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So reduzierst du deinen Abfall – ohne das Leben umkrempeln zu müssen

So viel Abfall wie die Schweiz produziert kaum ein Land. Die Zero-Waste-Bewegung will das ändern. Mit diesen einfachen Tipps kannst auch du – ohne dein Leben auf den Kopf stellen zu müssen – deinen «Güsel» reduzieren.



Natürlich kannst du dir dein eigenes Putzmittel zusammenbrauen, Shampooflaschen nachfüllen lassen und nur noch kleistern statt kleben. Aber auch ohne merkbare Einschnitte in dein Leben kannst du deine Abfälle spürbar vermindern.

Alternative Ausrüstung

Einkaufstasche

Benutze wiederverwendbare Taschen, die du zu Hause nicht entsorgen musst. Am besten hast du immer eine in deiner Tasche, damit du auch bei spontanen Einkäufen gewappnet bist.

Übrigens: Auch der Bäcker wird dir sein Brot gerne direkt in die Stofftasche einpacken und kann das Papier sparen.

«Gemüsesäckli»

An der Kasse bezahlst du schon jetzt fünf Rappen für die Plastiksäckli – beim Obst und Gemüse erhältst du sie noch gratis. Aber da gibt es bessere Alternativen aus umweltverträglicheren Stoffen.

Passend: The Dirty Dozen – dieses Obst und Gemüse kauft man besser immer BIO!

«Schneidbrättli»

Nicht nur schonen Holzbrättli die Klingen der teuren Küchenmesser, auch können sie kleine Schnitte durch das Keimen ausgleichen und stehen hygienetechnisch ihren Pendants aus Plastik in nichts nach. Nach seinem Ableben dient es als praktisches Brennholz oder wird einfach kompostiert.

Kellen

Bei Kochlöffeln kannst du ebenfalls auf Plastik verzichten.

Aufbewahrungs-Box

Die Essensreste nicht fortzuschmeissen ist schon mal vorbildlich. Schön und umweltschonend lässt sich das Übriggebliebene in Behältnissen aus Glas oder Metall aufbewahren.

Zero-Waste-Profis lassen sich auch das Fleisch beim Metzger in die mitgebrachten Behältnisse füllen und haben sie beim Restaurantbesuch für allfällige Reste dabei.

Trinkflasche

Zum Plastik- oder PET-Fläschli gibt es unzählige Alternativen. Tu es. Jetzt!

Kaffeebecher

Kaffee to go? Ab jetzt nur noch im hübschen Refill-Becher. Der Kaffeedealer deines Vertrauens wird ihn dir gerne füllen.

Alternative Produkte

Kaffee-Kapseln

Für die Kapselsysteme gibt es kompostierbare Kapseln, gefüllt mit hochwertigem Kaffee. Ansonsten tut's auch die Bialetti oder eine (teurere) Kolbenmaschine.

Haushaltspapier

Hast du alte Shirts, die du nicht mehr anziehst? Daraus lässt sich wunderbar «Haushaltspapier» herstellen.

Noch mehr Geschichten zum Thema Nachhaltigkeit für Zwischendurch. Danach gehts weiter mit unseren Tipps.

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Nastücher

Mein Grossvater benutzt Stoffnastücher schon seit 87 Jahren, so schlimm kann es also nicht sein.

Deodorant

Gemäss «Zero Waste Switzerland» ersetzt ein Alaunstein mindestens 20 herkömmliche Deo-Sprays.

Rasierer

Vergesst Einweg-Rasierer! Es gibt auch edlere Teile aus Metall, bei denen du nur selten eine Klinge wechseln müssen wirst. Eine kleine Investition lohnt sich – für Umwelt und Style.

Menstruationsbecher

Was auf den ersten Blick abschreckend wirken mag, ist tatsächlich eine tolle Erfindung. Der Menstruationsbecher vermindert den Abfall, ist hygienischer und kann gemäss einer Verwenderin bis zu zwölf Stunden am Stück verwendet werden.

Geschenkpapier

Ein von Anna (@amihome) gepostetes Foto am

Wie wär's, wenn du dein nächstes Geschenk in ein schönes Küchentuch wickelst? Oder ein Glarnertüechli?

Alternatives Verhalten

Abfall trennen

Dass du Papier und Karton nicht in den Müll wirfst, sollte eigentlich klar sein. Um dir das Recyclen angenehmer zu gestalten, kannst du auf Dienste wie Mr. Green zurückgreifen. Neben Klassikern wie Alu, Glas und PET holen die Recycling-Helden auch Getränkekartons, Batterien, Elektroschrott, Kaffeekapseln, PE, Plastiksäcke, Stahlblech, Korkzapfen und Tonermodule bei dir zu Hause ab.

Kleider nicht wegwerfen

Versteigere deine alten Kleider doch einfach in einem WhatsApp-Chat. Was übrig bleibt, kannst du immer noch zu Lumpen verarbeiten, zur Kleidersammelstelle oder ins Brocki bringen.

Ablaufdatum

Vertrau Mund und Nase. Nicht alles, was abgelaufen ist oder nicht mehr so schön aussieht, lässt sich nicht mehr geniessen.

Online-Rechnung

Die Zeit solch eleganter Rechnungen ist vorbei. Nicht der einzige Grund, dir die unbeliebten Briefe fortan per E-Mail zukommen zu lassen. Das spart nämlich nicht nur Papier, sondern ist bei vielen Anbietern auch günstiger.

E-Tickets

Netter Nebeneffekt: Hast du dein Ticket auf dem Smartphone, wirst du es viel weniger vergessen.

Online-News und E-Books

Stichwort: watson. ;)

So, und jetzt seid ihr gefragt: Wie reduzierst du deinen Abfall? Die Kommentare warten.

Unsere Redaktorin hat's auch mit Zero-Waste versucht – und ist ... gescheitert.

Wetten, du errätst nie, wie unser Obst und Gemüse vor 1000 Jahren ausgesehen hat?

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • JohnDoe 22.01.2017 21:28
    Highlight Highlight Gemúsesäckli... Bei tomaten evtl noch, aber eigentlich komplett unnötig, da ich das Zeug schàle oder wasche.
  • Sleepimust 20.01.2017 15:43
    Highlight Highlight Wie kann ein Holzbrättli keimen?
    • cheeky Badger 21.01.2017 09:18
      Highlight Highlight Ich denke der autor meint quellen.
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 21.01.2017 14:01
      Highlight Highlight Holzbretter sind hygienischer. Weil die Gerbsäure des Holz keimtötend wirkt. Quelle z.B. hier:
      https://www.welt.de/wissenschaft/article1208273/Schneidebrett-aus-Holz-besser-als-aus-Plastik.html
    • Darling 30.09.2017 15:03
      Highlight Highlight Bitte WAS??
      @Peter,
      Nein, das ist Bullshit!
      Geh in ein x-beliebiges Restaurant. Keines, mit einer guten hygienischen Bewertung, besitzt Holzbrettchen. Es ist grundsätzlich verboten.

      Grüsse der ganzen Gastronomie Arbeitnehmer
  • mueggy 20.01.2017 12:43
    Highlight Highlight Aufs E-Book wechseln um Abfall zu sparen? Ohne mich. Wer wirft schon Bücher weg? Und die Verpackung eines E-Book-Readers und der Reader selbst sind schlimmer für die Umwelt als Bücher die ich jahrelang Zuhause habe.

    • Martiis 20.01.2017 13:44
      Highlight Highlight Ich glaub ja auch nicht, dass eReader der Ökogeheimtipp sind, besonders wenn man nicht wirklich viel liest. Aber deren Verpackung soll das Problem sein? Die werden in einer kleinen Kartonschachtel verkauft. Wenn du bei Exlibris ein Buch bestellst, hast du schon mehr Abfall produziert. Und bei den Büchern gehts ja nicht nur um die Entsorgung, sondern auch um die Ressourcen, die es für die Produktion braucht.
    • Matrixx 20.01.2017 17:41
      Highlight Highlight Und E-Book-Reader gibts auch auf dem Handy, das sowieso in der Tasche steckt. Für spontanes Lesen bei Zugfahrten, im Arzt-Wartezimmer etc.
    • Martiis 21.01.2017 10:09
      Highlight Highlight Klar kann man das, Rendel. Aber der Onlinemarkt ist nunmal fester Bestandteil des Buchhandels. Deswegen finde ich es schon merkwürdig mit der Verpackung des eReaders zu argumentieren, die ja eben nur einmalig anfällt.
  • Deathinteresse 20.01.2017 10:52
    Highlight Highlight Einen Grossteil davon mache ich bereits. Nach einer anfänglich Gewöhnungsphase ist es eigentlich völlig easy.
    Das Abfallreduzieren bräuchte einfach ein cooleres, sexier Image dann würden auch mehr Leute einen Effort machen.
  • Matrixx 20.01.2017 10:11
    Highlight Highlight Selbst wenn ich all diese Punkte einhalte, gehts nicht mit Zero-Waste. Da wären tonnenweise Werbung, die im Briefkasten landet (trotz "Keine Werbung"-Aufkleber). Und Pakete, die immer hübsch verpackt in einer 20 Liter Schachtel mit 19.5 Liter Luft und 0.5 Liter Ware ankommen.
    • Lami23 20.01.2017 20:45
      Highlight Highlight Sagt ja auch niemand, dass es so ist. Das ist auch nicht nötig, wenn alle reduzieren.
  • Madison Pierce 20.01.2017 09:59
    Highlight Highlight Alu, Glas, PET, Batterien etc. getrennt sammeln ist ja schon Standard. Bei uns gibt es seit einigen Jahren ein neues Angebot: für 2 Fr. kann man einen 60 Liter-Sack kaufen, in welchen man fast alle Kunststoffe tun kann. Diesen kann man dann in der Recycling-Sammelstelle abgeben.

    Seither haben wir als Haushalt mit zwei Personen noch einen 35 Liter-Sack normalen Kehricht pro Monat.
    • Deathinteresse 20.01.2017 10:57
      Highlight Highlight Oh das will ich auch!
      Meine Stadt könnte also noch recht Fortschritte machen punkto Abfall. Z.B. gibt es eine Gebindepflicht für Grünabfall. Das heisst man braucht so einen riesen Container und kann nicht den Komposteimer o.ä. rausstellen.
      Da ich anscheinend die Einzige mit Grünabfall bin bei mir im Haus, ist mein Säckli also jeweils alleine in diesem Container. Absurd.
    • Homes8 20.01.2017 11:45
      Highlight Highlight Bei uns in der Sammelstelle gibts auch einen Kontainer für Tetra-Packungen und eben auch Säcke für Rec.-Plasticabfälle. Verpackungs-Folien können ohne Sack gratis in einen Kontainer entsorgt werden. Wenn man Jogurtbecher etc. ein bischen Stappelt und dann presst gehts ewig bis ein Rec.Sack voll ist. Das einzige Problem was bei mir im normalen Abfall landet sind bei mir Alubeschichtete Folien von zB. Chips, gesalzene Nüssli.
    • danmaster333 20.01.2017 12:21
      Highlight Highlight Bei uns gibts das Kunststoffsäckli auch. Auch unsere Sammelstelle hat alles mögliche getrennt (Nespressokapseln, Kork, Styropor etc.). Der Witz dabei: Die meisten sind sich zu gemütlich um das ganze mit einem Leiterwägeli o.ä. zu transportieren und kommen mit dem Auto.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter Sahli 20.01.2017 09:57
    Highlight Highlight Auch wenn Herr Aeberli das hölzerne Schneidbrett als praktisches Brennholz anpreist, die Dinger gehören am Ende ihres Lebens in die Kehrrichtverbrennungsanlage und nicht ins heimische Cheminée! Genauso wie auch alle anderen brennbaren Abfälle nicht zuhause verbrannt werden dürfen/sollen!
    • El Vals del Obrero 20.01.2017 10:59
      Highlight Highlight *Wenn* das Holz des Schneidbrettchens nicht irgendwie chemisch behandelt oder imprägniert sind, spricht doch nichts dagegen?

      Weiss aber nicht, ob das bei Schneidbrettchen zutrifft.

      Das man kein behandeltes Holz oder gar sonstige Abfälle selber verbrennen darf ist schon klar.
    • Homes8 20.01.2017 11:26
      Highlight Highlight Das Brettli ist höchstens "geölt" wenn überhaubt. Lack würde splittern beim schneiden.
      Orangen und Manderinlischalen trockne ich in der Regel auf der Heizung. Duftet gut. und lässt sich gut als "Affüri" im Papiersäckli verwenden. Eventuel mit Erdnüsslischalen und Glacestängeli, Holzzahnstocher ergänzen. Baumnuss-Schalen explodieren, diese nicht verbrennen.
    • Walter Sahli 20.01.2017 11:26
      Highlight Highlight Doch, es darf nur unbehandeltes Holz (also nur das, was aus dem Wald kommt) selber verbrannt werden...wenn es gut getrocknet ist. Das Schneidbrett ist ein Industrieprodukt und gilt somit nicht als unbehandelt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kommemtar 20.01.2017 09:40
    Highlight Highlight Bei uns in der WG ist der grösste Abafllposten dir Bierflaschen/Dosen (klar werden die nicht in den Normalen Abfall, sondern in die Sammelstelle).

    Ich frage mich jedoch, ob es hier Alternativen gibt?
    ausser den Pfandflaschen habe ich noch nichts schlaues entdeckt.
    • Madison Pierce 20.01.2017 10:55
      Highlight Highlight Für eine WG bietet sich natürlich eine Zapfanlage an. 50 Liter Fass und Gasflasche, beides wieder-befüllbar. Kein Abfall mehr.

      Und da sechs Bier eine Mahlzeit sind, gibt es auch keinen Abfall von Fertiggerichten mehr. :)
    • Binnennomade 23.01.2017 00:09
      Highlight Highlight Warum denn nicht Pfandflaschen?
  • demokrit 20.01.2017 09:00
    Highlight Highlight Ein E-Reader ökologischer als ein Bücher... Aber sicher! *Ironie-off*
    • abeja 20.01.2017 09:46
      Highlight Highlight Ein e reader ist erst nach ca.40 bücher ressourcenschonend. Zumindest für bücher macht es sinn, diese in der bib oder von kollegen auszuleihen:)
    • demokrit 20.01.2017 10:03
      Highlight Highlight Verbraucht er nach 40 Büchern etwa keinen Strom mehr? Ist der Plastikschrott neuerdings recyclingfähig? Check.
    • Blaugrana 20.01.2017 10:04
      Highlight Highlight Fair enough - kann man drauf verzichten und stattdessen halt Handy oder Laptop benutzen. Wird auch nicht umweltschonend hergestellt, schon klar, aber findet sich wahrscheinlich sowieso schon in jedem Haushalt in der Schweiz...
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