Zukunftstag
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«Als Bub wollte ich Pilot oder Golfprofi werden»

Was du schon immer von einem Polizisten wissen wolltest: Am Zukunftstag stellt sich der Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi den Fragen von zwei 12-Jährigen. 

emine bicici / ayleen zellweger



Wollten Sie schon seit Ihrer Kindheit Polizist werden?
MARCO CORTESI: Nein, eigentlich gar nicht. Als Bub wollte ich Pilot oder Golfprofi werden. Erst später habe ich mich dazu entschieden, die Polizeischule zu machen. Ich ging hin, um zu sehen, ob mir das gefällt. Und jetzt bin ich schon über 30 Jahren hier.

Wie verlief Ihre berufliche Karriere?
Nach der Schule mit 16 Jahren habe ich zuerst als Skilehrer gearbeitet, dann als Golflehrer und später habe ich bei der Post gearbeitet. Mit 26 bin ich zurück in die Schule. Denn ohne Schule findet man halt keinen guten Job. Ich machte die Handelsschule und ein Diplom. Danach arbeitete ich eine Zeit lang auf der Bank und später ging ich zur Polizei.

Wie sind Sie dazu gekommen, bei der Stadtpolizei zu arbeiten?
Ich dachte, dass es bei der Polizei sicher spannend und interessant ist. Ich habe mich entschlossen, die Aufnahmeprüfung zu machen und habe zum Glück bestanden. Und so habe ich meinen Traumberuf gefunden.

«Ich habe zuerst als Skilehrer dann als Golflehrer und später bei der Post gearbeitet.»

Wie ist Ihre Berufsbezeichnung?
Meinen Beruf nennt man Mediensprecher. Ich bin der Chef von einem Team mit acht Personen. Vier stehen mir jederzeit zur Verfügung und weitere vier in schwierigen Situationen.

Was mögen Sie an Ihrem Job und was nicht? 
Ich finde eigentlich alles gut, es gibt fast nichts, das ich schlecht finde. Mein Beruf ist sehr abwechslungsreich und spannend. Ich habe mit verschiedenen Menschen zu tun. Mit Armen und Reichen, mit Menschen verschiedener Herkünfte. Mit Kindern oder auch mit Leuten, die in schwierigen Situationen sind. Wenn ich am Morgen aufstehe, weiss ich nie, wie mein Tag aussieht.

Was an ihrem Job ist schwierig?
Schwierig ist vielleicht das falsche Wort. Wenn man etwas lange macht und gut kann, dann ist der Job auch einfacher. Ich kann das, was ich mache auch besser, weil ich es schon lange mache. Aber anspruchsvoll ist es, in brenzligen Situationen die richtigen Worte zu finden. Dass die Leute verstehen, was ich ihnen sagen will. Das heisst, ich darf nicht zu kompliziert reden, sonst versteht mich keiner mehr.

«Wenn ich am Morgen aufstehe, weiss ich nie, wie mein Tag aussieht.»

Gab es schon mal einen sehr schlimmen Unfall, der für Sie schockierend war?
Ja, es gibt es eigentlich jeden Monat, dass etwas passiert, das schlimm ist. Immer dann, wenn es Opfer gibt. Seien das Kinder, die Opfer werden von Verbrechen oder Verkehrsunfälle, bei denen Leute ums Leben kommen. Oder auch Erwachsene, die in einem Haus sind, das brennt, die verletzt werden oder sogar das Leben verlieren. Es ist nicht jeden Tag so schlimm, aber manchmal gehen die Dinge nicht gut aus. Das verfolgt mich manchmal noch ziemlich lange.

Ist eine Polizeiausrüstung schwer?
Ja, sie ist sehr schwer. Also wenn ihr die Leute seht, die diese schwarze Ausrüstung anhaben mit Beinschutz, Helm und allem drum und dran sind das über zwanzig Kilo. Das tragen nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Und das bis zu fünf Stunden lang. Aber es ist auch ein guter Schutz.

«Eine Polizeiausrüstung ist sehr schwer. Mit allem drum und dran sind es über zwanzig Kilo.»

Haben Sie Kinder?
Nein, ich bin nicht verheiratet und habe auch keine Kinder. Aber ich habe eine Partnerin. Mit ihr bin ich seit zwanzig Jahren zusammen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich bin am liebsten in der Natur. Ich fahre gerne mit dem Mountainbike in den Wäldern herum oder mit dem Rennvelo über einen Pass. Ich klettere gerne und im Winter bin ich in den Bergen, fahre Ski, gehe auf Touren oder mache Langlauf. Ich habe aber auch ein schönes zu Hause und bin gerne dort.

Wie Polizist Schaffner die 80er-«Bewegig» unterwanderte

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Video: watson

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