Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08229051 Atalanta's supporters during the UEFA Champions League round of 16 soccer first leg match Atalanta BC vs Valencia CF at the Giuseppe Meazza stadium in Milan, Italy, 19 February 2020. EPA/PAOLO MAGNI

Etwa 44'000 Fans von Atalanta Bergamo fanden sich am 19. Februar im San-Siro-Stadion in Mailand ein. Viele von ihnen dürften sich dort mit dem Coronavirus angesteckt haben. Bild: EPA ANSA

«Biologische Bombe» – ein Fussballfest brachte Bergamo das Coronavirus



Es ist das «Wuhan Europas»: Bergamo ist zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie geworden. Die lombardische Stadt und ihre Umgebung zählen – Stand 22. März – 5869 Infizierte und fast tausend Tote. Die Bilder von Militärlastwagen, die Särge aus der Stadt abtransportieren, illustrieren den Ernst der Lage auf drastische Weise. Warum wütet das Virus ausgerechnet hier so stark?

abspielen

Militärlastwagen transportieren Särge aus Bergamo ab. Video: YouTube/La Stampa

Zunächst richtete sich das Augenmerk der Epidemiologen bei der Suche nach den Gründen für das Desaster auf das Bezirkskrankenhaus von Alzano Lombardo. Dort wurden am 23. Februar die ersten beiden Covid-19-Fälle registriert. Die Leitung des kleinen Krankenhauses unterschätzte die Gefahr und ergriff kaum besondere Massnahmen. Bald darauf steckten sich Pflegekräfte, Ärzte und Besucher an und trugen das Virus in ihren Bekanntenkreis.

Vergleich der bestätigten Covid-19-Fälle in Lodi und Bergamo (Italien), 24. Februar-13. März

Vergleich der bestätigten Covid-19-Fälle in Lodi und Bergamo, 24.2.-13.3.
Lodi ordnete bereits am 23. Februar den Lockdown an, Bergamo erst am 8. März.
Bild: Leverhulme Centre for Demographic Science, University of Oxford & Nuffield College

Doch neben dieser Klinik gerät nun ein Ereignis immer mehr in den Fokus der Wissenschaftler, das knapp vor dem Ausbruch der Pandemie in der gebeutelten Region für Freude gesorgt hatte: Am 19. Februar traf der Bergamasker Erstligist Atalanta Bergamo im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals auf den spanischen Klub Valencia. Das Spiel fand nicht im Gewiss Stadium in Bergamo statt, das den Vorgaben der Uefa nicht genügt, sondern im 60 Kilometer entfernten San Siro in Mailand, dem grössten Stadion Italiens.

«Wir können sagen, dass Atalanta-Valencia das ‹Spiel zero› gewesen ist»

Francesco Le Foche, Immunologe

Grosse Mengen an Viruspartikeln

Das Spiel war ein «Fest», so nannten es manche italienische Zeitungen: Atalanta – das in der Provinz Bergamo so etwas wie eine inoffizielle Nationalmannschaft ist – gewann die Begegnung mit 4:1 und schuf sich damit in seiner ersten CL-Teilnahme überhaupt beste Voraussetzungen für den Einzug in den Viertelfinal. An die 44'000 begeisterte Fans der «Dea» («Göttin»), wie die Mannschaft auch genannt wird, fielen sich in dieser «magischen Nacht» auf den Tribünen des Mailänder Stadions in die Arme. Doch es wurde nicht nur die Freude geteilt, wie sich jetzt herausstellt – das Fussballfest war ein Fest des Coronavirus.

«Wir können sagen, dass Atalanta-Valencia das ‹Spiel zero› gewesen ist», sagte der Leiter der Abteilung für Infektions- und Tropenkrankheiten des Krankenhauses «Umberto I» von Rom, Francesco Le Foche, dem «Corriere dello Sport». Es habe dort einen sehr schnellen Ausstoss von grossen Mengen an Viruspartikeln gegeben, erläuterte der Immunologe. Dies erkläre die «Anomalie» von Bergamo – also die ungewöhnlich hohe Zahl an Covid-19-Fällen in der Provinz.

Ausschnitt Corriere dello Sport, Frencesco Le Foche
https://www.corrieredellosport.it/news/calcio/2020/03/19-68010146/coronavirus_limmunologo_atalanta-valencia_partita_zero/

«Die Ansteckung ist im San Siro explodiert»: Der Immunologe Francesco Le Foche im «Corriere dello Sport». Bildausriss: corrieredellosport.it

Fabiano Di Marco, Chef der Abteilung für Lungenkrankheiten im Krankenhaus «Papa Giovanni XXIII» in Bergamo, stellte im «Corriere della Sera» fest, Atalanta-Valencia sei eine «biologische Bombe» gewesen. Zehntausende Fans aus Bergamo fuhren per Bus, Zug oder mit dem Auto nach Mailand, sassen dicht an dicht in der Metro, assen und tranken zusammen, feierten nach dem Spiel den Sieg. Und sie verbrüderten sich mit Fans von Valencia, von denen auch 2500 angereist waren. Zwar gab es einige Präventionsmassnahmen, doch kaum jemand befolgte sie.

«Der Zünder für die Ansteckung in Bergamo könnte der Exodus von 45'000 Bergamaskern nach Mailand für #AtalantaValencia am 19. Februar gewesen sein. Man hat rekonstruiert, dass es sowohl in Valencia als auch in der Provinz Bergamo bereits einige Infektionsfälle gab. Danach die Explosion der Ansteckungen (#Repubblica).»

Infizierte und Kranke unter den Tifosi

Für Le Foche ist klar, dass sich unter den zahllosen Tifosi, die sich dieses «historische Spiel» nicht entgehen lassen wollten, auch viele Träger des Coronavirus befanden, die noch keine Symptome hatten. Vermutlich seien sogar einige Fans nach Mailand gefahren, die bereits leicht fiebrig waren, aber schon eine Eintrittskarte hatten, meint der Immunologe. «Die Enge, die Schreie, die Euphorie und die Umarmungen» hätten die Verbreitung des Virus begünstigt. Das Spiel sei höchstwahrscheinlich einer von mehreren Faktoren gewesen, die den Alptraum von Bergamo verursachten.

Die Tatsache, dass die Verantwortlichen die Begegnung nicht vor leeren Rängen spielen liessen, nannte Le Foche «im Rückblick Wahnsinn». Zu dieser Zeit, also am 19. Februar, seien die Dinge jedoch noch nicht klar genug gewesen. «Heute wäre das undenkbar.»

Infizierte Spieler

Das Rückspiel am 10. März wurde zwar aus unerfindlichen Gründen nicht abgesagt, fand jedoch vor leeren Rängen statt. Die «Dea» gewann auch diese Partie, doch die Freude darüber währte nur kurz. Mittelfeldspieler Marten de Roon schrieb auf Twitter, nach dem Spiel sei das Team «eine Stunde lang glücklich» gewesen, dann sei wieder die Lage in Bergamo in den Vordergrund gerückt.

«Nach dem Spiel gegen Valencia waren wir eine Stunde lang glücklich, bevor wir zurück zur Situation in Bergamo kamen. Weil es wirklich schlimm ist. Die Strassen sind völlig leer. Alles, was man hört, ist das Geräusch von Krankenwagen und Kirchenglocken, die für alle die Menschen läuten, die leider verstorben sind.»

FILE - In this Tuesday March 10, 2020 file photo a general view of the Mestalla stadium during the Champions League round of 16 second leg soccer match between Valencia and Atalanta in Valencia, Spain. The match is being in an empty stadium because of the coronavirus outbreak. All Champions League and Europa League games were postponed by UEFA on Friday March 13, 2020 because of the coronavirus outbreak. For most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms, such as fever and cough. For some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness, including pneumonia. (AP Photo/Emilio Morenatti)

Die Begegnung Valencia-Atalanta (3:4) war ein Geisterspiel. Bild: AP

epa08284211 A handout image provided by UEFA shows fans waiting behind a line of police outside the stadium ahead of the UEFA Champions League round of 16 second leg match between Valencia CF and Atalanta BC at Estadio Mestalla in Valencia, Spain, 10 March 2020. The match takes place behind closed doors due to the coronavirus (COVID-19) outbreak. EPA/UEFA / HO **SHUTTERSTOCK OUT** HANDOUT NO SALES/NO ARCHIVES

Spanische Fans in Valencia. Sie wurden nicht ins Stadion gelassen, versammelten sich aber in dicht gedrängten Gruppen davor – trotz der Ansteckungsgefahr. Bild: EPA UEFA via Getty Images

Der Abend im San Siro hat auch für die beteiligten Teams Folgen: Mittlerweile sind fünf Spieler von Valencia infiziert, zudem liegen mehrere spanische Sportjournalisten im Krankenhaus. 35 Prozent der Mitarbeiter des spanischen Klubs sollen sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Universität von Valencia führt zwei Infektionsherde in und bei Valencia auf Norditalien zurück.

Im Team von Atalanta wurde dagegen noch kein Spieler positiv auf das neue Coronavirus getestet. Die Mannschaft wurde allerdings unter Quarantäne gestellt.

Coronavirus: So emotional appelliert Italien an seine Bürger

Video: watson

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Diese Promis, Sportler und Politiker haben das Coronavirus

Unterwegs trotz Corona-Krise – «Was soll ich zuhause machen?»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

63
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli dr knächt 24.03.2020 15:44
    Highlight Highlight Kann mir mal jemand erklären wie das gelingen soll, dass da ordentlich leute angesteckt werden? Wenn ich ein Spiel besuche würde ich es maximal hinkriegen 20 Personen anzustecken. Und wenn es zuvor zwei oder drei hatten dann habens halt 100 mehr? Bei der Arbeit stecke ich pro Tag 100 Personen an, wenn ich nicht aufpasse. Ich verstehs nicht.
  • Krakoki 24.03.2020 14:14
    Highlight Highlight Es geht langsam um Tatschen. Die italienische hohe Transparenz, lässt immer weniger Spielraum, Journalisten Unsinn zu publizieren. Danke Italien für die ehrlichen Daten, die in Zukunft sehr wichtig sind, dagegen sind die Daten anderer Länder leider unbrauchbar. Das Gesundheit System Italiens ist hoch nach WHO, nach Performance sogar an zweiter Stelle. Es konnte also kaum daran liegen, wie man leider in Deutschland oft liest. Tatsächlich scheint auch in der CH vieles von deutschen geschrieben. Das dauernd sich an erster Stelle hieven, ist geschmacklos. Gibt es Bonbons dafür?
    • Ueli dr knächt 24.03.2020 15:46
      Highlight Highlight Sie sprechen von Daten. Welche Daten? Daten, welche den ansprüchen wissenschaftlicher Forschungsstandards genügen? Oder lieber Daten, dass in der Schweiz niemand unter 40 am Virus erkranken kann, weil er nicht getestet wird? Es gibt keine Daten, und wenn dann stecken immer Interesenten dahinter.
    • Krakoki 24.03.2020 17:12
      Highlight Highlight @Ueli dr knächt. Ja eben keine Daten/Infos, wegen Interessen. Nur Italien liefert diese ehrlich, obwohl dies ihr wirtschaftlich schadet. Sie hätte es den anderen gleich machen können, eigene Wirtschaft schonen, absichtlich nur Verwirrung und nutzlose Daten wie Trump verbreiten. Daraus kann man keine sofortigen und nachträglichen Nutzen ziehen für andere. Wertvolle Infos die Italien sammelte, führte z.B. zu diesem Match. Die anderen Länder wurden gut informiert aus Italien und trotz Warnung habe sie sich schlecht vorbereitet. Italien hatte diesen Vorteil z.B. nicht.
  • Mehmed 24.03.2020 08:26
    Highlight Highlight Ist halt alles erst im Rückblick verständlich. Bei uns haben die Party- und Clublobbysten ja auch ignorant und besserwisserisch getan, als der BR Veranstaltungen verboten hat.
  • kaderschaufel 23.03.2020 23:55
    Highlight Highlight Zu diesem Zeitpunkt gab es in Italien erst drei bestätigte Fälle. Im Nachhinein ist klar, dass das Fussballspiel so nicht hätte stattfinden dürfen, aber wenn man es aus der damaligen Perspektive anschaut, wäre es wohl als übertrieben bewertet worden, wenn man es verboten hätte.

    Die Schweiz führte das Veranstaltungsverbot auch erst nach 13 bestätigten Fällen ein.
    • Max Dick 24.03.2020 08:04
      Highlight Highlight Italien und die Schweiz kann hier unmöglich verglichen werden. Vor Italien gab es keine Verbreitung in Europa, nach dem Ausbruch dort war jedem Narr klar, dass es demnächst ganz Europa - und insbesondere die Nachbarländer treffen wird.
  • José Santacruz Londoño 23.03.2020 23:32
    Highlight Highlight Ist es euch keine Schlagzeile wert, dass Russland 10 schwere Transportflugzeuge mit Hilfegüter und Virologen nach Italien zur Hilfe geschickt hat?
    • YvesM 24.03.2020 06:44
      Highlight Highlight Und Kuba... Wenn Kritik, dann doch richtig.
    • Der Rückbauer 24.03.2020 07:53
      Highlight Highlight YvesM: Und China... Wenn Kritik, dann doch richtig.
    • Cirrum 24.03.2020 08:02
      Highlight Highlight Nein, Pablo, schlechte Nachrichten wollen die Leute. Zahlen wollen die Leute, ob sie Sinn ergeben oder nicht, egal, Hauptsache sie bestätigen das Denken..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denk-mal 23.03.2020 22:53
    Highlight Highlight Es lebe der Sport. (R. Fendrich) Ich glaube nicht, auch wenn es für Bergamo schwarz auf weiss bewiesen würde, dass Menschen Grossveranstaltaltungen meiden würden.
  • maylander 23.03.2020 21:42
    Highlight Highlight Im Nachgang könnte dies das Ende der Stehplätze in den Stadien bedeuten.
    In Zukunft wird sich mehr Überlegen müssen wie man all zu dichte Menschenmassen verhindert. Ob jetzt in der Freizeit, beim Einkaufen oder im ÖV.
    • tr3 23.03.2020 22:06
      Highlight Highlight In der CL gibt es seit 20 Jahren keine Stehplätze
    • Max Dick 23.03.2020 22:17
      Highlight Highlight Abgesehen davon, dass es in der CL ohnehin keine Stehplätze gibt und das genau keinen Unterschied macht, ist es ein Witz, wegen dieser schlimmen - aber doch wohl einmaligen Situation - unser Leben danach deswegen irgendwie anpassen zu wollen.
    • Illuminati 23.03.2020 22:35
      Highlight Highlight @maylander: so einen sinnbefreiten Kommentar habe ich selten gesehen...
      Ersten macht es wohl keinen Unterschied ob man nah aneinander steht oder sitzt und zweitens wie möchten Sie verhindern (nach der schlimmsten Phase der Coronakrise) dass es keine grossen Menschenmassen mehr gibt? Fläche der Schweiz vergrössern? Ausgangsbeschränkungen beibehalten für immer?
      Privater Coop für Jeden oder was?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinz Schmid 23.03.2020 21:26
    Highlight Highlight Ich finde das eine richtig beängstigende Vorstellung: Diese unsichtbare Gefahr/Todesurteil in einem vermeintlich glücklichen Augenblick
  • Rudolf das Rentier 23.03.2020 21:15
    Highlight Highlight Tragödie. Aber daß ausgerechnet der Huber wieder über den Sport herzieht? Kann bloß Zufall sein...
    • Max Dick 23.03.2020 22:17
      Highlight Highlight Ich lese nirgends etwas, wo er über den Sport herzieht.
    • P. Meier 23.03.2020 22:28
      Highlight Highlight Ich sehe im Artikel keine Aussagen gegen den Fussball. Ihre offensichtliche Gleichung Fussball = Sport stört mich da schon mehr. Fussball ist eine Sportart unter vielen anderen.
    • Daniel Huber 23.03.2020 23:20
      Highlight Highlight Ich gebe gern zu, dass ich eigentlich nur über Sport schreibe, wenn es im Grunde gar nicht um Sport an sich geht. Das ist auch besser so, denn auf dem Gebiet des reinen Sports bin ich ein fürchterlicher Banause.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Scott 23.03.2020 21:15
    Highlight Highlight Da wir ja bei der Statistik auf dem gleichen Weg wie die Italiener sind, frage ich mich was denn hier die Biologische Bombe war?
    • milkdefeater 23.03.2020 22:19
      Highlight Highlight Gleichgültikeit.
    • SJ_California 23.03.2020 22:25
      Highlight Highlight Evtl der ÖV (Pendlerströme)?
    • Stumpenheini 23.03.2020 22:30
      Highlight Highlight Lesen! Es geht hier nur um Bergamo, nicht um ganz Italien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • magnet1c 23.03.2020 21:10
    Highlight Highlight Brutal was in Norditalien geschieht. Da muss man froh sein, dass der BR bereits am 27. Februar ein Veranstaltungsverbot erliess. Dies wird sich hilfreich gegen die explosive Ausbreitung ausgewirkt haben und gibt Hoffnung, dass wir nicht solche Ausmasse erleben.
    • el-pollo-diablo 24.03.2020 00:10
      Highlight Highlight Bereits??? Ist das ein Witz? Der Bundesrat hat viel zu spät reagiert. Man wusste schon lange von der Situation in Norditalien und hat immer nur kleine Schritte gemacht. Genau wegen dieser Politik hat die Schweiz nun die höchste Dichte an Erkrankten auf der Welt und wird schon bald italienische Verhältnisse haben im Tessin und Genf. Die grossflächigen Massnahmen wurden erst getroffen, nachdem die umliegenden Länder diese beschlossen hatten.
    • magnet1c 24.03.2020 07:05
      Highlight Highlight Angst und Panik sind ein schlechter Ratgeber. Falsche Aussagen sind noch viel schlechter!
      1. Es gibt 7 europäische Länder und Stadtstaaten die vor der Schweiz liegen bei den Fällen pro 1 M Einwohner.
      2. Je tiefer die Anzahl der Bevölkerung, desto stärker wirkt sich dies auf die Statistik aus.
      2. In Italien sind die Lombardei + Emilia Romagna stark betroffen. Diese Regionen haben Zusammen die Fläche der Schweiz aber doppelt soviele Einwohner und daher auch mehr Einwohner / km2
      4. Deine Vergleiche sind schlechte Panikmache...
    • undduso 24.03.2020 09:43
      Highlight Highlight @magnet und an alle die hier mit Zahlen um sich schmeissen:
      Lasst das doch bitte bleiben. Die Zahlen sind nicht vergleichbar. Die Anzahl Tests und die Voraussetzungen sind zu verschieden.
      Die Situation ist schlimm und das sollte eigentlich als Aussage reichen.
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 23.03.2020 21:09
    Highlight Highlight Ich weiss noch wie bei uns gejammert wurde, als Fussballstadien geschlossen wurden. Der Bundesrat hats gut gemacht.
  • De-Saint-Ex 23.03.2020 21:09
    Highlight Highlight Mag ja durchaus sein, dass dieses Fussballspiel mit ein Grund ist, weshalb Bergamo so stark betroffen ist. Und trotzdem. Bergamo inkl Vorstadtregion zählt knapp 500‘000 Einwohner. Wuhan gegen 13 Mio. Wenn man davon ausgeht, dass der Virus in Wuhan ausgebrochen ist, erst noch eine weile von der Regierung „ignoriert“ wurde, müsste man doch wohl davon ausgehen, dass die Todeszahl alleine dort um ein Vielfaches höher sein müsste als in Bergamo. Ist es nicht... bei weitem nicht. Ich weiss, ich wiederhole mich: was stimmt da (alles) nicht?!
    • Nick Name 23.03.2020 21:54
      Highlight Highlight Was könnte denn «nicht stimmen»? Und was «alles»?
    • magnet1c 23.03.2020 22:11
      Highlight Highlight Mit diesen Fragen bist du nicht alleine. Jedes Land zählt anderst, jedes Land wertet und beurteilt anderst und ob die effektiven Zahlen veröffentlicht wurden ?
    • De-Saint-Ex 23.03.2020 22:18
      Highlight Highlight Zum Beispiel die Zahlen aus Wuhan, Nick Name? Und wenn diese doch stimmen, dann hat der totale Shut-down dort eben doch verhindert, dass es zur Katastrophe kommt. Uns macht man hier seit über 2 Wochen vor, ein solcher würde nichts bringen. Was stimmt denn nun?
    Weitere Antworten anzeigen
  • sansibar 23.03.2020 21:06
    Highlight Highlight Darum ist es auch richtig, zumindest jetzt an die soziale Verantwortung der Sportwelt / Vereine etc. zu appellieren!
    #staythefuckathome
  • fools garden 23.03.2020 20:48
    Highlight Highlight Die haben in Lodi alles richtig gemacht.
    Vermutlich stiessen die Verantwortlichen nicht überall auf Verständnis, nach gerade mal ein, zwei Fällen.
  • Chiqui 23.03.2020 20:40
    Highlight Highlight Nicht zu vergessen, dass beim "Geisterspiel" tausende Tifosi trotzdem nach Valencia gereist sind und die Innenstadt und die Strassen rund um das Stadion bevölkert haben.
  • Don Alejandro 23.03.2020 20:39
    Highlight Highlight Eine Tragödie sondergleichen. In England/Schottland und Leipzig sehr wahrscheinlich auch. Dort gab es aber vermutlich weniger Infizierte.
    • Chiqui 23.03.2020 20:44
      Highlight Highlight 3000 Atletico Fans in Liverpool
    • IchSageNichts 23.03.2020 22:02
      Highlight Highlight Danke UEFA!
    • hopplaschorsch12 24.03.2020 08:45
      Highlight Highlight @IchSageNichts: die ganze scheisse jetzt der uefa anzuhängen ist dann halt schon etwas einfach!
    Weitere Antworten anzeigen

Interview

50 Jahre Schwarzenbach-Initiative: «In einem anderen Land wäre das nicht möglich gewesen»

Vor 50 Jahren scheiterte James Schwarzenbach mit seiner Überfremdungs-Initiative knapp an der Urne. Im Interview sagt Migrationsforscher Gianni D'Amato, wie es zur historischen Abstimmung gekommen war und wie sie die Schweiz veränderte.

Herr D’Amato, die Proteste gegen rassistische Gewalt in den USA sind auch bei uns angelangt. Hat die Schweiz ein Rassismusproblem? Gianni D'Amato: In der Schweiz war Rassismus schon immer ein Problem. Nur weigert man sich oft, das anzuerkennen. Obwohl es eine Kommission gegen Rassismus und die Fachstelle zur Bekämpfung von Rassismus und seit 1994 ein Anti-Rassismus-Gesetz gibt, ist es noch immer ein mit Scham behaftetes Thema, das nicht offensiv angegangen wird. Aber ich würde die …

Artikel lesen
Link zum Artikel