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Nutri-Score: Warum Migros das Informationslabel jetzt wieder aufgibt

Der aus Frankreich stammende Nutri-Score bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz empfehlenswerte Bestandteile wie Ballaststoffe in eine Bewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an - i ...
Der Nutri-Score wird in der Migros wieder abgeschafft.bild: keystone

Migros gibt den Nutri-Score auf – Konsumentenschutz kritisiert den Entscheid

21.05.2024, 13:20
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Die Migros gibt das Lebensmittel-Informationslabel Nutri-Score auf ihren Produkten wieder auf. Im Zuge der Umstrukturierung werde diese freiwillige Nährwert-Kennzeichnung nicht mehr weitergeführt. Migros will den Nutri-Score schrittweise von seinen Produkten entfernen.

Als Grund gibt die Migros in einer Mitteilung vom Dienstag an, das Label bringe zu wenig und koste zu viel. «Die Erfahrungen seit der Einführung vor drei Jahren haben gezeigt, dass der Nutzen im Verhältnis zu den hohen Kosten zu gering ist», heisst es. Weiterhin würden Konsumenten aber umfassende Angaben zu den Nährwerten der Migros-Produkte auf den Verpackungen aller Migros-Artikel finden.

Der Nutri-Score ist eine in verschiedenen Ländern Europas angewandte Lebensmittel-Kennzeichnung, die mittels eines Farb- und Buchstabensystems Lebensmittel derselben Kategorie in Bezug auf deren Ausgewogenheit miteinander vergleicht. Als Beispiel: Ein Joghurt, das mit dem Nutri-Score A (grün) bewertet wird, hat einen höheren Nährwert als eines, das mit D (orange) bewertet ist. Lebensmittel unterschiedlicher Kategorien - also beispielsweise Tortilla-Chips und Joghurt - lassen sich hingegen nicht vergleichen.

Kritik vom Konsumentenschutz

Gar nicht zufrieden mit dem Entscheid der Migros ist die Stiftung für Konsumentenschutz. «Dies ist ein grosser Rückschlag für eine leicht verständliche Information über den Nährwertgehalt von verarbeiteten Lebensmitteln und somit für eine gesündere Lebensmittelwahl in der Schweiz.»

Es sei mit falschen Argumenten gegen den Nutri Score Stimmung gemacht worden, sagt der Konsumentenschutz. «Insbesondere von Kreisen der Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und -Industrie war der Widerstand gross. Eine Motion, welche im Frühjahr im Parlament angenommen wurde, zeugt vom massiven Lobbying der Hersteller.»

(awp/sda/cma)

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112 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Der Buchstabe I (Zusammenhang wie Duschvorhang)
21.05.2024 11:00registriert Januar 2020
"Lebensmittel unterschiedlicher Kategorien - also beispielsweise Tortilla-Chips und Joghurt - lassen sich hingegen nicht vergleichen."

Und genau deshalb ist der Nutriscore nicht nur schwachsinnig, sondern absolut irreführend und kundenunfreundlich.

Ein solches System gehört m.M.n. abgeschafft.
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James R
21.05.2024 11:05registriert Februar 2014
Der Nutriscore ist tatsächlich sinnlos. Es wäre viel einfacher. Kocht möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Das Ergebnis wird meistens besser und gesünder sein.
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Bärner728
21.05.2024 13:35registriert Juni 2020
Guter Entscheid, der Nutri-Score ist für die meisten nutzlos. Dass nur innerhalb einer Kategorie verglichen wird, macht irgendwie noch Sinn. Aber dass z.B. ein Brot mit 6.1 g Fett / 100 g (Tessinerbrot) ein "C", das Brot mit 1.1 g Fett / 100 g (Holzfällerbrot) aber ein "D" erhält, nur weil es 0.3 g / 100 g mehr Salz enthält, ist Schwachsinn. Wird aber seit 2022 so von den Nutri-Score Herausgebern (Santé publique France) vorgegeben.
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