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Digital

9 Jobs, die es in zehn Jahren wohl nicht mehr gibt

Schon jetzt bauen Roboter Autos zusammen: Bald werden sie in unserer Arbeitswelt noch viel präsenter sein.
Schon jetzt bauen Roboter Autos zusammen: Bald werden sie in unserer Arbeitswelt noch viel präsenter sein.Bild: REBECCA COOK/REUTERS
Kassierer, Taxifahrer, Apotheker

9 Jobs, die es in zehn Jahren wohl nicht mehr gibt

Kuoni verkauft künftig keine Reisen mehr, die Anzahl Reisebüros in der Schweiz hat sich fast halbiert. Doch es ist nicht die einzige Branche, die von der digitalen Revolution bedroht ist.
18.01.2015, 11:1212.03.2015, 16:36
Roman Rey
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Büroangestellte

Computerprogramme und Roboter mit künstlicher Intelligenz könnten gemäss Schätzungen schon in fünf Jahren die meisten Bürojobs übernehmen. Sie werden arbeitsintensive Aufgaben schneller und genauer erledigen können als Menschen – und sind dazu noch lernfähig.

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Bild: giphy

Kassierer

Migros und Coop statten immer mehr Filialen mit dem Self-Checkout-System aus. Dabei scannt der Kunde seine Ware an einem Automaten ein und bezahlt dort auch gleich – eine menschliche Interaktion braucht es gar nicht mehr. 

Die Grossverteiler betonen zwar, dass es sich dabei um eine zusätzliche Dienstleistung zu den normalen Kassen handelt. Trotzdem befürchten Gewerkschaften, dass der Trend zu einem Abbau von Personal führen wird. Früher oder später wird es wohl so kommen.

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Bild: KEYSTONE

Taxifahrer

Zwischen der Taxibranche und dem neuen Fahrdienst Uber tobt ein erbitterter Kampf. Verständlich: Für die Taxis geht es ums nackte Überleben. Weil Uber angeblich staatliche Regulierungen umgeht, wurde die App in Belgien, Holland, Frankreich und Spanien bereits verboten. 

Der Berufsstand wird von einer weiteren Seite bedroht: Selbstfahrende Autos. Das führerlose Google-Auto hat testweise schon 160'000 Kilometer auf richtigen Strassen ohne Unfall zurückgelegt. Gut möglich also, dass wir in naher Zukunft von Taxis ohne Taxifahrer abgeholt werden.

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Das sind die ersten selbstfahrenden Autos
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Kleiderverkäufer

Schon jetzt erfreuen sich Online-Modehändler wie Zalando grosser Beliebtheit. Man hat eine riesige Auswahl an Kleidung, und wenn etwas (geschmacklich oder von der Grösse her) nicht passt, schickt man es einfach kostenlos zurück.

Bereits jetzt befinden sich 3-D-Körperscanner in der Testphase, welche die Masse der Kunden haargenau erfassen und speichern. Bei Online-Bestellungen kann dann auf diese Daten zurückgegriffen werden. Wenn sich diese und ähnliche Systeme etablieren: Weshalb sollte man noch in einen Kleiderladen gehen?

Kranken- und Altenpfleger

Weil die Gesellschaft immer älter wird, droht eine Knappheit beim Pflegepersonal. In den USA sind deshalb schon Roboter im Einsatz: Sie transportieren Essen, Abfall, Medikamente. Auch in Deutschland laufen Pilotprojekte mit Robotern.

Video: Youtube/IPA320

In Japan wird die Forschung in Pflegeroboter staatlich gefördert, um das Problem rechtzeitig in den Griff zu bekommen. Die Roboter werden also erst als Unterstützung des Personals dienen. Ob es dieses einmal ersetzen wird, ist schwierig zu sagen.

Der flauschige Roboter Paro ist für Kuscheleinheiten zuständig.Video: youtube/a-tv

Apotheker

In zwei Spitälern an der Universität von Kalifornien in San Francisco sind keine Menschen mehr für die Apotheken zuständig, sondern Maschinen: Roboter bekommen Bestellungen und holen dann die richtige Menge an Medikamenten. Auch in Grossbritannien sind solche Systeme schon im Einsatz.

Aber was ist mit der Beratung? Da sind Menschen bestimmt unverzichtbar. Nicht zwingend. Unser Namensvetter, der Supercomputer Watson von IBM wird versuchsweise schon in Spitälern eingesetzt, wo er künftig bei der Diagnose von Krankheiten mitarbeiten soll. Einige Experten glauben, dass Computer dank den Unmengen an Daten, auf die sie zurückgreifen, sogar weniger fehleranfällig sind als Menschen.

Bibliothekare

Die Technologische Universität in Sydney hat eine riesige Untergrund-Bibliothek mit 325'000 Büchern – es sind die, die am wenigsten gelesen werden. Wenn ein Student doch eines von ihnen will, macht sich ein Roboter auf den Weg und bringt es. Es ist anzunehmen, dass diese Praxis auf der ganzen Welt mehr und mehr zur Geltung kommt.

Bauern

Die Landwirtschaft hat immer wieder vom technologischen Fortschritt profitiert. Gut möglich, dass dieser menschliche Arbeit irgendwann überflüssig macht. Crops stellt Roboter her, die Pepperoni oder Äpfel ernten. Kühe werden schon lange von einer Maschine gemolken.

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Fastfood-Mitarbeiter

Das Unternehmen «Momentum Machines» arbeitet an einer Hamburger-Maschine, die «alles tun kann, was die Angestellten tun, nur besser». Das Fliessband, wo Gemüse geschnitten und Fleisch gebraten wird, soll alle 10 Sekunden einen Burger herstellen können.

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Bild: Momentum Machines

Haben wir noch etwas vergessen? Welche Berufe sind durch die digitale Revolution noch bedroht? Wie sieht es mit deinem aus? Lass es uns in der Kommentarspalte wissen.

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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Christian Denzler
18.01.2015 14:01registriert Februar 2014
Banker, Broker, Consultants und Wirtschaftsanalysten. Die modernen Parasiten der Gesellschaft. Deren Verschwinden wäre ein Segen nebst all den Horrorszenarien von Maschinen, die unser Leben übernehmen und alle zwischenmenschlichen Interaktionen zerstören.
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Brainwash
18.01.2015 11:35registriert April 2014
Journalisten: Computerprogramme suchen sich ihre Storys selber zusammen in dem Sie zufallstesteuert ihre Texte aus dem Netz laden.
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Nyi Phy
18.01.2015 11:51registriert September 2014
Meiner Meinung nach wird es noch sehr lange dauern, bis ein Roboter die persönliche Beratung mit Augenkontakt ersetzen kann. Deshalb werden in den fünf Jahren auch keine Apotheken oder ähnliches schliessen.

Jedes Jahr heisst es in den Medien wieder "in fünf Jahren ersetzen Roboter unsere Jobs". Dauert aber noch viel länger. Uns fehlen ungemein viele qualifizierte Informatiker. Ohne diese ist niemand da um innert fünf Jahren die Produkte zur Marktreife zu führen.

Übrigens werden keine Arbeitsstellen verloren gehen, sondern der Inhalt ändert sich. Genau das gleiche ist bei der industriellen Revolution geschehen. Statt selbst mit dem Hammer Metall zu formen, übernimmt dies eine Maschine, die aber bedient, programmiert, gewartet und überprüft werden muss.
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