Wissen
Google

Agnès Varda: Die Regisseurin, die die neue Welle des Films einläutete

Agnès Varda: Die Regisseurin, die die neue Welle des Films einläutete

14.12.2023, 10:0314.12.2023, 10:03

Wer heute schon etwas gegoogelt hat, wird ein hübsches Doodle bemerkt haben. Eines, das die Filmmacherin Agnès Varda zeigt.

Google Doodle Agnès Varda
Bild: screenshot: google

Das Doodle zeigt die Künstlerin auf der linken Seite als junge Frau mit Filmkamera und rechts als älter gewordene Dame beim Fotografieren. Ihre Leidenschaft galt nämlich beiden Formaten. Das Doodle wird ihr heute gewidmet, weil sie am 13. Dezember 2014 von der Europäischen Filmakademie mit einem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden war.

Agnès, die eigentlich Arlette hiess, wurde am 30. Mai 1928 in Brüssel als Tochter einer Französin und eines Griechen geboren. Als sie 12 Jahre alt war, zog die Familie nach Frankreich, wo Agnès später Kunstgeschichte und Fotografie studierte. Die Arbeit als Fotografin inspirierte sie schliesslich für ihren ersten Film: «La Pointe Courte» – eine Mischung aus Dokumentarfilm und Fiktion. Von da an brach sie immer wieder die gängigen Regeln der Branche und läutete somit die «Nouvelle Vague», die neue französische Welle, ein.

HOLLYWOOD, CA - NOVEMBER 10: Agnes Varda speaks onstage at the 'World Cinema Master In Conversation: Agnes Varda' at AFI FEST 2017 Presented By Audi at the Egyptian Theatre on November 10, 2 ...
Varda spricht an einem Podium, 2017.Bild: Getty Images North America

Das Ergebnis ihres Schaffens sind über 40 Filme, die sich oftmals um die Komplexität des Menschen drehen. Sie setzte sich hinter und auch neben der Kamera für Frauenrechte ein und bezeichnete sich selbst als Feministin.

Die Inspirationen für ihre Filme fand sie am liebsten im echten Leben, wie sie dem «Guardian» einst verriet. «Als ich jung war, wurde eine neue Art zu Schreiben erfunden – durch James Joyce, Hemingway, Faulkner. Und ich dachte mir, wir müssen dafür eine Struktur fürs Kino finden. Ich kämpfte für radikales Kino und setzte dies mein ganzes Leben lang fort.»

Neben vielen weiteren Auszeichnungen erhielt Varda 2017 als erste Frau einen Oscar für ihr Lebenswerk. Zwei Jahre später erlag sie im Alter von 90 Jahren einer Krebserkrankung und starb in Paris. (anb)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
61 Memes, die du nur verstehst, wenn du ein Film-Nerd bist
1 / 63
61 Memes, die du nur verstehst, wenn du ein Film-Nerd bist
quelle: imgur
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Nothing, Forever»: So sieht eine KI-generierte Sitcom aus, die unendlich läuft
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Die Frage, warum es überhaupt etwas gibt, kann die Physik nicht beantworten»
Als «ein seltenes Exemplar» wurde der renommierte Wissenschafter Heino Falcke schon bezeichnet. Denn er ist nicht nur Astrophysiker, sondern auch tiefgläubig. Ein Gespräch über Gott, Leben im Kosmos und den Beginn und das Ende von allem.
Herr Falcke, wer sich wie Sie mit den Grenzen des physikalisch Möglichen beschäftigt, landet unweigerlich bei den grundlegendsten aller Fragen: Warum gibt es überhaupt etwas – das Universum, die Erde, uns – und nicht einfach nichts?
Heino Falcke: Das müssen Sie den lieben Gott fragen (lacht). Wissenschaftlich können wir nur beschreiben, wie aus etwas, das schon da ist, etwas Neues wird. Es braucht immer einen Anfangszustand, der durch Naturgesetze weitergeführt wird. So entstehen aus dem Urknall Galaxien, Sterne und irgendwann die Welt, die wir kennen. Aber die grundlegende Frage, warum es überhaupt etwas gibt, kann die Physik nicht beantworten. Da stösst sie an ihre Grenzen.
Zur Story