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Marie Tharp – was das heutige Google Doodle so speziell macht

Warum das heutige Google Doodle ganz besonders ist

Das Google Doodle von heute ist der Geologin Marie Tharp gewidmet. Sie war massgeblich an der Entdeckung des Rift Valleys beteiligt. Bis zu dessen Anerkennung war es aber ein langer Weg.
21.11.2022, 11:36

Wer heute auf das Google Doodle – die grafische Veränderung des Logos auf der Google-Startseite – klickt, wird mit einer interaktiven Video-Slideshow überrascht. Damit ehrt Google die Geologin und Kartografin Marie Tharp, die am 21. November 1998 als eine der bedeutendsten Kartografinnen des 20. Jahrhunderts ausgezeichnet wurde.

Google Doodle Marie Tharp November 2022
Bild: screenshot: google

Dass Google die Geschichte einer wichtigen Person über interaktive Slides erzählt, ist neu. Die Nutzer werden beispielsweise dazu aufgerufen, die Punkte mittels Klick richtig zu verbinden, um der Kartografin zu helfen.

Auf dem oben abgebildeten ersten Bild ist die Amerikanerin dabei gezeigt, wie sie in ihrem Büro eine Karte skizziert. Im Hintergrund ist eine grosse Karte zu sehen, links in Bild sieht man ein Bücherregal.

Der lange Weg zur Anerkennung

Als Tharp in den 50er-Jahren ihre Arbeit begann, waren die Länder der Erde grösstenteils bereits kartografiert – die Ozeane jedoch fehlten. Mittels Sonar wollte man nun auch diesen erforschen und kartografisch zeichnen. Sonar ist eine Technik, die es durch Schallimpulse auch unter Wasser schafft, Dinge zu verorten. Weil Frauen damals aber nicht gerne auf Schiffen gesehen wurden, musste die Kartografin sich bei ihrer Arbeit komplett auf die Daten ihres Kollegen Bruce Heezen verlassen.

Anhand ihrer Zeichnungen erkannte sie, dass es sich beim kartografierten Bereich um ein Rift handeln musste – dies wäre ein Indiz dafür, dass es die Kontinentalverschiebung gibt. Weil die Wissenschaft anno dazumal noch nicht wirklich von der Idee der Kontinentalverschiebung angetan war, musste Tharp ihre Aufzeichnungen wieder von vorne beginnen. Als auch beim zweiten Anlauf deutlich ein Rift zu erkennen war, schloss sie sich mit ihrem Kollegen Howard Foster zusammen.

Foster hatte in derselben Region Erdbeben untersucht. Als die beiden ihre Karten übereinander legten, erkannten sie, dass die Muster übereinstimmten. Dieses Argument überzeugte dann auch Bruce Heezen und sie begannen, ihre Ergebnisse in Vorträgen aufzuzeigen.

Die letzten skeptischen Stimmen wurden dann mittels neuerdings möglichen Unterwasseraufnahmen überzeugt – denn auch die belegten die Existenz des Mittelatlantischen Rückens und des Rift Valleys.

Dieses Google Doodle reiht sich ein in eine ganze Serie von historisch relevanten Frauen – die zu ihrer Zeit aber kaum als diese anerkannt wurden –, die Google in den letzten Monaten ehrte.

(anb)

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