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Mit Psylos gegen Depressionen: Zürcher Forschende entdecken neuen Nutzen der Zauberpilze

High und trotzdem stabil – Forschende der Universität Zürich haben herausgefunden: Aus dem Zauberpilz lässt sich ein Stoff gewinnen, der in der Meditation äusserst hilfreich ist.



Psilocybin ist ein halluzinogener Stoff, der in den sogenannten Zauberpilzen steckt. Er wirkt ähnlich wie die Droge LSD. Konsumenten berichten von Rauscherlebnissen. Die dabei typischen Wahrnehmungszustände gleichen denen in der Achtsamkeitsmeditation. Sie können unter anderem zu Stressabbau und anhaltenden Glücksgefühlen führen.

Wie die Universität Zürich (UZH) am Donnerstag mitteilte, gelang Forschenden an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) der Beweis, dass der Stoff Psilocybin nicht nur Glücksgefühle hervorruft, sondern auch die negativen Begleiterscheinungen von halluzinogenen Stoffen eindämmen kann.

small poisonous mushrooms toadstool group psilocybin - Bilder

Bild: shutterstock.com

Normalerweise führt der Konsum von halluzinogenen Stoffen zu wiederkehrenden negativen Gefühlen zu sich selbst. Charakteristische Merkmale von psychischen Störungen wie Depressionen können ebenfalls auftreten.

Kein Placebo-Effekt beim Zauberpilz

Bei dem fünftägigen Testverfahren der PUK nahmen 40 Personen teil. Am vierten Tag erhielten sie nach einem sogenannten Doppelblindgutachten entweder eine Einzeldosis Psilocybin oder ein Placebo (Scheinmedikament) verabreicht.

Mit diversen Messungen konnten die Forschenden zeigen, dass die Meditation positive Effekte des Psilocybins steigerte. Zugleich wirkte der Stoff den belastenden Aspekten der psychedelischen Erfahrung entgegen.

Positive Effekte halten auch längerfristig an

Auch vier Monate nach dem Testverfahren zeigten die Teilnehmer, welche Psilocybin eingenommen hatten, ein positiveres psychosoziales Verhalten, so die PUK.

UZH-Psychiatrieprofessor Franz Vollenweider, der die Studie leitete, kommt zum Schluss: «Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Achtsamkeitstraining die positive Wirkung einer Einzeldosis Psilocybin verstärkt.» Das Verfahren könne zu mehr Empathie bei den Teilnehmenden führen.

Die PUK verspricht sich von den Ergebnissen neue therapeutische Perspektiven, etwa zur Behandlung von Depressionen. (sda)

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • reto74 25.10.2019 20:10
    Highlight Highlight Alk saufen ist ja bekanntlich legal und unterstützt die Wirtschaft weil legal......die Folgen sind ja bekannt.
    Bei Hanf und Mushrooms wird man jedoch sofort als Drögeler abgestempelt, meinerseits ist noch keine heilende Wirkung von Alk bekannt. Warum also diese Diskriminierung?
  • THEOne 24.10.2019 16:37
    Highlight Highlight mkultra lässt grüssen.... nur diesmal im zivilen bereich😁
  • Kiro Striked 24.10.2019 15:03
    Highlight Highlight Los jetzt endlich Legaliseren.

    Das selbe beim Cannabis... Seit jahren überwiegen die Positiven Effekte die Negativen. Alkohol hat in Trinkform keine Positiven Effekte (im Gegenteil). Tabak hat auch keine Positiven Effekte (im Gegenteil) da Nikotin nur eine Abhängigkeit schafft und man isch dann entspannter fühlt. Sind aber legal.

    Alle anderen Sachen sind illegal, obwohl man ihnen wirklich Positive Wirkungen zuschreiben kann? Hat der Staat solche grosse Angst davor, dass Menschen plötzlich friedlicher werden? Oder weniger Depressionen haben?
  • DerSchöneVomLande 24.10.2019 14:56
    Highlight Highlight Irgendwie hab ich jetzt lust auf pilze :-)
  • luckier than luke 24.10.2019 14:39
    Highlight Highlight Noch wichtig zu wissen, es ist keine neue Erkenntnis. Bereits in den 60ern gab es grossangelegte Studien in den USA, welche grossen Nutzen in vielen Bereichen festgestellt haben. Richtig begleitete Trips, können extrem wirkungsvoll sein. Infolge der Verbote durch die Regierung von Ronald Reagan ist es leider in den Untergrund gerückt. Seit Anfang 2000 gibts es wieder mehr Untersuchungen. Ich empfehle das Buch "verändere dein bewusstsein" von Michael Pollan.
    Auf WOZ gibt es auch einen interessanten Artikel dazu
  • HAL9000 24.10.2019 14:25
    Highlight Highlight Das ist schon lang bekannt.

    Nichts Neues und es ist immer noch illegal.
  • DruggaMate 24.10.2019 13:41
    Highlight Highlight Nur her mit den Pilzen!
  • Eddie_868 24.10.2019 13:24
    Highlight Highlight Ist dies nicht bereits seit Huxley bekannt? Trotzdem schön öffnet sich die Forschung wieder diesem Gebiet, auch durch die erhöhte Akzeptanz in der Bevölkerung.
  • luckier than luke 24.10.2019 13:04
    Highlight Highlight Wichtig zu wissen, es ist keineswegs eine neue Erkenntnis. Bereits in den 60er gab es Studien in den USA die klar belegten, dass richtig begleitete Trips einen enormen Nutzen haben in vielen Bereichen. Es gab unzählige grossangelegte Studien etc. Leider wurde durch das Verbot von Ronald Reagan nicht mehr weitergeforscht. Es blüht aber langsam wieder auf.
    Wenn interessiert, unbedingt das Buch von Michael Pollan "Verändere dein Bewusstsein" lesen. Hier ein guter WOZ Artikel dazu https://www.woz.ch/-9b95
  • just sayin' 24.10.2019 12:58
    Highlight Highlight die erkenntnisse sind nicht neues, sondern jahrhunderte (tausende?) alt.

    sie wurden jetzt einfach in einem klinischen umfeld dokumentiert.
  • Luki-Peng 24.10.2019 12:57
    Highlight Highlight "Normalerweise führt der Konsum von halluzinogenen Stoffen zu wiederkehrenden negativen Gefühlen zu sich selbst. Charakteristische Merkmale von psychischen Störungen wie Depressionen können ebenfalls auftreten."

    Dieses 'Normalerweise' wage ich stark zu bezweifeln.. Quelle?
  • PJ Wassermann 24.10.2019 12:47
    Highlight Highlight Weshalb "Psylos" mit Ypsilon? Es geht um Psilocybin, es müsste also "Psilos" heissen.

    Ein etwas wirrer Artikel: "... der Beweis, dass der Stoff Psilocybin nicht nur Glücksgefühle hervorruft, sondern auch die negativen Begleiterscheinungen von halluzinogenen Stoffen eindämmen kann." Psilocybin ist doch selber ein halluzinogener Stoff, wenn man den irreführenden Ausdruck "halluzinogen" überhaupt benutzen will.
  • Me, my shelf and I 24.10.2019 12:35
    Highlight Highlight Psylos und LSD sind sowieso grundlos illegal, schaden einiges schwächer als Alkohol.
    • tzhkuda7 24.10.2019 16:52
      Highlight Highlight Vorsicht, die Menge macht das Gift!

      Kann ich also auch erfahrungstechnisch nicht bestätigen. Zwei Kollegen von der Jugendzeit haben sich knapp 5 Wochen (Sommerferien) jeden Tag einen Filz geschmissen und mussten beide in die Klapse (durch eltern eingewiesen)

      Resultate waren:

      - Verfolgungswahn (plötzliches umdrehen während
      Gesprächen)
      - Konzentrstionsdefizite (über mehrere Sekunden hin wie "weg" mehrfach)
      - Starke aggressionen (einer der beiden stach mit einem Messer auf seinen besten freund ein weil er ihn für eine Bestie hielt die ihn fressen wollte...

      Wohl bemerkt jeweils nach dem Trip
    • Me, my shelf and I 24.10.2019 17:44
      Highlight Highlight Klar, Paracelsus und so! LSD ist nur wenn Set, Setting und Dosis verantwortungsvoll gewählt sind wirklich ungefährlich. Es macht im Hirn mehr als Alk, hintetlässt bei Gebrauch nicht oft im Jahr allerdings keine (0) bleibenden Schäden (im Gegensatz zu Alk).

      Nur eine Interessensfrage, jeden Tag trippen, wie ging das? Um die gleichen Effekte zu bekommen müsste man an jedem Tag die Dosis des letzten Tages doppeln... Schon am 12. Tag wären die bei 2048 Filzen gewesen. What?
    • tzhkuda7 24.10.2019 20:00
      Highlight Highlight Bist du sicher das man doppeln muss? Am Summer never ends oder Burning Mountain waren die auch jeweils jeden tag gebacken und nahmen nur einen/Tag.

      Wirklich weniger "flädi" waren sie am 4. Tag ohne jeweilige Verdopplung nämlich auch nicht gegenüber den ersten drei Tagen xD Konnte zumindest nicht feststellen, das bei gleicher Menge die Wirkung abnahm, vielleicht ist das Subjektiv, die hatten für mich die ganzen 4 Tage dasselbe Rad am stehen auch ohne Dopplung ;D Ist als nur bekiffter dann ziemlich lustig gespräche zu führen ^/^

    Weitere Antworten anzeigen
  • Tomlate 24.10.2019 12:33
    Highlight Highlight Mir hat das schon immer geholfen.
  • Ritiker K. 24.10.2019 12:26
    Highlight Highlight Und jetzt ab aus die Wiese.

    Im Moment muss man noch relativ hoch rauf um zu finden. Es hat aber schon.

    Man muss sich aber bewusst sein, dass das Sammeln (Besitzen und Konsumieren) von Spitzkegligen Kahlköpfen verboten ist.





    • Zinni 24.10.2019 12:47
      Highlight Highlight Würde ja vielleicht mal probieren. Aber ich habe bisher weder pilze gefunden (nichtmals speisepilze), noch habe ich ahnung von zubereitung, dosierung und konsum :D ...nichts weiss ich.
    • Ritiker K. 24.10.2019 12:56
      Highlight Highlight Ich empfehle, mit einer Person zu gehen, die die Pilze kennt. Die Verwechslungsgefahr ohne Kenntnisse ist relativ hoch, da es recht ähnliche Doppelgänger gibt und mit einem Fotovergleich wird das relativ schwierig. Selten ist der Pilz jedoch nicht und die Merkmale sind eindeutig.

      Auch ein 'Flugbegleiter' empfehle ich bei Personen, die es nicht kennen.
    • just sayin' 24.10.2019 12:59
      Highlight Highlight @Ritiker K.

      "Im Moment muss man noch relativ hoch rauf um zu finden. Es hat aber schon."

      jura reicht ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • DCCB 24.10.2019 12:22
    Highlight Highlight Das entspricht genau meiner Erfahrung. Schön, dass dies nun in einer Studie 'belegt' wurde. Daher mochte ich auch lieber Pilze als LSD ;)
  • Simon Probst 24.10.2019 12:13
    Highlight Highlight Der Nutzen ist spätestens seit Albert Hofmann bekannt. Wieso LSD verboten ist, sollte man mal die Pharmabranche fragen. es ist kein geheimnis, dass psylocibin für die psyche öffnend und heilend wirkt, währen psychopharmaka die psyche unterdrücken und verschliessen.

    Es gibt schon lange Therapeuten welche mit LSD arbeiten, und leute heilen. Leider sind diese kriminalisiert, und man muss tief in die wälder reisen um diese wunderbaren leute zu treffen.
  • Count Suduku 24.10.2019 12:11
    Highlight Highlight Ich finde man sollte sie Verbieten, weil wer weiss schon genau warum aber Drogen sind schlecht, ausser Alkohol und Tabak weil aus Gründen die ich mit Hinweis auf die Staatlich Sicherheit nicht nennen darf.
  • Bär73 24.10.2019 12:04
    Highlight Highlight Naja....das habe ich vor 30 Jahren schon rausgefunden. Ohne zu studieren 😂
    • HAL9000 24.10.2019 14:26
      Highlight Highlight Probieren geht über studieren =D
    • just sayin' 24.10.2019 14:49
      Highlight Highlight hell yeah!

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