Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schöne Gesichter bringen (augenscheinlich) Vorteile bei der Evolution mit sich



Bei Gesichtern reichen schon kleine Unterschiede aus, um die Aufmerksamkeit des Gegenübers unbewusst auf das als schöner empfundene zu lenken. Das hat ein Forschungsteam an der Universität Wien mit Hilfe von Augenbewegungsmessungen herausgefunden. Die Schlussfolgerung: Attraktivität habe sich in der Evolution des Menschen als vorteilhaft erwiesen.

Fast jeder habe einen Sinn für Schönheit bei Gesichtern, das sei sogar bei Neugeborenen nachgewiesen. Warum, sei aber nicht restlos geklärt, berichteten die Forscher am Donnerstag. «Die Annahme liegt nahe, dass sich der Sinn für Schönheit deshalb entwickelte, weil er einen evolutionären Vorteil bot», sagte Helmut Leder von der Universität Wien.

Verräterische Augen

Entsprechend dieser Annahme steht Schönheit nicht nur mit vorteilhaften Genen in Verbindung, sondern wirkt belohnend und anziehend auf uns – ein Mechanismus, der die Fortpflanzung der Spezies sichert.

Die Wissenschaft weiss: Das sind die 10 perfekten Frauengesichter

Das Forschungsteam hat den Zusammenhang zwischen unserer Aufmerksamkeit und der Schönheit von Gesichtern untersucht. Die Augenbewegungen von Personen wurden aufgezeichnet, während sich diese eine Reihe von Bildern ganz gewöhnlicher Strassenszenen ansahen.

Das sind die zehn perfekten Männergesichter

«Dabei waren jeweils zwei Personen auf den Bildern abgebildet, die sich anhand ihrer Schönheit auf natürliche Weise voneinander unterschieden. Anhand statistischer Verfahren konnte schliesslich der Zusammenhang zwischen dem Blickverhalten und den individuellen Schönheitsbewertungen analysiert werden», erklärte Leder.

Kleine Unterschiede, grosser Effekt

Es bestätigte sich, dass Gesichter überproportional oft und lange die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Obwohl sie durchschnittlich nur knapp sechs Prozent der Gesamtfläche der Szenen einnahmen, fiel der Blick zu 71 Prozent auf eines der beiden Gesichter. Frauengesichter wurden länger angesehen als Männergesichter, sowohl von Männern als auch von Frauen.

Frauen-Porträts aus aller Welt – weil Vielfalt wahre Schönheit ist

Neu sei, dass sehr kleine Unterschiede in der Schönheit ausreichen, um Abweichungen in der Betrachtungsdauer messbar zu machen. «Unsere Aufmerksamkeit wird damit ganz automatisch auf das gelenkt, was wir als schön empfinden – ganz ohne darüber nachdenken zu müssen», sagte Co-Autorin Aleksandra Mitrovic.

Dieser Effekt wirkte bei Frauen stärker beim Betrachten von Männergesichtern, während bei Männern Frauengesichter einen stärkeren Widerhall hervorriefen. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich der Sinn für Schönheit tatsächlich als evolutionäre Konsequenz entwickelt hat, schlussfolgerten die Forscher.

(sda/apa)

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

156
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

145
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

156
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

145
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

Themen
4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Matrixx 26.08.2016 06:41
    Highlight Highlight Und was für Bilder wurden in dieser Studie gezeigt?
    Schneewittchen gegenüber Quasimodo?
  • lilie 25.08.2016 22:09
    Highlight Highlight Das ist wieder eine Studie, deren Löcher von Weitem zu erkennen sind: Es ist unmöglich, dass subjektiv empfindene Schönheit evolutorisch entstanden ist, denn verschiedene Völker empfinden verschiedenes als schön.

    Somit ist das eine kulturelle und keine biologische Geschichte.

    Übrigens hat der Mensch ein Hirnareal, das ausschliesslich der Analyse von Gesichtern dient. Deshalb schauen wir Gesichter auf einem Bild automatisch genauer an.
    • Menel 26.08.2016 10:32
      Highlight Highlight Es gibt Schönheitsideale, die sind kulturunabhängig. Das ist zB der Sinn für Symmetrie oder das Taille-Hüftverhältnis.
    • lilie 26.08.2016 11:54
      Highlight Highlight @Menel: Schon. Aber mit dieser Studie ist das nicht nachzuweisen, weil A) sämtliche getesteten Vesuchspersonen Psychologiestudenten der Universität Wien waren und B) nur kaukasische Gesichter als Versuchsmaterial dienten.

      Um einen kulturübergreifenden Effekt nachzuweisen, braucht es kulturübergreifende Probanden und kulturübergreifendes Versuchsmaterial!

      Hier die Studie im Original: http://m.ipe.sagepub.com/content/7/4/2041669516664355.full

Die Schweizer Schüler sind nur Mittelmass – wie gut schneidest du im Pisa-Quiz ab?

Die Ergebnisse der jüngsten Pisa-Studie geben ein wenig schmeichelhaftes Bild von den schulischen Fähigkeiten der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler hierzulande ab. Im Lesen sind sie schwächer als der OECD-Durchschnitt.

Über die Hälfte der Mädchen und 60 Prozent der Knaben lesen nicht mehr freiwillig. In Naturwissenschaften und Mathematik scheiden die 15-jährigen Schweizer zwar noch etwas besser ab als der OECD-Durchschnitt. Doch im Vergleich zur letzten Studie aus dem Jahr 2015 waren die …

Artikel lesen
Link zum Artikel