Wirtschaft
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Wer über 100'000 Franken im Jahr verdient, ist wahrscheinlich ein Mann

Nur 16.3 Prozent der Frauen in einem 100-Prozent-Job verdienen mehr als 104'000 Franken im Jahr. Bei den Männern sind es 30.5 Prozent. Dies geht aus der Lohnstatistik 2019 hervor.



Eine Frau bei der Arbeit in einem Labor. (Symbolbild)

An Schweizer Arbeitsplätzen sitzen nur wenig Frauen, die wirklich gut verdienen. Bild: KEYSTONE

Demnach verteilt sich das Jahreseinkommen bei den voll berufstätigen Männern in drei etwa gleich grosse Gruppen: 25.8 Prozent liegen bei 78'000 bis 104'000 Franken, 30.7 Prozent verdienen zwischen 52'000 bis 78'000 Franken im Jahr. Sehr tiefe Löhne sind selten: Nur 7.6 Prozent der Männer verdienen bei einem Vollzeitpensum weniger als 52'000 Franken.

Bei den Frauen liegt dieser Wert mehr als doppelt so hoch: 18.8 Prozent der voll berufstätigen Frauen kommt nicht über ein Jahreseinkommen von 52'000 Franken, sie müssen also mit weniger als 4300 Franken im Monat auskommen. Entsprechend wenige Frauen finden sich bei den Topverdienern: Nur 16.3 Prozent der Frauen verdienen bei 100 Prozent mehr als 104'000 Franken. Am häufigsten sind bei den voll berufstätigen Frauen Löhne zwischen 52'000 und 78'000 Franken pro Jahr. Diese Lohnklasse ist auch bei den Männern die häufigste: 36.6 Prozent der Frauen und 30.7 Prozent der Männer liegen in diesem Bereich.

Insgesamt lag der Medianlohn der Arbeitnehmenden in der Schweiz 2019 bei 68'800 Franken: Die Hälfte verdient mehr, die andere Hälfte weniger als 5733 Franken im Monat. Dabei liegt der Medianlohn der Männer mit 86'000 Franken rund 13'000 Franken höher als jener der Frauen (72'800). Ausgeprägter ist diese Schere bei den Selbständigerwerbenden: Hier liegt der Median der Männer bei 84'000 Franken, jener der Frauen bei 63'00 Franken. (wap/chmedia)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Booker 23.06.2020 21:47
    Highlight Highlight Naja das kann man sehen wie man will. Wer früher pensioniert wird - ist vermutlich eine Frau. Wer länger lebt ist vermutlich eine Frau. Wer weniger Herzinfarkte hat ist vermutlich eine Frau ...
  • Daniel Caduff 23.06.2020 17:34
    Highlight Highlight Schade, dass hier nicht mal versucht wird, eine Erklärung zu liefern!

    Ich behaupte jetzt einfach auch mal was:

    Wer 100k verdient, hat wahrscheinlich einen tertiären Bildungsabschluss.

    Wer 100k verdient, arbeitet wahrscheinlich in der Stadt.

    Wer 100k verdient, ist wahrscheinlich über 35 Jahre alt.

    Lauter lustige Wahrscheinlichkeiten...

    Merke: Korrelation ist nicht Kausalität!

    Bitte schaut doch etwas genauer hin, so dass auch Erklärung für die Messwerte gegeben werden kann. (Faktoranalysen, Standardabweichungen, Varianz....)
  • Ian Cognito 23.06.2020 13:54
    Highlight Highlight Ah neoliberale Propaganda :) Wisst ihr was man mit 100'000 CHF zu HUNDERTPROZENT nicht ist?
    Ein Arbeiter! :)
  • Nosferal 23.06.2020 13:08
    Highlight Highlight " Ausgeprägter ist diese Schere bei den Selbständigerwerbenden: Hier liegt der Median der Männer bei 84'000 Franken, jener der Frauen bei 63'00 Franken. "

    Gibt es diesbezüglich genauere Informationen? Existiert der Gender Pay Gap auch bei selbestimmten Löhnen? 🤔
    Dieser Kommentar kann Spuren von Ironie beinhalten.
  • Weltatlas 23.06.2020 12:57
    Highlight Highlight Solche Berichte, ohne fundierte Analyse der Statistiken, spalten nur unnötig die Männer- und Frauenwelt. Viel interessanter wäre es zu wissen, warum es zu einer Differenz kommt. Vielleicht gibt es triftige Gründe wie z.B. Arbeitserfahrung, Abschluss, Verantwortung, etc.
    • pali2 23.06.2020 13:53
      Highlight Highlight Genau. Solche Berichte sind komplett unnötig. Wenn ihr über ein solch komplexes Thema wie Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau schreiben möchtet, dann solltet ihr dazu auch die wissenschaftliche Literatur anschauen. Gibt ganz viele Studien, die versuchen, diese Lohnunterschiede zu erklären. Und der Titel ist auch sehr reisserisch.
  • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 11:43
    Highlight Highlight Nnnnnh!
    Es gibt keine Ungleichheit und hat nie Patriarchismus und Frauen benachteiligende Strukturen gegeben, alles tiptop.

    Das kann ich beweisen: Wenn Frauen mit 100% Arbeit 100'000 verdienen wollen, dann müssen sie einfach kurz einen Job annehen, wo sie soviel verdienen. Et voilà.

    Ist wie mit Armen, warum arm sein, wenn man auch einfach reich sein kann?

    (bitteschön, das erste geniale Argument der Relativierenden, Schönredenden, Negierenden, Provokanten, Misogynen etc. ist - Erfahrung machts - schon mal aufgebraucht, vielleicht kann man so jetzt eher eine konstruktive Diskussion führen)
  • Yella 23.06.2020 11:20
    Highlight Highlight Ich denke, dass Frauen einerseits halt in Berufen tätig sind wo die Löhne eher tief angesetzt sind und anderseits weil sich Frau in diesem Punkt zu wenig Vorbereitet wenn sie an ein Bewerbungsgespräch geht. Fast jeder Arbeitgeber fragt in einem solchen Gespräch nach was man verdienen will/möchte.

    Ich weiss noch bei meinem letzten solchen Gespräch habe ich die 'Latte' ganz oben angelegt und der Personalchef sagte nur, ja das ist aber am oberen Limit und ich erwiderte, bei mir ist es das untere :).

    Nicht übertreiben aber seinen Wert kennen und fordern, dass müssen die Frauen noch lernen.
    • Kreasty 23.06.2020 13:56
      Highlight Highlight Wow... also muss ich nur nach Mehr fragen?

      Ich, Männlich, habe bis Ende letztes Jahr ca. 60k im Jahr verdient. Im Bewerbungsgespräch mit meinem jetztigen Arbeitgeber hab ich mich auf 63k Verkauft, schlussendlich haben sie mit 78k geboten. Es liegt nicht nur daran was man fordert... Nach deiner Rechnung bin ich jetzt eine Frau? :)
    • Garp 23.06.2020 14:09
      Highlight Highlight Man könnte auch einfach eine neue fairen Lohn zahlen und auf diese leidigen Lohnverhandlungen verzichten.

      Warum sind denn die Löhne in typischen Frauenberufen so tief? Sollen Frauen denn nun eine neue Job wählen, den sie nicht machen möchten?
    • Yella 23.06.2020 17:46
      Highlight Highlight @Kreasty - lach nein natürlich nicht. Du hast dich unter deinem Wert verkauft und hattest das Glück einen fairen AG gefunden zu haben, der dir ein angemessenes Gehalt bezahlen wollte. Ich beziehe mich auf meine Erfahrung und leite seit Jahren ein Team mit ca. 20 Mitarbeitern. Bei Neuanstellungen ist es zumindest bei mir so, dass die Frauen vielfach ein kleineres ‚Wunschsalaire‘ angeben als die Herren. Warum dies so ist, weiss ich auch nicht aber es entspricht halt meiner langjährigen Beobachtung. Wir zb haben ein Budget pro Stelle mit Unter- und Obergrenze und bez. Frau/Mann nach Erfahrung.
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