Wirtschaft
Schweiz

Schweizer will mit Petition die Aromat-Produktion im Inland behalten

Etats-Unis Suisse Aromat
Michael Oehl hat eine Petition ins Leben gerufen, um Aromat in der Schweiz zu behalten.
bild: canva/keystone/shutterstock

Schweiz und USA kämpfen um Kontrolle über Aromat

Eine Petition fordert den Erhalt der Aromat-Produktion in der Schweiz. Grund dafür ist eine geplante Fusion mit Unilever, die eine Verlagerung befürchten lässt und 180 Arbeitsplätze in Thayngen SH gefährdet.
Cet article est également disponible en français. Lisez-le maintenant!
07.04.2026, 05:1408.04.2026, 09:54

Die Petition «Aromat ghört dr Schwiiz – Eine Stimme für unser Nationalgewürz!», lanciert vom Basler Unternehmer Michael Oehl, hat zum Ziel, das von RTS als «emblematisch» bezeichnete Gewürz zu verteidigen und vor der Verlagerung ins Ausland zu bewahren.

Übersetzung

Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.

Aromat ist seit Jahrzehnten in Schweizer Haushalten präsent und ist für Oehl nicht weniger als «Schweizer Kulturgeschichte»:

«Der gelbe Streuer (…) gehört zur Schweizer DNA.»
Michael Oehl über die kulturelle Bedeutung von Aromat

Aromat gehört heute über die Marke Knorr zum Unilever-Konzern und wird nach wie vor in der Schweiz, am Standort Thayngen im Kanton Schaffhausen, hergestellt.

180 Stellen gefährdet

Doch die geplante Fusion der Lebensmittel-Sparte von Unilever mit dem US-amerikanischen Unternehmen McCormick gibt Anlass zur Sorge. Die erwarteten Kosteneinsparungen könnten zu einer Verlagerung der Produktion ins Ausland führen.

Die Petition will 10'000 Unterschriften sammeln, um die Behörden und die Geschäftsleitung auf den Sachverhalt aufmerksam zu machen. Obwohl noch keine Entscheidung gefallen ist, gibt die drohende Schliessung des Standorts Anlass zur Sorge über direkte Auswirkungen auf die 180 Beschäftigten. (dag)

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153 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Plusplus
07.04.2026 06:05registriert Dezember 2021
Aus lauter Gier alle Firmen ins Ausland verscherbeln und jetzt rumheulen wenn das Stammhaus den Standort zumachen will.
Dieses Vernalten ist genauso schweizerisch wie Aromat.

Und Aromat ist eine Würzmischung, kein Gewürz.
19720
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Ichsagstrotzdem
07.04.2026 07:27registriert Juni 2016
Marktwirtschaft Leute! Das Aromat gehört einer Firma, die wiederum einer anderen Firma gehört, die wiederum irgendwelchen Leuten gehört, die sich einen Dreck um die Bedeutung von Aromat als nationales Kulturgut kümmern.
Firmen werden gekauft und verkauft und in aller Regel spielt einzig Geld eine Rolle.
So ist es, akzeptiert es oder ändert das System.
989
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you-had-one-job
07.04.2026 07:37registriert August 2024
Ovo, Toblerone, Sugus und nun Aromat.

Sind alles Produkte, die man bestimmt gewinnbringend eigenständig hätte weiterproduzieren können. Aber dafür müsste man ja arbeiten. Ein Verkauf bringt eben schneller den grossen Reibach.

Die Liste ist bestimmt noch länger….
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