Interview

Bilder toter und abgemagerter Tiere auf dem Hof von Ulrich K. brachten den Fall ins Rollen. bild: vgt

«Der Fall Hefenhofen – so grausam er ist – ist ein Glücksfall für den Tierschutz»

Ulrich K. war den Behörden seit Jahren bekannt – dennoch griffen die Behörden auf dem Hof in Hefenhofen TG erst jetzt durch. Wie konnte es so weit kommen? Tierrechts-Anwalt Antoine F. Goetschel spricht im Interview über Bauern, die Bauern kontrollieren und sogenannte «Jö-Tierschützer».

08.08.17, 18:30 09.08.17, 06:49

Herr Goetschel, was lösen die Bilder der toten und verwundeten Pferde von Hefenhofen in Ihnen aus?
Antoine F. Goetschel:
In den 700 Straffällen, die ich als Zürcher Tieranwalt behandelt habe, habe ich fast alles gesehen. Ich habe mir angewöhnt, mich nicht von negativen Emotionen leiten zu lassen. Als Mensch stimmen mich die Bilder natürlich traurig. Als Fachperson frage ich mich aber vor allem, was falsch läuft in einem System, wenn eine Person die Behörden so lange an der Nase herumführen kann und Tiere darunter leiden müssen.

«Heute sind die Kontrollen in jedem Kanton anders geregelt. Oft sind es Bauern, die die Bauern kontrollieren.»

Und zu welchem Schluss kommen Sie?
Strengere Gesetze hätten diesen Fall nicht verhindert. Die Schweiz hat eines der besten Tierschutzgesetze der Welt. Die Probleme liegen im Vollzug: Heute sind die Kontrollen in jedem Kanton anders geregelt. Oft sind es Bauern, die die Bauern kontrollieren. Es gilt nun, die Missstände auf nationaler Ebene systematisch zu analysieren und Lehren daraus zu ziehen. Wichtig wären etwa Statistiken, die Aufschluss darüber geben, wie oft die einzelnen Kantone bei Nutztierhaltern intervenieren.

Sie gehen also nicht davon aus, dass es sich bei Ulrich K. um einen Einzelfall handelt?
Nein. Es gibt wohl verschiedene ähnlich gelagerte Fälle, von denen die Öffentlichkeit nie erfährt. Im Thurgau sind zwei sehr renommierte Tierschützer aktiv. Das hat sicher dazu beigetragen, dass die Missstände ans Licht kamen. Insofern ist der Fall Hefenhofen – so grausam er für die verendeten Pferde ist – ein Glücksfall für den Tierschutz.

Dr. iur. Antoine F. Goetschel war drei Jahre lang Zürcher Tieranwalt. Heute engagiert er sich als Präsident bei dem Global Animal Law GAL Projekt. bild: zvg

«Da heisst es am Mittwochabend beim Kegeln: ‹Hör mal, Heiri, ich komme dann nächste Woche zur Kontrolle vorbei. Schau, dass die Schweine dann genügend Einstreu haben.›»

Wo orten Sie denn die gröbsten Probleme?
Von den Bauern, die Bauern kontrollieren, haben wir schon gesprochen. Da heisst es am Mittwochabend beim Kegeln: «Hör mal, Heiri, ich komme dann nächste Woche zur Kontrolle vorbei. Schau, dass die Schweine dann genügend Einstreu haben.» Zudem haben die Kantonstierärzte eine sehr undankbare Aufgabe: Sie haben einen ellenlangen Aufgabenkatalog zu bewältigen und werden sowohl von den Tierschützern als auch von den Tierhaltern angefeindet. Dazu kommt, dass die eine Behörde oft nicht weiss, was die andere tut.

«Es gilt, die Sache mit warmem Herzen und kühlem Kopf anzugehen.»

Was tun? Muss die Politik aktiv werden?
Die Politik sollte erst dann auf den Plan treten, wenn die Missstände von Fachpersonen konkret benannt werden können und wirksame, mehrheitsfähige Lösungsvorschläge vorliegen. Sonst passiert dasselbe wie im Fall Süleyman, als 2005 ein Bub im Kanton Zürich von einem Kampfhund zerfleischt wurde. Sofort fühlte sich jeder Politiker – von der lokalen bis auf die nationale Ebene – berufen, eine schärfere Hundegesetzgebung zu fordern. Das Resultat war ein unmöglicher Flickenteppich, der weder den Menschen mehr Sicherheit brachte noch den Hunden bessere Haltungsbedingungen. Es gilt, die Sache mit warmem Herzen und kühlem Kopf anzugehen.

Eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft stellte bereits 2013 «auffallende Vollzugsunterschiede» zwischen den Kantonen fest (siehe Box). Warum ist seither nichts passiert?
Ein Problem ist, dass den Tieren eine glaubwürdige und mehrheitsfähige Lobby fehlt. Die Tiernützer, also die Landwirte, sind sehr stark vernetzt und politisch hochkompetent. Die Tierschützer hingegen werden vor allem dann wahrgenommen, wenn sie laut sind. Politisch sind sie aber teilweise wenig schlagkräftig und juristisch leider nicht immer beschlagen genug.

26 Kantone – 26 Kontrollsysteme

Pro Jahr werden in der Schweiz 80 bis 120 Tierhalteverbote ausgesprochen. Diese können unterschiedlich ausgestaltet sein: Während das Verbot in manchen Fällen unbeschränkt ist, ist es in anderen zeitlich begrenzt. Wie oft die einzelnen Kantone Tierhalteverbote verfügen, kann das zuständige Bundesamt nicht sagen.

Bereits 2013 kam eine vom Bund in Auftrag gegebene Studie zum Schluss: «Als Folge des fö­­deralistischen Voll­zugs gibt es in 26 Kantonen 26 Akteur-Konstellationen für insge­samt rund 58‘000 Landwirtschaftsbetriebe, was mit auffallenden Vollzugsunterschie­den zwischen den Kantonen verbunden ist.» Während die Kontrollen in anderen Ländern meist von der Verwaltung durchgeführt würden, seien in der Schweiz vielerorts «praktizierende Land­­wirte, die von akkreditierten, zumeist privatrechtlichen Kontrollstellen angestellt sind», dafür verantwortlich. Als Schwäche dieses Systems wird die «wenig formalisierte Oberaufsicht des Bundes über die Kantone und (...) der Kantone über die Kontrollstellen» genannt. (jbu)

Tierschutz und Veganismus sind doch aber en vogue. Warum gelingt es den entsprechenden Bewegungen nicht, Likes in politische Macht umzumünzen?
Tatsächlich gewinnt der Tierschutz im Fundraising an Bedeutung. Allerdings liegt der Fokus dabei oft eher auf ethischen denn auf rechtlichen Fragen. Man fordert Menschenrechte für Affen – macht sich aber beispielsweise nicht dafür stark, dass die Behörden und Tierschutzvertretende besser gegen problematische Tierversuche vorgehen können. Jö-Tierschutz mit Baby-Igeln oder Katzenselfies dominiert die sozialen Medien. Und die Presse hangelt sich von Skandal zu Skandal, ohne den Tierschutz als gesamgesellschaftliches Anliegen wahrnehmen zu lassen.

«Viele der betreffenden Personen vernachlässigen sich selbst, ihre nächsten Menschen und ihren ganzen Hof. Sie sind seelisch verklebt.»

Sie waren der weltweit einzige offizielle Tierschutz-Anwalt – bis der Kanton Zürich Ihre Funktion wieder abschaffte. Gehen Sie davon aus, dass Sie einen Fall wie jenen in Hefenhofen hätten verhindern können?
Wenn ein Tierhalter über Jahre strafrechtlich immer wieder auffällig geworden wäre, wie dies Ulrich K. tat, hätte ich den Fall wohl auf dem Radar gehabt und bei den Verwaltungsbehörden ein Tierhalteverbot angeregt. Und ich hätte die Behörden juristisch unterstützen können, damit es nicht zu Verfahrensfehlern kommt. Gegen K. hat ja das Veterinäramt schon früher ein totales Tierhalteverbot verhängt. Wegen eines formalen Fehlers haben die Bundesrichter dieses jedoch aufgehoben.

Sie hatten es in Ihrer Karriere mit vielen Tierquälern zu tun. Haben Sie eine Erklärung dafür gefunden, warum Menschen andere Lebewesen so behandeln?
Früher dachte ich, ein Tierquäler sei eine Person, die gemein zu Tieren ist, weil sie Freude am Quälen hat. Als ich dann meinen Job antrat, merkte ich, dass die allermeisten Tierquälereien durch Vernachlässigung entstehen. Viele der betreffenden Personen vernachlässigen sich selbst, ihre nächsten Menschen und ihren ganzen Hof. Sie sind seelisch verklebt, können sich nicht in andere Lebewesen hineinversetzen. Aber ich bin kein Psychiater – das ist nur mein ganz persönlicher Eindruck.

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Video: reuters

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • Skip Bo 09.08.2017 07:04
    Highlight 2/2
    Bei unangemeldeten Kontrollen wird vor allem die Tierhaltung kontrolliert. Dass solche Kontrollen angesagt würden stimmt schlicht nicht.
    Die Kontrolleure müssen aber damit rechnen, dass Kontrollen nicht durchgeführt werden können, wenn der Betriebsleiter nicht anwesend ist.
    Die Zahlen zu den Verstössen zeigen, dass kontrolliert wird.
    Es ist allerdings nicht möglich eine 24/7 Überwachung zu machen

    Das Versagen der Kontrollen bei dem Pferdehändler ist krass. Der Bundesgerichtsentscheid hat sämtliche Bemühungen das Tierhalteverbot durchzusetzen desavouiert.
    21 3 Melden
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  • Skip Bo 09.08.2017 06:40
    Highlight 1/2
    Herrn Goetschles Zitat: "Da heisst es am Mittwochabend beim Kegeln: ‹Hör mal, Heiri, ich komme dann nächste Woche zur Kontrolle vorbei. Schau, dass die Schweine dann genügend Einstreu haben." ist eine nicht verifizierbare Behauptung und sollte gemäss journalistischen Standards auch so dargestellt werden.
    Ich werde selber auch kontrolliert. Es werden nicht Kontrolleure aus der Nachbarschaft oder der näheren Region auf Betriebe geschickt. Angemeldete Kontrollen dauern mehrere Stunden (prüfen von Dokumentationen), deshalb müssen diese Termine vereinbart werden.
    18 12 Melden
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  • derEchteElch 09.08.2017 06:29
    Highlight "ein Glücksfall für den Tierschutz"

    Ein Glücksfall ist, wenn der Tierschutz nichts zu tun hat. Jede Sache, der sich der Tierschutz annehmen muss ist eine Traurigkeit und jann man nicht von Glück sprechen. Auch nicht als Anwalt..

    "Jö-Tierschutz mit Baby-Igeln oder Katzenselfies dominiert die sozialen Medien"

    Genau das, was watson täglich tut. Sollte eine Warnung an euch sein, bevor ihr den nächsten Katzenbilder-Artikel publiziert..
    13 22 Melden
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  • MaxHeiri 09.08.2017 00:53
    Highlight Also eigentlich haben auch die involvierten Bundesrichter eine Mitschuld.
    Es stellen sich folgende Fragen:
    Was war das für ein Formfehler?
    Woher hat dieser Typ Geld sowas durch alle Instanzen zu boxen?
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  • Spooky 09.08.2017 00:49
    Highlight Die Welt ist kein schöner Ort. Vor allem nicht für die Tiere.
    20 2 Melden
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  • Gustav.s 08.08.2017 23:38
    Highlight Ich bin Teilweise noch Bauer. Bis vor wenigen Jahren noch 100%, jetzt nur noch nebenbei ohne Tiere.
    Ich bekomme im Frühling einen Brief 100% ip Kontrolle bis Ende August. Ohne Brief gibts möglicherweise Überraschung.
    Tierschutz kommt mehrmals im Jahr oder auch erst nach 2 Jahren, kommt etwas auf die Labels an.
    Die Kontrolleute sind mir weder bekannt noch aus der Gegend. Nix Kegelverein!
    Es gibt auch angekündigte Kontrollen, da geht's aber mehr um den Gesamteindruck und vor allem bauliche Dinge. Vielleicht menschelt es bei der Tierarztkontrolle manchmal, die ist aber ein ganz kleiner Teil.
    25 3 Melden
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  • hillbilly 08.08.2017 22:26
    Highlight Solche Vorfälle sind stets tragisch und dürfen nicht passieren. Da aber Landwirte (das sind meist Menschen, die tagtäglich mit Tieren arbeiten und eine mindestens dreijährige Ausbildung absolviert haben) nicht gut genug zu sein scheinen, um den eigenen Berufsstand zu kontrollieren, wer dann? Bitte pro Blitz einen konstruktiven Vorschlag.
    33 18 Melden
    • Silbermuschel 09.08.2017 06:01
      Highlight Viele Landwirte haben ein wenig ein anderes Bild von Tierhaltung. Tiere sind für sie bloss Nutztiere. Da gibt es manch ein Landwirt, der es nicht nötig hält, sich besser um die Tiere zu kümmern, solange sie Profit geben. Wenn jemand mit einer solchen Einstellung ein Hof überprüft, muss man sich nicht wundern. Und ja, ich schreibe aus eigener Erfahrung und betone, dass nur MANCHE Landwirte es so sehen.
      29 5 Melden
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  • äti 08.08.2017 21:28
    Highlight "wenn eine Person die Behörden so lange an der Nase herumführen kann.."
    Da hat gar niemand eine Behörde an der Nase herumgeführt. Seit Jahren kennt jede Thurgauerin, jeder Thurgauer, jeder SVP-Grossrat diesen Fall. Dass nichts unternommen wurde hat rein nichts mit 'Unwissen' oder 'an der Nase herumgeführt' zu tun. Ohne die Demos, wie vor Jahren schon nötig, wäre nichts passiert. Nie.
    60 13 Melden
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  • Kommt schon gut 08.08.2017 21:23
    Highlight Sachlich, auf den Punkt gebracht, ohne Polemik. Negativ an Herr Goeschels Aussage ist eigentlich nur, dass ich meinen Nickname wohl überdenken muss.
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  • Sensenmaa 08.08.2017 21:12
    Highlight Wie gesagt Bananenrepublik Schweiz.
    33 18 Melden
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  • Fordia 08.08.2017 20:48
    Highlight Das Bild wäre nicht nötig gewesen.
    9 58 Melden
    • Larina Heubach 12.08.2017 07:42
      Highlight Doch, war es
      0 0 Melden
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  • leykon 08.08.2017 20:46
    Highlight Gutes Interview, danke!!!
    38 5 Melden
    • Musterschüler 09.08.2017 00:23
      Highlight Tut mir leid aber das ist die Welt. Und es geht noch viel schlimmer... Und Grausamer... Und verstörender... Aber sobald ein "herziges tierli" Tod rumliegt...
      7 7 Melden
    • Musterschüler 09.08.2017 10:22
      Highlight Dieser Kommentar von mir oben hätte eins weiter oben sein sollen. Mein Fehler...
      5 0 Melden
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  • Triumvir 08.08.2017 19:57
    Highlight Der Fall Hefenhofen ist eine Schande für die zuständigen Behörden des Kantons TG und sollte m.E. scharfe Konsequenzen haben in Form von Aufsichtsbeschwerden, Entlassungungen und Abwahl der zuständigen Regierung! Denn es ist ein echter Skandal, dass ein vorbestrafter Tierquäler wegen eines Formfehlers weiterhin Tiere so abartig behandeln durfte und die zuständigen Personen sich einfach in die Ferien verabschiedeten!
    86 15 Melden
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  • emptynetter 08.08.2017 19:42
    Highlight Die Kantone hätten gar nicht genügend Personal, die vorgeschriebenen kontrollen auf den landwirtschaftsbetrieben durchzuführen. bauer kontrolliert bauer ist gar kein schlechtes system. funktioniert jedenfalls im kt zürich gut. in der regel kennen sich bauer und kontrolleur nicht. und bei diesem system ist wenigstens fachliche kompetenz garantiert. denn dieses Kontrollwesen ist ziemlich umfangreich. und auch der kanton tg könnte nicht öfters eine solch umfangreiche aktion durchführen wie jetzt in hefenhofen.
    19 26 Melden
    • elivi 08.08.2017 22:21
      Highlight Ja bauern kenne sich, genau dass is das problem und unter anderwem warum so viele tiere zu tode gequält wurden.
      Nein das system funktioniert nicht und dieser fall is leider kein einzelfall sonder nur der krasseste wo nur wegeb tierschützern aufgedeckt wurde .... Und nicht wegen bauern die ihre eigene leute verpetzen.
      19 13 Melden
    • _kokolorix 09.08.2017 06:47
      Highlight Und warum hat der Kanton nicht genügend Personal um seine Aufgaben zu erfullen? Ja genau, das Vermögen von ein paar Millionären geht da vor...
      11 1 Melden
    600
  • Hölzig 08.08.2017 18:55
    Highlight Jetzt schreien wohl gleich alle: Warum werden Bauern von Bauern kontrolliert?
    Wie wärs wenn die Banker von Maurer und der Beck von Detailhändler kontrolliert werden? chaos.
    Und solch gfetterlizeugs wie es im Interview gesagt wird gibt es doch sehr selten und sicher nicht nur bei den Bauern.
    Und übrigens sind die Kontrolleure nicht einfach Landwirt EFZ sondern meistens Bsc Agronomen, Leute die klar mehr verstehen (sollten).
    36 80 Melden
    • chabacha 08.08.2017 19:13
      Highlight Agronomen haben (im Regelfall) sicherlich besseres zu tun, als einfache Kontrollaufgaben wahrzunehmen. Für solche Arbeiten werden eher Meisterlandwirte eingesetzt, die zum Teil auch noch technische Kaufleute sind oder Agrartechniker.
      28 13 Melden
    • chnobli1896 08.08.2017 19:43
      Highlight Scheinbar funktioniert es nicht mit der Kontrolle. Mindestens in Einzelfällen..
      31 5 Melden
    • elivi 08.08.2017 22:22
      Highlight Stell dir vor bänker werden von bänker kontrolliert..... Geht gar nicht! Wieso also sollten bauern von bauern kontrolliert werden?
      21 4 Melden
    • _kokolorix 09.08.2017 06:45
      Highlight Das Banker Banker kontrollieren ist ein gleich geartetes Problem, welches 2009 zu einer weltumspannenden Finanzkrise fuhrte...
      Das Problem ist nicht, dass ein Fachmann den anderen kontrolliert, sondern das der Kontrollierende nicht unabhängig ist. Eine Kontrollinstanz darf keine geschäftlichen Abhängigkeiten haben und muss selber von Dritten beaufsichtigt werden. Das kostet natürlich etwas, und für die Luftfahrt leisten wir uns das auch, aber hier geht es eben 'nur' um Tiere. Da ist das Geld wichtiger als die Sache, wie es bei AKWs und Schwarzarbeit übrigens ebenfalls auch der Fall ist
      14 0 Melden
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  • wipix 08.08.2017 18:48
    Highlight Sachlich gutes Interview, dass die verständlicherweise enstehenden Emotionen der Menschen nicht ausschliesslich in den Mittelpunkt rückt!
    107 6 Melden
    • midval 08.08.2017 21:34
      Highlight Und das das grosse problem der ch im mittelpunkt stellt: vätterli...
      Blitzt los!
      10 2 Melden
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