Wirtschaft
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Pro Jahr fliessen 2 Billionen Dollar Bestechungsgeld

11.05.16, 20:39 12.05.16, 09:18


A security guard walks past a montage of U.S. dollar bills outside a currency exchange bureau in Kenya's capital Nairobi, July 23, 2015.    REUTERS/Thomas Mukoya/File Photo

Ein Sicherheitsmann vor einer Wechselstube in Kenia.
Bild: THOMAS MUKOYA/REUTERS

Weltweit werden pro Jahr Bestechungsgelder in Höhe von 1,5 bis 2 Billionen US-Dollar gezahlt. Darauf hat die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, vor dem am Donnerstag in London startenden Internationalen Korruptionsgipfel hingewiesen.

Dies entspreche einem Volumen von zwei Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Bestechung sei nur ein kleiner Teil aller möglichen Formen von Korruption, schrieb Lagarde in einem Essay, das sie am Mittwoch in Washington vorlegte.

IMF Managing Director Christine Lagarde speaks during a news conference after the International Monetary and Financial Committee (IMFC) Meeting at the 2016 World Bank-IMF Spring Meeting in Washington April 16, 2016.      REUTERS/Joshua Roberts

Christine Lagarde hat keine guten Nachrichten.
Bild: JOSHUA ROBERTS/REUTERS

Lagarde wies auch auf Dominoeffekte hin. «Wenn die Gewährung einer Ausnahme bei einer Steuerzahlung als ein Ergebnis von Bestechung angesehen wird, dann ist es nicht überraschend, dass die Öffentlichkeit weit weniger bereit ist, die Steuergesetze einzuhalten», schrieb die Französin.

Korruption habe negative Einflüsse auf die gesamte Gesellschaft. Sie behindere Bildungschancen, das Wirtschaftswachstum, die Infrastruktur. Zahlreiche Beispiele belegten, dass der Kampf gegen Korruption erfolgreich sein kann.

«Den Mythos, es sei ein kulturelles Problem, akzeptiere ich nicht», schreibt Lagarde. Es gebe Beispiel für Länder, die sehr erfolgreich gegen Korruption vorgegangen seien. In einigen Entwicklungsländern sei das Problem geringer als in einigen entwickelten Ländern.

(sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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