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Ein Sextape mit diesen beiden? Klar. Jona Bechtolt und Claire L. Evans sind Yacht. bild: teamyacht.com

Als Band waren sie erfolglos, ihr Sextape dagegen ist (der Renner) ein Hoax, ein PR-Gag, ach was, egal



Es ist die Erfolgsstory des Tages: Jona und Claire sind ein Paar. Sie teilen sich nicht nur ihr Privatleben, sondern auch eine Band. Die Band heisst Yacht. Und Yacht ist am Sinken.

Aber Jona und Claire haben – ohne dass sie sich dessen bewusst waren – vorgesorgt: Wie so viele Paare auf diesem Planeten kamen auch sie eines besoffenen Tages auf die Idee, ihre Liebe in einem Sextape zu verewigen. Dummerweise blieben sie nicht die einzigen, die davon wussten. Am Montag leakt jemand «Drittes» das Video.

Das ist nicht das Sexvideo. Aber ein anderes Video von Yacht

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YouTube/YACHT

Zuerst sind Jona und Claire geschockt. Schreiben einen langen Brief an ihre Fans, darüber, dass das Video jetzt in der Welt sei, dabei hätten sie es bloss für sich alleine gedreht, aus Trost in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit und so weiter. Und dass sie sich jetzt schämen. Und dass das alles doppelt scheisse ist, in einer Zeit, wo schon ihre Musik via Gratis-Downloads wertlos geworden ist. Und jetzt also auch noch ihr Privatleben.

Dann beginnen sie, das Thema Sextape zu recherchieren. All die Fälle, in denen Celebrities wie Pamela Anderson nichts davon hatten, dass ihre Intimst-Sphäre für alle Öffentlichkeit zugänglich war. Sie entschliessen sich zur Rückeroberung ihres Sextapes, jedenfalls zur finanziellen: Noch am Montag basteln sie die Webseite fuck.teamyacht.com und laden das Video für 5 Dollar zum Verkauf hoch.

Eine der ersten, die kauft, ist die Schriftstellerin Miranda July. Sie ist eine bekennende Porno-Konsumentin und bestätigt kraft ihrer Expertise, dass es sich um ein wirklich, wirklich tolles Sextape handelt. Um eines, das sie besser angeturnt habe als so viele zuvor. «Wahrscheinlich weil: wahre Liebe».

Sexpertin Miranda July macht Werbung

Und weil wir Miranda July alles glauben, versuchen auch wir, das Anturner-Tape zu erwerben. Mehrfach. Vergeblich. Der Server ist «overloaded». Angeblich. Denn nun melden sich plötzlich viele Sextape-Süchtige (Journalisten) und beklagen sich, dass ihnen, wie uns, der Download auch nicht gelungen sei. Und: Miranda July ist eine Freundin der Band.

Das Ganze könnte also ein reiner PR-Stunt* sein. In einer Musikwelt, in der Giganten wie Beyoncé und Radiohead gerade die ganze Aufmerksamkeit mit kreativen Monster-Aktionen kapern. Die einen finden das bereits «unglaublich smart». Die andern eine politisch unkorrekte Zumutung. Auf jeden Fall kennen wir jetzt alle Yacht. Es ist die Erfolgsstory des Tages.

(sme)

*Nachtrag:

Huch, welch Überraschung! Wie sich Dienstagabend herausgestellt hat, war das Yacht Sextape tatsächlich ein Hoax, das Zettermordio eine erfolgreiche PR-Aktion, wie User Bobness konstatierte und auf das renommierte Musikmagazin Pitchfork verlinkt, das wiederum auf Jezebel verweist.

Die PR-Guerilla sei Monate im Voraus geplant worden, ist auf Pitchfork zu lesen. 

Vielleicht ging der Schuss von Yacht auch nach hinten raus, wer weiss. Auf Twitter ist man auf jeden Fall nicht sehr amused.

(kub)

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