Wirtschaft
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Nebenwirkungen zu spät gemeldet

Befristeter Verkaufstopp für Novartis-Medikament in Japan



Eine Konzerntochter von Novartis hat in Japan ein Geschäftsverbot für zwei Wochen erhalten. Der Pharmakonzern habe den Gesundheitsbehörden ernste Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten nicht rechtzeitig gemeldet, begründete Japans Gesundheitsministerium am Freitag den Entscheid.

Novartis dürfe seine verschreibungspflichtigen Medikamente vom 5. bis 19. März nicht verkaufen. Ausgenommen seien fünf Produkte, von denen es keine Generika gebe und deren Verkaufsverbot für gewisse Patienten schwerwiegende Folgen hätte, führte das Ministerium in einer Mitteilung aus.

Versäumnisse zugegeben

Es ist die erste Sanktion dieser Art für einen Pharmakonzern wegen eines solchen Vergehens. Novartis hatte laut den Angaben 3264 Fälle von Nebenwirkungen bei insgesamt 26 Medikamenten nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist gemeldet.

Der Basler Konzern hatte am Ende des vergangenen Jahres Versäumnisse zugegeben. Novartis hatte nach früheren Berichten die Anweisung erhalten, seine «Aktivitäten zu verbessern».

Weil die Zahl der Fälle so hoch ist, hat das Gesundheitsministerium nun entschieden, dass die Bestrafung härter sein soll als vorgesehen. Novartis droht damit ein weiterer Imageschaden. In den vergangenen zwei Jahren hatte bereits eine Serie von Skandalen den Pharmariesen in Japan in die Schlagzeilen gebracht.

Japan ist der zweitgrösste Pharmamarkt der Welt. Im vergangenen Jahr steuerten die dortigen Medikamentenverkäufe rund vier Milliarden Dollar zum Novartis-Umsatz von 58 Milliarden Dollar bei. (sda/afp)

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