Wirtschaft
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ZUR MELDUNG, DASS DIE POST BIS 2020 BIS ZU 600 POSTSTELLEN SCHLIESSEN WILL, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 26. OKTOBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Les guichets de l'office postal de Morges,  photographie ce mardi 12 janvier 2010 a  Morges. (KEYSTONE/Dominic Favre)

Noch maximal 900 Poststellen wird es in der Schweiz künftig geben. Im Bild: Post in Morges VD. Bild: KEYSTONE

Post schliesst bis zu 600 Poststellen – 1200 Mitarbeitende betroffen



Die Schweizerische Post setzt ihren Umbau im Schalterbereich fort: Von den heute traditionellen 1400 Poststellen sollen bis im Jahr 2020 nur noch zwischen 800 und 900 übrig sein. Rund 1200 Mitarbeitende könnten «von einer Veränderung betroffen sein».

Dies schreibt die Post in einer Mitteilung vom Mittwoch. Entlassungen seien nicht geplant. «Die Post nimmt ihre Sozialverantwortung wahr und sucht für die betroffenen Mitarbeitenden nach passenden Lösungen.» Dazu gehöre auch der Dialog mit den Sozialpartnern.

Der Abbau der traditionellen Postschalter solle wie bis anhin mit sogenannten Agenturen – einer Filiale mit Partner – aufgefangen werden. Dieses Modell habe sich bewährt. «Die Post wird ersatzlose Schliessungen von Poststellen vermeiden.» Sie stelle in jedem Fall alternative Lösungen zur Verfügung. Insgesamt will das Unternehmen die Zahl ihrer Zugangsmöglichkeiten von heute 3700 auf mindestens 4000 ausbauen.

Digitalisierung erfordert Umdenken

Der Trend zur Digitalisierung schlage sich sehr stark in der Entwicklung der Geschäfte am Postschalter nieder. Während viele Kunden den Gang zur Poststelle nach wie vor schätzten, seien die Umsätze am Schalter insgesamt sehr stark zurückgegangen. Bei den Briefen seit dem Jahr 2000 um 63 Prozent, bei den Paketen um 42 Prozent und beim Zahlungsverkehr um 37 Prozent. «Dieser Trend setzt sich fort.»

Gemäss der Post-Mitteilung werden wichtige Neuerungen wie die Diskussion der Netzentwicklung mit den Kantonen, die Schaffung von regionalen Kriterien oder der Dialog mit der Bevölkerung in den Gemeinden eingeführt. So könnten beispielsweise für eine Talschaft Zugangsmöglichkeiten geschaffen werden oder erhalten bleiben, für die es in der bisherigen Planung keine Lösung gegeben hätte.

Zudem werde die Post künftig für sämtliche Kantone traditionelle Poststellen definieren, die in den nächsten Jahren für eine Umwandlung in eine Postagentur nicht infrage kämen. Damit will das Unternehmen Planungssicherheit und Transparenz schaffen. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • LisaSimpson 26.10.2016 17:53
    Highlight Highlight Irgendwie komisch, Internationale Konzerne entlassen in ihren Schweizer Lokationen 5-10% der Belegschaft, wohlverstanden in einem einzigen Jahr und es kümmert in der Schweizer Presselandschaft fast niemanden.
    Entlässt ein Schweizer Unternehmen im Auslaufenden Geschäft über 4 Jahre 2% der Belegschaft gibt es eine grosse Mitteilung in den Medien.
    Es müsste doch umgekehrt sein, weil faktisch ist das erste ja massiv schlimmer....
  • pun 26.10.2016 17:45
    Highlight Highlight Die Gewerkschaft syndicom hat in ihrer heutigen Medienmitteilung einen meiner Ansicht nach noch interessanten Aspekt aufgezeigt. Auslagerungen an Läden/Hotels/sonstwas mögen ja punktuell sinnvoll sein, aber als Gesamtstrategie bedeutet es vor allem eine Aushöhlung des GAVs:
    "Was die Post heute präsentierte, ist keine innovative Strategie, sondern eine Auslagerung von Dienstleistungen an Subunternehmen mit deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen und tieferen Löhnen."
  • Pirat der dritte 26.10.2016 14:32
    Highlight Highlight Die Post hat ihre Argumente klar und nachvollziehbar dargelegt. Warum zum Teil derart unsachliche Kommentare kommen, verstehe ich nicht. Die Post schliesst keine Filialen, die gebraucht werden..
  • Summerweid 26.10.2016 13:49
    Highlight Highlight Immer wieder wird in den Kommentaren von Einzahlungen bei der Post gesprochen. Mein Gott wer macht das bitte heute noch in der Zeit von E-Banking?
    Herz = Nein / Blitz = Ja
  • na ja 26.10.2016 13:10
    Highlight Highlight Wie gut, dass die Service Public Initiative abgelehnt wurde. Finde ich super!So haben sie freie Hand und können schalten und walten wie sie wollen! Soll ja alles schön Kohle bringen und den Leuten macht man die Schliessung einer Filiale schmackhaft, dass sie beim Volg oder so ihr Päckli abholen können.Immerhin sind die dort eh da von 6h-20h. Was solls und der niedrige Lohn muss dann die Post nicht mehr bezahlen und die Detailhandelsfachleute stehen dann nicht mehr so blöd rum zum Regale auffüllen oder, huch! sitzen! zum Einkassieren. Endlich machen sie dort dann was sinnvolles! * ironie pur! *
  • Evan 26.10.2016 13:09
    Highlight Highlight Naja, für die Arbeiter sicher traurig. Aber dank den neuen Automaten der Post werde ich in meinem Leben wohl keinen bis kaum mehr einen Fuss in eine bediente Poststelle setzen. Die Digitalisierung ist nun mal die Zukunft und dagegen kann man sich schlecht wehren. Vielmehr muss man lernen damit zu leben und die Vorteile davon zu nutzen.
  • ben_fliggo 26.10.2016 12:20
    Highlight Highlight In det Stadt Bern gibt es auch Poststellen, die über Mittag von 12:00-13:45(!) geschlossen sind. Da frage ich mich schon, ob sie nicht lieber die schliessen wollen für eine Niederlassung auf dem Land, die den älteren Leuten auch noch als Treffpunkt dient.
    • Ton 26.10.2016 13:10
      Highlight Highlight Bern ist halt auf dem Land...
  • Maett 26.10.2016 12:11
    Highlight Highlight Ich wohne neben einer Poststelle, die ich so gut nie nutzen kann, weil sie auf vorsintflutliche Öffnungszeiten setzt. Insofern ist diese Veränderung nicht schlecht, weil das die Post für mehr Leute zugänglich macht. Die Ersatz-Postschalter stehen ja meist in Läden, die länger geöffnet haben. Der einzige Nachteil ist, dass man dort z.B. kein Geld einzahlen kann, da setzt die Post leider noch nicht auf Automaten mit Geldeinzug, wie es andere Banken tun.

    Natürlich ist das für die Angestellten unschön, aber das ist nun mal der Preis von Umstrukturierungen.
  • Tomtom64 26.10.2016 10:59
    Highlight Highlight Bei uns im Dorf hat die Post geschlossen und der Volg hat übernommen. Statt von 08:30h-11:45h und 13:30h-15:30h haben wir dank Volg nun Zugang zu den meisten Postdienstleistungen von 06:00h-18:30h. Anderorts hat ein Hotel die Postdienstleistungen übernommen und dort haben die Einwohner nun einen 24-Stunden-Service (Zalando-Päckli morgens um 03:15h abholen - wie geil ist denn das ...)

    So gesehen wahrscheinlich keine wirkliche Verschlechterung was den Service Public angeht, aber für die betroffenen Postangestellten könnte es schon traurig werden.
  • teha drey 26.10.2016 10:57
    Highlight Highlight Menschenverachtend. Kundenverachtend. Nur schade, kann man die Post nicht abstrafen.
  • Rafi Hazera 26.10.2016 10:22
    Highlight Highlight Easy. Fahri halt vier Stündli Velo für mis Zalandopäckli.
    • Schnurri 26.10.2016 12:20
      Highlight Highlight Die Post ist verpflichtet das eine Filiale in einer gewissen Zeit von überall her erreichbar ist. Wenn Sie von Zürich aus vier atunden Velo fahren wollen her Hazera werden Sie ihr Paket in Rappi abgeben können! Alle anderen gehen zu Fuss zu einer Stelle in der Stadt
    • ben_fliggo 26.10.2016 12:23
      Highlight Highlight Google mal Pickpost, easy Sache.
    • Walter Sahli 26.10.2016 12:31
      Highlight Highlight Solange Sie nicht auf dem ganzen Rückweg schreien, Herr Hazera....
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 26.10.2016 10:14
    Highlight Highlight Die Geschäftsleitung der Post so:
    Benutzer Bild
  • Tropfnase 26.10.2016 10:14
    Highlight Highlight Banken, Post, SBB,Detailhandel, Versicherungen, bald die ganzen KV Leute die einfachere Arbeien erledigen..... Schafft auch mal Jemand neue Jobs? Ich meine solche Jobs von denen man auch leben kann?
    • ben_fliggo 26.10.2016 12:26
      Highlight Highlight Dazu sei gesagt, dass ich oft Postangestellte hinter dem Schalter antreffe, die weder motiviert noch freundlich noch serviceorientiert sind. Klar sind nicht alle so. Aber da gehe ich ehrlichgesagt lieber zum Self-Service Automaten, wo mir keine unfreundliche, miese Laune entgegenschwappt.
  • Schnurri 26.10.2016 09:54
    Highlight Highlight Bitte richtig informieren. Das Netz an Zugangspunkten wird von bisher 3700 auf 4000 erhöht. Es wird einfach weniger Poststellen geben wie wir es heute kennen!
  • SVARTGARD 26.10.2016 09:47
    Highlight Highlight Macht ruhig alles dicht😄Hauptsache die Deutsche Post bleibt😂
    • Charlie B. 26.10.2016 10:10
      Highlight Highlight "Hauptsache die Deutsche Post bleibt" - was hat das mit der Deutschen Post zu tun?

      Lies dir doch den Artikel nochmals genau durch ( falls du ihn überhaupt gelesen hast ;-)

      - von den rund 1400 sind 500 - 600 Poststellen von dem Umbau betroffen, nicht alle
      - ersatzlose Schliessungen werden vermieden
      - die Zahl der Zugangsmöglichkeiten werden sogar von 3700 auf mindestens 4000 erweitert!
    • SVARTGARD 26.10.2016 11:37
      Highlight Highlight Beruhige dich,sonst wirst Du nicht alt.😆
  • SVARTGARD 26.10.2016 09:45
    Highlight Highlight Macht ruhig alles dicht😄 H

Bei Globetrotter müssen sich Mitarbeitende selbst entlassen: Das sagen Experten dazu

Das Schweizer Reiseunternehmen Globetrotter muss aufgrund der Corona-Pandemie 4 von 21 Filialen schliessen. Wer dabei entlassen wird, sollen die Mitarbeitenden selbst entscheiden. Als «Akt purer Feigheit» bezeichnet Arbeitspsychologe Theo Wehner das Vorgehen des Reisebüros.

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Doch anstatt dass das Management um Globetrotter-Chef Dany Gehrig die Kündigungen ausspricht, sollen die Mitarbeitenden selbst entscheiden, wer gehen muss und wer bleiben darf. Die Firma werde neu nach dem Prinzip der Soziokratie geführt, so Gehrig gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

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