Parmelin nach Treffen mit US-Handelsbeauftragten: «Wir haben noch Arbeit vor uns»
Die Verhandlungen um ein Handelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA dauern an. Bundespräsident Guy Parmelin hat sich am Freitag in Washington mit dem amerikanischen Handelsbeauftragten Jamieson Greer zu einem längeren, «sehr angenehmen» Gespräch getroffen.
An einer anschliessenden Pressekonferenz wollte der Wirtschaftsminister aber die Verhandlungen nicht kommentieren oder auf die Knackpunkte eingehen. «Wir haben noch Arbeit vor uns», sagte er stattdessen. Die Frage, ob die Amerikaner zugesichert hätten, die Schweiz wirtschaftspolitisch gleich wie ihre europäischen Nachbarn zu stellen, liess Parmelin ebenfalls unbeantwortet.
Die Schweizer Delegation, zu der auch Staatssekretärin Helene Budliger Artieda gehörte, die Seco-Chefin, habe die Gelegenheit aber genutzt, den Schweizer Standpunkt noch einmal darzulegen. Ursprünglich hatten die Amerikaner im vorigen Herbst darauf gedrängt, die Verhandlungen mit der Schweiz im 1. Quartal 2026 abzuschliessen.
Eine neue Frist habe Greer nun nicht gestellt, sagte Parmelin. Aber natürlich hätten beide Seiten ein Interesse daran, die offenen Punkte rasch zu klären. Das sei Aufgabe der Unterhändler. Er werde aber sicherlich nach Washington zurückkehren, auch wenn er noch nicht wisse, zu welchem Zeitpunkt, sagte der Bundespräsident.
Parmelin, Budliger Artieda und Greer hatten zuletzt im Januar während des WEF in Davos miteinander gesprochen. Der Bundespräsident befand sich in den vergangenen Tagen in Washington, um an den Frühjahrstagungen der Bretton Woods-Institutionen teilzunehmen. (aargauerzeitung.ch)

