Wissen
Medizin

Forscher warnen vor Cyberangriffen auf Herzschrittmacher

Forscher warnen vor Cyberangriffen auf Herzschrittmacher

Sie retten Leben, doch werden sie von Hackern attackiert, kann das tödlich enden. Forscher fordern mehr Aufklärung zu Cyberangriffen auf Herzschrittmacher.
12.07.2024, 16:4612.07.2024, 16:46
Christiane Braunsdorf / t-online
Ein Artikel von
t-online

Jährlich werden in der Schweiz knapp 6000 Herzschrittmacher implantiert. Das Gerät hilft Menschen, deren Herz zu langsam schlägt. Moderne Implantate arbeiten drahtlos und übertragen Informationen digital. Forscher warnen nun davor, dass die Geräte gehackt werden könnten.

Pacemaker, X-ray Chest X-ray of a patient with a pacemaker. *** Pacemaker, X ray Chest X ray of a patient with a pacemaker PUBLICATIONxNOTxINxUKxFRAxUSAxCAN RAJAAISYA/SCIENCExPHOTOxLIBRARY F039/4347 R ...
Lebensretter unter der Haut: Ein Herzschrittmacher auf einem Röntgenbild.Bild: www.imago-images.de

Wie das «Ärzteblatt» berichtet, fordern Wissenschaftler der Universität Trier, Patienten über die Risiken eines Cyberangriffs aufzuklären. Demnach würden den Betroffenen zwar die medizinischen Risiken des Herzschrittmachers erläutert, über die Gefahren von Cyberangriffen würden sie jedoch nicht unterrichtet.

Verlust der Kontrolle über das Implantat droht

«Moderne Herzimplantate, die kabellose Informationen übertragen, verbessern zwar die Lebensqualität und Autonomie der Patienten, aber können auch neue Gefahren durch Cyberangriffe mit sich bringen», erklärte Leanne Torgersen, Hauptautorin der Studie. Denn ein digitales Netzwerk könne gehackt werden, was zum Verlust sensibler Daten und der Kontrolle über das Implantat führen könne.

Daher sollten Cyberrisikofaktoren in die Einwilligungserklärung der Patienten aufgenommen und laufend überprüft werden, wenn neue Risikoinformationen verfügbar werden.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Meldungen über Sicherheitslücken in den Produkten. Werden sie von Hackern genutzt, kann dies im schlimmsten Fall tödlich enden.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
23 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
El_Chorche
12.07.2024 17:00registriert März 2021
Ob Putin wohl einen Herschrittmacher hat?

Wobei, dazu müsste wohl erstmal ein Herz vorhanden sein.
733
Melden
Zum Kommentar
avatar
Swen Goldpreis
12.07.2024 17:03registriert April 2019
Wie eigentlich immer bei Artikeln, die aus T-Online übernommen werden, fehlen die interessanten Informationen.

1. Wieso wird überhaupt auf so eine Technik gesetzt? Ich vermute mal, dass man ohne zusätzliche Operationen umprogrammieren kann.

2. Wie ist die Technik überhaupt umgesetzt. Die haben ja kaum eine konstante Datenverbindung, sondern eher was mit Nahfeldkommunikation. Dann müsste ein Hacker aber auf ein paar Zentimeter ans Opfer gelangen, was das Risiko massiv verringert.

3. Wer hätte überhaupt ein Interesse, Leute mit Herzschrittmachern anzugreifen?
571
Melden
Zum Kommentar
23
Künstliche Intelligenz im Jahr 2026 – wir wagen drei Vorhersagen
Die Künstliche Intelligenz wurde 2025 mächtiger, selbstständiger und allgegenwärtiger. Und was bringt dieses Jahr? Drei vorsichtige Vorhersagen zeigen, wohin sich die KI im Jahr 2026 bewegen könnte.
2025 war ein intensives KI-Jahr – die Modelle wurden grösser, besser und vielfältiger: Es kamen «Reasoning-Modelle» auf, welche in Echtzeit Antworten berechnen und heute die Benchmarks dominieren. Dazu wurden KI-Systeme als «Agents» immer selbstständiger und so gut im Generieren von Bildern und Videos, dass wir gegen Ende Jahr von einer Welle aus täuschend echtem «AI-Slop» überrollt wurden. Wie geht das alles weiter? Lasst uns – aus den Trends der letzten Jahre – einige Vorhersagen für 2026 wagen.
Zur Story