.
Seit Beginn der Waffenruhe im Oktober 2025 werfen sich die Hamas und Israel gegenseitig vor, gegen diese zu verstossen. Laut der Gesundheitsbehörde in Gaza sind seither 601 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet und 1607 verletzt worden.
Die Behörden erklärten am Sonntag ebenfalls, dass der Grenzübergang Rafah nach Ägypten unter strengen Beschränkungen betrieben werde. Die teilweise Wiedereröffnung des Übergangs am 2. Februar 2026 erlaube nur einer kleinen Zahl von Reisenden die Ausreise und bleibe damit weit hinter den humanitären Mindestverpflichtungen gegenüber Kranken und Verletzten zurück. Den Behörden zufolge warten mehr als 20'000 Patientinnen und Patienten – darunter Schwerkranke mit Krebs, Herzerkrankungen, Nierenversagen sowie schweren Verletzungen – auf eine Behandlung im Ausland.
Der Zugang zu medizinischer Behandlung ist ein Menschenrecht, das durch Völkerrecht geschützt ist. Der Übergang ist seit Mai 2024 nahezu geschlossen, nachdem israelische Streitkräfte die Kontrolle übernommen hatten, was den Gazastreifen weiter isolierte und die humanitäre Krise verschärfte. (emm/reuters)
