Demokratin nach Einsicht in ungeschwärzte Epstein-Files: «Trump lügt»
Seit einigen Tagen gewährt das US-Justizministerium ausgewählten Politikerinnen und Politikern unter gewissen Vorgaben Einsicht in eine weniger geschwärzte Version der Akten aus dem Fall Epstein.
In einem Interview mit einem Korrespondenten von Drop Site News erzählte die Demokratin Becca Balint am 9. Februar, dass auch sie «eine halbe Stunde» durch die unredigierten Files stöbern konnte. Balint sitzt für den Bundesstaat Vermont im US-Repräsentantenhaus.
Es sei einfach so widerlich, wie viele Leute über die Geschehnisse Bescheid gewusst hätten, so Balint. Ihre konkrete Recherche während der halben Stunde, die sie mit den Akten hatte, widmete sie konkret einer Behauptung des US-Präsidenten Donald Trump. Und dabei ist sie offenbar auf etwas Belastendes gestossen:
Donald Trump hat in der Vergangenheit immer wieder behauptet, seinen Kontakt zu Jeffrey Epstein schon früh abgebrochen zu haben. Er habe ihn sogar aus seinem Club in Mar-a-Lago geschmissen, behauptete der Präsident mehrmals – etwa im Juli letzten Jahres gegenüber dem TV-Sender FOX.
Laut Balint stimmt dies nicht. «Es ist eine Lüge», behauptet sie gegenüber Drop Site News. Sie hat ausserdem angekündigt, in den kommenden Tagen weitere Recherchen in den Akten anstellen zu wollen.
Donald Trump hat immer wieder behauptet, nichts von Epsteins Machenschaften gewusst zu haben:
(lzo)
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