Wirtschaft
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Heftige Ohrfeige für Meyer Burger-Chefs – Aktionäre lehnen Vergütungsbericht ab



ARCHIVBILD ZUR JAHRESBILANZ 2017 VON MEYER BURGER, AM DONNERSTAG, 22. MAERZ 2018 - Sicht auf das Logo und neue Produktionsgebaeude der Firma Meyer Burger, am Donnerstag, 22. November 2012, in Thun. Die Thuner Solarfirma gab am Mittwoch, 21. November 2012, einen Abbau von 270 Arbeitsplaetzen weltweit bekannt. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: KEYSTONE

Schlappe für den Verwaltungsrat des Solarzulieferers Meyer Burger: Die Aktionäre haben auf der Generalversammlung vom Mittwoch den Vergütungsbericht 2017 abgelehnt.

Der Vergütungsbericht wurde in einer konsultativen Abstimmung nur knapp mit einem 49.69 Prozent Ja-Stimmen und 49.08 Prozent Nein-Stimmen bei 1.23 Prozent Enthaltungen zurückgewiesen, wie Meyer Burger mitteilte.

Die knappe Ablehnung sei unter anderem auf die Stimmrechtsempfehlung von zwei unabhängigen Stimmrechtsberatern zurückzuführen, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Meyer Burger bleibe diesbezüglich mit grösseren Aktionären und Stimmrechtsberatern im Gespräch, hiess es.

An der Generalversammlung waren laut Mitteilung 161'782'478 Namenaktien vertreten, was gut einem Viertel des im Handelsregister eingetragenen Aktienkapitals entspreche. Die Mehrheit davon, konkret 104'528'136 Namenaktien, vertraten unabhängige Stimmrechtsvertreter. Der Rest der Stimmrechte entfiel auf 271 Aktionäre, die persönlich an der Generalversammlung teilnahmen oder sich durch Dritte vertreten liessen, heisst es weiter.

Sowohl die Vergütung des Verwaltungsrats als auch der Geschäftsleitung wurden für 2017 angehoben.

Seit Jahren Verluste

Der Solarausrüster, der seit 2012 tiefrote Jahreszahlen schreibt, hat im März einen verhaltenen Ausblick für das Gesamtjahr veröffentlicht. Im bisherigen Verlauf von 2018 haben die Aktien ein Viertel an Wert eingebüsst und notieren inzwischen bei 1.218 Franken. 2011 waren es noch über zehn Franken.

In der Schweiz kommt es nur sehr selten vor, dass Vergütungsberichte abgelehnt werden. Allen anderen Anträgen des Verwaltungsrats stimmten die Aktionäre zu. (sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Redly 02.05.2018 17:42
    Highlight Highlight Geil! Endlich eine Spur Vernunft gegen diese Selbstbedienungs-Vergütungen.
  • Triumvir 02.05.2018 17:32
    Highlight Highlight Sehr gut. Wer seit Jahren rote Zahlen schreibt, hat auch kein Anrecht auf ein dickes Salär resp. unanständig hohe Vergütung für die dürftigen Leistungen. Zuerst LIEFERN - und zwar SCHWARZE Zahlen liefern - dann erst abzocken, resp. sich fürstlich vergüten lassen!

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