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Fashion Show: Wie die Gen Z über Social Media ihr Mode-Netzwerk aufbaut

Video: watson/michelle claus

«Das ist Linkedin, aber in Fresh»: So connectet sich die Gen Z

Oft wird der Gen Z vorgeworfen, faul zu sein. Eine 21-jährige Designerin widerspricht und beweist mit ihrer eigenen Fashion Show, wie viel unbezahlte Arbeit und Leidenschaft in der Szene steckt und welche zentrale Rolle Social Media dabei spielt.
29.11.2025, 10:0229.11.2025, 13:23

Während grosse Labels wie H&M und Zara nach aufwändigen Marktforschungsstudien die nächsten Trends diskutieren, erschaffen junge Künstlerinnen und Künstler in Kellern und Ateliers die neue Mode der Gen Z – und sie machen das nach ihren eigenen Regeln.

Es bahnt sich eine Underground-Modebewegung an – und Social Media ist der aktive Treiber davon. Unkommerziell wird upgecycelt, entworfen und wieder verworfen, Ideen und Inspiration auf den Plattformen geteilt.

Und sie hat sich das zunutze gemacht: Oona Krauer ist eine junge Designerin und Organisatorin, die nicht nur ihre eigenen Kleider entwirft und strickt, sondern sich auch darum bemüht, dass sich junge Modeschaffende miteinander austauschen und in Kontakt kommen. Mit ihrem Label Kismet Zurich gelingt es der gebürtigen New-Yorkerin, via TikTok und Instagram viele junge Modeinteressierte und -schaffende an ihren Fashion Shows zu versammeln. Dort können sich die kreativen Menschen treffen und miteinander vernetzen.

«Es ist wie Linkedin, aber in Fresh.»
Videograf an ihrer Fashion Show

Community über Profit

Pro Show bezahlt die 21-Jährige etwa 2000 Franken aus eigener Tasche. Damit Geld zu machen, ist aber nicht das Ziel der Designerin: «Ich mache das nicht fürs Geld. Mein Ziel ist es, eine Community in der Schweiz aufzubauen.»

Viele Stunden, Wochen und Monate der Freiwilligenarbeit und Leidenschaft stecken hinter der Show, bei der verschiedene Jung-Designerinnen und -Designer ihre Mode präsentieren können. Zusammengefunden haben sie sich alle online: Wie Oona benützen viele aus der Gen Z die Sozialen Medien nicht nur, um die Bilder und Posts ihrer Freunde und Bekannten anzuschauen, sondern eben auch, um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und eventuell zusammenzuarbeiten.

«Ich mache das nicht für das Geld. Hauptsache, ich bin Break-even. Mein Ziel ist es, eine Community in der Schweiz aufzubauen.»
Oona Krauer

Wir haben Oona an der vierten Fashion Show ihres Labels Kismet Zurich begleitet und einen Einblick in die alternative Underground-Modeszene der Schweizer Jugend bekommen:

Video: watson/michelle claus

Die grösste Hürde bei der Organisation sei, eine Location zu finden. Denn aufgrund des jungen Alters würde sie oft unterschätzt und von den Vermieterinnen und Vermietern belächelt werden. Nach den Veranstaltungen seien diese aber oft beeindruckt, was Oona und ihr Team alles auf die Beine gestellt hätten.

«Sie nehmen uns aufgrund unseres Alters nicht ernst. Das motiviert mich aber, es ihnen extra zu zeigen.»
DJ am Event

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