Schlafstudie verrät: Schnarchen nervt am meisten und wer sich eine Bettdecke teilt
Schnarchen ist kein Randphänomen, sondern ein Massenproblem: In der Schweiz und in ihren Nachbarländern schnarcht fast jede zweite Person – und ebenso viele fühlen sich dadurch gestört. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Galaxus auf Basis einer repräsentativen Umfrage.
Schnarchen ist damit der mit Abstand grösste Faktor, der in den Schlafzimmern für rote Köpfe sorgt. Am zweitmeisten nerven sich Bettgenossinnen und Bettgenossen über den unruhigen Schlaf ihrer Partnerin oder ihres Partners. Zu Konflikten führen ausserdem ein anderer Schlafrhythmus des Partners und der Klau der Bettdecke. Zwischen einem Fünftel und einem Viertel der Befragten stört sich in der Nacht an gar keinen Schlafgewohnheiten der Partnerin oder des Partners.
Frauen stören sich deutlich häufiger an schnarchenden «Bett-Gspäändli». In Deutschland, in Frankreich und in der Schweiz haben zwei von drei Frauen damit zu kämpfen. Bei den Männern sind es rund vier von zehn. Das könnte daran liegen, dass laut der Forschung Frauen einen leichteren Schlaf haben und Männer aus physiologischen Gründen öfter und intensiver schnarchen.
Nicht alle Liebespaare schlafen jedoch in einem gemeinsamen Bett. In der Schweiz und in ihren Nachbarländern setzt fast ein Fünftel auf getrennte Betten, getrennte Zimmer oder gar getrennte Wohnungen. Beim Umgang mit der Bettdecke scheiden sich die Geister deutlich mehr: Vier von fünf Pärchen in Italien und Frankreich legen sich unter eine gemeinsame Decke. Kaum jemand hat mehrere pro Bett.
In Österreich und Deutschland weht ein anderer Wind: Drei von fünf Pärchen bevorzugen dort individuelle Decken. Die Schweiz zeigt sich in der Deckendiskussion am diversesten: Die Hälfte der Liebenden schlüpft hierzulande unter getrennte Bettdecken, knapp ein Drittel teilt sie sich.
An gemeinsamen Betten wird vor allem die Nähe zur Partnerin oder zum Partner sowie das gemeinsame Kuscheln geschätzt. Auch Intimität, ein Gefühl von Sicherheit und körperliche Wärme werden geschätzt. Für mehr als die Hälfte der Befragten gehören gemeinsame Betten aber auch einfach zu einer Beziehung dazu.
Zwar schläft die grosse Mehrheit freiwillig in einem gemeinsamen Bett, viele würden sich zumindest manchmal aber wünschen, alleine schlafen zu können. In Deutschland und Frankreich ist es mehr als jede dritte Person, in der Schweiz jede oder jeder vierte Befragte.
Die Zahlen zeigen einen klaren Widerspruch: Einerseits stören sich viele an den Schlafgewohnheiten ihres Partners, andererseits gehört das gemeinsame Bett für die Mehrheit selbstverständlich zur Beziehung. Zwischen Nähebedürfnis und Schlafqualität bleibt damit ein Spannungsfeld, das viele Paare Nacht für Nacht aushandeln.
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