Wirtschaft
Schweiz

Antje Kanngiesser: Alpiq-Chefin äussert sich zu Löhnen

Alpiq CEO Antje Kanngiesser spricht an der Bilanzmedienkonferenz der Alpiq am Geschaeftssitz der Alpiq in Olten am Mittwoch, 26. Februar 2025. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Antje Kanngiesser sieht bei ihrem Lohn kein Problem.Bild: keystone

Alpiq-Chefin äussert sich zu Löhnen

26.02.2025, 13:4726.02.2025, 13:47

Alpiq-Chefin Antje Kanngiesser erachtet ihren Lohn als angemessen. Die Löhne seien bei dem Energiekonzern festgelegt nach Markt-Benchmarks, die jedes Jahr wieder verglichen würden – «und das nicht nur für mich, sondern für alle Mitarbeitenden im Unternehmen», sagte Kanngiesser am Rande der Bilanzmedienkonferenz am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Alpiq habe in den vergangenen Jahren eigentlich gleichbleibende Saläre gehabt. 2024 sei der Lohn für die Geschäftsleitung höher gewesen, weil es eine Doppelbesetzung bei der Position Leiter Schweiz gegeben habe. Stabilität sei dem Unternehmen wichtig, und wichtig sei auch, dass es keine Ausreisser im Vergleich zu der gesamten Belegschaft bei Alpiq gebe, so Kanngiesser.

Ihr Lohn wird im Geschäftsbericht nicht einzeln ausgewiesen. Die gesamte Geschäftsleitung von Alpiq erhielt 2024 laut dem Bericht vom Mittwoch 6,1 Millionen Franken. 2023 waren es 5,4 Millionen. In der Geschäftsleitung sind fünf Personen.

Michael Wider ist per Ende Juni 2024 ausgeschieden, Amédée Murisier hatte aber bereits per 1. März die Stelle als Leiter der Division Schweiz übernommen.

CEO Christoph Brand bei der Einweihung der Wasserstoffanlage des Energieunternehmens Axpo, am Freitag, 26. April 2024, in Domat/Ems. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Christoph Brand wurde wegen seines Salärs kritisiert.Bild: keystone

Axpo-Chef Christoph Brand war wegen seines Salärs zuletzt stark in die Kritik geraten. Sein Lohn stieg für das Geschäftsjahr 2023/24 auf 1,8 Millionen von 1,1 Millionen Franken an, was bei den Kantonen, in deren Besitz der grösste Schweizer Energiekonzern ist, für Empörung sorgte.

Die Axpo-Generalversammlung vom Januar stimmte daraufhin auf Antrag des Kantons Aargaus einer Veränderung zu: Ab sofort wird die Generalversammlung die Entschädigungen für das kommende Geschäftsjahr genehmigen, nicht mehr der Verwaltungsrat. Nun soll zudem ein Lohnreglement für die Axpo-Führung ausgearbeitet werden.

Zur Axpo könne sie sich nicht äussern, sagte Kanngiesser auf die Frage, ob sie die Kritik nachvollziehen könne. Bei Alpiq würden Verwaltungsrat und die Aktionäre den Lohn absegnen. (sda/awp)

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