Wirtschaft
Schweiz

20 Personen betroffenen: Tamedia plant Stellenabbau

20 Personen betroffen: Tamedia plant Stellenabbau in der Mantelredaktion

28.09.2022, 12:4128.09.2022, 17:26
Das Medienhaus der TX Group AG, ehemalig Tamedia, aufgenommen am Freitag, 3. Januar 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Das Tamedia-Gebäude in Zürich.Bild: KEYSTONE

Der Tamedia-Verlag plant den Abbau mehrerer Stellen in der Mantelredaktion von «Tages-Anzeiger», «Bund», «Berner Zeitung» und weiteren Zeitungen der Gruppe. Betroffen ist auch die Produktionsabteilung.

Tamedia bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwoch auf Anfrage die Pläne, über die das Online-Magazin «Republik» zuerst berichtet hatte. Die «Republik» berichtete von mehr als 20 betroffenen Mitarbeitenden. Ein Tamedia-Sprecher nannte keine konkrete Zahl, sondern sprach von «wenigen Mitarbeitenden». Das Verlagshaus zählte nach eigenen Angaben im Sommer rund 1300 Beschäftigte.

Ein Teil des Stellenabbaus soll über Frühpensionierungen erfolgen, es kommt ein bereits bestehender Sozialplan zur Anwendung. Der Stellenabbau ist laut Tamedia Bestandteil eines bereits im August 2020 angekündigten Sparprogramms in der Höhe von 70 Millionen Franken, welches in den Jahren 2021 bis 2023 umgesetzt werden soll.

Tamedia ist ein Unternehmen der börsenkotierten TX Group. Gemäss der Ende August publizierten Halbjahreszahlen hat sich das Geschäft mit bezahlten Medienprodukten im ersten Halbjahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise und des Ukraine-Kriegs negativ entwickelt. Die Profitabilität verringerte sich markant. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Diesel-Freigabe: Europäer wüten wegen Trump – machen aber die Faust im Sack
Auf Wunsch der USA wollen die G7-Staaten weitere Dieselreserven freigeben. Zuvor hatte der US-Präsident mit einem Exportstopp gedroht. Hinter den Kulissen sind die Europäer alles andere als zufrieden.
Die Ölpreise sind auf Höhenflug, das schlägt sich auch auf die Spritpreise nieder. Und für US-Präsident Donald Trump ist das kurz vor den US-Midterms im November ein Problem. Um insbesondere die Dieselpreise zu senken, verlangten die US-Amerikaner deshalb von den Europäern die Freigabe ihrer Reserven. Und sollten sie das nicht tun, würden die USA einfach einen Exportstopp auf Diesel verhängen – und damit die Europäer nochmal empfindlich treffen.
Zur Story