Wirtschaft
Schweiz

Strompreise in der Schweiz werden 2025 wohl merklich sinken

ARCHIV - 07.06.2023, Nordrhein-Westfalen, K
Der Strom wird für die Verbraucher vorerst nicht teurer.Bild: keystone

Strompreise dürften im nächsten Jahr merklich sinken

03.07.2024, 11:2803.07.2024, 11:38
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Die Strompreise sinken im kommenden Jahr. Davon gehen die Elektrizitätsunternehmen mehrheitlich aus. Gründe dafür sind die Entspannung der Preise an den europäischen Strommärkten und tiefere Kosten für die inländischen Stromreserven.

In einer Umfrage des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) unter seinen Mitgliedern geben 75 von 83 teilnehmenden Stromversorgern an, ihre Strompreise für das Jahr 2025 sicher oder wahrscheinlich zu senken. Das schrieb der VSE am Mittwoch.

Bedeutung für 4- bis 5-Zimmerwohnung

Gemäss Tarifangaben von 52 Energieversorgungsunternehmen, die zusammen rund 35 Prozent der Schweizer Versorgung ausmachen, sinken die Stromtarife dieser Stromversorger im kommenden Jahr für H4-Haushaltskunden (4- bis 5-Zimmerwohnung mit Elektroherd, Tumbler) im Mittel um rund 8 Prozent.

Die Tarife für H2-Haushaltskunden (4- bis 5-Zimmerwohnung mit Elektroherd) gehen demnach im Mittel um 10 Prozent zurück. Auch die Tarife für mittlere bis grössere Firmenkunden sinken im Mittel um 8 bis 9 Prozent.

Der Strompreis besteht laut VSE aus vier Komponenten: erstens aus dem Energietarif, also den Kosten für den gelieferten Strom, zweitens aus dem Netznutzungstarif, also den Kosten für Bau, Betrieb und Unterhalt der Stromnetze sowie dem Preis für inländische Stromreserven, drittens aus den Abgaben an Kantone und Gemeinden und viertens aus dem Netzzuschlag von 2,3 Rappen pro Kilowattstunde. Dieser wird unter anderem zur Förderung von erneuerbaren Energien erhoben.

Massgebend für die Höhe des Strompreises sind der Energie- und der Netznutzungstarif. Die definitiven Stromtarife für 2025 müssen die über 600 Grundversorger bis spätestens Ende August ihren Kundinnen und Kunden und der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (Elcom) melden. Diese prüft und veröffentlicht sämtliche Tarife Anfang September. (sda)

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49 Kommentare
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Elpolloloco
03.07.2024 11:46registriert Dezember 2016
Wie immer als Konsument. Der Preis steigt um 50% und mehr und wir müssen dankbar sein, wenn eine 10% Senkung folgt.
Als Reaktion auf dieses Machtspiel (ich weiss, diese Möglichkeit hat nicht jeder) versuche ich möglichst viel Energie selbst zu produzieren und auch wieder zu verbrauchen - PV und Speicher sei Dank.
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MRDL
03.07.2024 12:14registriert August 2020
Hui du, da müssen wir uns aber dankbar schätzen.
Ich wette die Netznutzungsgebühren steigen dafür, so von wegen Netzausbau, Absicherung für die Zukunft wegen Ausbau der eAuto Ladeinfrastruktur.... irgend ein Grund findet sich sicher.
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Rannen
03.07.2024 12:13registriert Januar 2018
Natürlich es ist leicht von einem sehr hohen Niveau deutlich zu sinken! Das heisst der Strom ist heute zu teuer!
Und ob der Strom unter das Niveau vor der Preiserhöhungen sinkt wage ich zu bezweifeln
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    So viele Menschen haben in der Schweiz finanzielle Schwierigkeiten
    Die Armutsquote in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Zuletzt lebte fast jede zehnte Person in finanziellen Schwierigkeiten. So stehen wir im Vergleich zu Europa da.

    Im Jahr 2023 waren in der Schweiz 8,1 Prozent der Bevölkerung oder rund 708'000 Personen von Einkommensarmut betroffen. 6,3 Prozent hatten mindestens zwei Arten von Zahlungsrückständen in den letzten 12 Monaten und 5,5 Prozent mussten aus finanziellen Gründen auf wichtige Güter, Dienstleistungen und soziale Aktivitäten verzichten.

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