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Der «Mager»-Schriftzug bei der Modekette Zara in Zürich. Bild: userinput

Nanu? «Mager»-Werbung beim Zara-Shop in Zürich – oder doch einfach nur ein fieser Scherz?



Ausgerechnet «Mager». Das ist einem watson-Leser durch den Kopf geschossen, als er am heutigen Mittwochnachmittag an der Bahnhofstrasse 66 in Zürich am ehemaligen Bally-Haus vorbei spazierte. In den berühmten «Bally-Kugeln», mit denen das Schuhgeschäft jahrelang geworben hatte, stand heute das Wort «Mager». Ausgerechnet.

Denn Bally ist längst aus- und die spanische Modehauskette Zara eingezogen. Ausgerechnet Zara also, das für seine ultraengen Konfektionsangaben mehrfach in der Kritik stand. Ist das alles nur Zufall? Diese Vermutung liegt zumindest nahe.

Denn die Kugeln wurden vor dem Einzug des Kleidergeschäfts saniert und mit roten LED-Leuchten bestückt. Damit lassen sich sämtliche Buchstaben des Alphabets und Zahlen anzeigen, schrieb die Gratiszeitung 20 Minuten Anfang 2015, als die Kugeln wieder installiert wurden. Jeden Tag würde seither ein anderes Wort angezeigt. Die Wörter – insgesamt rund 700 – seien von der Denkmalpflege und dem Amt für Kultur ausgesucht worden, schrieb 20 Minuten damals und zitierte einen Monteur: «Dabei hat man darauf geachtet, dass man keine politischen und sexistischen Wörter verwendet.»

Ein Schriftzug

Die «Bally-Kugeln» nach der Sanierung: Jeden Tag ein anderes Wort. Bild: KEYSTONE

Ob das Wort «Mager» bewusst gewählt wurde, ist unklar. Ebenso, was man beim spanischen Modehaus davon hält. Zara war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Vermarktungs-Fehltritte

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Zara-Fehltritte aus der Vergangenheit.

Auch wenn die spanische Modekette den Mager-Schriftzug kaum ausgesucht hat: Zara ist für gelegentliche Fehltritte bei der Vermarktung bekannt. Im Jahr 2007 zog das Unternehmen eine Handtasche aus dem Verkehr, die mit Hakenkreuzen verziert war. Im vorigen Jahr tauchte im Programm ein Kindershirt auf, an dessen Brust ein gelber Stern prangte. Es erinnerte an die Kleidung von KZ-Häftlingen. Und nur wenige Monate später wurden im deutschen Online-Handel «Dreifarbige Sklavensandalen» angeboten – für günstige 19.95 Euro. (meg)

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