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Lake Zurich Highschool: Das steckt hinter dem viralen Video

Lake Zurich Highschool ICE
Ein Video aus der «Lake Zurich Highschool» ging am Wochenende viral. Bild: Screenshot/x

«Schlage dir ins Gesicht»: Das steckt hinter dem viralen «Lake Zurich»-Video

Ein Schüler mit einem Pro-ICE-Plakat wird an der «Lake Zurich Highschool» in den USA tätlich angegriffen, das Video des Vorfalls geht in den sozialen Netzwerken viral und wird rege kommentiert. Das steckt dahinter.
16.02.2026, 14:4316.02.2026, 14:43

Wer an diesem Wochenende auf seinem Social-Media-Netzwerk des Vertrauens unterwegs war, dem erschien wahrscheinlich irgendwann ein Video, das sich um «Lake Zurich» drehte.

Dabei handelt es sich aber nicht um den uns bekannten Zürichsee, sondern um die «Lake Zurich Highschool», eine Schule in einem nordwestlichen Vorort von Chicago im Bundesstaat Illinois.

Das besagte Video stammt von einem US-Schüler, der beim Eingang seiner Schule ein Plakat mit der Aufschrift «I love ICE» hochhält und Parolen skandiert, während sich andere Schüler für einen Protest gegen die Einwanderungsbehörde einfinden.

Während die meisten die Provokation einfach ignorieren und weitergehen, taucht plötzlich ein Mitschüler im Bild auf und sagt direkt und unmissverständlich: «Also, ich werde dir ins Gesicht schlagen.»

Der Urheber des Videos warnt seinen Mitschüler noch, dass Gewalt ihn in Schwierigkeiten bringen könnte, woraufhin dieser lediglich mit «okay» antwortet, einmal kurz in die Hände klatscht und dann zuschlägt.

Gemischte Reaktionen

Das Video und Screenshots davon gehen seit der Veröffentlichung viral. Der Aggressor wurde zum Meme, in den Kommentarspalten gibt es zahlreiche Reaktionen, die die Aktion bejubeln.

Bild

Doch nicht alle feiern die Aktion des Lake-Zurich-Schülers. Es gibt auch zahlreiche Stimmen, die das aggressive Vorgehen verurteilen. Der Vorwurf der Doppelmoral zieht sich durch die Kommentarspalten auf «X», «Reddit» und Co.

So heisst es zum Beispiel in einem Kommentar: «Gut zu wissen, dass die Linke Gewalt unterstützt, solange sie ihren Überzeugungen entspricht.» Oder: «Wow. Es ist toll, dass wir den Kindern beibringen, mit Gewalt zu reagieren, wenn jemand etwas sagt, mit dem sie nicht einverstanden sind.»

Das Opfer teilte vor ein paar Tagen den Vorfall auf Instagram und schreibt dazu:

«Anstatt dass mir erlaubt wurde, meine Meinung zu äussern, wurde ich angegriffen – nur weil ich mich für die Strafverfolgungsbehörden eingesetzt habe. Was ist mit Amerika los?»

Dass es nicht weiter eskalierte, liegt auch an einem Sicherheitsmann der Schule, der gleich nach dem Angriff einschreitet und die beiden trennt. Im Video ist noch zu hören, wie Spud sagt: «Ich stehe zu meinen Überzeugungen und ich werde friedlich hier stehen bleiben und für diese einstehen. Ich unterstütze ICE und die Strafverfolgungsbehörden», woraufhin der andere Schüler sagt:

«Du kannst dich friedlich selber fi****.»

Was für Konsequenzen der Vorfall haben wird und ob der Aggressor angezeigt wird, ist noch unklar. Jean Malek, Leiterin der Kommunikations-Abteilung der Schule, sagte gegenüber lokalen Medien: «Leider können wir aufgrund der Vertraulichkeit keine Angaben zu Angelegenheiten von Schülerinnen und Schülern machen.» Auch die Polizei hat auf Medienanfragen nicht reagiert.

Fall ist symptomatisch

Der Vorfall an der «Lake Zurich Highschool» steht symptomatisch für den tiefen politischen Graben, den die ICE-Politik unter Donald Trump im Land verstärkt hat.

Vor allem die Tötung der zwei US-Bürger Pretti und Good im Januar hat das Fass für viele Menschen zum Überlaufen gebracht. Das aggressive Vorgehen der Einwanderungsbehörde sorgte nicht nur dafür, dass Menschen auf der Strasse protestierten, es formierte sich auch in zahlreichen Schulen Widerstand. Genau wie das an der «Lake Zurich Highschool» der Fall war.

Dass dabei die Gehässigkeiten zwischen den zwei Lagern zugenommen haben, ist nicht erst seit dem Vorfall rund um dieses Video ersichtlich.

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Minnesota Proteste gegen ICE
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Minnesota Proteste gegen ICE
quelle: fr172090 ap / adam gray
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