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Aus für Findus-Fabrik in Rorschach trifft 45 Mitarbeitende

Pizzaproduktion bei Nestle Frisco Findus in Rorschach, aufgenommen im Juli 1997. Der Nestle-Konzern plant den Verkauf von Firmenanteilen im Tiefkuehlbereich mit einem Umsatz von rund einer Milliarde F ...
Die Pizzaproduktion bei Findus in Rorschach wurde im Juli 1997 aufgenommen.Bild: KEYSTONE

Aus für Findus-Fabrik in Rorschach trifft 45 Mitarbeitende

30.05.2026, 16:4130.05.2026, 16:41

Die Findus-Fabrik in Rorschach wird per Ende 2026 geschlossen. Das St.Galler Tagblatt berichtete zuerst darüber. Der britische Tiefkühlkonzern Nomad Foods begründet diesen Entscheid mit fehlenden wirtschaftlich tragfähigen Alternativen. Als Besitzer von Findus befand er sich zuletzt in einem Konsultationsverfahren mit der Belegschaft und der Gewerkschaft Unia.

Vom Aus betroffen sind 45 Vollzeitstellen. Den Mitarbeitenden wird laut Nomad Foods umfassende Unterstützung in Form von Jobvermittlung, Coachings, Weiterbildungen, psychologischer Betreuung sowie individuellen finanziellen Lösungen angeboten. Erhalten bleibt einzig die Verwaltung von Findus Switzerland in Wallisellen mit 35 Mitarbeitenden.

Unia berät Betroffene einzeln

Für Unia-Gewerkschafterin Anke Gähme gehören auch zusätzliche Monatslöhne, Unterstützung bei Bewerbungen, verkürzte Kündigungsfristen und Möglichkeiten zur Frühpensionierung dazu. Die Gewerkschaft will die Betroffenen nun einzeln beraten, teilweise gebe es bereits Interesse anderer Unternehmen an Fachkräften aus Rorschach.

Ein Mitarbeiter im Kuehlraum der Produktionsfirma fuer Tiefkuehlprodukte von Nestle in Rorschach, Kanton St. Gallen, am 3. September 2005. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) === , ===

An employee in the cold ...
Ein Mitarbeiter im Kühlraum im Jahr 2005.Bild: KEYSTONE

Plätzli, Lasagne oder Cannelloni der Kultmarke Findus werden zukünftig im Ausland produziert. Und zwar in Werken von Nomad Foods in Italien und Spanien. Sie sollen aber weiterhin mit «wichtigen Schweizer Zutaten» produziert und in der Schweiz verkauft werden.

Das Ziel von Nomad Foods sei es, Grössenvorteile besser zu nutzen und den Konzern wettbewerbsfähiger aufzustellen. Wozu die Unia zu bedenken gibt: Findus Switzerland mache lediglich rund 0,4 Prozent der gesamten Konzernproduktion aus. Zudem entstünden durch die Verlagerung zusätzliche Transportkosten zwischen Südeuropa und der Schweiz.

Während des Konsultationsverfahrens wurde auch ein Management-Buy-out aus der Belegschaft heraus vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde jedoch vom Unternehmen nicht weiterverfolgt. Nomad Foods erklärt, man habe verschiedene Ideen geprüft, darunter auch solche zur Weiterführung des Standorts, doch keine habe wirtschaftlich überzeugt oder zur strategischen Ausrichtung gepasst.

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Miimiip! aka Roadrunn_er
30.05.2026 16:57registriert Juli 2018
Schade um Findus und für die betroffenen Mitarbeiter.
Dass der Management Buy-Out abgelehnt wurde, wirkt störend und weckt in mir dass Gefühl der Gewinnmaximierung durch Behaltung der Produkte und Minimierung der Kosten. Nun gibt’s halt in Zukunft keine Findus Produkte bei mir. Schade, mochte die Käsplätzli sehr.
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cricro
30.05.2026 18:45registriert April 2018
Ich vermute jetzt mal, dass es Findus in Zukunft gar nicht mehr geben wird.
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Muoten-Roshi
30.05.2026 16:59registriert Mai 2022
Der Transport aus dem Ausland wird deutlich günstiger sein als die aufrechterhaltung der gekühlten Infrastruktur.
Nach 30 Jahren werden sicher auch grössere Erneuerungsinvestitionen fällig sein.
Das rechnet sich alles nicht mehr.

Leider
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