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Roche lässt Tamiflu in USA künftig von Sanofi vertreiben (Archivbild)

Hoch hinaus: Roche erweitert seinen Basler Hauptsitz mit neuen Gebäuden. Bild: KEYSTONE

Roche hat dank drei Medikamenten über 270 Milliarden Franken erzielt

Sie heissen Mabthera, Herceptin und Avastin und sind teils schon seit über 20 Jahren auf dem Markt. Nun erhalten die drei Präparate auch in den USA Konkurrenz.

andreas Möckli / schweiz am wochenende



Einen solch grossen Jackpot hat in der Pharmaindustrie niemand zuvor geknackt. Roche hat mit seinen drei wichtigsten Krebsmedikamenten bislang einen Umsatz von über 270 Milliarden Franken erzielt. Sie heissen Mabthera, Herceptin und Avastin. Was Ende der 90er-Jahre mit Umsätzen von unter 800 Millionen Franken begann, erreichte im Spitzenjahr 2017 einen Wert von über 21 Milliarden Franken. Seit der Lancierung des ersten der drei Präparate Ende 1997 erzielte Roche im Schnitt Verkäufe von 11,8 Milliarden Franken – pro Jahr.

Nun erwächst den drei Medikamenten nach Europa auch in den USA Konkurrenz durch Nachahmerpräparate. Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der wichtigste Markt für die Pharmaindustrie, insbesondere auch für Roche. Doch obwohl bereits mehrere Kopien von den Behörden zugelassen wurden, geht es der Troika von Roche nicht so rasch an den Kragen. Dafür sorgen die Gesetze in den USA: Will ein Unternehmen ein Nachahmerpräparat lancieren, so hat der Originalhersteller gleich zweimal die Möglichkeit, zu prozessieren. Die US-Biotechfirma Amgen hat sich entschieden, ihre Kopie von Herceptin und Avastin ohne gerichtliche Einigung zu lancieren. Die Firma geht jedoch das Risiko ein, dass sie die erzielten Gewinne an Roche zurückzuzahlen muss.

Amgen hat die beiden Nachahmerpräparate mit einem bescheidenen Rabatt von 15 Prozent lanciert. Tiefer mussten die Amerikaner nicht gehen, weil sie derzeit die einzigen Konkurrenten von Roche sind. Die anderen Firmen haben sich entschieden, den ordentlichen Rechtsweg zu beschreiten und sich mit den Baslern auf ein Einführungsdatum zu einigen.

Zumindest in diesem Jahr wird sich die Konkurrenz der drei Roche-Superstars noch nicht stark auf die Zahlen des Basler Pharmakonzerns auswirken. Wie dies nächstes Jahr aussieht, hängt davon ab, ob weitere Hersteller mit Nachahmern auf den Markt kommen.

Teuerste Übernahme in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte

Roche hat die drei Medikamente nicht selber entwickelt. Die Troika stammt aus den Labors der US-Biotechfirma Genentech. An dieser hat sich Roche unter Führung des damaligen Präsidenten Fritz Gerber erstmals im Jahr 1990 beteiligt. Für den visionären Schritt hätte der heute 90-Jährige ein Denkmal verdient. Damals kamen die Basler für 2,1 Milliarden Dollar zu einem Anteil von 60 Prozent an der Firma mit Sitz in San Francisco. Als Roche 19 Jahre später zur vollständigen Übernahme ansetzte, kostete dies 52,7 Milliarden Franken. Der Grund: Die drei Kassenschlager spülten bereits damals einen Jahresumsatz von 17,6 Milliarden Franken in die Kasse. Der vollständige Zugriff auf die drei Medikamente war einer der wichtigsten Gründe für die Übernahme.

Roche verdankt den drei Superstars sehr viel. Laut Experten verbleibt nach Abzug der Herstellkosten rund 50 bis 60 Prozent der Verkäufe als Bruttogewinn. Wie hoch die Forschungs- und Entwicklungskosten waren, sagt Roche nicht. Somit lässt sich auch nicht sagen, wie viel Geld der Konzern mit den drei Mitteln effektiv verdient hat. Ein Hinweis gibt die Marge auf Stufe Betriebsgewinn der Pharmasparte. Sie beträgt nicht zuletzt dank der Troika derzeit 42 Prozent.

Roche hält auf Anfrage fest, dass Herceptin und Mabthera essenzielle Medikamente in der Krebstherapie seien, die es erstmals ermöglicht hätten, aggressive Krebsarten zu heilen. «Beide Präparate haben ein hervorragendes Kosten-Nutzen-Verhältnis», sagt eine Sprecherin. Avastin habe bei einer ganzen Reihe von schwer behandelbaren Krebsarten eine deutliche Verlängerung des Gesamt- und progressionsfreien Überlebens gezeigt.

Dividende hat sich in 20 Jahren verzehnfacht

Die Entwicklung neuer Medikamente sei ein extrem zeitaufwendiger und kostspieliger Prozess, sagt die Sprecherin. Die überwiegende Mehrheit von Wirkstoffen scheitere in der Entwicklung. «Die Gewinne ermöglichen es uns, in die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente zu investieren.» Im letzten Jahr habe Roche 11 Milliarden dafür investiert.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Entwicklung der Dividende in den letzten 20 Jahren. Sie hat sich zwischen 1998 und heute verzehnfacht, was auch die Erbenfamilien Hoffmann und Oeri freut. Sie besitzen gut 9 Prozent des Kapitals von Roche, was ihnen dieses Jahr eine Dividende von 697 Millionen Franken eintrug. Natürlich stammt dieses Geld nicht nur von den drei Präparaten, sie steuern jedoch ein Drittel zum Konzernumsatz bei.

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    Alle Leser-Kommentare
  • maertsch 04.08.2019 22:31
    Highlight Highlight 7 Milliarden Dividende pro Jahr ausbezahlt. Das geht wohl kaum in neue Entwicklung auf.
  • Pafeld 04.08.2019 11:10
    Highlight Highlight Von rund 10'000 erforschten Wirkstoffen erreicht gerade mal einer klinische Reife. Der Gewinn eines Medikaments scheint gigantisch zu sein, er kompensiert aber auch die Entwicklung der 9'999 gescheiterten Wirkstoffe. Die drei klinischen Phasen bereiten zudem schnell mal Kosten in Milliardenhöhe. Würde man diese Informationen in einer Infobox anfügen, wäre der Artikel auch nicht so tendenziös.
    • Klaus07 04.08.2019 19:45
      Highlight Highlight @Pafeld
      Das ist alles richtig was Sie hier schreiben. Nur sind die kompletten Forschungskosten bereits verbucht bevor der Gewinn eruiert wird.
      Pro Jahr gibt Roche 5,5 Milliarden für die Forschung aus. Der Kerngewinn von 20,5 Milliarden reicht aus um die Forschung 3,5 Jahre zu finanzieren. Und das jedes Jahr.
    • Schlange12 05.08.2019 04:38
      Highlight Highlight @Pafeld
      Also Milliarden nicht gerade aber Millionen. Ich hab in den Bereich gearbeitet und man sagte a Teilnehmer in der Phase 3 , der teuersten aller dieser 10000 pro Teilnehmer.

      Ich gebe Ihnen aber recht bezüglich des Artikel. Dieser ist extrem tendenziös. Die Dividende ist 10 mal gestiegen seit 1998. Keine weitere Angaben, aber das die Roche eine Milliardenstrafe erhielt. Das Vitamingeschäft an DSM verkaufte, die Consumerprodukte an Bayer veräusserte und die Novartis dazumal ein sehr grossen Teil der Roche kaufte, wegen dem tiefen Aktienpreis, wird
      nicht erwähnt. Kein Sachlichkeit
  • Aithria 04.08.2019 11:10
    Highlight Highlight Pharma-Gewinne steigen und steigen, Krankenkassen-Prämien steigen und steigen.... Mit einem kranken Volk lässt sich so wunderbar Geld machen, mir kommen vor Entzückung die Tränen... So. Viel. Geld.

    Natürlich ist das Geld nur für gute Zwecke. Die Pharma-Industrie unterscheidet sich nämlich in dieser Hinsicht wirklich von allen anderen Grosskonzernen - es geht ihr zunächst um das Wohle der Menschen. Ja, leider müssen wir auch Gewinn machen, aber schaut, den stecken wir dich gleich wieder in die Forschung! Und dann habt Ihr wieder tolle neue Medikamente! Und dafür bezahlt jeder 500.- im Monat.
    • Paddiesli 04.08.2019 12:45
      Highlight Highlight Es geht der Pharma ums Wohl des Menschen? Der war gut. Genausogut könnte man sagen, die Syngenta wolle die Menschheit ernähren. Es geht nur um den Profit.
      Die Pharma macht Jahr für Jahr Milliarden über Milliarden Gewinne. Treffen geheime Abkommen mit KK und Bund, damit es übernommen wird. Null Transparenz. Die Pharma ist selber krank. Solche Gewinne auf dem der Menschen ist nicht menschenfreundlich.
      Eine Branche, wie jede andere auch.
  • 1$ opinion 04.08.2019 02:36
    Highlight Highlight Nach ‚medicineless hospitals‘ zu googeln, ist auch mal eine Stunde wert.
    • Bündn0r 04.08.2019 09:28
      Highlight Highlight Der Gründer hat wohl ein Auszeichnung für sein Lebenswerk an den Darwinawards verdient.
  • sikki_nix 04.08.2019 00:24
    Highlight Highlight Die Pharmaindutrie ist für mich das beste beispiel dafür, dass der Markt eben nicht immer der selbstregulation überlassen werden sollte. Daran muss och oft denken wenn mir ein Liberaler wieder einen Vortrag darüber hält, wie schlecht staatliche Regulationen für unsere Volkswirtschaft sind.
  • kamä_leon 04.08.2019 00:11
    Highlight Highlight Wäre schön zu wissen, was diese Medikamente unter dem Strich den Patienten wirklich gebracht haben!
    • guby 04.08.2019 10:45
      Highlight Highlight Da gibt es unzählige Studien dazu.
    • Klaus07 04.08.2019 19:47
      Highlight Highlight @guby
      Eine einzige würde mir schon einmal genügen. Wenn möglich eine von einem unabhängigen Institut und nicht eine der unzähligen Studien aus den Pharmafirmen.
    • guby 04.08.2019 20:12
      Highlight Highlight @Klaus: Google ist dein Freund. Es gibt zig Studien dazu, von Universitäten. Ist das unabhängig genug?
  • Thom Mulder 03.08.2019 22:57
    Highlight Highlight Das ist genau was ich immer sage: Dieser Überschuss ist dazu da, neue Medikamente zu entwickeln. Es gibt keine Rechtfertigung, dass eine Behandlung ein Vermögen kostet. Die Entwicklung wird quersubventioniert. Aber wenn oben die Gewinne abgeschröpft werden, geht das natürlich nicht.
  • AdvocatusDiaboli 03.08.2019 22:01
    Highlight Highlight Gut so. Nun ist aber auch die Messlatte meiner Erwartungen an Innovationen von Roche gestiegen, um 270 Milliarden Franken.
    • Crecas 04.08.2019 00:24
      Highlight Highlight Zu recht! Wenn die mit dem
      Gleichen Tempo weiterfahren, wie in den letzten 30 Jahren, wird wohl jede Krebsform in 10 Jahren heilbar sein.
    • loquito 04.08.2019 11:39
      Highlight Highlight Crecas... Gerade in der Krebsforschung ist die Pharma eine Bremse. Es könnte bereits heilbar sein. Das ist kein Witz, das Eiweiss, welxhes nur an Krebszellen andocjt ist seit Jahrzehnten bekannt (Nobelpreis)! Bis heute werden solche Therapien nur von kleinen vorangetrieben, und von der Pharmalobby gebremst!
    • loquito 04.08.2019 12:14
      Highlight Highlight Wow, danke Blitzer. Liposome als effektive Trägersysteme für Chemotherapie sind seit X Jahren bekannt (war mal eine Nobelpreisentdeckung) . Habe gerade gegooglet und es gibt eine Berner Firma, welche diese nun entwickelt (innomedica)... Ihr wollt mir nicht sagen, dass dies eine Roche mit ihren Mögluchkeiten nicht früher geschafft hätte? Oder
    Weitere Antworten anzeigen
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 03.08.2019 21:13
    Highlight Highlight Man kann über die Preise klagen. Oder sie gut finden, weil sie Arbeitsplätze ermöglichen.
    Oder man könnte sich auch freuen über die tausenden Krebsgeheilten dank diesen Medikamenten!
    Ich bin dafür dankbar. 🙏
    • Kaj 04.08.2019 01:21
      Highlight Highlight Warum sollten die betroffenen Personen direkt geheilt sein? Wie hoch die Anzahl der geheilten ist steht nirgends. "Weil sie Arbeitsplätze ermöglichen"; Also die Preise ermöglichen keine Arbeitsplätze das Geld geht direkt an die oberste Etage ;)
  • MBär 03.08.2019 21:11
    Highlight Highlight Ohne die Pharma verteidigen zu wollen: Aber ein guter Teil des Gewinns wird auch in Forschung gesteckt. Im Vergleich zu diesen Kosten sind auch die Managerlöhne ein Witz.

    Auch ich bin der Meinung, dass ein Mensch nicht in einem Jahr so viel verdienen sollte, wie andere in ihrem Leben nicht. Aber doch müssen wir auch zugeben, dass es uns, speziell in Europa, nie so gut ginge, ohne die heutige Medizin, zu welcher die Pharmafirmen einen grossen Teil beitragen.
    • Cyrillius 03.08.2019 23:40
      Highlight Highlight Die Managerlöhne finde ich das eine, das andere ist das die Besitzer von Roche wie eben etwa Hoffmann/Oeri für 9% Beteiligung bereits fast 700Mio an Dividenden bekommen. Dies heisst das insgesamt an Aktionäre, also an Leute welche 0! Verantwortung tragen und nichts! zur Wertsteigerung und Innovation des Unternehmens Roche beigetragen haben, 7 Milliarden verschenkt werden. Klar kann man behaupten so ist das System und Aktionäre sollen auch etwas vom Kuchen abhaben. Aber dass Roche, welches Medikamente sehr teurer verkauft seine Dividenden im Jahr 2018 noch erhöht gefällt mir trotzdem nicht.
    • Klaus07 04.08.2019 00:19
      Highlight Highlight Wir reden hier von Gewinn.
      Die Kosten für die Forschungsabteilungen sind bereits verbucht.
    • MBär 04.08.2019 08:47
      Highlight Highlight Bei den Dividenden stimme ich zu. Die Ausschüttung von hunderten Millionen an wenige Personen, welche wenig bis nichts dafür tun müssen, ist schwer zu erklären (moralisch, nicht rechtlich...)
      Vielleicht die Dividendensteuer ab einer gweissen Höhe der Beträge stattlich erhöhen und in die AHV leiten? Wäre ein Anfang.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dodo1 03.08.2019 21:03
    Highlight Highlight Und in der Pflege gibts seit Jahren keine echte Lohnerhöhung mehr, Stellen werden gestrichen und die Ausbildungen nicht angemessen finanziert, um Kosten im Gesundheitswesen zu sparen... Lächerlich, was der Lobbyismus anrichtet.
    • Tom Scherrer (1) 04.08.2019 00:04
      Highlight Highlight Es zeigt eigentlich nur, wie schlecht die Pflegeangestellten zusammengeschlossen sind.

      Es war schon immer eine Frage der Organisation in Gewerkschaften, ob eine Seite ihre Interessen erfolgreich vertreten und durchsetzten kann.

      pharmabashing ist populär, aber mir viel zu einseitig.

      Unser Gesundheitssystem hat falsche Anreinze für Ärzte und ist unsauber getrennt. allgemein versicherte zahlen gross mit, wenn privat/zusatzversicherte aus dem vollen schöpfen.

      zusatzversicherte müssten eigentlich höhere Prämien zahlen - da wird viel auf Kosten aller verschenkt. Globulies, Eingriffe usw...
    • Crecas 04.08.2019 00:26
      Highlight Highlight Das stimmt alles, und ist ein Fehlerim System, hat aber mit dem Artikel oder Roche wenig zu tun.

      Medikamentenkosten sind weniger als 10% der Gesundheitskosten.
    • _kokolorix 04.08.2019 11:26
      Highlight Highlight @Scherrer
      Das stimmt nur sehr bedingt. Das Pflegepersonal kann nicht so einfach streiken wie die Arbeiter einer Giesserei. Zum einen weil sonst Patienten sterben könnten, zum anderen weil der Staat für solche Berufe ein Streikverbot verhängen kann.
      Die Tatsache, dass Chefärzte, Spitalmanager, Aktionäre und Pharmaindustrie so hemmungslos zugreifen, während das Personal seit Jahren Lohnkürzungen hinnehmen muss, zeigt doch, dass der vielbeschworene Markt nur für die Mächtigen im System funktioniert. Ich meine 42% Gewinnmarge. Wo gibts sowas ohne Monopol und Korruption? Vielleicht bei der Mafia.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcog 03.08.2019 20:58
    Highlight Highlight Stark: Das Patent läuft aus, aber dann muss man trotzdem noch gegen den bisherigen Pateninhaber prozessieren um ein Generika auf den Markt bringen zu dürfen??? Da haben die Lobyisten in den USA aber ganze Arbeit geleistet!
  • Nocciolo 03.08.2019 20:48
    Highlight Highlight Das zahlen wir brav mit unseren Prämien... 42% Betriebsgewinn...🙄
    • Booker 03.08.2019 21:08
      Highlight Highlight Mit deinen KK Prämien hast du dieses Jahr bereits viele Tausend Leben gerettet. Viele Krebskranken geht es dank diesen Medis wesentlich besser, ein Leben in Würde.
    • Bowell 03.08.2019 22:15
      Highlight Highlight Den teils horenden Lohn der verabreichenden Ärzte kannst du auch noch dazuzählen.
    • Nocciolo 03.08.2019 23:14
      Highlight Highlight @Booker versteh mich nicht falsch: ich bin nicht dagegen, dass die KK die Krebstherapie übernimmt. Aber ich finde es übel, dass die Farmaunternehmen auf Kosten der Kranken, der Prämienzahler und der öffentlichen Hand solche Profite machen. Da stimmt etwas grundlegend nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pümpernüssler 03.08.2019 20:46
    Highlight Highlight Aus diesem Grund wird Krebs auch nie heilbar sein mit Medikamenten.
    • guby 04.08.2019 10:49
      Highlight Highlight Worauf stützt du diese Aussage?
    • loquito 04.08.2019 11:45
      Highlight Highlight @guby... Heilung hiesse: keien Folgekosten, das lohnt sich nicht. Krebsforschung wird durch Farma seit Jahrzehnte gebremst. Frag mal einen Biochemiker...
    • Pümpernüssler 04.08.2019 11:46
      Highlight Highlight @guby Die Gier der Menschen und vorallem der Pharmaindustrie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sputniqq 03.08.2019 20:43
    Highlight Highlight Kein Wunder wurde noch keine Heilung für Krebs gefunden wenn sich mit Medis 270Mia Umsatz generieren lässt..
    • Crecas 04.08.2019 00:27
      Highlight Highlight Hmmm, komische Logik, wenn man bedenkt, wie viel Krebserkrankungen mit diesen 3 Medis geheilt wurden.
    • Kaj 04.08.2019 01:22
      Highlight Highlight Leider wahr und finde es schlimm wieviele Menschen der Pharma blind vertrauen...
    • Bits_and_More 04.08.2019 08:25
      Highlight Highlight 1. Heilt Roche mit diesen Medis Krebs
      2. Wäre z.B. Novartis in der Lage, Krebs einfacher zu heilen, würden die 270 Mia und mehr zu Novartis übergehen

      Warum sollte also ein Pharmaunternehmen nicht DIE Wunderwaffe gegen Krebs auf den Markt bringen und quasi ein Monopol schaffen?
  • Füürtüfäli 03.08.2019 20:40
    Highlight Highlight Statt über den Umsatz zu diskutieren wäre es hier interessanter zu wissen, was das für neue Krebs-Medikamente sind, gegen welche Art und wie gut sie wirken... aber ja... Umsatz ist wichtiger als der Mensch.

    Die Pharma Industrie will nur zwei Sachen nicht: Gesunde oder Tote "Kunden". 🤷‍♀️
    • guby 04.08.2019 10:53
      Highlight Highlight Diese Angaben sind alle in unzähligen Studien öffentlich verfügbar.

      Und genau dieses Argument zieht aus unterschiedlichen Gründen nicht: Erstens ist es schwierig Medikamente zu machen die "etwas" wirken. Und zweitens wäre ein Pharmakonzern der nicht stetig bessere Medikamente entwickelt schnell weg vom Fenster - da die Konkurrenz davonzieht und den Markt abschöpft. Das ist mal ein positives Beispiel freier Marktwirtschaft. ;)
    • loquito 04.08.2019 11:47
      Highlight Highlight @ guby... Lohik? Diese Medikamente sind seit 20 Jahren auf dem Markt... Wo bleibt denn die von Ihnen erwähnte weg vom Fenster?
    • guby 04.08.2019 20:20
      Highlight Highlight Ioquito. Roche hat nicht nur diese Präparate im Angebot. Sondern auch ein ziemlich gutes R&D.
      Wenn die Konkurrenz es nicht hinkriegt etwas besseres zu machen ist das schade. Aber sicher nicht weil sies nicht versuchen. Was wiederum den Patienten zu Gute kommt.
  • Paprika_1988 03.08.2019 20:22
    Highlight Highlight Das ist keine Nacheicht zum feiern, für mich mehr ein Grund zu sehen, wie krank unser Gesundheitssystem ist.
  • Klaus07 03.08.2019 20:13
    Highlight Highlight Unmoralische Abzocke auf dem Buckel schwerkranken Menschen! Roche und all die anderen gierigen schweizer Pharmaunternehmen sind eine Schande für dieses Land.
    • Crecas 04.08.2019 00:29
      Highlight Highlight Die schwerkranken Menschen, die mit diesen Medis geheilt wurden, würden es wohl leicht anders formulieren.
    • Klaus07 04.08.2019 08:22
      Highlight Highlight @Crecas
      Meine Frau ist so ein Mensch. Sie hatte vor vier Jahren Brustkrebs und bekam Herceptin.
      Klar sind wir dankbar, das der Krebs bis jetzt nicht wieder gekommen ist. Nur ändert sich nichts an der Tatsache, dass hier auf dem Buckel der Patienten Riesen Gewinne eingefahren werden.
      Eigentlich müssten Medikamente mit den Jahren günstiger werden, da durch die Massenproduktionen der Entstehungspreis sinkt. Nur passiert immer das Gegenteil und die Medikamente werden teurer. Eine reine Abzocke.
    • _kokolorix 04.08.2019 11:08
      Highlight Highlight @Crecas
      Auch wenn du deine Unwissenheit hier schon mehrfach herausposaunt hast, es gibt kein Medikament das Krebs heilt. Krebs wird mit Bestrahlung und chirurgischen Mitteln entfernt und die Medikamente helfen dabei die z.T. krassen Nebenwirkungen der Bestrahlung zu überleben. Ich kannte mehrere Leute die die dritte Strahlentherapie ablehnten und lieber am Krebs starben. Natürlich auch, weil ihnen klar war, dass eine weitere Therapie ihnen genau so wenig helfen würde wie die Vorangegangenen.
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