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Bundesrat Ueli Maurer, Bundesrat Guy Parmelin und Bundesrat Alain Berset, von links, kommen zu einer Medienkonferenz ueber die Situation des Coronavirus, am Freitag, 20. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Bundesräte Ueli Maurer und Guy Parmelin präsentierten am Freitag das Wirtschaftspaket. Bild: KEYSTONE

Bundesrat Ueli Maurer erklärt, was man tun muss, wenn man Geld braucht

Unternehmen, die unter der Corona-Krise leiden, erhalten ab Mitte nächste Woche einfacher Geld. Der Bundesrat bürgt Kredite bis zu einer halben Million Franken. Finanzminister Ueli Maurer erklärt, was man nun tun muss.



Einfache Sprache hilft. Das wird sich Bundesrat Ueli Maurer gedacht haben, als er seine erste Rede zum Coronavirus vorbereitet hat. Der Finanzminister war tagelang nicht in der Öffentlichkeit präsent. Als er dann am Freitag kurz nach 15 Uhr auftrat, erklärte er das Wirtschaftspaket des Bundesrates derart verständlich, dass nun wohl jede Unternehmerin und jeder Unternehmer weiss, wie man zu Geld kommt.

«Wer das Geld braucht, geht zu seiner Bank. Und die Bank gibt ihm das Geld.»

Bundesrat Ueli Maurer

Der erste Schritt laut Bundesrat Maurer: «Wer das Geld braucht, geht zu seiner Bank. Und die Bank gibt ihm das Geld.» Möglich seien bis zu 500'000 Franken. Die Bank könne das sofort auszahlen, weil der Bund pauschal für den Kredit bürgt. Und zwar zu 100 Prozent.

Der Finanzminister präzisierte schnell, dass es Kredite nicht für alle gibt. «Man geht zur Bank, und die stellt fest: Man hat Sorgen mit Corona.» Sprich: Unternehmerinnen und Unternehmer müssten aufzeigen können, dass man akut unter der Coronavirus-Krise leidet. Eine besondere Prüfung gebe es aber nicht, sofern der Betrag nicht 500'000 Franken übersteigt. «Das ist ganz einfach», sagt Maurer dazu.

Video: watson

Das Ganze könne sehr schnell passieren, weil man durch diese Massnahme «1000 bis 2000 Mitarbeitende» erhalte, die das Kredit-Business verstehen und den Kunden kennen würden. Damit könne man sicherstellen, dass ab Mitte nächster Woche «tausend oder zehntausende von Betrieben sofort» zu Geld kommen könnten. Und zwar innerhalb von einer halben Stunde, so die Prognose von Maurer.

Was sind die «Abers»?

Die Details sind noch nicht erklärt.

Namentlich ist unklar, zu welchem Zins der Superschnell-Kredit gesprochen wird. Fragen dazu wollte der Bundesrat nicht beantworten, diese könne man erst ab Mitte nächste Woche klären, wenn die Notverordnung vorliegt. An der Pressekonferenz sprach Maurer lediglich von einem «sehr bescheidenen Zins.

Unklar ist auch, wie gross das Risiko wird. Der Bundesrat gab an der Pressekonferenz zu, dass diese Massnahme ein gewisses Risiko berge. In dieser Situation müsse man aber dafür sorgen, dass die Liquidität der Firmen gesichert sind.

Schwieriger wird's für jene Firmen, die mehr als 500'000 Franken benötigen. Der Bundesrat bürgt für Beträge, die die halbe Million übersteigen, nur zu 85 Prozent. Zudem können Banken eine «kurze Bankprüfung» vorsehen.

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