Wirtschaft
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The Kraft Heinz booth in the exhibit hall at the Berkshire Hathaway Annual Shareholders Meeting at the CenturyLink Center in Omaha, Nebraska, U.S. April 30, 2016. REUTERS/Ryan Henriksen

Kraft-Heinz-Produkte an einer Food-Ausstellung in Omaha (Bundesstaat Nebraska).

Elefantenhochzeit geplatzt: Warum die Multis kein Geld mehr verdienen

Nicht Liebe, sondern schwindende Gewinnmargen treiben Konzerne wie Kraft Heinz zu Megafusionen an.



Es hätte die Hochzeit des Jahrzehnts werden sollen: 143 Milliarden Dollar wollte Kraft Heinz für Unilever hinblättern. Hätte es geklappt, dann wären Dutzende der bekanntesten Food- und Kosmetikmarken unter einem Dach vereinigt worden. Auch wenn die Elefantenhochzeit nun geplatzt ist, wird das Werben weitergehen. Kraft Heinz soll bereits dem Flockenhersteller Kellogg Avancen machen.  

«In den letzten fünf Jahren sind die Profite der Multis um 25 Prozent gefallen.»

Economist

Nicht weil es den Managern langweilig wäre, schauen sie sich nach Fusionspartnern um. Sie haben ein massives Gewinnmargenproblem, gerade im Foodbereich und im Detailhandel. Wal-Mart, der grösste Retailer und lange auch das wertvollste Unternehmen der Welt, will nicht mehr recht auf Touren kommen. Ende 2016 hat Warren Buffett sein Aktienpaket im Wert von 900 Millionen Dollar abgestossen, weil er glaubt, dass Amazon langsam Wal-Mart das Wasser abgraben wird.  

Ein neuer muss bei Nestlé für frischen Wind sorgen

Pepsi und Coca Cola, McDonald’s und Kentucky Fried Chicken klagen über den Verlust von Marktanteilen und rückläufige Gewinne. Auch Nestlé hat mit Ulf Mark Schneider erstmals einen Aussenseiter zum CEO erhoben, weil man sich von ihm neue Impulsen und höhere Gewinne verspricht. Die Multis, jahrzehntelang das Symbol wirtschaftlicher Potenz, verlieren an Glanz.

A customer walks out of a KFC store in downtown Shanghai July 31, 2014. A food safety scare in China is testing local consumers' loyalty to foreign fast-food brands, including McDonald's Corp and Yum Brands Inc, which owns the KFC and Pizza Hut chains. Yum said on Wednesday that the scare, triggered by a TV report earlier this month showing improper meat handling by a supplier, Shanghai Husi Food, caused

Hat das China-Geschäft verkauft: Kentucky Fried Chicken. Bild: X90035

In den Neunzigerjahren fanden die Multis eine ideale Welt vor. Der Kalte Krieg war vorbei, China begann sich aktiv am Welthandel zu beteiligen und der neoliberale Zeitgeist liess Zollschranken und Steuersätze purzeln. Die Spitzenmanager der Multis wurden so zu den neuen Masters of the Universe. Man traf sich jährlich am Wef in Davos und hörte sich kluge Vorträge über das Ende des Nationalstaates an.  

In einer zunehmend globalisierten Wirtschaft entstand eine weltweite Supply Chain mit einer neuen Form der Arbeitsteilung: Die Entwicklungsländer liefern Rohstoffe, die Schwellenländer Arbeitskräfte und die Industrieländer Knowhow und Kapital. Der «Economist» hat dieses Geschäftsmodell kürzlich wie folgt beschrieben: «Es handelt sich um globale Firmen, die von globalen Managern geleitet werden und globalen Aktionären gehören, und die globale Produkte an globale Kunden verkaufen.»  

«Die Vernarrtheit in globale Konzerne wird als ein Kapitel in der Wirtschaftsgeschichte betrachtet werden, nicht als ihr Ende.»

Economist

Dieses Geschäftsmodell scheint seinen Zenit überschritten zu haben. Die Gewinnmargen der Multis schrumpfen. «In den letzten fünf Jahren sind die Profite der Multis um 25 Prozent gefallen», stellt der «Economist» fest. «Die Eigenkapitalrendite ist auf den tiefsten Stand seit Jahrzehnten gesunken.»

Die ehemaligen Zulieferer werden zu Konkurrenten

Verschiedene Gründe haben zu dieser Entwicklung geführt. Zum einen sind die Löhne in Ländern wie China massiv angestiegen. Zudem haben die ehemaligen Lehrlinge emanzipiert. Die Chinesen sind nicht mehr länger bereit, die Drecksarbeit für einen Schundlohn zu leisten, sie stossen immer weiter in den Hi-Tech-Bereich vor. Unternehmen wie Huawei oder Lenovo werden zu ernsthaften Konkurrenten auf dem Weltmarkt.  

A container ship arrives at a loading terminal during a media tour at the annual news conference of the Hamburg harbour in Hamburg, Germany February 15, 2017. REUTERS/Fabian Bimmer

Das Containerschiff ist zum Sinnbild der globalen Supply Chain geworden. Bild: FABIAN BIMMER/REUTERS

Die Klimaerwärmung wird endlich Ernst genommen und damit auch das Bewusstsein, dass es ökologisch fragwürdig ist, Güter zehntausende von Kilometern zu transportieren, bevor sie zum Endverbraucher gelangen. Neue Technologien wie 3D-Printer machen es zudem möglich, lokal wettbewerbsfähig zu produzieren.  

Comeback des Nationalstaates

Der grösste Widerstand ist politischer Natur. Der Nationalstaat denkt nicht daran, unterzugehen. Im Gegenteil: Wir erleben ein massives Comeback des Nationalismus. Die Folge ist ein wachsender Protektionismus, der die globale Supply Chain grundsätzlich in Frage stellt. Das gilt nicht nur für US-Unternehmen, die von Donald Trump mit Twitter-Botschaften angehalten werden, keine Arbeitsplätze ins Ausland mehr zu verlegen. Auch in Europa entdecken Konzerne wie Siemens wieder den Reiz des einheimischen Schaffens.  

ARCHIVBILD ZUR BEKANNTGABE DES 4. QUARTALSERGEBNISSES VON MC DONALDS, AM MONTAG, 23. JANUAR 2017 - Le fast-food MCDonalds, a l'interieur du restoroute

Mega-out: McDonald's. Bild: KEYSTONE

Kommt dazu, dass auch der Widerstand gegen Steuerhinterziehung massiv gewachsen ist. Auch wenn es im ersten Anlauf nicht geklappt hat wird die Schweiz ihre  Holdingprivilegien für ausländische Unternehmen aufgeben müssen. In den USA ist der Trick, sich aus Steuergründen mit einem ausländischen Unternehmen zu vermählen, unterbunden worden, und die EU hat Apple zu 13 Milliarden Dollar Nachsteuern verknurrt.  

Die Multis haben den Zenit überschritten

Schliesslich entsprechen die Multis auch nicht mehr dem Zeitgeist, gerade im Nahrungsbereich. Die Vorstellung, dass man rund um den Globus das gleiche Convenience und Fastfood isst, ist heute absurd geworden. Der Trend geht hin zu frischen und regionalen Lebensmitteln.  

Die Multis werden nicht untergehen. Einige von ihnen werden nach wie vor weit überdurchschnittliche Gewinnraten erzielen. Derzeit sind dies vor allem die IT-Giganten wie Apple, Google & Co. Doch die Blütezeit der Multis ist wahrscheinlich vorbei. «Die Vernarrtheit in globale Konzerne wird als ein Kapitel in der Wirtschaftsgeschichte betrachtet werden, nicht als ihr Ende», sinniert der «Economist» bereits.

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    Alle Leser-Kommentare
  • winglet55 21.02.2017 07:07
    Highlight Highlight Ein weiteres Problem bei den Multis ist aber auch Hausgemacht. Es werden auch täglich Sitzungen abgehalten wo selbst jeder Abteilungsleiter dabei sein muss. Zuerst in der Abteilung, dann im Bereich in der die Abt. angesiedelt ist, dann Strategie Sitzung, Info vom CEO, neu Org. vom COO usw.usw. Man aus jedem Büdeli im Konzern ein Profitcenter gemacht, damit man angeblich die Kosten im Griff hat. Gärtli-Denken hat sich mit diesem System explosionsartig ausgebreitet. Resultat Abt A hat zuviel Arbeit, Abt Y zuwenig aber zu hohe Std. Saldi, ergo Abt A heuert Zeitarbeiter an, und Abt. Y baut Std. ab
  • Geofinder 20.02.2017 21:34
    Highlight Highlight Ab einer gewissen grösse, werden die Unternehmen träge und fast nicht mehr kontrollierbar. Die Folge ist das diese Unternehmen nicht mehr den puls des Marktes spühren. Der Kunde fühlt sich nicht ernst genommen und läuft zum Regiobalen Anbieter. Viele Firmen werden dann nur noch "Verwaltet" es fehlt an der Vision. So wie alles eine Lebensspanne hat, haben auch juristische Körper ein ablaufdatum...
  • Kstyle 20.02.2017 18:31
    Highlight Highlight Die Wirtschaft lebt von konkurenz. Wenn sich alle grossen gegenseitig schlucken gibt es keine konkurenz mehr. Ergo gibt es Monopole. Danach werden die preise nach belieben bestimmt es gibt ja keine konkurenz mehr. Kommt dazu in 10 jahren werden die margen wieder gesunken sein. und dann? Kaufen wir dann den nächsten. Was heisst die margen schwinden? Ich denke sie machen auch so milliarden sind einfach nie zufrieden.
  • Posersalami 20.02.2017 18:11
    Highlight Highlight "Doch die Blütezeit der Multis ist wahrscheinlich vorbei. "
    Ich glaube kaum, dass man alle Multis in einen Topf werfen kann. Wallmart, Amazon, Shell, Simens, Nestle oder VW kann man doch nicht wirklich vergleichen. Es wird Multis geben die sich dem Konkurrenzdruck beugen müssen und kleiner werden, andere werden grösser und ich bin mir sicher, dass bald neue Multis entstehen werden. Wieder andere werden in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wie zB. Nokia.

    Ich sehe übrigens zudem nicht, was so schlimm sein soll wenn wieder mehr regional produziert wird. Die Umwelt wird es uns danken.
  • batschki 20.02.2017 17:59
    Highlight Highlight Die Menschen der "wirtschaftsentwickelten" Länder begreifen zunehmend, wieviel genug ist. Massenproduktion für den Massenkonsum wird obsolet; wir besinnen uns wieder auf dass Lokale; die Nachbarschaft, wo man sich, die Umwelt, Kultur, kurz: die Umstände, die uns in unsere Lebenswelt einbinden, kennt. Ich hoffe, dass wir langsam zu begreifen anfangen, dass wir nur im kommunitaristischen Miteinander (Michel Sandel) ein gutes Zusammenleben erreichen können.
    • Silent_Revolution 20.02.2017 18:48
      Highlight Highlight Schön und gut, dass die Leute es begreifen nur: "Wenn Du ein Problem erkannt hast und nichts zur Lösung des Problems beiträgst, wirst Du selbst ein Teil des Problems"

      Ein gutes Zusammenleben zu erreichen liegt kaum im Interesse der wirtschaftsentwickelten Staaten. Es geht darum Prozesse zu optimieren, billig zu produzieren und teuer zu verkaufen, dabei einem treuen Lohnsklavenvolk soviel Freiheiten und Besitztümer zu überlassen, dass es nicht rebelliert.
    • Silent_Revolution 20.02.2017 18:50
      Highlight Highlight Lokale Produktion/Konsum wäre wichtig, nur wäre das wirtschaftsfeindlich. Und da wir nur noch leben um der Wirtschaft zu dienen wird das nie passieren. Unser Bundeshaus ist infiltriert von Vertretern der "wichtigsten Konzerne". Ohne Rebellion wird weiterhin der einigen wenigen gedient anstatt ein Miteinander zu finden.

      Da es ohne extreme Armut keine Rebellion geben kann wird weitergedient und das Geschwafel von lokalem Konsum ist Schnee von gestern.
    • batschki 20.02.2017 18:59
      Highlight Highlight Wenn wir gut zusammenleben wollen, dann müssen wir halt zusammen sagen, dass wir ein gutes Leben wollen und keine optimierten Prozesse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Addidi 20.02.2017 17:54
    Highlight Highlight Ja und jetzt applaudieren alle! Fragt euch mal selber, wie viele Produkte ihr von diesen Multis einkauft? Fast keine, gell? Leider falsch - geht mal in einen Coop und sucht Produkte von Nicht-FMCG Multis? Coop und Migros sind in der Zwischenzeit selber Multimilliarden Konzerne geworden? Dann kauft euch doch eure Produkte auf dem Bauernhof! Schwierig, aber teils machbar in der Schweiz. Aber nicht in anderen Ländern mit Millionenstädten - schlicht nicht machbar. Die Konzerne werden in der Zukunft noch mächtiger, wenn's sein muss kaufen die sich halt die lokalen Bauernhöfe - who cares
    • HbPy 20.02.2017 20:10
      Highlight Highlight Als Alternative zum Bauernhof gibt's Märkte in der ganzen Schweiz. Meist viel günstiger als im Supermarkt aber in den meisten Orten nur 2x wöchentlich. Alternativ gibt's unterdessen verschiedene Gemüsekisten Anbieter, die regelmässig saisonales und regionales Gemüse und Früchte direkt vom Betrieb liefern. Zum Beispiel biobouquet.ch, freshbox.ch, biopac.ch.
  • Herbert Anneler 20.02.2017 17:54
    Highlight Highlight Unter Paul Polman hat Unilever bereits einiges in Richtung Nachhaltigkeit getan. Bei einem Zusammengehen mit Heinz-Kraft wäre das alles unter die Räder gekommen. Zum Glück hat's nicht geklappt!
  • pierolefou 20.02.2017 16:54
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel. Bravo Herr Löpfe. Weiter so.
    • dmark 20.02.2017 18:58
      Highlight Highlight Da hänge ich mich mal mit an. Ein Lob auch von mir.
      Ich sehe da ebenso eine Entwicklung, dass einige dieser Grosskonzerne in naher Zukunft schon ihre Probleme bekommen werden. Gerade durch das Internet ist auch der einzelne Bürger in der Lage sich global zu bedienen und seine Produkte dort zu kaufen, wo sie auch hergestellt, bzw. produziert werden. Ebenso schauen auch viele Menschen vermehrt auf Qualität, statt Quantität. Und Qualität ist bei Massenproduktionen eben nicht zu erreichen. Und da wiederum ist die Chance auf nationaler Ebene gegeben.
    • Blaugrana 20.02.2017 19:40
      Highlight Highlight @dmark: ich würde mal sagen genau durch Konsum via Internet leidet die lokale Wirtschaft. Nützt ja nix wenn ich das Rindfleisch direkt in Patagonien oder das Fixie-Velo in China bestelle, wird ja trotzdem um den halben Planeten gekarrt. Wo ist das jetzt besser als wenn ich das beim "Multi" kaufe?
      Qualität statt Masse in Ehren, muss man sich aber erst mal leisten können. Klappt vielleicht bei einigen Leuten in der schönen Schweiz aber leider sind wir nur ein verschwindend kleiner Teil dieser Welt. Schon mal in Indien oder Vietnam gewesen?
    • dmark 20.02.2017 20:35
      Highlight Highlight Das kam wohl verkehrt herüber... Es ging mir nicht darum, dass Güter weniger durch die Gegend gekarrt werden, als vielmehr darum, dass "die Multis" nicht mehr alleine "das Geschäft" mit der Globalisierung machen, sondern eben auch "der normale Bürger" seine Waren global erwerben kann. Mit "global einkaufen" meinte ich auch eher die technischen Sachen; wobei bei Lebensmittel man mittlerweile doch eher wieder die lokalen Erzeuger unterstützt. Obwohl das Rindfleisch aus Patagonien auch was hat. Und wenn ich dieses direkt dort kaufe, so verdient der dortige Händler das Geld und nicht "der Multi".
  • Sloping 20.02.2017 16:50
    Highlight Highlight Megafusionen haben sich historisch betrachtet höchst selten als erfolgreich erwiesen. Das Märchen der (kurzfristigen) Kosteneinsparungen durch Synergie- und Skaleneffekte wird an den elitären Business Schools noch fleissig weiter gepredigt. Die Realität sieht anders aus: In den meisten Fällen werden nach einigen Jahren massive Abschreibungen für die getätigten Fusionen notwendig. Megafusionen sehe ich als letzten verzweifelten Hilfeschrei des Topmanagements, um die vorgegebenen Renditen und somit ihre Boni mindestens kurzfristig zu erreichen. Langfristig zahlt sich dies meistens nicht aus.
    • Kstyle 20.02.2017 18:37
      Highlight Highlight Es werden neue märkte besetzt meisten hat das neue unternehmen weniger wert als die 2 alten firmen vor der fusion. Die einzigen die davon wirklich profitieren sind die banken. Die kriegen riesen summen.
  • inquisitio 20.02.2017 16:37
    Highlight Highlight Gut geschrieben, gut erkannt. Was für ein Happy End für die Menschhheit.
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 20.02.2017 16:37
    Highlight Highlight Bisserl ein wilder Artikel von Herr Löpfe. Nahrungsmittelkonzerne werden zum Schluss noch mit Tech Giganten verglichen. Aber immer noch besser, wie wenn Herr Löpfe über Putin schreibt. Als Wirtschaftsjournalist gefällt er mir. Der wichtigste Grund kommt zum Schluss. Wer geht zu McDonalds&Co wenn er wirklich guten und gesunden Food haben kann? Eben von Thailand zurück. Wäre es mir in den Sinn gekommen zum Burgergriller oder Hähnchenfrittierer zu gehen? Bin doch nicht blöd!
    • Sheez Gagoo 20.02.2017 17:01
      Highlight Highlight So wie ich das verstanden habe, ist die Zeit einiger Multis vorbei und anderer nicht. Nur die Konsumgütermultis müssen sich neu erfinden.
    • Posersalami 20.02.2017 18:13
      Highlight Highlight Das ist doch aber eigentlich eine ganz normale Entwicklung? Einige Geschäftsmodelle haben sich wohl überlebt, das kann manchmal sehr schnell gehen. Als leuchtendes Beispiel fällt mir da Nokia ein.

Die Romandie hat mich nicht auf die vielen nackten Frauen hier vorbereitet

Seit ich in der Deutschschweiz wohne, habe ich viele füdliblutte Menschen gesehen.

Bravo, liebe User. Ihr seid weniger prüde als die Romands!

Welche weiteren Unterschiede gibt es zwischen West- und Deutschschweizern? :) Schreib es uns in die Kommentare.

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