Wirtschaft
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epa06697578 US President Donald J. Trump (R) and Chancellor of Germany Angela Merkel (L) shake hands while holding a joint news conference in the East Room of the White House in Washington, DC, USA, 27 April 2018. Merkel is on a one-day working visit to the White House where she and President Trump were expected to discuss trade issues such as proposed US tariffs on European steel and aluminum products, in addition to topics such as NATO.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Nicht wirklich beste Freunde: Angela Merkel und Donald Trump. Bild: EPA/EPA

Ein Handelskrieg braut sich zusammen – und die Deutschen sind auch schuld daran

Donald Trump hat offenbar ein Problem mit deutschen Autos, die Deutschen eine irrationale Liebe zu ihren Exportüberschüssen. Daher ist ein Konflikt der beiden Handelspartner kaum mehr zu vermeiden.



Mit ihren Besuchen in Washington wollen Emmanuel Macron und Angela Merkel nicht nur den Iran-Deal retten, sondern auch den US-Präsidenten davon abhalten, die Strafzölle auf Stahl und Aluminium einzuführen. Wohl vergeblich. In wenigen Tagen läuft die Schonfrist ab, und Trump macht keinerlei Anstalten, von seiner harten Haltung abzurücken.

Ein Handelskrieg über den Atlantik scheint damit nicht mehr zu vermeiden. Die beiden wichtigsten Handelspartner der Welt, die EU und die USA, werden sich bald in den Haaren liegen und sich gegenseitig vor den Gerichten der Welthandelsorganisation WTO anklagen.

Wirtschaft läuft auf vollen Touren

Ökonomisch gesehen macht das keinen Sinn. Die Volkswirtschaften auf beiden Seiten des Atlantiks brummen. Das amerikanische Bruttoinlandprodukt (BIP) hat im ersten Quartal 2,3 Prozent zugelegt. Auch die Auftragsbücher der deutschen Wirtschaft sind voll. Selbst in Euroland erholt sich die Wirtschaft trotz leichten Rückschlägen weiter.

ARCHIV - 04.12.2015, Bayern, Dingolfing:  Ein Mitarbeiter montiert im BMW-Werk ein BMW-Emblem auf den Kofferraumdeckel eines Fahrzeugs der 7er Reihe. BMW praesentiert am 21.03.2018 die Bilanz. (KEYSTONE/DPA/Armin Weigel)

BMW & Co. sind in den USA heiss begehrt. Bild: dpa

Vordergründig ist Trumps Sturheit der Grund für den sich anbahnenden Handelskrieg. Tatsächlich scheint der US-Präsident es nicht verkraften zu können, dass seine Landsleute lieber Autos der Marken Mercedes und BMW fahren anstatt Chevrolet oder Ford. Unablässig lästert er gegen die deutsche Autoindustrie.

Dazu kommt, dass Trump ökonomisch gesehen immer noch im Steinzeitalter lebt. Er umgibt sich mit so genannten Merkantilisten, Ökonomen, die fälschlicherweise in einem Handelsdefizit den Grund allen Übels sehen und versuchen, mit protektionistischen Massnahmen wie Strafzöllen dagegen anzukämpfen.

Trump will bilaterale Abkommen

Trump hasst auch weltumspannende Handelsabkommen wie TPP und TIPP. Er möchte lieber bilaterale Verträge mit jedem einzelnen Land abschliessen. Auch die WTO ist dem US-Präsidenten suspekt. Am liebsten würde er sich von ihr lossagen.

Alle Schuld Trump in die Schuhe schieben zu wollen, wäre jedoch für einmal falsch. Die Deutschen tragen das Ihre dazu bei, dass die Weltwirtschaft aus den Fugen zu geraten droht. In den letzten 15 Jahren haben sie sich in einen wahren Exportrausch gesteigert, gegen den selbst Trump-kritische Ökonomen wie Joseph Stiglitz oder Paul Krugman vergeblich ankämpfen. Wie ist es dazu gekommen?

Joseph Stiglitz, a winner of the Nobel Prize in Economics, is interviewed at Columbia University,in New York,  Thursday July 26, 2012.  He is the author of the new book

Warnt vor deutschem Exportwahn: Joseph Stiglitz. Bild: AP

Gegen Ende der 90er Jahre geriet die deutsche Wirtschaft in ernsthafte Schwierigkeiten. Die gewaltigen Kosten der Wiedervereinigung drückten, und die neue Billigkonkurrenz aus dem Osten machte Siemens & Co. das Leben schwer. Deutschland drohte zum «kranken Mann Europas» zu werden.

Berlin reagierte darauf mit der berühmt-berüchtigten Agenda 2010, einem Programm, das den Gewerkschaften Lohnverzicht auferlegte und die Sozialleistungen drastisch einschränkte (Hartz IV). Damit sollte die Wettbewerbsfähigkeit wieder hergestellt werden.

Vom kranken Mann zum Exportweltmeister

Auch der Euro erwies sich bald als Glücksfall. Auf die harte D-Mark folgte eine weiche Einheitswährung. Die deutschen Exportchancen wurden noch grösser. Dazu kam, dass der Euro es den südlichen EU-Mitgliedsländern ermöglichte, sich zu günstigen Bedingungen zu verschulden. Sie machten davon ausgiebig Gebrauch, Mercedes und BMW sind auch am Mittelmeer sehr beliebt.

Lohn- und Sozialabbau und weicher Euro verwandelten Deutschland in kurzer Zeit vom «kranken Mann» zum Exportweltmeister. Der Titel ist zwar bedeutungslos, aber die Deutschen lieben ihn und sind darauf mindestens so stolz wie auf den Titel Fussball-Weltmeister.

epa05967240 Members of the media take pictures of the container ship 'MOL Triumph' of Mitsui O.S.K. Lines (MOL) is moored at the Burchardkai terminal of the port operator Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) in Hamburg, northern Germany, 16 May 2017. The vessel measures 400 meters in length and is the first container carrier with a load capacity of more than 20,000 standard containers (TEU) to call at the port of Hamburg.  EPA/FOCKE STRANGMANN

Für den Export prall voll beladen: Containerschiff im Hafen von Hamburg. Bild: EPA/EPA

Die Überschüsse in der deutschen Leistungsbilanz haben inzwischen absurde Ausmasse erreicht. Von ein bis zwei Prozent zur Jahrhundertwende sind sie inzwischen auf rund neun BIP-Prozent angeschwollen. (Okay, wir Schweizer sollten darüber nicht lästern, aber das ist eine andere Geschichte.)

Mit ihrem Exportwahn haben die Deutschen ihre EU-Partnerländer nicht nur erdrückt, sie haben ihnen nach der Griechenlandkrise auch eine Austeritäts-Politik aufgezwungen. Ganz Euroland sollte nach deutschem Muster genesen, will heissen: Sparen, dass es quietscht, und exportieren auf Teufel komm raus.

Zu Recht wird die Austeritäts-Politik heute verdammt. Sie hat aber dazu geführt, dass auch Euroland inzwischen einen beträchtlichen Exportüberschuss aufweist. Dummerweise ist der Rest der Welt nicht mehr gewillt, dies zu akzeptieren. Vor allem die von einem notorischen Exportdefizit geplagten USA und ihr protektionistischer Präsident wollen dies ändern, koste es, was es wolle.

Mehr Lohn für deutsche Arbeitnehmer

Vielleicht hat der Handelskrieg auch etwas Gutes. Er könnte die Deutschen zwingen, endlich von ihrem Exportwahn abzurücken. Das würde heissen, den Binnenkonsum mit höheren Löhnen anzukurbeln und zusammen mit Frankreich die Regeln in Euroland so zu verändern, dass die unselige Austeriätspolitik bald nur noch eine schlechte Erinnerung ist.

Was die Löhne betrifft, gibt es Hoffnung. Die deutschen Gewerkschaften haben auf breiter Front teils happige Lohnerhöhungen erkämpfen können. Zappenduster sieht es hingegen in Sachen Reformen im Euroland aus. Bei ihrem Besuch im Weissen Haus hat Angela Merkel den US-Präsidenten mit Statistiken über die deutsche Autoindustrie zugemüllt. Anzeichen, dass sie ernsthaft vom Exportwahn abrücken will, waren keine zu erkennen.

Trumps Handschlag

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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lucida Sans 30.04.2018 23:40
    Highlight Highlight Einmal mehr stelle ich mir die Frage: Wozu bloss hat die Menscheit die Poltiker erfunden?
  • Ökonometriker 30.04.2018 16:45
    Highlight Highlight Die beiden Länder, wo die EU die höchsten Exportüberschüsse erzielt, sind die USA mit 120 Mia. und die Schweiz mit 50 Mia. Relativ zum BIP leidet die Schweiz aber weitaus mehr unter dem schwachen Euro als die USA. Vielleicht nicht mal so schlecht, wenn Trump weltweit versucht, fairere Handelspraktiken durchzusetzen.
    • Fabio74 30.04.2018 19:21
      Highlight Highlight Spannend wie man glauben kann, ein Mann mit goldenem Löffel geboren, würde sich für faire Bedingungen einsetzen.
      Sein Ding heisst Vorteil Trump
    • Ökonometriker 30.04.2018 22:39
      Highlight Highlight @Fabio74: Fairness liegt im Auge des Betrachters. Die Dumpinglöhne in Asien haben Millionen vor dem Hungertod bewahrt - aber die Arbeiterklasse im Westen viel Geld gekostet, während die Reichen immer reicher wurden. Ist das fair? Die Thematik ist so komplex, da könnte man immer weiter denken und ganze Bücher füllen.
  • Sorbitolith 30.04.2018 15:19
    Highlight Highlight Gut gebrüllt, Löwe!
  • lichtler 30.04.2018 15:12
    Highlight Highlight Wenn die Amerikaner auf deutsche Produkte stehen die Qualitativ gut sind wäre Deutschland ja dumm das zu unterbinden...
  • kupus@kombajn 30.04.2018 15:10
    Highlight Highlight Besitzen Trump und dessen Familienmitglieder nicht selber ein paar Fahrzeuge deutscher (und anderer, nichtamerikanischer) Marken?
    • Butzdi 30.04.2018 17:26
      Highlight Highlight Natürlich, auch seine MAGA Hütchen, die Trump Kleider oder die kopierten Schuhe der Tochter werden in Asien hergestellt. Wie immer schliesst sich Trump scheinheilig vom Verhalten das er von anderen verlangt aus und seine Jünger interessiert es nicht.
  • NWO Schwanzus Longus 30.04.2018 15:03
    Highlight Highlight Die EU sollte sich stärker auf Absatzmärkte wie RU oder CHN konzentrieren. Die Sanktionen gegen RU schaden der EU. Gerade in D werden Stimmen laut sie aufzuheben. Wenn ich Merkel wäre würde ich gleich mit den EU Partnern versuchen die Sanktionen aufzuheben als Retourkutsche für den Trumpschen Handelskrieg. Dazu wäre man auch Geopolitisch in ruhigem Fahrwasser.
    • Hierundjetzt 30.04.2018 16:36
      Highlight Highlight NWO: Wann exakt hast Du das letzte mal ein russisches Produkt in der Schweiz gekauft? Weist du überhaupt ein Namen eines russischen Produktes?

      aha. Dacht ichs mir.

      Russland hebt die Besetzung der Krim auf und stoppt seine 3 Krieg mit den Nachbarländern, 24h später gibts auch keine Sanktionen mehr.

      Es könnte so einfach sein....
    • NWO Schwanzus Longus 30.04.2018 17:32
      Highlight Highlight Die Krim ist nicht besetzt. Die Leute dort wollen das so. Beim Kosovo wird auch akzeptiert das sie unabhängig sind. Wieso stoppt der Westen nicht ihre illegalen Interventionen wie kürzlich? Warum werden nur Russen sanktioniert aber der Westen nicht? Der Westen ist in absolut gar keiner Position den Moralfinger zu heben. Wer meint das es beim Westen um Moral geht hat keine Hirnzellen mehr.
    • Hierundjetzt 30.04.2018 19:05
      Highlight Highlight Gerne auch für Dich zum x-ten mal:

      Die Zentralregierung muss für die Abspaltung ihr ok geben.

      Serbien tat es: Kosovo = Staat
      Indonesien tat es: Osttimor = staat
      Bern tat es: Jura = neuer Kanton


      Spanien tat es NICHT: Katalonien bleibt bei Spanien

      Russland tat es NICHT: Tscheschenien bleibt russisch

      Ukraine tat das NICHT : Krim bleibt ukrainisch

      Gilt weltweit so. So Völkerrecht und so...

      Alles klar? Sehr gut
    Weitere Antworten anzeigen
  • noudi 30.04.2018 14:47
    Highlight Highlight Die «Export-Wippe» - Die Anstalt vom 16. Mai 2017, verdeutlicht dieses Thema sehr gut.
  • Posersalami 30.04.2018 14:35
    Highlight Highlight "Die deutschen Gewerkschaften haben auf breiter Front teils happige Lohnerhöhungen erkämpfen können."


    Wo? Die 2-3%, gestreckt über Jahre?

    Also wirklich, wenn das happig sein soll... unfassbar.
    • Makatitom 30.04.2018 18:40
      Highlight Highlight Im Vergleich zu den 0, irgendwas, das die CH Gewerkschaften jeweils herausholen ist das schon happig, ja
  • PrivatePyle 30.04.2018 14:30
    Highlight Highlight Immer wieder erstaunlich wie verzerrt die ganze Geschichte, vor allem in deutschsprachigen Medien, dargestellt wird. Fakt ist: die europäische Union ist um EINIGES protektionistischer unterwegs als die Amerikaner. Bsp. Autobesteuerung USA 2.5%, Europa 15%. Auch Rohstoff- und Agrarimporte werden in der EU massiv mit Importzölle belegt. Bis 25% über Weltmarktpreis. Darunter leidet vor allem die afrikanische Wirtschaft, welche kaum Zugang zum europäischen Markt findet. Ziehen die Amis nun nach nennt man das dann "Strafzölle". In Europa heisst es schlicht "Anti-Dumping-Massnahmen". Unglaubwürdig!
    • dnsd 30.04.2018 15:38
      Highlight Highlight Genau!
    • Skeptischer Optimist 30.04.2018 16:48
      Highlight Highlight Die von Angelsachsen ausgesetzte, altersschwache Ente, dass Afrika unter EU Import Zöllen leide, sollten Sie möglichst bald beerdigen. Afrika hat keine Kapazität hohe Agrarüberschüsse zu erzeugen und die Rohstoffpreise sind wegen Ueberangebot im Keller. Man kann die - grundsätzlich neoliberale - Handelspolitik der EU gegenüber Afrika durchaus kritisieren, aber Afrika leidet nicht unter dem europäischen Agrarprotektionismus. Die Profiteure einer Oeffnung der EU für Agrarprodukte wären Nord- und Südamerika und Australien.
    • PrivatePyle 30.04.2018 18:25
      Highlight Highlight Natürlich würden Nord- und Südamerika viel mehr davon profitieren. Zumindest die AgrarFirmen dort. Aber wenn man auch nicht-tarifäre ImportBestimmungen mit einbezieht, verhindert das effektiv eine Weiterentwicklung des Agrarsektors in Afrika. Warum soll Afrika keine Kapazität haben dafür haben oder nicht entwickeln können? Es gibt ökonomische Modellrechnungen, die besagen, dass die ganze Entwicklungshilfe der 1.Welt an die 3.Welt viel kleiner ist als der Nachteil den die dritte Welt hat, durch die Erschwernisse ihre Produkte in die entwickelte Welt zu bringen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • coronado71 30.04.2018 14:21
    Highlight Highlight Müsste das nicht "Agenda 2010" heissen? Von einer "Agenda 2020" weiss ich nichts...
    • Philipp Löpfe 30.04.2018 14:23
      Highlight Highlight Es müsste. Sorry
  • Domino 30.04.2018 14:17
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man einfach mal die Fakten nennen:
    Die EU erhebt 10% Zölle auf amerikanische Autos.
    Die USA erhebt 2.5% Zölle auf europäische Autos.
    Eine Angleichung ist nicht mehr als fair.
    • Philipp Löpfe 30.04.2018 14:23
      Highlight Highlight Stimmt so leider nicht. Bei SUVs sieht es ganz anders aus.
    • Domino 30.04.2018 14:41
      Highlight Highlight Zu den SUV kann ich nichts finden. Bitte geben Sie eine Quelle an.

      Natürlich zahlt z.B Mercedes für den GLS in der USA keine Zölle da dieser in den Staaten gebaut wird. Das selbe in der EU, wenn Jeeps in Österreich gebaut werden.
    • Philipp Löpfe 30.04.2018 14:44
      Highlight Highlight Guck Ann Will von gestern an. Dort hat es ein Vertreter der deutschen Wirtschaft breit erklärt. (Es ist ganz am Anfang der Sendung.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerSimu 30.04.2018 14:01
    Highlight Highlight Und die Politiker, die etwas dagegen tun könnten haben ihre Köpfe so tief in den Ä*schen der Lobbyisten, dass sie seit Jahren kein Tageslicht mehr gesehen haben.
    • Sorbitolith 30.04.2018 15:22
      Highlight Highlight Und wer wählt Die?
    • DerSimu 30.04.2018 15:39
      Highlight Highlight @Sorbitolith in Deutschland jedenfalls nicht das Volk. Der deutsche Staat politisiert in Richtung Grosskonzernen geradewegs am Volkswillen vorbei. Mit der neuen GroKo hätten sie's in der Hand gehabt, etwas zu verändern, stattdessen haben es die CDU und Co. einmal mehr (sorry) verkackt und es geschafft den letzten Rest an Glaubwürdigkeit zu verlieren.
    • FrancoL 30.04.2018 16:18
      Highlight Highlight @DerSimu; ändert nichts an der Tatsache, dass in Deutschland gewählt wird und man auch weiss wen man wählt!
      Es ist langsam läppisch wie da ein guter Teil der Kommentatoren versucht die Wähler als die NICHT Schuldigen zu bezeichnen.
      Haben wir keine Demokratie mehr?
      Es haben immer noch eine satte Mehrheit CDU/SPD gewählt und nehmen wir noch die FDP dazu ist es eine satte Mehrheit die diesen Kurs fährt!
      Übrigens so ganz anders sieht es ja bei uns nicht aus, auch bei uns wählt die Mehrheit diese oder eine ähnliche Politik.
      Also Schluss mit dem Politiker-Bashing, verantwortlich sind die Wähler.
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