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Banken

US-Finanzaufsicht fordert höhere Liquiditätsvorsoge für Grossbanken



FILE - In this June 18, 2014, file photo, Federal Reserve Chair Janet Yellen speaks during a news conference at the Federal Reserve in Washington. Economists agree with Yellen that the economy and job market still need ultra-low interest rates to support growth. Yet the latest Associated Press survey of economists shows that most also fear that the Fed will wait too long before raising rates, perhaps triggering high inflation or financial asset bubbles.  (AP Photo/Susan Walsh, File)

Fed-Chefin Janet Yellen. Bild: Susan Walsh/AP/KEYSTONE

US-Grossbanken brauchen künftig dickere Liquiditätspolster. Die Finanzaufseher fordern von den Instituten eine Notvorsorge an als sicher geltenden Wertanlagen, die kurzfristig zu Geld zu machen sind. Das beschlossen die US-Notenbank Fed und Aufsichtsbehörden wie die FDIC am Mittwoch (Ortszeit) in Washington.

Der einzurichtende Schutzwall an hochwertigen Anlagen wie Zentralbankreserven oder Staatsanleihen soll sicherstellen, dass sich die Geldhäuser mindestens über eine 30-tägige Stressperiode flüssig halten können. So soll künftig die Staatskasse verschont und zugleich verhindert werden, dass Liquiditätslücken zu Finanzkrisen werden.

Kreditmärkte froren bei der Finanzkrise ein

In der Finanzkrise 2008, als der Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers die Weltwirtschaft erschütterte, war das Misstrauen der Banken untereinander so hoch, dass die kurzfristigen Kreditmärkte komplett einfroren. Wenn sich die Akteure am Geldmarkt keine Mittel mehr leihen, droht akute Pleitegefahr.

Es spielt dann keine grosse Rolle mehr, wieviele langfristige Vermögenswerte die Institute auf den Büchern haben. Denn diese Anlagen können häufig nicht schnell genug liquidiert werden, um fällige Rechnungen zu begleichen. Weil die Grossbanken über die internationalen Finanzmärkte so stark miteinander verflochten sind, kann ein Geldhaus leicht andere mit in den Abgrund reissen.

Wer behält bei so vielen Regeln den Überblick?

Um eben dies zu verhindern, wurden Banken in der Krise mit riesigen Summen an Steuergeld gerettet. Das soll in Zukunft durch verschärfte Regulierung verhindert werden. Allerdings hat die Bankenlobby die nun nach und nach beschlossenen Regeln über Jahre zu entschärfen versucht. Viele Experten sprechen mittlerweile von einem Papiertiger.

Alleine die am Mittwoch beschlossenen Vorschriften zur Liquiditätsvorsorge bringen es auf 400 Seiten. Die noch komplexere Dodd-Frank-Gesetzesreform, mit der US-Präsident Barack Obama die Wall Street an die Leine legen wollte, hat fast 1000 Seiten. Kritiker sagen, in dem Regeldickicht behalten nur die teuren Anwälte der Finanzindustrie den Überblick. (sda/dpa)

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