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epa06710198 (FILE) - Former CEO of German car manufacturer Volkswagen (VW), Martin Winterkorn, arrives for the annual general meeting of German Bundesliga club FC Bayern Munich in Munich, Germany, 24 November 2017 (reissued 04 May 2018). Former Volkswagen CEO, Martin Winterkorn, has been indicted on fraud charges in the US over its efforts to conceal compliance with US federal emission standards.  EPA/LUKAS BARTH

Martin Winterkorn: Gegen den Ex-VW-Boss ist in den USA ein Haftbefehl erlassen worden. Bild: EPA/EPA

US-Justiz erlässt Haftbefehl gegen früheren VW-Boss Martin Winterkorn



Die amerikanische Justiz hat nach der Anklage gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn einen Haftbefehl erlassen. Die Sprecherin der Justiz bestätigte dies gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Die USA wollen den früheren Topmanager des Autobauers wegen Betrugs im Abgasskandal zur Rechenschaft ziehen. Dem 2015 zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden wird ausserdem Verschwörung zum Verstoss gegen Umweltgesetze und zur Täuschung der Behörden vorgeworfen, wie aus der Klageschrift hervorgeht, die das zuständige Gericht in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlicht hatte.

«Wer versucht, die Vereinigten Staaten zu betrügen, wird einen hohen Preis bezahlen», verkündete US-Justizminister Jeff Sessions gestern in Washington. Die Tatsache, dass kriminelle Straftaten auf der höchsten Ebene der VW-Konzernführung abgesegnet gewesen sein dürften, sei erschreckend, sagte der zuständige Staatsanwalt Matthew J. Schneider vom östlichen Bezirk Michigans.

epa06709701 US Attorney General Jeff Sessions delivers remarks at the National Sheriffs' Association DC Opioid Roundtable, in Washington, DC, USA, 03 May 2018.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Jeff Sessions: «Wer versucht, die Vereinigten Staaten zu betrügen, wird einen hohen Preis bezahlen» Bild: EPA/EPA

Die US-Ermittler gehen davon aus, dass Winterkorn im Mai 2014 und Juli 2015 über die Abgasmanipulationen informiert wurde. Er habe dann mit anderen Führungskräften entschieden, die illegale Praxis fortzusetzen.

Ein Anwalt des inzwischen 70-Jährigen sagte am Freitag der DPA, man prüfe die Anklage und werde sich «zu gegebener Zeit äussern». Von Winterkorn selbst war keine Stellungnahme zu erhalten. (cma/sda/dpa)

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • Die_Wahrheit 05.05.2018 10:55
    Highlight Highlight Auf der einen Seite ist es ganz ok dass auch mal im „Mittelbau“ die Köpfe rollen. Die Ganz oben entscheiden schlussendlich wer in der Gunst bleibt und wer gehen muss. Das dies über die Justiz der Angelsachen läuft zeigt einem ganz klar wer die Deutungshochheit hat, und das ist ganz bestimmt nicht der amerikanische Justizapparat🙄
    0 0 Melden
  • Eksjugo 05.05.2018 08:45
    Highlight Highlight U.a. Anklage seitens USA gegen Winterkorn wegen Verschwörung zum Verstoss gegen Umweltgesetze? Har har har USA und Umweltgesetze?

    Ok, ein Betrüger mag er sein. Aber wie heuchlerisch ist denn bitte die Anklage wegen dem Verstoss gegen Umweltgesetze?
    12 2 Melden
    • Astrogator 05.05.2018 11:39
      Highlight Highlight Kalifornien hat wohl mitunter die strengsten Umweltgesetze der Welt..
      1 4 Melden
  • plaga versus 05.05.2018 08:37
    Highlight Highlight Die Heuchelei und Doppelmoral der Amis geht mir langsam auf die Nerven.
    10 3 Melden
  • Philippe87 05.05.2018 06:38
    Highlight Highlight Da ist mir ein Elon Musk dann doch viel sympatischer als dieser Herr. 🙃
    5 4 Melden
  • rolf.iller 05.05.2018 00:34
    Highlight Highlight Herr Winterkorn, wenn sie schon nicht mehr in die USA reisen können, machen Sie doch Urlaub in Italien.

    Ich hab von Herrn Raoul Weil (ex UBS) vernommen, dass man sich im Hotel «I Portici» in Bologna ganz vorzüglich von solchen Strapazen erholen kann.
    4 1 Melden
  • Peter79 05.05.2018 00:15
    Highlight Highlight Ich frage mich noch immer, wo genau der Beschiss stattgefunden hat. VW hat die Software einfach so gut optimiert, dass hinten das rauskam, was die Prüfer wollten. Ich vermute, hier wollen die Dummen den Gerissenen zum Idioten machen, und es klappt. Leider!
    Wichtiger wäre zu überlegen, ob das ganze Prüfungsprozedere nicht Schwachsinn ist!
    3 9 Melden
    • The Origin Gra 05.05.2018 10:31
      Highlight Highlight Der Betrug fand dahingehend statt, das die Werte nur auf dem Prüfstand stimmten, sonst bis zu 35 mal höher oder noch höher lagen.
      Und man wollte die Software vertuschen weil sie schlicht Illegal war und ist.

      P.S. VW hat den Kunden und Staat vorgelogen sie seien "Das Unweltfreundliche Auto", was aber auf einer Illegalen Abschaltautomatik beruhte.

      Klar müsste man Reale Fahrtests machen, das könnte ev. sogar kommen, mich würde es (zum Glück kein VW) Kunden freuen.
      Den in D-Land dürfen Diesler ev. nicht mehr in die Städte fahren
      2 1 Melden
    • Philippe87 05.05.2018 13:48
      Highlight Highlight 🙈 die Software diente zur Erkennung des Prüfstands. Sonst wäre es ja kein Beschiss gewesen, sondern einfach ein Fehler🙃.
      1 0 Melden
  • cero 04.05.2018 22:25
    Highlight Highlight Tja, und was macht Europa? Die Autobauer haben hier genau das gleiche verbrochen wie in den USA.
    Die Topmanager gehören alle vor Gericht, das dann über Schuld oder Unschuld entscheiden soll.....
    Gut, ich träume weiter.....
    65 7 Melden
    • JoeyOnewood 05.05.2018 10:27
      Highlight Highlight Korrektur: Nicht genau das gleiche, da die Grenzwerte in der EU deutlich höher liegen, als in den USA. Dies hauptsächlich aufgrund des netten Auto-Lobbyings, das die DE-Regierung seit Jahrzehnten betreibt.
      2 0 Melden
  • Posersalami 04.05.2018 22:25
    Highlight Highlight Endlich muss er sich verantworten. Es ist aber eine Schande, das die USA das machen muss und Deutschland wieder nichts auf die Reihe bekommt.
    49 5 Melden
    • Astrogator 05.05.2018 03:03
      Highlight Highlight War bei uns mit der UBS dasselbe. In der Schweiz das oberste Management: wir wussten von nichts.
      In den USA: Ja, wir sind kriminell.
      10 0 Melden
  • TanookiStormtrooper 04.05.2018 22:06
    Highlight Highlight Immer heisst es bei solchen Typen ihre absurd hohen Löhne/Boni wären gerechtfertigt, denn sie würden ja viel Verantwortung tragen. Am Ende wird Winterkorn jetzt einfach nicht mehr in die USA, oder Länder die ihn dorthin ausliefern würden, reisen. Soviel zu "Verantwortung"... Aber eigentlich sollte man ihm auch in Deutschland den Prozess machen, nur hat die Autolobby die deutsche Politik leider in der Tasche.
    90 3 Melden
    • The Origin Gra 05.05.2018 00:53
      Highlight Highlight Auslieferung beantragen wäre ne Option 🤔
      1 1 Melden
    • Enzasa 05.05.2018 06:16
      Highlight Highlight Vor allem in D stimmt es nicht. Sie bekommen Boni haben trotzdem einen hohen Fix Anteil, wie nirgendwo sonst. Beim Verantwortung übernehmen, zeigt man auf die untersten Ränge.
      2 0 Melden
    • CASSIO 05.05.2018 06:19
      Highlight Highlight eigentlich sollte man vw auch hier in der schweiz den prozess machen, denn auch hier wurden der staat, die kunden usw. betrogen. hier passiert jedoch gar nichts, was mich an unserm rechtsstaat zweifeln lässt.
      6 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • olmabrotwurschtmitbürli 04.05.2018 21:58
    Highlight Highlight Da stellen sich spannende Fragen im Bereich der Rechtshilfe. Eine Auslieferung kommt ja nicht in Betracht, wenn er in Deutschland bleibt.
    24 0 Melden
    • Enzasa 05.05.2018 06:12
      Highlight Highlight Gestern habe ich so nebenbei was im TV gehört, das Deutschland eigene Staatsbürger nicht an die USA ausliefert.
      1 0 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 05.05.2018 20:39
      Highlight Highlight @Enzasa

      Das stimmt. Die Schweiz liefert eigene Staatsbürger übrigens auch nicht aus.

      Das bedeutet aber nicht, dass das Strafverfahren folgenlos bleibt. Unter Umständen vollstreckt der Heimatstadt das Strafurteil. Ebenso ist denkbar, dass auf Vermögenswerte zugegriffen wird...
      0 0 Melden
  • Enzasa 04.05.2018 21:23
    Highlight Highlight Kaum vorstellbar, dass solche Aktionen ohne Wissen von Vorgesetzten gemacht werden.
    Ein Ingenieur ist bereits in den USA schuldig gesprochen und inhaftiert, Reaktion von VW = Kündigung

    Es wäre fair auch mal die „ Großen „ haften zu lassen und nicht immer nur die „Kleinen „
    130 5 Melden
    • JoeyOnewood 05.05.2018 10:25
      Highlight Highlight Naja, wenn du Oliver Schmidt meinst, der war nicht nur irgendein Ingenieur, sondern Chef von VW USA und sitzt 7 Jahre.

      Grundsätzlich gebe ich dir aber natürlich recht: Es wäre schön, wenn die ganze obere Führungsriege, die involviert war, ins Gefängnis kommt.

      Problem: Schmidt sitzt nur, weil er so doof war, auf dem Rückflug seiner Ferien über Miami zu fliegen. Solange sich Winterkorn von den USA fernhält, wird wohl nicht viel passieren. DE will und kann ihn nicht ausliefern.

      Zieht euch Dirty Money von Netflix rein, nicht nur die zu VW, sondern alle Folgen, sie sind der Hammer.
      1 0 Melden

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