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Eine Visualisierung eines Flugzeugs mit Sabre-Antrieb. Bild: pd

In vier Stunden um die halbe Welt – und das auch noch ohne Kerosin: Das steckt dahinter

Mit fünffacher Schallgeschwindigkeit innert weniger Stunden ohne Kerosin nach Australien. Was unmöglich klingt, soll dank eines neuartigen Wasserstoff-Antriebs einer britischen Firma möglich werden.

Bruno Knellwolf / ch media



In viereinhalb Stunden von London nach Sydney. Unmöglich, denkt man. Doch das britische Unternehmen «Reaction Engines» verspricht genau dies dank einer neuartigen Flugtechnik.

Die ersten Tests des wichtigsten Teils des Antriebs in den USA sind gelungen und jetzt hat das im Jahr 1989 von drei Rolls-Royce Ingenieuren gegründete Unternehmen damit begonnen, in Schottland nach einem Testflughafen für den ultraschnellen Überschallantrieb Ausschau zu halten.

Concorde ist hart gelandet

Dies, obwohl das Fliegen schneller als der Schall mit dem Grounding der Concorde eigentlich für tot erklärt worden ist. Das britisch-französische Überschall-Verkehrsflugzeug war mit rund zweifacher Schallgeschwindigkeit, mit 2400 km/h unterwegs und erreichte New York von London aus in drei Stunden.

Doch ein schwerer Unfall in Paris am 25. Juli 2000 war der Anfang des Endes des Prestige-Flugzeugs. Auf der Flugpiste liegende Metallteile hatten beim Start der Concorde deren Tank beschädigt, das Flugzeug stürzte ab und 113 Menschen starben.

Am 24. Oktober 2003 hob die letzte Concorde ab, deren Niedergang aber nicht nur mit diesem Unfall zu tun hatte. Die Kosten waren zu hoch, wie auch der Energieverschleiss, die Umweltbelastung und der Lärm, welches das schnelle Flugzeug verursachte. Das Fliegen für den Passagier war nicht nur teuer, sondern sogar unbequem, weil die Sitze eng geschnitten waren im gezwungenermassen aerodynamischen Flugzeug.

Mit 6300 km/h

Doch nun soll mit «Reaction Engines» alles anders werden. Und zwar dank dem Antrieb «Sabre», der ursprünglich dafür gedacht war, mit einem Raumgleiter Satelliten und Menschen ins All zu befördern. Gerade auch für die nächste Generation von wieder verwertbaren Trägerraketen. Die Technik soll gemäss dem britischen Unternehmen auch für Passagierflugzeuge eingesetzt werden.

Während Jet-Flugzeuge allerhöchstens mit Mach 3, also mit dreifacher Schallgeschwindigkeit unterwegs sein könnten, habe die Luft-Ansaug-Technik Sabre die Möglichkeit, mit Mach 5.4 zu fliegen, mit über 6300 km/h.

Stelle man auf Raketenmodus, seien im All mit Sabre sogar Mach 25 möglich, erklärt die britische Firma. Mach 5 ist mehr als doppelt so schnell wie eine Concorde und 50 Prozent schneller als die SR-71 Blackbird, das schnellste Flugzeug der Welt.

Mehr über den Antrieb:

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Video: other_external/zvg

Was unwahrscheinlich tönt, hat die ersten Testhürden der Schlüsseltechnologie des speziellen Antriebs übersprungen, wie die britische Firma am Mittwoch gemeldet hat.

Sabre steht für «Synergetic Air-Breathing Rocket Engine», deren in den USA getestete Schlüsseltechnologie ein Vorkühler ist, eine Pre-Cooler. Denn wenn ein Flugzeug mit Sabre-Antrieb mit Mach 5 durch die Erdatmomsphäre fliegt, heizt sich die Luft, die in den Antrieb strömt, extrem auf. Auf mehr als 1000 Grad Celsius.

Das bringt den Stahl zum Glühen und Teile des Triebwerks zum Schmelzen. Deshalb muss die Luft innerhalb eines Sekundenbruchteils mit dem Vorkühler auf minus 120 Grad gekühlt werden. Danach wird die gekühlte Luft im Antrieb mit Wasserstoff komprimiert, bleibt ungefährlich und treibt das Flugzeug an.

Die Tests die vergangene Woche in Colorado abgeschlossen wurden, haben gezeigt, dass der Vorkühler im Triebwerk die Temperatur, die bei einer Geschwindigkeit von Mach5 entsteht, wie gewünscht runterkühlen kann.

Vorkühler ist entscheidend

Der Vorkühler ist einer von den drei entscheidenden Bauteilen des Sabre-Antriebs. Daneben ermöglichen das Kerntriebwerk und die Brennkammer eine dermassen hohe Beschleunigung. Alle drei Komponenten können am Boden einzeln getestet werden.

Die erfolgreiche Testreihe des Vorkühlers in den USA sei ein Meilenstein in der Entwicklung dieses Antriebs, sagt Mark Thomas, CEO von «Reaction Engines». Diese ermögliche nicht nur den hyperschnellen Flugverkehr, sondern zum Beispiel auch die Hybrid-elektrische Fliegerei dank des integrierten Hitze-Managements im Sabre-Antrieb.

Fliegen in 25 Kilometer Höhe

Denn der Sabre-Antrieb soll nicht nur viel schneller sein als der Jet-Antrieb, sondern auch effizienter, was in Flugscham-Zeiten ein wichtiger Aspekt ist. Zum einen soll das Überschall-Flugzeug deutlich höher fliegen als herkömmliche Flugzeuge. Hoch oben ist der Luftwiderstand geringer als auf der normalen Flugbahn von 10 Kilometer Höhe, womit Treibstoff gespart wird.

Allerdings darf das Passagierflugzeug auch nicht zu hoch fliegen, weil sonst der Sauerstoff fehlt, der für die Verbrennung mit dem mitgeführten Treibstoff Wasserstoff nötig ist. Ideal wären etwa 25 Kilometer Höhe.

Genau die Nutzung des vorhandenen Sauerstoffs aus der Luft macht den Sabre-Antrieb wirtschaftlich. Nur wenn der Sabre-Antrieb statt in Erdnähe im All eingesetzt wird, muss der Sauerstoff mitgeführt werden. Ansonsten reicht der Sauerstoff aus der Luft aus. Richard Webster-Smith für die Firma «Reaction Engines» sagt:

«Das Sabre-Triebwerk ist hoch effizient aufgrund seiner Technik und der Nutzung von Wasserstoff. Dieser ist viel umweltfreundlicher als Kerosin.»

Nach dem Vorkühler stehen im englischen Buckinghamshire gemäss Webster-Smith auch die Tests des Kerntriebwerks vor dem Abschluss. Möglich ist das alles nur, weil Investoren viel Geld in die Entwicklung des visionären Sabre-Antriebs pumpen. In den letzten vier Jahren waren das mehr als 100 Millionen Pfund von der öffentlichen Hand und privaten Investoren wie Rolls Royce und Boeing HorizonX.

Der Sabre-Antrieb sei eines von UKs aufregendsten Ingenieur-Projekten, welches den Satellitentransport ins All und das Reisen auf der ganzen Welt verändern werde, sagt der britische Wissenschaftsminister Chris Skidmore. Die britische Raumfahrtagentur arbeitet dafür eng mit der europäischen Agentur ESA zusammen.

Im nächsten Jahrzehnt die ersten Testflüge

Auf CNN hat Graham Turnock von «Reaction Engines» kürzlich gesagt, dass er in den 2030er-Jahren mit der Inbetriebnahme von Passagierflugzeugen mit Überschalltempo rechne, die Arbeit sei weit fortgeschritten. Das bestätigt Webster-Smith, der aber keine Jahreszahl nennen will. Nach den Tests des Triebwerks sei es das Ziel, «im nächsten Jahrzehnt die ersten Testflüge zu starten.

Es ist aber auch möglich, dass Schlüsselelemente des Sabre-Antriebs wie das Vorkühl-System vorher schon eingesetzt werden, um den Verbrauch und die Effizienz von bereits existierenden Turbojet-Antrieben zu verbessern», sagt Webster-Smith.

Und wie steht es um den Lärm, der die Concorde unmöglich gemacht hat? «Kein Flugzeug mit Triebwerken wird je ganz ruhig sein. Aber seit der Concorde hat man grosse Fortschritte betreffend der Akustik gemacht. Dadurch ist es möglich, die Geräusche von Sabre-Triebwerken zu minimieren», sagt Webster-Smith.

Was uns das Flugpersonal EIGENTLICH sagen will

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 31.10.2019 07:40
    Highlight Highlight Wasserstoff ist der (erneuerbare) Kraftstoff der Zukunft!
    Zu dieser Überzeugung komme ich immer mehr.
    Er könnte in rauen Mengen genau dort produziert werden, wo wir jetzt den Grossteil der fossilen Kraftstoffe beziehen, aus den arabischen Ländern!
    Denn diese Länder haben nicht nur Ölreserven, sondern gewaltige Mengen an Solarenergie, kombiniert mit einem trockenen Wüsten- und Halbwüsten-Klima!
    Und wie wird die Sonnenenergie in Strom für die Elektrolyse von Wasser verwandelt?
    Mit Hilfe von Solarthermischen Grosskraftwerken!
    (Der Wasserstoff kann auch mit CO2 zu Methan verbunden werden.)
  • Cédric Wermutstropfen 30.10.2019 16:24
    Highlight Highlight Mit Flugverboten (bzw. -kontingenten) und ähnlichem Schwachsinn verhindert man genau solche Innovationen in den entsprechenden Sektoren, weil dann das Geld fehlt.
    • Pfützentreter 30.10.2019 19:09
      Highlight Highlight Hab ich auch gedacht. In 60 Jahren vom Anfang bis "serienmässig", und in vier Jahren 100 Millionen investiert - Zahlen, die mich nicht gerade vom Hocker reissen.
    • rodolofo 31.10.2019 07:41
      Highlight Highlight Das hat doch DAMIT nichts zu tun!
  • whatthepuck 30.10.2019 13:46
    Highlight Highlight Wie heisst dieses psychologische Phänomen nochmals, bei dem jemand das Wissen von Fachleuten anzweifelt, obwohl man selbst ganz klar weniger Wissen zum selben Thema hat? Dunning-Kruger-Effekt?

    Es macht doch keinen Sinn, all die Probleme aufzulisten, die frühere Antriebsarten unter einem früheren Stand der Technik hatten. Ich lasse mich jetzt mal auf die dünnsten Äste heraus, wage es aber zu behaupten, dass sich die Ingenieure in diesem Projekt diesen auftretenden Effekten knapp bewusst sind. Und genau deshalb entwickeln sie einen anderen Antrieb. Spezielle Lösungen für spezielle Probleme.
  • EhrenBratan. Hääää! 30.10.2019 13:20
    Highlight Highlight Das Wort "Unmöglich" kennen nur Kleingeister.
  • Freethinker 30.10.2019 13:16
    Highlight Highlight Und täglich grüsst das Murmeltier...

    Wir werden ja dann sehen, was tatsächlich umsetzbar sein wird.
    • rodolofo 31.10.2019 07:44
      Highlight Highlight Ja, denn wir sind ja die "professionellen Gaffer".
      Da kommen mir die zwei Alten in der Muppet-Show in den Sinn, die am Schluss der Sendung jeweils ihren -wie immer vernichtenden- Kommentar abgaben, als Nonsens-Zugabe zur Nonsens-Show sozusagen.
  • Beat-Galli 30.10.2019 13:08
    Highlight Highlight Wasserstoff als genereller Energieträger.
    Alle fossilen Treibstoffe unterhalb der Wolken verbieten! (Dreckpeartickel welche ewig in der Atmosphäre bleiben)
    Positiver Nebeneffekt.
    -verteuerung des Fliegens (weniger fliegen also besser für die Umwelt)
    -Boost für alle Technologien, welche die umweltverträglichen Reisen billiger macht!
  • Chääschueche 30.10.2019 10:53
    Highlight Highlight Ich würde mich auch über einen Artikel zum Thema LNG bei Schiffen freuen. In knapp 2 Jahren kommt das erste von 3 LNG Betriebenen Kreuzfahrtschiffen von Royal Caribbean.

    Das wäre nach der AIDA Nova sowie der Costa Smeralda dann das 3te Kreuzfahrtschiff mit diesem Antrieb.

    Das ist ebenfalls ein grosser Vortschritt, solange das Erdgas nicht aus Frackingstätten stammt.

    Ebenfalls sind bereits Schiffe (Project Icon wird dies ebenfalls haben sowie Hurtigruten) mit Brennstoffzellen in entwicklung.

    Auch kommt bald das erste Schiff mit LBG Antrieb. (Ebenfalls von Hurtigruten)
    Benutzer Bild
  • Kant 30.10.2019 10:35
    Highlight Highlight Seit dem Ende der Concorde gibt es gefühlt 1-2x jährlich solche Meldungen. Ich glaube es nunmehr erst, wenn ein solches Projekt in Betrieb geht. Schon die Concorde war schon vor dem Absturz nicht wirtschaftlich und viele Airlines kämpfen um das Überleben. Ob ein solches Projekt je wirtschaftlich sein kann, muss aus meiner Sicht skeptisch betrachtet werden.
    • Pafeld 30.10.2019 23:55
      Highlight Highlight Die Concorde war ein Flugzeug aus den 60er Jahren. Kein Flugzeug aus den 60er Jahren wäre in seiner ursprünglichen Konfiguration im Jahr 2000 noch wirtschaftlich gewesen. Und bei der Concorde hat es einfach lange gedauert, bis man bei British Airways herausgefunden hat, wie man die Concorde wirtschaftlich betreiben kann (ja, die Concorde hat mehr als 20 Jahre lang Gewinne eingeflogen und war jahrelang für mehr als 20% des Jahresumsatzes für BA verantwortlich).

      Völlig neue Antriebe mischen die Karten neu. Sabre ist ein solcher. Übrigens bereits seit 2009.
  • David Tschan 30.10.2019 10:12
    Highlight Highlight Die Lärmemissionen von Starts, Landungen und Überschallknalls werden auch mit Wasserstoff nicht sinken...eher wird das Gegenteil der Fall sein
  • Tarzipan 30.10.2019 09:28
    Highlight Highlight Es sei viel Geld investiert worden, 100 Millionen in 4 Jahren. Das gibt 25 Millionen pro Jahr. Wenn man bedenkt, welche Unsummen in weit weniger nützliche Dinge investiert werden, finde ich da 25 Mio pro Jahr eher wenig. Der technische Fortschritt sollte weit mehr Unterstützung erfahren!
  • 7immi 30.10.2019 08:46
    Highlight Highlight Ich bezweifle die Wirtschaftlichkeit dieses Vorhabens. Überschall bedeutet Widerstand und Wärme. Die Effizienz ist dahin (auch bei noch so effizienten Triebwerken) und es müssen sehr komplexe und teure Materialien verarbeitet werden. Aber versuchen kann mans ja, es werden so oder so spannende Erkenntnisse gewonnen wie bei allen Entwicklungen.
  • DerHans 30.10.2019 07:58
    Highlight Highlight Schon wieder eine Wasserstoffmeldung. Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Immer hört man nur die Vorzüge und wie unkompliziert Wasserstoff sein soll. Von Herstellung, Lagerung und dem enormen Energieverschleiss, kein Wort. Wasserstoff muss einfach im Gespräch bleiben, da einige um ihr Geschäftsmodel mit Treibstoffen fürchten. Solche Superflieger stehen seit Jahrzehnten kurz vor dem Durchbruch, mehr aber auch nicht. Das selbe mit Wasserstoff, der Durchbruch soll ja wieder kurz bevorstehen.
    • 7immi 30.10.2019 08:49
      Highlight Highlight @Hans
      Was wäre denn dein Vorschlag, das Problem mit der Energiedichte von Batterien zu lösen?
    • DerHans 30.10.2019 09:05
      Highlight Highlight 7immi es geht hier nicht darum, dass ich die Lösung habe. Es geht darum, dass Wasserstoff als Heilsbringer dargestellt wird, ohne irgendetwas zu hinterfragen.
  • Aurum 30.10.2019 07:52
    Highlight Highlight Wird Wasserstoff zur Zeit nicht vielfach noch aus Erdöl produziert?
    Genialer Fortschritt für Wasserstoffantriebe, versteht mich nicht falsch! Aber solange Wasserstoff noch nicht Nachhaltig und effizient hergestellt werden kann ist es einfach ein Wechsel von der einen in die andere Pfütze.
    • Hans Jürg 30.10.2019 13:46
      Highlight Highlight Wasserstoff kann man doch schon nachhaltig produzieren. Mittels Elektrolyse. Und der Strom wird mit Sonnen- und/oder Windenergie gewonnen. Noch nachhaltiger geht gar nicht.
  • WID 30.10.2019 06:24
    Highlight Highlight 2H2 + O2 = 2H2O. Wasserdampf ist ein starkes Treibhausgas, insbesondere auf dieser Höhe. Mann Leute, schaltet Eur Hirn ein!
    • Toltec 30.10.2019 11:34
      Highlight Highlight Wasserdampf ist eben Dampf und kein Gas, darum auch der Name.
    • dmark 30.10.2019 12:25
      Highlight Highlight Beim Thema Umwelt schalten es viele ab und denken leider nur noch mechanisch... ;)
      Jede "Lösung" bringt wiederum andere Probleme mit sich.
    • WID 30.10.2019 15:23
      Highlight Highlight @Toltec: was willst Du sagen? Ansonsten empfehle ich dir Wikepedia „Treibhausgase“ und „Wasserdampf“ zu lesen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • suisoclat 30.10.2019 01:25
    Highlight Highlight ''Das nächste Jahrzehnt'' wäre jenes ab 1.01.2021 und nicht die 2030er Jahre..... > Ich ärgere mich immer wieder über die ungenauen Z e i t - Räume-Angaben !
    • arconite 30.10.2019 08:38
      Highlight Highlight es ist das Ziel, «im nächsten Jahrzehnt die ersten Testflüge zu starten"

      "in den 2030er-Jahren mit der Inbetriebnahme von Passagierflugzeugen"

      ärgere Dich nicht zu sehr
    • RicoH 30.10.2019 08:54
      Highlight Highlight Bitte richtig lesen.

      Im nächsten Jahrzehnt Beginn Testflüge.
      In den 2030er Jahren erste Überschallflugzeuge in Betrieb.
      Ist schon korrekt geschrieben.
    • Kreasty 30.10.2019 10:52
      Highlight Highlight Wieso fängt bei dir das Jahrzent im 2021 an?

      Es wird ja geschrieben "2030er-Jahren mit der Inbetriebnahme von Passagierflugzeugen mit Überschalltempo rechne"

      Davor wird es getestet. Wo ist nun das Problem? Davor ist ein Jahrzehnt.
  • Posersalami 30.10.2019 01:19
    Highlight Highlight Ich finde das alles sehr faszinierend und möchte die technische Machbarkeit nicht anzweifeln. Aber mir stellen sich da 2 Fragen:

    Aus was für Material will man den Flieger bauen, damit er 4h lang mit Mach 5 fliegen kann? Man schaue sich mal an, wie Hypersonic Missiles aussehen.

    Wie stellt man sich das mit dem Wiedereintritt vor, nachdem man mit Mach 25 von Paris nach New York gebrettert ist? Das ist angeblich sehr ruckelig und nicht gerade angenehm und wenn ich mir überlege, wie die Leute im Flieger bei normalen Turbulenzen teilweise reagieren..
    • RicoH 30.10.2019 08:55
      Highlight Highlight Was meinst du mit Wiedereintritt?
      Die fliegen ja nicht im All..
    • DrDeath 30.10.2019 09:39
      Highlight Highlight Technisch gesehen fliegen sie nicht im All, aber um überhaupt solche Geschwindigkeiten zu erreichen müsste man wahrscheinlich mindestens fünfmal so hoch fliegen wie ein normales Verkehrsflugzeug. Da kann man schon von einem reentry für Arme sprechen, auch wenn die Geschwindigkeiten bei einem orbitalen Reentry natürlich massiv höher sind. Allerdings kommt noch dazu, dass dafür lange Auf- und Abstiegszeiten nötig sind. Deshalb sind solche Flüge nur auf den längsten Routen überhaupt praktikabel. Das Problem hatte auch die Concorde. Bei solchen Fliegern wäre es noch viel schlimmer.
  • DrDeath 30.10.2019 00:59
    Highlight Highlight Hach, der gute alte dual-mode-scramjet, es kommt doch alles wieder. Für die in Raumfahrttechnik nicht so bewanderten: schon in den 60er Jahren träumte man davon mit dieser Technik hyperschnelle Linienjets und effiziente Raumfähren zu bauen.

    Vermutlich werden die Herren jetzt die Lektionen aus den früheren Experimenten mit Hyperschallflug wiederholen müssen, z.B. die Tatsache dass nach der Schallmauer die Hitzemauer kommt, warum bspw. die SR-71 die aus Titan gefertigt werden musste. Es ist grausam kompliziert, gefährlich und schweineteuer, mit einem Wort: Unwirtschaftlich.
    • Ökonometriker 30.10.2019 06:32
      Highlight Highlight Seit den 60er-Jahren haben auch die Materialwissenschaften Fortschritte erzielt. Nur weil etwas schwierig und teuer ist, ist es nicht zwingend unwirtschaftlich. Wenn der 4h Flug London-Sydney z.B. 10'000 Franken kostet, könnte sich so ein Flugzeug rechnen - insbesondere auch bei den heute rekordtiefen Zinsen, die die Finanzierungskosten tief halten.
    • kupus@kombajn 30.10.2019 07:50
      Highlight Highlight Ganz sicher haben Ingenieure, welche seit Jahren an einem solchen Triebwerk arbeiten, keine Ahnung von Hitzemauer, SR-71, etc......

      Glücklicherweise gibt es Visionäre, welche nicht so viel auf "grausam kompliziert", "gefährlich" und "schweineteuer" geben und unbeirrt an ihre Ideen glauben, denn ohne diese Visionäre befänden wir und wohl noch in mittelalterlichen Verhältnissen.
    • DrDeath 30.10.2019 09:25
      Highlight Highlight Tja warten wir's ab. Wir können ja eine kleine Wette abschliessen ob das Ding in zehn Jahren fliegt oder nicht.😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fiesekatzekratzetatze 29.10.2019 23:24
    Highlight Highlight Andere Frage... was macht so eine hohe Geschwindigkeit mit einem 0815 Durchschnittskörper? Ich mein, wir sind ja alle keine Kampfjetpiloten und ich hab da so üble Bilder im Kopf von Testflügen in dem Kreiselding für Astronauten und Kampfjetpiloten 🤢
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 30.10.2019 08:51
      Highlight Highlight Fiesekatzekratzetatze

      Du verwechselst Geschwindigkeit mit Beschleunigung.
    • illoOminated 30.10.2019 08:58
      Highlight Highlight Der Körper merkt von der Geschwindigkeit gar nichts, da er sich mit dem kompletten, abgeschlossenen System (Flugzeug) mitbewegt.
      Als Vergleich: Wir reisen mit dem abgeschlossenen System "Erde" zusammen mit ca 30km/s durchs All und merken davon auch nichts.
      Wenn überhaupt sind die Beschleunigungen (von 0 auf Mach 5 und zurück) das Problem. Die meisten Menschen haben mit 2-facher G-Kraft (der Einfachheit halber 20m/s^2) kein Problem. 6300km/h = 1750m/s -> solange die Beschleunigung / Abbremsung über mehr als 90 Sekunden erfolgt, sollte der menschl. Körper kein Problem damit haben.
    • Fiesekatzekratzetatze 30.10.2019 11:17
      Highlight Highlight @illoOminated: Vielen lieben dank für diese super Erklärung 👍
  • Mutbürgerin 29.10.2019 23:21
    Highlight Highlight Ich wart mal die ersten 10 Jahre Flugbetrieb ab. Wenn der Vorkühler ausfällt, dann wird's wohl ungemütlich auf dem Flug. Wenn man sieht, wie oft ein SBB - Zug ausfällt, dann werden da wohl nur Exit - Kunden einsteigen.
    Ich wünsch den Pionieren viel Erfolg.
  • Fernrohr 29.10.2019 23:06
    Highlight Highlight Was? Seit der Concorde (Turbinen) hat man Fortschritte betreffend Lärm für ein Raketentriebwerk gemacht? Wie soll das aufgehen? Netter Versuch. Und überhaupt: bevor ein Flugkörper mit Mach Tubak durch die Athmosphäre zischt, erobern Schweine das Weltall 👻
  • c_meier 29.10.2019 23:02
    Highlight Highlight gab es nicht schon in der Vergangenheit alle 1-2 Jahre mal so einen ähnlichen Artikel und passiert ist dann doch... nichts?
    was ist mit den bisherigen Testflügen passiert? sind die versandet oder immer noch am testen?
  • bcZcity 29.10.2019 22:59
    Highlight Highlight Um die 100 Millionen Pfund bekam das Projekt in 4 Jahren? Erbärmlich wenig für etwas so fortschrittliches! Wenn ich da lese wo überall Milliarden umgesetzt und investiert werden, ein Tropfen auf den glühenden Stein.
  • K1aerer 29.10.2019 22:25
    Highlight Highlight Wenn sich das durchsetzt, werden die Ablenkungsabgaben dennoch fällig? 🤔
    • El Mac 29.10.2019 23:25
      Highlight Highlight Na klar! Sonst fehlt ja das Geld!😉
    • Jim_Panse 30.10.2019 05:33
      Highlight Highlight Mit 100% Sicherheit JA. Da es einzig um das liebe Geld geht
  • marcog 29.10.2019 22:17
    Highlight Highlight Etwas technische Informationen zu diesem Vorkühler wären noch interessant. Wie soll dieser die Luft innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde auf -120Grad abkühlen? Es ist ja nicht gerade wenig Luft, die da durch das Triebwerk muss. Und adiabatische Expansion nützt auch nicht viel, da die Luft nachher für den Verbrennungsprozess komprimiert werden muss und sich dabei wieder aufheizt.
    • Scaros_2 29.10.2019 22:56
      Highlight Highlight Ist halt ein betriebsgeheimnis :D

      Aber hier ein kleines Video

      Play Icon
    • G. 30.10.2019 03:39
      Highlight Highlight Genau, und noch vor gar nicht so allzu langer Zeit, war auf einer Crowdfunding Plattform ein Projekt, bei dem „verkauft“ wurde, man könne H2O aus der Luft „ziehen“ und innert Kürze 1 Liter Wasser generieren. Das einzige was die geschafft haben, war ca. CHF 350‘000.00 in ca. 2 Jahren in Luft aufzulösen....
    • maylander 30.10.2019 09:05
      Highlight Highlight Der kryogene Wasserstoff wird benutzt um über Wärmetauscher die Luft zu kühlen. Der Trick dabei ist, dass die Wärmetauscher nur wenig Strömungswiderstand induzieren.
      Wasserstoff hat eine sehr hohe Wärmekapazität und eignet sich gut als Kühlmittel. Mit dem Treibstoff kann man so das Triebwerk kühlen und dabei die Effizienz des Triebwerk steigern.
  • 01vinc09 29.10.2019 22:16
    Highlight Highlight Wow es geht vorwärts mit dem Wasserstoff als neuem Hauptenergieträger. Jetzt soll nochmal einer behaupten, Regeln welche die fossilen Energieträger benachteiligen, schaden der Innovation weil der Markt noch mehr so frei ist
    • R. Peter 30.10.2019 03:01
      Highlight Highlight Kerosin ist kein benachteiligter Energieträger. Im Gegenteil...
    • WID 30.10.2019 06:25
      Highlight Highlight Leider ist der Antrieb auf Stratosphärenhöhe ein weitere Beitrag zum Klimawandel: https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhausgas#Wasserdampf
    • Ökonometriker 30.10.2019 06:29
      Highlight Highlight Welche Regeln benachteiligen die fossilen Energieträger im Flugverkehr? Die heutigen Regeln subventionieren fossile Energieträger im Flugverkehr eher...
    Weitere Antworten anzeigen
  • DrFreeze 29.10.2019 21:36
    Highlight Highlight Das Problem ist das ganze Flugzeug zu kühlen nicht nur die angesaugte Luft. Damit hatte schon die Concorde zu kämpfen. Der ganze Rumpf dehnte sich um mehrere Zentimeter aus und das bei "nur" 2 facher Schall Geschwindigkeit
    • DrDeath 31.10.2019 02:16
      Highlight Highlight Genau. Und bei der SR71 war das Ausdehnungspaoblem so schlimm, dass sie die Tanks absichtlich undicht bauen mussten - erst bei Betriebstemperatur waren sie dann dicht.

      Was auch kaum jemand weiss: Herkömmliche Strömungsmodelle aus Edelstahl sind im Windkanal ab etwa Mach5 nicht mehr einsetzbar – Die schmelzen durch die Luftreibung wie Kerzenwachs.
    • DrFreeze 31.10.2019 07:09
      Highlight Highlight Das stimmt. Die SR71 hat am Boden geleckt wie ein Sieb und es musste Spezial Treibstoff verwendet werden, der schwer entflammbar war.
  • roger_dodger 29.10.2019 21:31
    Highlight Highlight Korrigiere, das schnellste Flugzeug der Welt war die X-15 mit 7274 km/h und nicht die SR-71. Die SR-71 ist aber wohl da schnellste nicht experimentelle Flugzeug.
    • Bort? 30.10.2019 09:50
      Highlight Highlight Wollte ich auch anmerken, allerdings hatte die X-15 einen Raketenantrieb und kein klassisches Turbojet / Strahltriebwerk. Somit stimmt die Aussage schon :-)

  • maylander 29.10.2019 21:27
    Highlight Highlight Der Antrieb ist nur bei sehr hohen Geschwindigkeiten effizient. Der Flieger müsste sehr schnell steigen und beschleunigen. Über bewohnten Gebiet ist dies aber aus Lärmschutzgründennucht nicht möglich.

    Die Rolls Royce Olympus der Concorde waren die effizientesten Triebwerke ihrer Zeit.
    Das half aber nichts weil sie bei Mach 1.4 am effizientesten waren. Und bei der Geschwindigkeit ist der Luftwiderstand so gross, dass auch die effizientesten Triebwerke nicht helfen.
    • Fe2 29.10.2019 22:00
      Highlight Highlight Deswegen die Höhe von 25km da wird der Luftwinderstand geringer sein.
    • marmuel 29.10.2019 22:02
      Highlight Highlight Natürlich. Nicht machbar. Zu riskant. Wie peinlich es wäre zu scheitern. Am besten gar nicht erst versuchen. Zu viel Lärm. Hat vor 20 Jahren auch nicht funktioniert.

    • Züzi31 29.10.2019 22:08
      Highlight Highlight Da verpulvern sie irgendwo gerade Millionen, obwohl sie einfach dich fragen könnten. Anfänger.
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