Wirtschaft
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Solarzellen statt Asphalt: Finde ich gut, sagt die französische Umweltministerin Segolene Royal.  Bild: EPA/EPA

China will Autobahnen mit Solarzellen pflastern

Die rasante Entwicklung der Solartechnik macht es möglich, dass Strassen zu Mini-Kraftwerken werden.

13.06.18, 10:56 13.06.18, 11:17


Bisher werden Solarpanels vorwiegend auf Dächern installiert oder in Feldern aufgereiht. Das ist nicht immer ästhetisch und oft eine Verschwendung von Boden. Die beiden chinesischen Unternehmen Pavenergy und Qilu Transportation testen deshalb eine neue Variante der Mini-Kraftwerke: Solarpanels auf Autobahnen.

Ästhetisch fragwürdig: Solardächer im Kanton Waadt. Bild: KEYSTONE

Die Tests finden in einer hügeligen Gegend in der Provinz Shandong statt. «Wenn es hier klappt, dann klappt es überall», sagt Li Wu, Chairman von Pavenergy in der «New York Times». Die Chinesen verfügen über ein grosses Knowhow. Weltweit werden drei von vier Solarpanels im Reich der Mitte hergestellt.

Im Winter werden die Strassen geheizt

Der Plan, Autobahnen mit Solarzellen anstatt Asphalt zu pflastern, hat gute Gründe: Es könnte viel Boden eingespart werden. Weil Strassen Städte verbinden, befinden sich die Mini-Kraftwerke in der Nähe der Verbraucher. Im Winter hätten die Panels zudem einen angenehmen Nebeneffekt: Sie würden die Strassen heizen und damit eine Vereisung verhindern.

Auch wirtschaftlich beginnt sich der Plan zu rechnen. Die Preise für Solarpanels sind in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Zwar kostet ein Solarzellen-Belag immer noch deutlich mehr als gewöhnlicher Asphalt. Die Erlöse aus dem Verkauf des Stroms würden die Mehrkosten jedoch nach einer Laufzeit von rund 15 Jahren wieder einspielen.

Auch die Franzosen tüfteln an Solar-Strassen

Die Chinesen sind nicht die einzigen, die auf die Idee gekommen sind, statt Asphalt Solarzellen zu verwenden. Das französische Bauunternehmen Colas hat in der Normandie verschiedene Teststrecken gebaut.  

Aus Sicherheitsgründen verzichten die Franzosen allerdings darauf, Autobahnen damit zu belegen. Sie beschränken sich auf Landstrassen und Parkplätze. Die Chinesen sind jedoch überzeugt, das Sicherheitsproblem im Griff zu haben.

Ein Solar-Veloweg in der Normandie. Bild: EPA/ANP

Es ist durchaus denkbar, dass den Solar-Autobahnen die Zukunft gehört. Nachhaltige Energie ist wettbewerbsfähig geworden. Mehr noch: Die Zahlen der internationalen Energieagentur IAE zeigen, dass Solar- und Windenergie in der Stromproduktion fossilen Energieträgern und Atomkraft den Rang abgelaufen haben.

Im Jahr 2016 wurden weltweit 297 Milliarden Dollar in nachhaltige Energie investiert. Bei Kohle, Gas und Erdöl waren es gerade mal 143 Milliarden Dollar. Weltweit führende Kraftwerkhersteller wie Siemens oder General Electrics (GE) sind längst auf diesen Trend aufgesprungen. «Es sind rein betriebswirtschaftliche Überlegungen», sagt GE-Technikchefin Danielle Merfeld im «Wall Street Journal». «An den meisten Orten ist es schlicht billiger geworden.»

Boom der nachhaltigen Energie auch in den USA

In den USA können selbst Präsident Trump und sein Erdölkumpel und Energieminister Rick Perry diesen Trend nicht mehr stoppen. Inzwischen stammen bereits 17 Prozent des amerikanischen Stroms aus nachhaltigen Quellen. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen. Ausgediente Kohlen- und Atomkraftwerke werden durch Solar- und Windkraft ersetzt. Experten gehen davon aus, dass heute schon rund 40 Prozent des US-Stromverbrauchs aus nachhaltigen Quellen gedeckt werden kann.

Sollten sich die chinesischen Tests mit Solarautobahnen als erfolgreich erweisen, wird sich dieses Potenzial noch deutlich erhöhen. Xu Chunfu, CEO von Qilu, würde lieber heute als morgen loslegen. «Ich würde sehr gerne Solar-Strassen in den Vereinigten Staaten bauen», sagt er.

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55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bosshard Matthias 14.06.2018 16:51
    Highlight Sonnenenergie ist genial, aber bei unseren Längengraden nie die Lösung nur eine Ergänzung da kann noch so geträumt werden.
    Wir besitzen eine Photovoltaik-Anlage18kW;
    Ist es stark bewölkt bricht die Produktion zusammen so sieht die Wahrheit aus. Selbst bei leichter Bewölkung gibt es schon Saftigen Verlust, wir reden noch nicht einmal davon wen Schnee liegt oder die Sonne im Winter schwach ist geschweige den Nacht. Wir sind nun mal leider nicht in Dubai also müssen Alternativen her, aber Windparks sind ja auch nicht genehm. Was dann .. und bitte erst Bauen dann abschalten!
    0 0 Melden
  • Nevermind 13.06.2018 19:25
    Highlight Um 1 kg Eis (Schnee) zu schmelzen braucht es gleichviel Energie wie man benötigt um Wasser von 0 auf 80 Grad Celsius zu erwärmen. Woher kommt diese Energie im Winter wenn es schneit? Von schneebedeckten Solarzellen die waagerecht auf dem Boden liegen? Scheint seit neuestem die Sonne während es schneit?
    Die Investition und der Unterhalt sind um mehrere Faktoren teurer als normale Strassen oder normale Solaranlagen.
    Wieso nicht günstiger freie Dachflächen nutzen? Weniger Abfall durch Beschädigung, bessere Ausrichtung zur Sonne und somit mehr Ertrag pro Fläche und weniger benötigte Rohstoffe.
    1 0 Melden
  • Posersalami 13.06.2018 13:22
    Highlight Leicht OT, aber egal:

    Für alle, die den Strom vom EWZ (Zürich) beziehen gibt es eine coole Möglichkeit, selbst in Solarstrom zu investieren:

    https://www.ewz.ch/de/private/energie-produzieren/an-solaranlage-beteiligen.html

    Habe schon 10m2 gekauft und plane weitere m2 zu kaufen, über die Laufzeit springt sogar eine recht geile Rendite ab.
    14 2 Melden
    • Pointer 13.06.2018 16:32
      Highlight Wie hoch ist die Entschädigung pro kWh?
      0 0 Melden
    • Posersalami 13.06.2018 16:45
      Highlight Lies halt den Link!

      Du bekommst während 20 Jahren pro m2 80KWh an deine Stromrechnung gutgeschrieben. Total also 1600 KWh pro m2, 1 m2 kostet dich einmalig 250.-.

      Nehmen wir mal einen Mittelwert von 22rp / KWh an ist der m2 352.- wert. Du machst also in 20 Jahren 100.- Gewinn, bei einer Investition von 250.-. Allerdings abhängig von deinen Konsumgewohnheiten (Delta Tag- Nachtstrom).
      2 1 Melden
    • Bosshard Matthias 14.06.2018 16:58
      Highlight In 20 Jahren 100.- Gewinn da bin ich aber beeindruckt hoffe du hast die Teuerung auch eingerechnet. Meine Imo Projekte bringen mir 1000% Dividende zur Zeit, ist wohl bisschen rentabler ;-)
      Ich schreibs mal netter, die suchen Leute die es Finanzieren und das so günstig wie möglich.
      0 0 Melden
  • download 13.06.2018 13:13
    Highlight Jetzt musste ich echt kurz einen Account dafür machen... Hört bitte auf mit den Fake-News.

    Nur schon die Idee im Winter die Strassen enteisen zu können ist lächerlich.

    6 25 Melden
    • Charlie B. 13.06.2018 14:17
      Highlight Fake-Kommentar?

      Was genau soll da lächerlich sein? Ich bin gespannt auf dein Expertenwissen.
      13 2 Melden
    • TheDan 13.06.2018 15:13
      Highlight @Charlie B.

      Nur zwei Gedanken meinerseits:

      Wenn solche Module nicht über eine elektrische Heizung verfügen, wie sollen die Strassen dann nachts eisfrei bleiben wenn die Sonne nicht scheint?

      Was für eine Wärmeleistung ist nötig um die Oberflächentemperatur des Moduls auch bei tieferen Temperaturen und Schnee knapp über 0°C zu halten?

      Ich bleibe skeptisch, lasse mich jedoch gerne vom Gegenteil überraschen weils ja wirklich praktisch wäre.
      2 4 Melden
    • Fabio74 13.06.2018 15:37
      Highlight Schön wäre wenn dann auch noch sowas wie Argumente kämen
      7 2 Melden
  • derEchteElch 13.06.2018 12:53
    Highlight Die Idee ist nicht neu und in Norwegen schon länger in Planung. Die Idee des Norwegers finde ich ohnehin besser sls die chinesische Kopie..

    6 1 Melden
  • Olmabrotwurst 13.06.2018 12:35
    Highlight Ist irgendjemanden bewusst das, das Meer darunter leiden wird? China ackert seit jahren für ihren Elektroschrott die Meeresböden ab.
    8 13 Melden
    • infomann 13.06.2018 12:57
      Highlight Ist dir bewusst ein Akw Knall in der Schweiz und die halbe Schweiz ist futsch!!!
      21 6 Melden
  • lilie 13.06.2018 12:17
    Highlight So sehr ich die Förderung erneuerbaren Energien begrüsse bin ich doch sehr skeptisch diesen Solarbelägen gegenüber.

    Der Strassenbelag muss doch sehr viel Belastung aushalten. Wenn die Panels ausgetauscht werden müssen noch bevor sie ihre natürliche Laufzeitbegrenzung erreicht haben, ist das nicht nur wirtschaftlich sondern auch umwelttechnisch ein Schuss in den Ofen.

    Solarzellen auf Parkplätzen halte ich für einen Witz. Da stehen doch ständig Autos drauf und spenden Schatten.

    Gescheiter wäre es, sämtliche Gebäudedächer mit Solarzellen auszurüsten.
    26 6 Melden
    • Papa Swappa 13.06.2018 15:30
      Highlight die entwickler sind ja keine idioten, schau mal die entsprechenden videos an, dann wirst du sehen, dass sich selbst parkplätze lohnen und die haltbarkeit enorm ist.
      4 4 Melden
    • lilie 13.06.2018 16:23
      Highlight @Papa Swappa: Gerade unter meinem Kommentar hat roadrunner einen Link zu einem Photovoltaikbüro verlinkt, das Teilverschattungen von Solarzellen getestet hat. Das Ergebnis: Bei Teilverschattung bricht auf die Stromproduktion des unverschatteten Teils ein.
      2 1 Melden
    • Papa Swappa 13.06.2018 23:06
      Highlight dafür bin ich nun ein bisschen zu fest elektroniker 😉 es gibt verschiedene möglichkeiten bei der verschaltung, einige bringen höhere erträge in idealsituationen, andere sind weniger anfällig auf teilverschattungen
      1 1 Melden
  • road¦runner 13.06.2018 12:11
    12 1 Melden
  • road¦runner 13.06.2018 12:05
    Highlight Es existieren so viele industrielle Bauten, Lagerhallen etc. mit RIESIGEN Dachflächen. Diese mit Somarzellen auszustatten könnte man teils optisch als Aufwertung erachten und man würde mit vergleichsweise geringem Aufwand viel erreichen.
    Aufwand und Ertrag heisst das Ding, welches bei der Solarroad leider völlig vergessen geht. Warum nützt man sinnvollerweise nicht einfach vorhandene Chancen und Potentiale aus?
    25 1 Melden
  • w'ever 13.06.2018 11:42
    Highlight macht doch endlich mal zum obligatorium, dass auf neu- und umbauten von häusern solarpannels verbaut werden müssen. ist sicher günstiger als die pannels in die strasse zu verbauen.
    77 30 Melden
    • Posersalami 13.06.2018 13:23
      Highlight Und in die viel beschworene Freiheit eingreifen?

      Uiuiui, da machen sie aber ein böses, links-grünes Fass auf! Ich würde das ja begrüssen, aber die ganzen bürgerlichen Parteien werden eine derart sinnvolle Initiative garantiert scheitern lassen. Der Strom kommt nämlich aus der Steckdose!
      13 3 Melden
    • Nussi2000 13.06.2018 13:59
      Highlight Gerade in den Kantonen Solothurn und Luzern aktuell. Die neuen Energiegesetze der jeweiligen Kantone sehen das so vor (Solarobligatorium bei Neubauten). Komischerweise wurde die fast gleiche Vorlage in Luzern angenommen und in Solothurn klar abgelehnt.
      8 0 Melden
    • Bob_das_Fahrrad 13.06.2018 14:35
      Highlight Ich meine, es gibt entsprechende Gesetze schon. In Luzern z.B. müssen Neubauten ab 2019 einen Teil der Energie selbst produzieren.
      5 0 Melden
    • Papa Swappa 13.06.2018 15:23
      Highlight bei den strassen gibts ein paar gute nebeneffekte - z.b. heizbar, signalisationen (auch temporäre) können mit led integriert werden, man könnte auch gleich via induktion die e-autos laden (das reichweite-schweere akku-problem lösen), hat "nebenbei" auch gleich eine stromverteilung, es sind riesige flächen, die sich mittelfristig noch selber amortisieren & man verschandelt nicht zusätzlich die umwelt mit windrädern usw.
      1 1 Melden
    • w'ever 13.06.2018 16:10
      Highlight @papa
      ich hätte da eine ganz verrückte idee. wie wärs, wenn mann so etwas wie einen stromträger über der strasse erfinden würde und so etwas wie einen leiter, der dann den strom vom diesem himmelsleiter zum fahrzweug leiten würde?
      #mindblowing
      2 0 Melden
  • Klaudie 13.06.2018 11:29
    Highlight Die Idee an sich kling ziemlich vernünftig, bin mal gespannt was daraus gemacht wird. Könnte auch erheblich zur Sicherheit beitragen, sofern sich der Belag nicht negativ auf den Bremsweg auswirkt. Weniger bis gar keine vereisten Fahrbahnen mehr und ich könnte mir vorstellen, dass die Strassen so auch schneller wieder trocknen. Zudem könnte damit auch die Straßenbeleuchtung sichergestellt werden, was in Ländern mit grossen Distanzen zwischen den Ortschaften ziemlich wertvoll sein könnte.
    51 7 Melden
  • Caturix 13.06.2018 11:29
    Highlight Wenn man die Strasse heizt im Winter überfhärt man halt mehr Tiere.
    30 29 Melden
    • weachauimmo 13.06.2018 12:18
      Highlight Sehr guter Punkt; verstehe die Blitze nicht. Das könnte tatsächlich ein Problem werden.
      11 3 Melden
    • Caturix 13.06.2018 13:28
      Highlight Also bei Igeln ist es sicher so. Vielleicht weniger im Winter (aber auch dann da es nicht mehr so kalt ist) aber im Herbst und im Frühling durchaus möglich. Die lieben die Warmen Strassen.
      6 1 Melden
  • MikoGee 13.06.2018 11:26
    Highlight Ihr dürft hier gerne auch mal ein wenig kritisch sein.

    Dass das bei Strassen für Autos und Lastwagen nicht funktioniert ist doch mittlerweile mehr als bewiesen (siehe Demo in Fussgängerzone in Amerika). Glas ist einfach nicht haltbar genug und der technische Support oder Reperaturen auf einer Fahrbahn ist ein Albtraum. Bei grösseren Parklätzen kommt erschwerend hinzu dass die tagsüber doch vollgestellt sind und gar keinen Strom erzeugen können.

    Fuss- & Fahrradwege klingen gut, aber auch die sind nicht wirtschaftlich wenn man billigen Zement mit den wartungsintensiven Solarzellen vergleicht.
    35 35 Melden
    • MikoGee 13.06.2018 12:16
      Highlight Die Teststrecke in China hat genau 5 Tage gehalten bevor das erste Panel kaputt ging : http://www.scmp.com/news/china/society/article/2131241/chinas-solar-highway-was-victim-heavy-traffic-and-bad-design-not

      Um die Demo in Amerika stehts sogar noch schlimmer, 25 der 30 Panels waren innerhalb einer Woche defekt und das in einer Fussgängerzone: http://principia-scientific.org/americas-first-solar-roadway-total-disaster/
      18 0 Melden
    • Altweibersommer 13.06.2018 12:26
      Highlight Ich sehe das auch kritisch. Auf viel befahrenen Strassen würde ausserdem die Effizienz der Solarzellen ziemlich leiden. Warum nicht die Autobahnen mit Solarzellen überdachen? Dann könnte man gleichzeitig versuchen Elektroautos über Induktionsschleifen in der Spur zu laden.
      22 1 Melden
    • Keepitsimple 13.06.2018 12:40
      Highlight Bin prinzipiell auch für kreative ideen um die energieproblematik zu lösen, aber ich zweifle auch stark an der belastbarkeit (vor allem bei lkw) und durch die ständigen schattenwürfe oder gar stau dürfte der ertrag doch arg leiden.
      9 0 Melden
    • lilie 13.06.2018 12:52
      Highlight @MikoGee: Verstehe überhaupt nicht, wieso du so viele Blitze kriegst. Du hast in jedem Punkt recht.

      Vielleicht stösst es ja ein paar Leuten auf, dass du hauptsächlich wirtschaftlich argumentierst.

      Aber auch umwelttechnisch ist es Schwachsinn, wenn man ständig kaputte Panels auswechseln muss, nur weil ein LKW drübergebrettert ist. Schliesslich sind Solarzellen sowohl bei der Herstellung sls auch bei der Entsorgung nicht ganz unbedenklich.

      Es wäre deshalb aus mehreren Gründen wichtig, möglichst lange Lebenszeiten anzustreben.
      13 0 Melden
    • MikoGee 14.06.2018 16:14
      Highlight @lilie Verstehe ich auch nicht ganz, aber bei utopischen Träumereien wie diesen wollen viele die Wahrheit gar nicht hören und zu "blitzen" ist einfacher als sich mit der Realität auseinander zu setzen. Da kann man rational, objektiv und logisch sein wie man will, toll klingende Ideen bringt man nur ganz schwer wieder aus den Köpfen raus.
      4 0 Melden
    • lilie 14.06.2018 16:40
      Highlight @MikeGee: Jaaa, mit rationalen Argumenten steht man manchmal auf verlorenem Posten... 😆

      Aber manchmal liegts auch nur an einem falschen Wort. Ich hab mal ein (billiges) portables elektronisches Spielgerät pauschal als "Gameboy" bezeichnet. Von dem Blitzgewitter, das darauf folgte, hat sich mein Herzquotient bis heute nicht erholt. 🤣
      3 0 Melden
  • glointhegreat 13.06.2018 11:20
    Highlight Jetzt müssen nur noch Elektroautos entwickelt werden die sich kontaktlos (oder über die Räder) aufladen lassen. Spätestens dann hat sich der öffentliche Verkehr auf Schienen endgültig erledigt.
    25 22 Melden
    • MikoGee 13.06.2018 11:55
      Highlight Bleiben wir doch mal realistisch: Diese Solarzellen können nicht genug Strom erzeugen um Autos mit Strom versorgen zu können (vorallem wenn darauf fahrende Autos das Sonnenlicht blockieren). Und eine zusätzliche Induktionsfunktion die stark genug ist um durch den Strassenbelag und an den Kontakt dringen zu könnenwürde den Preis und Wartungtnotwendigkeit noch weiter hochschnellen lassen.

      Ausserdem ist unser Strassensystem nicht darauf ausgelegt dass alle vom ÖV auf die Strassen wechseln, so schnell wird sich dieses Jahrhundert-alte System also nicht verabschieden.
      13 0 Melden
    • aglio e olio 13.06.2018 12:14
      Highlight Wieso?
      2 2 Melden
    • kobL 13.06.2018 12:42
      Highlight Warum soll dann der Schienenverkehr erledigt sein?
      7 0 Melden
    • Posersalami 13.06.2018 13:17
      Highlight @glointhegreat: Viel zu viel Verlust, nämlich ca. 30%! Ich hoffe sehr, dass alle Versuche dahingehend krachend scheitern bevor die Leute sich noch daran gewöhnen.

      Ich sehe auch nicht das Problem, ein Kabel an ein Auto anzustecken. Die Karren stehen bei 99% der Autofahrer während 20-23h am Tag auf einem Parkplatz herum und können in der Zeit problemlos geladen werden. Man muss nur für die Infrastruktur und ein vernünftiges Management (gibts übrigens schon) sorgen.
      4 1 Melden
    • Altweibersommer 13.06.2018 14:23
      Highlight @miko: Selbstverständlich können die PV-Zellen genug "Strom" erzeugen...die Frage ist für wieviele Autos.

      @Posersalami: Auch bei Hochspannungsleitungen gibt es teils beträchtliche Übertragungsverluste. Je nach Distanz zum Verbraucher könnte eine Induktionsladung vor Ort also sinnvoller sein.
      2 2 Melden
    • Posersalami 13.06.2018 16:42
      Highlight @ Altweibersommer: Nein es macht keinen Sinn, Punkt. Induktive Energieübertragung ist äusserst ineffizient, bei 30% Verlust ist ein ø Wert!

      HGÜ Leitungen haben einen Verlust von 2-3% PRO 1000 (!!!)km Länge, das gesamte Stromnetz in Europa hat ca. 6% Verlust für Übertragung, Transformation usw.

      Und dann kommen sie mit einer Technik die 30% verschwendet. Dann können wir gleich bei Verbrennern bleiben.
      4 1 Melden
  • aglio e olio 13.06.2018 11:13
    Highlight Wie ist das mit Grip? Bzw. wie wird das gelöst?
    25 1 Melden
  • PVJ 13.06.2018 11:13
    Highlight China pusht die Erneuerbaren, das ist sehr zu begrüssen, auch wenn die beschrieben Solarstrassen wohl nur ein Nebenschauplatz sind.

    Und hier das Kontrastprogramm: In den USA will die Regierung unrentable Kohle- und Kernkraftwerke durch indirekte Subventionen vor der Schliessung bewahren.

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Trump-Anweisung-zur-Rettung-von-Kern-und-Kohlekraftwerken-hat-duenne-Grundlage-4075844.html

    Zukunftsfähigkeit sieht anders aus...
    86 6 Melden
    • weachauimmo 13.06.2018 12:20
      Highlight So ganz ohne massiven Rohstoffverbrauch lassen sich die Unmengen Solarpanels leider auch nicht herstellen.
      9 1 Melden
    • Paganapana 13.06.2018 17:38
      Highlight Tja, die ach-so-tollen amis schauffeln sich ihr eigenes Grab und werden von ehemaligen Drittweltländer überholt.
      1 0 Melden
  • Posersalami 13.06.2018 11:12
    Highlight "Die Zahlen der internationalen Energieagentur IAE zeigen, dass Solar- und Windenergie in der Stromproduktion fossilen Energieträgern und Atomkraft den Rang abgelaufen haben."

    Es mag richtig sein für die Investitionssumme in einem einzigen Jahr. Von "Rang abgelaufen" kann aber keine Rede sein (das erleben wir auch nicht mehr). 2015 wurden stolze 81.4% der Energie mit Kohle, Öl und Gas erzeugt.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167998/umfrage/weltweiter-energiemix-nach-energietraeger/

    Ihre gewählte Formulierung passen also eher in die Rubrik "Fake News".
    24 10 Melden
    • TheDan 13.06.2018 11:59
      Highlight Das ist mir auch aufgefallen. Man möchte ja auch nicht informieren sonder ausbilden...

      Auch diese Aussage ist nicht ganz korrekt:
      "Ausgediente Kohlen- und Atomkraftwerke werden durch Solar- und Windkraft ersetzt."

      Wenn man sich auf der EIA Seite den Zubau von Gaskraftwerken anschaut:
      https://www.eia.gov/todayinenergy/images/2016.05.19/main.png

      In Amerika geben momentan die niedrigen Gaspreise vor was gebaut wird...
      1 3 Melden
    • sheimers 13.06.2018 12:23
      Highlight Du verwechselst die Stromproduktion mit dem gesamten Energieverbrauch (incl. Heizung und Verkehr).
      5 1 Melden
    • Posersalami 13.06.2018 13:12
      Highlight Nein, ich verwechsle nichts:

      https://www.windenergie.at/page.asp/lang%3Dfr/243.htm?windipedia_id=24

      EE hat laut dieser Quelle 19% Anteil an der Stromroduktion, von "Rang abgelaufen" weit und breit nichts in Sicht. Das dauert leider noch ewig und 3 Tage, falls man überhaupt jemals an den Punkt gelangt wo sich das Verhältnis umgedreht hat. Von den 19% EE sind übrigens lumpige 3% Wind- oder Solarkraft, der überwältigende Teil entfällt auf Wasserkraft.

      Wenn man dann noch Diesel und Benzin durch Strom ersetzen will sieht es noch düsterer aus.
      3 1 Melden
    • PVJ 13.06.2018 14:07
      Highlight @Poser: Warum so pessimistisch? Erneuerbare Energie wird immer kompetitiver, und dies nachhaltig, während die Kosten für fossile Erzeugung mit den Marktpreisen von Gas, Öl und Kohle schwanken.

      https://cms.irena.org/publications/2018/Jan/Renewable-power-generation-costs-in-2017

      @TheDan: Der Zubau von Gaskraftwerken in USA geht aber hauptsächlich auf Kosten der Kohle. Ist zwar nicht ideal, aber besser als der Status quo. Darum will Trump ja auch Kohlekraftwerke subventionieren.
      3 0 Melden
    • Posersalami 13.06.2018 14:31
      Highlight @ PVJ: Sie verwechseln gerade Pessimismus mit Realismus. Ich habe nur beschrieben, wie weltweit Strom produziert wird und da sieht es für EE halt einfach schlecht aus.

      Ca. 5000TWh Strom kommt aus EE, 17000TWh aus Kohle, Gas und Atom. Würde man jedes Jahr utopische 2% EE zubauen ginge es ca. 60 Jahre, bis man die 17000 TWh ersetzen kann. Da ist dann die Energiewende im MIV zB. aber noch nicht eingepreist.
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    • PVJ 13.06.2018 15:31
      Highlight @Poser: Vergangenheit ist nicht gleich Zukunft. Wenn ich die Zahlen richtig verstehe, dann hältst Du den Zubau von 17000 TWh / 60 = 283 TWh pro Jahr für utopisch.
      Im Jahr 2016 wurden weltweit 161 GW erneuerbare Kapazität zugebaut.
      https://www.iea.org/publications/renewables2017/
      Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer pro Jahr von 1500h macht das rund 241 TWh Energie. Das ist bereits recht nahe am Zielwert, und der Zubau muss ja nicht linear erfolgen.
      Beim MIV und insb. dem Flugverkehr hast Du natürlich recht, hier muss noch mehr gehen.
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    • PVJ 13.06.2018 15:36
      Highlight @Poser: Hier noch ein Beispiel aus Chile das zeigt wie schnell es gehen kann. Firmen schliessen Kohlekraftwerke, weil sie kein Geld mehr dafür kriegen. Natürlich hat Chile ideale Bedingungen für PV, was nicht überall gegeben ist, aber trotzdem ein ermutigendes Beispiel.

      https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-03-27/engie-to-close-coal-plants-in-chile-after-mulling-potential-sale


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«Das Bitcoin-System verbraucht mehr Strom als die Schweizer Volkswirtschaft»

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Der niederländische Ökonom und Blockchain-Experte Alex de Vries sorgt für Furore in der Energie- und Umweltszene. Seine Studie, die gerade im Fachmagazin «Joule» erschienen ist und von unabhängigen Gutachtern geprüft wurde, zeigt, welch gigantische Mengen Energie die Produktion und Verwaltung der Digitalwährung Bitcoin verschlingt. Laut de Vries hat das Bitcoin-System schon jetzt einen höheren Energiebedarf als viele Staaten.

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