watson-Leser empfehlen

Europa wurde von 1970 bis Mitte der 90er-Jahre wiederholt von Terrorwellen heimgesucht. Aktuell gilt in einigen EU-Staaten wieder erhöhte Terrorgefahr. Doch das subjektive Gefühl täuscht, dass der Terror in Europa effektiv zugenommen hat. 
grafik: fivethirtyeight

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Weltweit gab es seit 1970 über 141'000 Terroranschläge. In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen. Doch in den 70er- bis 90er-Jahren ermordeten Terrorgruppen teils Hunderte Menschen jährlich in Westeuropa. Eine Übersicht von 1970 bis Paris 2015.

Publiziert: 26.03.16, 09:06 Aktualisiert: 10.04.16, 13:39

Zusammenfassung: Von den 70er- bis 90er-Jahren töteten meist europäische Terrorzellen jährlich 100 bis 400 Menschen in Europa. Seit der Jahrtausendwende nehmen die Attentate in Westeuropa und in der Schweiz stark ab. Von 2001 bis 2014 entfielen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa. Weltweit jedoch nimmt der Terrorismus seit 2005 zu – rund 80 Prozent aller Opfer sind Muslime.

Dem subjektiven Gefühl, dass sich Terroranschläge in Europa häufen, stehen die nackten Zahlen gegenüber, die das Gegenteil beweisen. 48 Menschen starben in der EU laut Europol bei Terrorattacken von 2006 bis 2014. An das letzte Attentat in der Schweiz mag sich vermutlich kaum mehr jemand erinnern. 1995 erschossen Unbekannte in Genf einen ägyptischen Diplomaten. Es ist bis heute der letzte tödliche Terroranschlag (Amoktaten ausgenommen) auf Schweizer Boden.

Terror in Europa von 1970 bis heute

Seit 1970 kommen in Europa immer weniger Menschen durch Terroranschläge ums Leben. Seit rund 20 Jahren sind tödliche Terrorattacken in Westeuropa die traurige Ausnahme. 

Bei den jüngsten Anschlägen in Paris wurden mindestens 130 Menschen getötet, Hunderte weitere teils lebensgefährlich verletzt. Allerdings gab es in der EU seit elf Jahren kein Attentat, das eine vergleichbare Opferzahl forderte. 2004 liessen bei mehreren Bombenexplosionen in einem Vorortszug in Madrid 191 Menschen ihr Leben (siehe folgende Grafik).

In jüngerer Zeit, sprich von 2001 bis 2014, beklagte Westeuropa insgesamt 420 Terroropfer, wenn auch Amokläufe einbezogen werden. Zählt man die Anschläge in diesem Jahr dazu, kommt man auf 611 Tote. In den 70er- und 80er-Jahren starben teils in einem einzigen Jahr über 400 Menschen durch Terror.

Terroropfer in Westeuropa von 1970 bis 2015

Die meisten europäischen Terrororganisationen des letzten Jahrhunderts haben sich aufgelöst oder den bewaffneten Kampf aufgeben. Das widerspiegelt sich in den Opferzahlen, die in Europa seit den 90ern stark gesunken sind.
grafik: dpa

Die jährlichen Europol-Berichte zeigen das gleiche Bild: Vor zehn Jahren gab es fast 500 Terror­anschläge pro Jahr in Europa, also mehr als ein Anschlag pro Tag und mehr als 700 Verhaftungen. Der Europol-Bericht 2014 listet noch 152 Anschläge mit sieben Toten auf.

Terroristische Vorfälle in der Schweiz von 1970 bis 2014

Wie in Europa nehmen auch in der Schweiz als terroristisch eingestufte Vorfälle ab. Nach einem Hoch um 1980 gibt es inzwischen null bis drei Ereignisse jährlich, die seit 1995 allesamt nicht tödlich endeten.
bild: global terrorism database

In der Schweiz forderte der Terrorismus seit 1898 60 Tote, was statistisch gesehen 0,5 Opfern pro Jahr entspricht. Eine Übersicht über den Terror in der Schweiz hat die Berner Zeitung publiziert.

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

Warum der Terror Westeuropa nur noch sporadisch heimsucht

Es ist noch nicht allzu lange her, da gehörten Terroranschläge in Teilen Europas zum Alltag: Terroristische oder separatistische Organisationen wie die katholische IRA in Nordirland, die baskische ETA in Spanien, die linksextreme RAF in Deutschland, die kommunistischen Roten Brigaden und die neofaschistische Ordine Nuovo in Italien sowie weitere nichteuropäische Terrorzellen brachten in den 70er- und 80er-Jahren teils mehrere Hundert Europäer um – pro Jahr. 

Der Terror verlagerte sich von Europa in den Nahen Osten

In den 70er- und 80er-Jahren waren die Zentren des Terrors Europa, Südamerika und Südasien, in den vergangenen Jahren der Nahe und Mittlere Osten sowie Nordafrika. (Die animierte Grafik antippen, um sie zu starten)
gif: watson / quelle: «Süddeutsche Zeitung», Global terrorism database

Nordirlandkonflikt: 3500 Tote

Während des Nordirlandkonflikts der Jahre 1969 bis 1998 starben primär in Grossbritannien und Nordirland rund 3500 Menschen – viele davon nach Terroranschlägen durch die katholische Irisch-republikanische Armee (IRA), die protestantische Ulster Defence Association (UDA) und anderer krimineller Untergrundorganisationen. Insgesamt gab es in den knapp 30 Jahren des Terrors über 10'000 Bombenattentate.

Das Stadtzentrum von Manchester nach einem Bombenanschlag der IRA 1996 (links) und nach dem Wiederaufbau im Jahr 2014 (rechts).
bild: manchestereveningnews

1982 sprengte die katholische Terrorgruppe IRA ein Hotel im englischen Brighton in die Luft, in dem Premierministerin Margaret Thatcher weilte. 
bild: via skyscrapercity

Bei Bombenanschlägen der IRA gegen die britische Armee sowie Geschäfte und Firmen kamen auch immer wieder Zivilisten zu Schaden.

1972 tötete eine Autobombe der IRA im Stadtzentrum von Belfast sieben Menschen, 148 wurden verletzt. 
bild: via fredhoare

Am 8. März 1973 explodiert in Whitehall, Grossbritannien, eine Autobombe. Mit Terroranschlägen wie diesem rächte sich die Irisch-republikanische Armee (IRA) für den Bloody Sunday im nordirischen Derry, bei dem die britische Armee 14 unbewaffnete Katholiken getötet hatte.
Bild: KEYSTONE

1987 tötete eine IRA-Bombe im nordirischen Enniskillen elf Menschen, die eine Militärparade verfolgten, 63 weitere wurden verletzt. 

Die Edward Street in Portadown, Nordirland, am 24. Februar 1998: Eine gewaltige Autobombe legte die Strasse in Trümmer. Die IRA bestritt, für die Explosion verantwortlich zu sein.
Bild: AP

Nach dem fast drei Jahrzehnte dauernden Machtkampf zwischen den zwei Bevölkerungsgruppen haben sich die Protestanten und Katholiken Nordirlands am 10. April 1998 auf ein Friedensabkommen geeinigt. Die radikale Splittergruppe Real Irish Republican Army führt den Kampf mit Bombenanschlägen bis heute weiter.

Beim schwersten Bombenanschlag im Nordirlandkonflikt werden am 15. August 1998 in der nordirischen Kleinstadt Omagh 29 Menschen getötet und 220 verletzt. Zum Attentat bekannte sich die Wahre IRA, eine Abspaltung der IRA, die den Friedensprozess ablehnt. 
bild: ap

Baskenlandkonflikt: Mehr als 800 Tote

Die Euskadi Ta Askatasuna, kurz ETA, kämpft in Spanien seit 1959 als separatistische Untergrundorganisation mit Terroranschlägen für ein unabhängiges Baskenland. Bis 2009 wurden von der ETA 823 Menschen getötet.

Eines ihrer verheerendsten Attentate verübte die ETA am 11. Dezember 1987 mit einer Autobombe auf eine Kaserne der Guardia Civil in Saragossa. Elf Menschen starben, darunter fünf Kinder.
Bild: EPA EFE

Lockerbie-Anschlag: 270 Tote

270 Menschenleben forderte 1988 der Sprengstoffanschlag auf ein Flugzeug der US-Fluglinie Pan Am über dem schottischen Lockerbie. Der frühere libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi soll das Attentat persönlich angeordnet haben.

1988 wurde ein US-Flugzeug nach der Explosion von 340 bis 450 Gramm Plastiksprengstoff über Schottland zerstört. Bei dem Attentat kamen alle 259 Passagiere sowie elf Bewohner Lockerbies ums Leben. Mit 189 toten US-Amerikanern galt er bis zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 als verlustreichster Anschlag gegen US-Bürger.
Bild: Martin Cleaver/AP/KEYSTONE

Bombenanschlag in Bologna: 85 Tote

1980, bei einem nicht restlos geklärten Anschlag auf den Hauptbahnhof in Bologna, starben 85 Menschen, mehr als 200 wurden verletzt. Es war bis heute einer der folgenschwersten Terroranschläge im Nachkriegseuropa. Italien machte dafür die neofaschistische Terrororganisation Ordine Nuovo, beziehungsweise deren Splittergruppe NAR verantwortlich. 

Bei einem blutigen Bombenanschlag mit 85 Toten verwüstete die rechtsradikale Terrororganisation «Bewaffneter Revolutionärer Stosstrupp» (NAR) am 2. August 1980 den Hauptbahnhof der norditalienischen Stadt Bologna. 
Bild: KEYSTONE

Arabischer Terror in der Schweiz: 47 Tote

Am 21. Februar 1970 explodierte – kurz nach dem Start in Zürich – im Frachtraum einer Swissair-Maschine ein Bombe, die von palästinensischen Terroristen gelegt wurde. Der Captain versuchte nach der Detonation nach Zürich zurückzufliegen, das Flugzeug stürzte jedoch bei Würenlingen in einem Wald ab. Die 38 Passagiere und die neun Besatzungsmitglieder kamen beim Absturz ums Leben.

1970 forderte das Attentat auf den Swissair-Flug 330 47 Menschenleben: Das Bild zeigt die Trümmer des Flugzeuges in der Swissair-Werft in Kloten.
Bild: KEYSTONE

Die Ursache des Absturzes war ein Anschlag, der eigentlich gegen die israelische Fluggesellschaft El Al gerichtet war. Da ein Flug von München nach Tel Aviv in Israel Verspätung hatte, wurde die für diesen El-Al-Flug bestimmte Postsendung auf den Swissair-Flug umgeleitet. In diesem Paket befand sich die Bombe.

Lesetipp: Die NZZ beleuchtet in der vierteiligen Serie «Arabischer Terror in der Schweiz» drei Anschläge, die unser Land in den Jahren 1969 und 1970 erschütterten.

Rote Armee Fraktion in Deutschland: 34 Tote

Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextreme terroristische Vereinigung in Deutschland, die in den 70er- und 80er-Jahren 34 Menschen ermordete. Bei Sprengstoffattentaten wurden zudem über 200 Menschen verletzt, viele der Opfer waren Polizisten und Soldaten sowie Führungskräfte in Politik und Wirtschaft. 

Am 5. September 1977 wurde der deutsche Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer von einem Kommando der Roten Armee Fraktion (RAF) entführt. Die Leichen der dabei getöteten Begleitpolizisten liegen auf der Strasse. 
Bild: AP

Olympia-Attentat in München: 17 Tote

Die palästinensische Terrorgruppe Schwarzer September begann als kleine Zelle von Fatah-Anhängern. Anfang der 1970er-Jahre verübte sie mehre Anschläge in Europa, etwa an den Olympischen Sommerspielen in München oder am Flughafen von Athen.

Beim Olympia-Attentat in München von 1972 stürmten acht bewaffnete Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer September das Wohnquartier der israelischen Mannschaft und nahmen elf Sportler als Geiseln.

Zwei Geiseln wurden bereits im Olympischen Dorf ermordet. Bei einem schlecht geplanten Befreiungsversuch auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck starben am selben Abend alle verbliebenen neun Geiseln, ein deutscher Polizist und fünf der Terroristen. Unterstützt wurden die palästinensischen Terroristen laut deutschen Behörden von Helfern aus der Neonazi-Szene.

Zusammengefasst in einer Grafik sieht die Terror-Statistik für Europa für die letzten 45 Jahre wie folgt aus:

Terroropfer in Europa nach Ländern [1970 bis 2015]

bild. statista

Seit 2005 nimmt der Terror weltweit zu, nicht jedoch in Westeuropa

Bei allen Terrorakten seit 2001 sind insgesamt 135'391 Menschen getötet worden. Nur 0,3 Prozent der Anschläge fanden in Europa statt. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Anzahl terroristischer Vorfälle weltweit (rote Kurve) und in Europa (blaue Kurve) seit etwa 2005 auseinander bewegt.

Hunderte Anschläge in Afghanistan, später im Irak und nun auch in Syrien lassen die rote Kurve (Attentate weltweit) steigen. Westeuropa (blaue Kurve) verzeichnet keine Zunahme terroristischer Attentate. 
grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

Seit 2011 steigt die Zahl der Attentate sprunghaft an. Das liegt einerseits an schlagkräftigen Organisationen wie Boko Haram und dem sogenannten «Islamischen Staat» («IS»). Andererseits werden Terroranschläge seit 2012 mittels Computerprogrammen automatisch erfasst – und so bleiben immer weniger Attentate unbemerkt.

Die Datenbank «Global Terrorism» der Universität Maryland verzeichnet für das Jahr 2001 weltweit 771 Anschläge, 19 davon in Westeuropa. 2014 stieg die Zahl weltweit auf 6334 Anschläge, davon drei in Westeuropa. Die folgende Tabelle zeigt die konkreten Zahlen für die Jahre 2001 bis 2014.

Während der Terror weltweit gesehen auf dem Vormarsch ist, bleiben die Vorfälle in Westeuropa seit 2001 auf konstant tiefem Niveau.
grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

Wer glaubt, dass wir in der oben stehenden Grafik die Balken für Westeuropa vergessen haben, ist schief gewickelt. In Europa gibt es seit 2001 so wenig Anschläge pro Jahr, dass das Statistik-Programm schlicht keine Balken zeichnen kann. 

Seit 2011 massiv mehr Terroropfer ausserhalb Europas

Mehr Terroranschläge ausserhalb Europas fordern auch mehr Terroropfer. Die Zahl nimmt seit 2011 global betrachtet rasant zu. Wie erwähnt liegt dies auch daran, dass die tödlichen Anschläge seit 2012 automatisiert und somit genauer registriert werden.

Seit 2011 sterben weltweit massiv mehr Menschen durch Terror. Das gilt allerdings nicht für Westeuropa.
grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

In Westeuropa forderte der Terror in den letzten 15 Jahren oft weniger als zehn Menschenleben pro Jahr. Allerdings gibt es auch immer wieder blutige Jahre: 2004 liessen bei mehreren Bombenexplosionen in Madrid 191 Menschen ihr Leben. 2005 starben beim Anschlag auf die Metro in London 52 Menschen. 2011 tötete der Norweger Anders Behring Breivik 77 Menschen in Norwegen. Diese und kleinere Anschläge zeigen, dass Terroristen in den letzten Jahren immer wieder tödlich zuschlagen konnten.

Da das Risiko in Europa durch die Hand von Terroristen zu sterben dennoch äusserst gering ist, erscheinen einzelne Attentate als Ausreisser in der folgenden Grafik. 

420 Opfer forderte der Terror zwischen 2001 und 2014 in Westeuropa. Auf dem Höhepunkt des Terrors in Europa starben in den 70er-Jahren in einem Jahr gleich viele Menschen.
grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

2015 (Paris) wird nach 2011 (Oslo) und 2004 (Madrid) als schwarzes Jahr in Europas jüngste Terror-Geschichte eingehen. An der langjährigen Tendenz, dass Westeuropa nach den Terrorwellen in den 70er- bis 90er-Jahren heute weit weniger Opfer zu beklagen hat, ändert dies zurzeit wenig.

Die folgende Grafik zeigt im Detail, wie viele Menschen seit 2001 jährlich bei Terroranschlägen starben.

Von 2001 bis 2014 entfallen nur 0,3 Prozent der Terroropfer auf Westeuropa.
grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

Der Vergleich mag hinken, ist aber trotzdem interessant: Allein in der Schweiz starben zuletzt rund 300 Menschen jährlich im Strassenverkehr. Dem Terror zum Opfer fielen bei uns seit 1898 insgesamt 60 Menschen, seit 1995 niemand mehr – sofern Amokläufe nicht mitgezählt werden. Am 27. September 2001 erschoss Friedrich Leibacher während einer Sitzung des Zuger Kantonsrates drei Regierungsräte und elf Kantonsräte. Diese Amoktat wird in der Global Terrorism Database als letztes Terrorereignis in der Schweiz geführt. Ob eine Tat ein politisch-ideologisch motivierter Terroranschlag oder ein wahnhafter Amoklauf ist, lässt sich manchmal nur schwer sagen.

In diesen Ländern gibt es am meisten Terroropfer

Seit 2001 sind in 22 Ländern jeweils mehr Personen umgekommen als in ganz Westeuropa (420 Opfer) zusammen. 
grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

Mit Abstand am gefährlichsten lebte es sich über die letzten 14 Jahre gesehen im Irak, gefolgt von Afghanistan, Pakistan, Nigeria, Indien und Syrien. Der Irak litt mit 8797 Attacken und 42'760 Toten am meisten unter dem Terror – fast jedes dritte Opfer stammt aus dem Irak. Zum Vergleich: Europa beklagte im selben Zeitraum 420 Terroropfer (0,3 Prozent). In der oben stehenden Grafik fehlen die USA mit 3047 Opfern.

Der grosse Kreis symbolisiert die Opfer weltweit. Der kleine Kreis die Opfer in Westeuropa.
bild: statista

Das sind die gefährlichsten Terrororganisationen

In den vergangenen 45 Jahren gab es mehr als 2700 aktive Terrorgruppen. Am meisten Anschläge verübt hat die Gruppe Leuchtender Pfad aus Peru, gefolgt von den Taliban in Afghanistan und der FARC in Kolumbien. In Europa haben ETA und IRA je knapp 2000 Mal zugeschlagen.

Anzahl Terroranschläge seit 1970.
bild: watson / quelle: global terrorism database

Seit 2001 haben die Taliban mit über 12'000 Ermordeten am meisten Menschen auf dem Gewissen, vor den Islamisten von Boko Haram in Nigeria, dem «IS» im Irak und Syrien sowie al-Kaida. Die einzige nicht islamistische Terrororganisation in den Top Fünf seit 2001 ist eine kommunistische Terrorgruppe in Indien. 

Was im Westen oft vergessen geht: Die übergrosse Mehrheit der Menschen, die von radikalen Muslimen getötet werden, sind selbst Muslime – etwa 80 Prozent.

Etwa 80 Prozent der Opfer islamistischer Anschläge sind Muslime, schätzen Wissenschaftler.
grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database

Islamistischer Terror in Europa fordert mehr Tote als nicht-islamistische Attentate

In Westeuropa wurden von 2001 bis 2014 insgesamt 86 Anschläge verübt, bei denen jeweils mindestens eine Person starb. Mit den Attacken in Paris in diesem Jahr kommt man auf 611 Opfer.

In Europa sind von 2001 bis November 2015 611 Personen bei Attentaten umgekommen. 419 davon bei Anschlägen mit islamistischem Hintergrund (rote Balken).
grafik: watson via nzz / quelle: global terrorism database 

Zwar gab es in Europa seit 2001 überwiegend Terrorattacken ohne islamistischen Hintergrund, islamitisch motivierte Attentate forderten aber weit mehr Tote.

Politisch motivierter Terror nimmt ab, religiöser zu

Der politisch motivierte Terror von Separatisten, etwa im Baskenland, auf Korsika oder in Nordirland, bleibt zwar virulent, forderte aber in den letzten Jahren vergleichsweise wenig Opfer. In der EU und in Frankreich werden seit 2007 immer weniger Menschen wegen politisch motiviertem Terror verhaftet.

In der EU und in Frankreich nehmen Verhaftungen von mutmasslich politisch motivierten Terroristen ab.
grafik: fivethirtyeight

Umgekehrt werden insbesondere in Frankreich seit 2012 mehr Menschen wegen religiös motivierten Terrorplänen verhaftet. Einige Terrorexperten machen in diesem Kontext auf die überproportional grosse Zahl an Dschihadreisenden aus Frankreich aufmerksam – geschätzt 1500 – die für den «IS» kämpfen sollen. 

In der EU und in Frankreich nehmen Verhaftungen von mutmasslich religiös motivierten Terroristen zu.
grafik: fivethirtyeight

Das Fazit

Terror-Warnkarten, wie diese einer britischen Boulevardzeitung, lassen vermuten, dass in Frankreich, Spanien und der Türkei hinter jeder Ecke ein Terrorist lauert. 

Unsinnige Terrorwarnkarte: Das Risiko auf dem Weg zum Flughafen im Auto zu sterben ist zig Mal grösser, als in einer europäischen Feriendestination durch einen Terroristen umzukommen.
bild: metro

Die Wahrscheinlichkeit in Europa Opfer eines Terroranschlags zu werden, liegt bei 0,002 Prozent. In der Schweiz ist das Risiko noch geringer.

England, Frankreich, Spanien oder Australien haben laut dieser merkwürdigen Warnkarte die gleiche Terror-Gefahrenstufe wie der Irak und Syrien. Auch so kann man Terrorangst schüren und dann nach mehr staatlicher Überwachung des Handy- und Internetverkehrs rufen.
bild: Metro

Befragungen zeigen immer wieder, dass die statistisch gesehen minimale Terrorgefahr massiv überschätzt wird, wofür es eine plausible Theorie gibt: Da Terroranschläge – sofern sie wie in Paris in unserer Nähe stattfinden – die Menschen massiv mehr interessieren als «gewöhnliche» Unfälle oder Naturkatastrophen, informieren Medien ausgiebig über Attentate. Spektakuläre Ereignisse wie 9/11 oder der Germanwings-Absturz bleiben zudem länger in Erinnerung, was uns das Risiko für Attentate oder einen Flugzeugabsturz überschätzen lässt. Umgekehrt unterschätzen wir die Gefahr, im Strassenverkehr, bei einem Berufsunfall oder durch einen Wespenstich zu sterben, da über unspektakuläre Ereignisse weniger informiert wird.

Woher stammen die Daten?

Aus der Global Terrorism Database der University of Maryland (USA), die bei der Analyse von Terrorismus mit dem Heimatschutzministerium der Vereinigten Staaten zusammenarbeitet. Die Entscheidung, wer Terrorist ist, wird deshalb aus der Sicht der US-Regierung gefällt. Die Global Terrorism Database enthält umfassende Informationen zu weltweiten Terrorakten von 1970 bis 2014. Terror wird definiert als ein gewalttätiger, illegaler Akt eines nichtstaatlichen Akteurs gegen Zivilisten, Polizei, Militär, Unternehmen, religiöse Institutionen und andere Ziele. Ein Bombenanschlag oder eine Amoktat wird also ebenfalls als Terrorakt bezeichnet, selbst wenn es keine Toten gibt. Staaten sind als Akteure ausgenommen. Das heisst etwa, dass ein Angriff Assads auf die syrische Bevölkerung oder ein US-Drohnenangriff mit zivilen Opfern nicht als Terrorakt registriert wird.

Hinweis: Dieser Artikel ist ursprünglich nach den Terroranschlägen in Paris im November 2015 verfasst worden. Aus aktuellem Anlass haben wir ihn jetzt nochmals publiziert.

Empfehle diese Story weiter. Danke!
Artikel teilen

Diese Bilder haben uns 2015 schockiert und verblüfft – und alle waren sie gefälscht

Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte: Was dir diese Fake-Fotos nicht zeigen

Diese Bilder haben uns 2015 schockiert und verblüfft – und alle waren sie gefälscht

Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte: Was dir diese Fotos nicht zeigen

Bilder, die lügen 

Bilder manipulieren leicht gemacht – wie Photoshop unseren Blick auf die Realität verändert

Bilder lügen nicht? Doch, wie diese falschen Gerüchte über den Terror in Paris zeigen

Der Böhmermann unter den Finsternis-Fotos: Dieses Bild narrt die Welt – schon seit 2009 

Alle Artikel anzeigen

Best of watson: Die besten Artikel aus unserem Archiv

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

14 Dinge, die jeder Mac- und Windows-Nutzer über Microsofts neuen Laptop-Killer wissen muss

Diese 13 Fehler veränderten den Lauf der Weltgeschichte

Dieser unverschämt witzige Fake-Kundendienst auf Facebook treibt Kunden zur Weissglut

«Spuk in Thun»: Der unheimliche Fall eines Mädchens, das Aschenbecher und Betten zum Schweben brachte   

Grabsch-Bars, Katzen-Cafés und 21 weitere Gründe, warum ich Japan auch nach drei Monaten nicht verstehe, überhaupt nicht

Wenn du diese 29 fantastischen historischen Bilder siehst, folgst auch du @History_Pics

35 lustige und skurrile Smartphone-Autokorrekturen, die kein Auge trocken lassen

Alle Artikel anzeigen

Meistgelesen

1

Tödliches Drama auf der Gotthard-Autobahn – Lastwagenfahrer schwebt weiterhin in …

2

Liberal, atheistisch und dem Alkohol zugetan: 9 Merkmale sehr intelligenter Menschen 

3

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur …

4

Kirchen-Geiselnahme: Einer der beiden «IS»-Täter stand in französischer Extremisten-Datei

5

Jeder Amateur-Fussballer kennt diese 14 Momente der Saisonvorbereitung genau

180 Kommentare anzeigen
180
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Schlagerpeter 27.07.2016 09:23
    Highlight Was lernen wir daraus: Die Arschlöcher sind nicht aus- nur umgezogen.
    0 0 Melden
    600
  • Normi 26.07.2016 16:53
    Highlight Der grosse unterschied ist das der Terror damals einen Bezug zu Europa hatte...

    und nicht wie heute
    1 3 Melden
    600
  • alex DL 25.07.2016 09:27
    Highlight Das simple Schubladendenken verwehrt den Blick auf eine einfache Tatsache:
    Es gibt eine wachsende Zahl junger Männer, die enttäuscht von der Realität spüren, dass sich keiner ihrer Träume, keins ihrer Ziele jemals erfüllen wird. So entseht ein Pool von Menschen, die den Eindruck hat, nichts mehr verlieren zu können - welche Partei auf dieses Rervoir zurückgreift, ist eher zufällig, hauptsache man verspricht Halt, Sinn und Status. Als Gesellschaft müssen wir endlich dafür sorgen, dass diese Menschen mehr zu verlieren haben als sie durch die Radikalisierung vermeintlich gewinnen.
    9 1 Melden
    600
  • life and let life 24.07.2016 22:21
    Highlight Terroranschläge brauchen die IS um uns zu demoralisieren, dass wir im Desaster landen, und leichte Beute für die Terroristen werden. Wenn wir unter uns Vorwürfe machen, und uns gegenseitig die Schuld zuschieben, dann haben die Terroristen uns bereits besiegt.
    6 1 Melden
    600
  • life and let life 24.07.2016 03:06
    Highlight Psychoterror wird oft ignoriert und dadurch legalisiert. Wegen der Ignoranz zu den Mobbing und Stalking - Opfer, vermehren sich die Suizidgefährdeten, und behelft so zur Verzweiflungstat. Bei der Bahn verspäten sich immer mehr Züge wegen Personenunfall, das immerwährend in der ganzen Schweiz zunimmt. Den Menschen von innen heraus zu töten, ist genau so schlimm, und ist vorsätzlich gemacht, darum ist es Stalkern bis in den Tod.
    5 11 Melden
    • life and let life 24.07.2016 22:02
      Highlight Der IS Stalkern die Europäer und auf der ganzen Welt, mit Gewalt und Morden. Physischer Gewalt ist auch psychische Gewalt. Nötigung jeglicher Art, geht mit Stalkern Hand in Hand, und endet auch mit Morden. Die Terroranschläge haben die Moslems von uns gelernt.
      4 1 Melden
    • life and let life 25.07.2016 19:30
      Highlight Ein Herzl oder ein zorniger Blitz ist nicht ein Zeichen wie gut der Beitrag ist, sondern wie viele sich betroffen sehen.
      2 0 Melden
    600
  • Randy Orton 24.07.2016 00:21
    Highlight Mich stört, dass da zB die NSU-Terrorserie nicht dabei ist und auch andere fehlen. Das Problem ist halt, wie ist Terrorismus definiert.
    15 4 Melden
    600
  • Domino 23.07.2016 23:39
    Highlight Kommt immer daraufan von wo man die Zahlen hat und wer die Attentate beurteilt. Oft werden islamische Täter als verwirrt oder psychisch gestört eingestuft und somit nicht als Terroranschlag (z.B. Graz). Nimmt man z.B. Russland zu Europa dazu, dann sehen die Zahlen auch ganz anders aus.
    Im Netz hat sich jemand die Mühe gemacht und jeden islamischen Terrorangangriff seit 2001 erfasst. Alleine über 1300 Attacken in diesem Jahr, fast 29'000 seit 2001.

    https://www.thereligionofpeace.com/attacks/attacks.aspx?Yr=2016

    http://www.thereligionofpeace.com/attacks/europe-attacks.aspx
    17 11 Melden
    600
  • Max3 23.07.2016 23:07
    Highlight Interessanterweise wird vor allem über islamischer und rechtsextremen Terrorismus diskutiert, dabei geht oft vergessen, dass die Linken für die mit Anstand meisten Opfer in Westeuropa verantwortlich sind, wie im Artikel gut aufgezeigt. Was die marxistischen Organisationen wie die ETA, die IRA, die RAF oder auch die linken palästinänsischen Gruppierungen gemordet haben, geht unter keine Kuhhaut.
    Der Rückgang des Terrorismus in Westeuropa geht deswegen vor allem mit dem Niedergang des Sozialismus einher. Gestoppt word er aber durch den immer stärker werdenden islamischen Extremismus.
    23 19 Melden
    • Randy Orton 24.07.2016 00:14
      Highlight Deine Aussagen stimmen so nicht. Erstens vermischst du alles. IRA marxistisch? Und als links einzustufen ist zumindest ein Teil der IRA nicht. ETA formierte sich ausserdem als Widerstand gegen das Franco-Regime und hat sich dann aufgespalten. RAF kann als solche Gruppe bezeichnet werden, hat aber "nur" 38 Opfer zur Folge gehabt. Ob der Terror von Linksextremisten tatsächlich mehr Todesopfer forderte weiss ich nicht, hast du nachgerechnet? Ich bezweifle es zumindest stark, ausser du zählst alles mögliche zu den Linksterroristen. Om Endefekt ist es ja eigentlich egal.
      20 7 Melden
    600
  • Charlie Brown 23.07.2016 21:09
    Highlight Grundsätzlich: Danke für den Artikel.

    Einziger Kritikpunkt: Den Nordirlandkonflikt beleuchtet ihr da sowas von einseitig.
    26 0 Melden
    600
  • Rhabarber 23.07.2016 20:55
    Highlight STOPP !!!!!
    Hört mit veralteten Rechts-Links-Schablonen auf!
    Kommt aus dem Klischeedenken raus!
    Wagt den Schritt vom Weltbild in die Realität!

    Das sind (fast) alles nur dumme Ausreden von rücksichtslosen Arschlöchern, die ihren Kopf mit Gewalt durchzusetzen versuchen. Kranke Menschen, die ihr kaputtes Ego aufblasen müssen, weil sie ohne Gewalt nichts sind. Gar nichts!

    Das hat alles nur ganz am Rand mit Politik, Religion, Hunger oder Wirtschaft zu tun. Die Zahlen quer durch historische Kriege und Terror erzählen eine ganz andere Geschichte.

    http://www.nzz.ch/articleeo5x7-1.76650
    25 16 Melden
    600
  • Bowell 23.07.2016 20:47
    Highlight Was wollt ihr mit dem Repost dieses Artikels genau erreichen? Den Terror und Amok in Europa relativieren? Wenigstens die Statistik hättet ihr aktualisieren können...
    21 26 Melden
    • phreko 23.07.2016 22:50
      Highlight Kein Interesse an Zusammenhängen und Einordnung?
      17 6 Melden
    • Randy Orton 24.07.2016 00:19
      Highlight Ja eine Relativierung ist auch dringend nötig. Viele Menschen haben nämlich Mühe, die Zahlen in Relation zu setzen und mit abstrakten Wahrscheinlichkeiten können wir sowieso nicht umgehen. Gerd Gigerenzer hat das schön zusammengefasst: http://www.zeit.de/2016/05/angst-forschung-risiko-psychologie-medien
      12 2 Melden
    • corsin.manser 24.07.2016 02:04
      Highlight Äusserst lesenswert, danke für den Link!
      6 2 Melden
    600
  • Ismiregal 23.07.2016 20:23
    Highlight Bringt ihr den gleichen Artikel jetzt bei jedem Terroranschlag/Amoklauf?
    17 12 Melden
    • sambeat 24.07.2016 01:34
      Highlight Der kommt von jetzt an wöchentlich. Traurigerweise!
      7 4 Melden
    600
  • The Box 23.07.2016 20:06
    Highlight Da kriechen sie wieder aus ihren Löchern, die Terror-Apologeten. Die Publikation dieses Artikels zu diesem Zeitpunkt hinterlässt bei mir den Eindruck, man möchte die aktuellen Terror-Anschläge und in diesem Fall Amoklauf klein Reden.
    18 20 Melden
    600
  • Einstein56 22.07.2016 11:38
    Highlight Es tut mir leid. Fact ist: Seit 50 Jahren wurden gefühlte 50% von Moslems, 40 % von Linken und 10% von Rechten verübt. Auch wenn es vielen nicht gefallen mag. Die Abwehr, vor allem der politische Reflex gegen Rechts ist grösser. Deshalb hat man das besser im Griff. Zum Glück. Jetzt müsste bei einigen Leuten mal ein Umdenken gegenüber dem Islam und den Linken kommen. Aber da warten wir wohl vergebens. Und das Morden wird weitergehen.
    42 64 Melden
    • supremewash 23.07.2016 20:22
      Highlight Die Worte: "Fakt", und "gefühlte (...) %", laufen einander zuwider. Ich wünsche mir auch, darüber aufgeklärt zu werden, was Sie mit "Umdenken" genau meinen. Schaue ich mir die politische Landschaft der letzten Jahre so an, erkenne ich den (von Ihnen gewünschten?) Reflex gegen Links und den Islam durchaus schon als gross genug.
      44 13 Melden
    • FrancoL 23.07.2016 20:49
      Highlight Was soll vielen nicht gefallen? Dein Ausdruck "gefühlte"? steht ja irgendwie als Gegenpunkt zur Statistik.
      Nachzuführen wäre ja auch noch dass in Europa weitgehend Mitte-Rechts-Regierungen am Werk waren, die zum Teil diese linke Ideologie verursachten. So wie zu anderen Zeitepochen die Rechte terrorisierte weil die Linken am Ruder waren, doch das wird weitgehend ausgeblendet.
      20 4 Melden
    • Charlie Brown 23.07.2016 21:03
      Highlight "Gefühlt" ist für einen, der sich "Einstein" nennt, nicht grad sehr fundiert.
      34 3 Melden
    600
  • Ben88 14.06.2016 08:33
    Highlight Das Stichwort heisst verdeckte Kriegsführung.
    Terror macht als Waffe doch nur dann wirklich Sinn (ich meine nun aus rein Stratgischer Sicht), wenn man ihn einem Gegner erfolgreich in die Schuhe schieben kann.

    Gibts nicht? Alles nur Verschwörung?
    Aber die Guten machen das doch nie, niemals.

    17 15 Melden
    600
  • Einstein56 14.06.2016 07:18
    Highlight Das ist alles schon klar. Klar ist auch, dass die meisten Opfer durch die Hand von linken Terrorgruppen (RAF, BR in Italien, Baskenland....) und Arabern starben. Das hat bis heute nicht geändert. Leider.
    23 37 Melden
    • yellowastra 19.07.2016 14:50
      Highlight Italien linker terror? Genau von Italien weiss man das Terrorakte von rechten verübt wurden und linken in die Schuhe geschoben wurden.
      Man bemühe einfach mal Wikipedia zu Piazza Fontana.
      Staatsterror nennen das noch heute viele Italiener🤔
      Peinlich für sie und ihr lügengebäude das zusammenfällt wie ein Kartenhaus im Wind.
      43 18 Melden
    • Einstein56 19.07.2016 21:33
      Highlight @yellowastra: aber hallo! Rote Brigaden. Hattet Ihr keinen Fernseher oder hast du in der Schule gepennt?
      23 25 Melden
    • Citation Needed 21.07.2016 17:17
      Highlight Einstein, yellowastra sagt ja nicht, es habe die Brigate Rosse nicht gegeben. Kenne Piazza Fontana nicht, wenn man aber z.B. Andreottis Rolle im Spiel mit den Nato-Geheimarmeen durchleuchtet, dann weiss man, dass seine Regierung Terrorakte beging, um der Kommunistischen Partei und sogar den Sozialisten zu schaden.. Staatsterrorismus, nicht links. Wurde aber den BR in die Schuhe geschoben.
      München 1980 waren Rechtsextreme am Werk, 13 Tote. Kenne keine Zahlenvergleiche, aber die Rechte/Rechtsextremen darf man nicht einfach ausblenden.
      25 6 Melden
    600
  • leu84 10.06.2016 08:46
    Highlight Das Bombenattentat in Olten habt ihr vergessen
    11 0 Melden
    600
  • mortiferus 27.03.2016 01:47
    Highlight zu Lockerbie, die einzigen die ein Motiv hatten waren die Iraner. 3. Juli 1988 Iran Air 655 Abschuss durch die USS Vincennes, 290 Tote. Die Iraner schworen Rache, Auge für Auge, Zahn um Zahn. 21. Dezember 1988, ein paar Monate später, 259 Tote aus der Pan Am, deren Trümmer auf Lockerbie stürzten. Gaddafi war der Ideale Sündenbock für die USA, er war vorher schon auf ihrer Abschussliste. Bologna, da gibt es auch Zweifel. Zuerst wurden die Brigade rosse verantwortlich gemacht, danach sah es so aus als die ital. Rechte das Inszeniert hat. Licio Gelli, Porpaganda Due (P2), Carlos, GLADIO....
    24 4 Melden
    • Panzerottosalat 15.07.2016 13:53
      Highlight s. Wikipedia:
      "Nach Aussage seines im Zuge des Aufstandes in Libyen 2011 zurückgetretenen Justizministers hat jedoch Libyens damaliger Machthaber Muammar al-Gaddafi persönlich das Attentat von Lockerbie im Jahr 1988 angeordnet. „Ich kann beweisen, dass Gaddafi den Befehl für Lockerbie gegeben hat“, sagte Mustafa Abdel Dschalil der schwedischen Zeitung „Expressen“ im Februar 2011."

      https://de.wikipedia.org/wiki/Lockerbie-Anschlag

      6 4 Melden
    600
  • Bowell 25.03.2016 12:33
    Highlight Die letzten 10 Jahre hat der Terror in Europa vielleicht abgenommen, aber seit 2015 nimmt er (gefühlt) wieder zu und ich bin sicher, dass die Statistik in 10 Jahren wieder ganz anders aussehen wird. Nur weil die letzten Jahre verhältnismässig ruhig waren werdens die nächsten nicht zwingend auch sein. Auch wenns zu hoffen wäre.
    30 46 Melden
    • Ichholeuchalle 26.03.2016 16:06
      Highlight gell du sehnst dich regelrecht nach Radau und Unglück, nur damit dein Weltbild bestätigt wird, und du nicht zugeben musst dass wir alle ein bisschen hysterisch und paranoid sind.
      62 47 Melden
    • Bowell 26.03.2016 22:46
      Highlight Frag doch die toten Journalisten von Charlie Hebdo, die 130 toten Menschen in Paris oder die 31 in Belgien, wer paranoid ist...
      52 28 Melden
    • kuni 26.07.2016 08:07
      Highlight Du darfst natürlich fühlen, was du willst Bowell, aber in diesem Artikel geht es eben gerade darum, Fakten darzustellen, die einer subjektiven, verzerrten Wahrnehmung gegenüberstehen. Deine Gefühle bestätigen also genau das im Artikel geschriebene.
      0 2 Melden
    600
  • Hassnain Kazim 24.03.2016 19:56
    Highlight Schon mal was von der PKK gehört? Zehntausende Tote gehen auf deren Konto! Sind für euch vielleicht die "kurdische Arbeiterpartei". Für die meisten Türken und Kurden sind es linksextreme Terroristen. Sowohlin der EU als auch in den USA und der Türkei gilt die PKK als Terrororganisation! Warum ist die nicht in der Statistik?

    PKK/YPG ruft zu Terror auf:
    20 51 Melden
    • sensen 30.03.2016 11:54
      Highlight Eh, die sind in der Statistik (der weltweiten), was denkst du, weshalb in der Türkei doch einige Attentate verzeichnet sind. Nur sind diese Attentate halt doch bedeutend weniger als die anderer Gruppierungen. Weshalb sie nicht in den Graphiken von Anschlägen in der EU oder in Westeuropa vertreten sind versteht sich ja von selbst.
      18 0 Melden
    600
  • Mani Von Bergen 24.03.2016 14:44
    Highlight Toller linker Artikel, die Watson Gutmenschen reden ihre Welt wieder schön.
    51 126 Melden
    • bcZcity 24.03.2016 16:44
      Highlight Das sind eben die Fakten, und die hört immer die Gruppierung nicht gern, deren Politik damit entkräftet wird!
      97 34 Melden
    • Baba 25.03.2016 09:57
      Highlight Was hat die Erwähnung früherer Terrorwellen (die ganz viele hier noch bewusst erlebten!) und die Statistiken mit schönreden zu tun? Immer diese verdammte links-rechts Leier; die bringt uns echt nicht weiter!

      Es gibt es zu viele faktenresistente Menschen, die die Welt ausschliesslich aus ihrer ganz persönlichen Ecke heraus sehen (wollen). Weil es einfacher ist? Weil es die Exponenten ihrer favorisierten Organisationen/Parteien so simplifizieren? Weil es schwer ist zu akzeptieren, dass die Muslime selbst massivst unter diesem heutigen Terror leiden und damit das grosse Feindbild Risse bekommt?
      91 10 Melden
    • Ichholeuchalle 26.03.2016 16:08
      Highlight Das Frustbürgertum ist frustrierter als die Welt her gibt...so nen Mist aber auch
      37 13 Melden
    600
  • Salatschildkröte 23.03.2016 17:44
    Highlight Es ist interessant, dass z.b. der Irak, Syrien und Afghanistan eigentlich als Kriegsgebiete eingeschätzt werden, aber trotzdem dortige Terroranschläge als solche gewertet und gezählt werden.

    Eine bemerkenswerte Unaufrichtigkeit, könnte dies doch so ausgelegt werden, dass Franzosen und Belgier nun auch einen Flucht- und Asylgrund geltend machen dürfen... Oder im Gegenzug die Iraker, Syrer und Afghanen eben keinen.

    Oder entscheidet sich dies daran, was man gerade möchte?
    28 46 Melden
    • Sapere Aude 23.03.2016 18:38
      Highlight Der Unterschied liegt wohl in der Anzahl Opfer gemessen an der Bevölkerung.
      40 000 Terroropfer bei 35 Millionen Einwohner im Irak gegenüber 420 Todesopfer auf 550 Millionen Europäer ist wohl ein deutlicher Unterschied. Ausserdem bedeutet eine irakische Staatsbürgerschaft noch lange nicht, dass der Asylantrag angenommen wird, die Wahrscheinlichkeit ist einfach höher als beispielweise bei einem Kosovaren.
      52 8 Melden
    • Salatschildkröte 23.03.2016 19:51
      Highlight Hey Sapere, hätte wetten können, dass du versuchst das schönzureden.
      Du weichst zwar der Frage aus und vergleichst ein Land direkt mit einem Kontinent, aber alle Argumente zählen, wenn man nur fest genug glaubt :)

      Also nocheinmal. Wieso sind 40'000 "Terroropfer" wenn durch den Krieg in der Zeit im Irak etwa 200'000 umkamen?

      Und wieso sind kosovarische Asylanträge auf Platz vier? Bei uns, wenn der dortige Krieg definitiv seit über 15 Jahren vorbei ist?

      Der Unterschied Terror oder Krieg, dient doch rein dem Zweck, die Berichterstattung und dich zu manipulieren.
      22 40 Melden
    • Sapere Aude 23.03.2016 20:15
      Highlight Bei einem Krieg bekämpfen sich zwei reguläre Armee von zwei oder mehr Staaten.
      Bei einem Bürgerkrieg bekämpfen sich zwei oder mehr Interessensgruppierung in einem Land.
      Terror wird in vielen Fällen von kleinen Gruppierungen die nicht über die konventionellen Mittel verfügen verübt und richtet sich gegen die Zivilgesellschaft und staatliche Strukturen.
      Die Unterscheidung dient folglich nicht der Manipulation, sondern der Unterscheidung verschiedenen Konfliktformen. In Syrien und Irak überlagern sich die Konfliktform des Bürgerkrieges, Kriegs und des Terrors.
      55 9 Melden
    • Sapere Aude 23.03.2016 20:21
      Highlight Natürlich vergleiche ich ein Kontinent und ein einzelnes Land, dass ist auch bei diesem Beispiel durchaus legitim. Die Chance einem Terrorangriff im Irak oder Syrien zum Opfer zu Fallen ist um einiges höher als in Europa. Neben dem eigentlichen Terror, befinden sich beide Länder auch noch in einem Bürgerkrieg. Als Belgier bist du nicht in deiner existenziellen Not bedroht, als Syrer und Iraker schon. Deshalb ist ein einziger Terroranschlag in Belgien noch kein Grund zu fliehen, 10'000 Anschläge und zusätzliche Kampfhandlungen zwischen Millizen und Armeen schon.
      52 5 Melden
    • Sapere Aude 23.03.2016 20:37
      Highlight Die kosovarischen Asylanträge werden wahrscheinlich durch die wirtschaftliche und politische Krise im Kosovo begründet sein. Weshalb die Chance auf Aunnahme des Gesuchs äusserst klein ist. Was ich persönlich auch in Ordnung finde. Trotz alles Misstände im Kosovo gibt es wohl nur noch wenig Gründe ein Asylgesuch aus diesem Land anzunehmen.
      Btw. Kosovo ist zwischen 01.01.15-01.09.15 was die Asylgesuche auf Platz 10 und nicht 4. Würde vielleicht das nächste mal zuerst Recherchieren bevor du irgendetwas behauptest das nicht stimmt. Vor allem wenn du versuchst dich über andere lustig zu machen.
      45 4 Melden
    • Sapere Aude 23.03.2016 20:42
      Highlight Insofern Fenek habe ich deine Frage beantworten und bin ihr nicht ausgewichen. Ich kann es aber gerne noch einmal zusammenfassen.
      Kriegsopfer -> Opfer von Auseinandersetzungen zwischen Kombattanten.
      Terroropfer -> Opfer von Terroranschlägen
      Es handelt sich folglich um eine technische / taktische Unterscheidung zwischen einzelnen Konflikttypen die in den Militär und Politwissenschaften gebräuchlich ist.

      32 4 Melden
    • Salatschildkröte 23.03.2016 20:55
      Highlight Ok. Ich bin erschlagen von deiner Kommunikationsflut. Und beruhigt und erfreut, dass ich in Sachen Kosovo so daneben lag :)

      Ich denke, ich gönn dir diesen Sieg auch wenn ich jetzt die Terroropfer in Frankreich, das ja dem Islamischen Staat den Krieg erklärt hat, eher als Kriegsopfer betrachte. Bei Belgien bin ich nicht sicher.

      Aber gut gemacht :) Ich bin zwar nicht schlauer, aber es spielt ja eh keine Rolle. Auf jeden Fall den Opfern nicht.
      7 47 Melden
    • Sapere Aude 23.03.2016 21:09
      Highlight Das Problem ist bereits das wir Daesh als Islamischen Staat bezeichnen. Damit rücken wir die Terrororganisation in eine Nähe eines Staates, was wir mit allen Mitteln verhindern sollten. Daesh ist kein Staat, Daesh ist eine hunzkommune Terrororganisation, die es zu bekämpfen gilt. Deshalb sind die Opfer in Frankreich und Belgien Terror und keine Kriegsopfer. Im Krieg gelten trotz allem noch Regeln, so beispielsweise das Verbot von Chemiewaffen oder die Vorschrift Zivilisten und Kulturgüter zu schonen. Daesh haltet sich an keine dieser Regeln, deshalb auch die Unterscheidung.
      41 8 Melden
    • FrancoL 23.03.2016 22:37
      Highlight @Sapere Aude: Den IS sollten wir nicht als Staat ähnliches Gebilde sehen? Das wäre ein Wunsch, der IS operiert aus einem Staat ähnlichen Gebilde heraus, hat ähnlich Strukturen und was das Hauptproblem ist er ist weil er eben ein Staat ähnliches Gebiet hat auch schwerer zu treffen als dies mit den kleinen Zellen der europäischen Terroristen (rechte und linke) in den 80-Jahren der Fall war.
      14 12 Melden
    • FrancoL 23.03.2016 22:40
      Highlight @Sapere Aude;
      Auch wenn wir die Augen verschliessen, der IS hat ein viel zu grosses Rückzugsgebiet und der IS kann die Menschen die dort leben als Schutzschilder brauchen, war in der EU in den 70-80iger auch nicht der Fall. Es wäre falsch dies zu verniedlichen oder gar zu negieren. Es kommt NICHT auf die Bezeichnung an die man dem IS geben will an, sondern auf den Fakt dass er wie ein Staat operiert und dies auch beim bewirtschaften der Ressourcen.
      10 8 Melden
    • Sapere Aude 23.03.2016 23:02
      Highlight Wir müssen unterscheiden zwischen dem was Daesh ist und als was wir in bezeichnen. Daesh stützt sich auf tatsächlich auf Strukturen, die wir von auch von Staaten kennen, trotzdem würde ich ihn nicht als Islamischen Staat bezeichnen. Sowenig wie ich die von den Farc kontrollierte Gebiete als Kommunistische Republik Südamerikas bezeichnen würde. Daesh möchte, dass wir ihres Herrschaftsgebiet als Staat bezeichnen, warum sollen wir ihnen den Gefallen machen? Ich würde Daesh auch nicht mit RAF oder so vergleichen, sondern eben mit der FARC oder Tamil Tigers.
      27 5 Melden
    • Sapere Aude 23.03.2016 23:07
      Highlight Wenn wir Daesh wirkungsvoll bekämpfen wollen, dann dürfen wir es gerade nicht als Staat bezeichnen, auch wenn es gewisse Parallelen gibt. Bezeichnen wir es als Staat, stellen wir es auf die gleiche Stufe wie andere Staaten, damit schaffen wir Anerkennung. Vielmehr ist IS eine international agierende radikal islamische Miliz mit verschiedensten Rückzugsgebiete und teilweise quasistaatlichen Strukturen. Ausserdem lehnt die Mehrheit des Muslime den Begriff Islamisches Kalifat als Bezeichnung für den IS ab, stattdesen die Verwendung Daesh, ich persönlich würde dieser Sprachregelung folgen.
      25 6 Melden
    • FrancoL 23.03.2016 23:59
      Highlight @Sapere Aude; Sehen Sie da gehen unsere Meinungen teilweise weit auseinander. Es geht mir nicht um die Bezeichnung sondern um die reelle Wahrnehmung des IS und vokalem ihrer real möglichen Aktionsbasen. Dem IS ist es wohl eher gleich wie wir ihn bezeichnen wollen, der IS hat diese Strukturen und das macht in so gefährlich und unberechenbar. Ich vergleiche in mit der RAF oder RB aber ich setze in nicht gleich, denn genau das ist das Problem mit der Bekämpfung des IS. Die angegriffenen Staaten müssen eine neue Strategie entwickeln und können nicht auf alte Erfahrungen zurückgreifen.
      4 12 Melden
    • FrancoL 24.03.2016 00:04
      Highlight @Sapere Aude; Foge ich Ihren Überlegungen dann lande ich in einer Sackgasse, die vielleicht die Bezeichnung gut umschreibt aber keine reelle Bekämpfung ermöglicht. Wenn eine Terrororganisation mit Staat ähnlicher Struktur und gutem Rückzugsgebiet so international agiert und rekrutiert dann sind ganz andere Bekämpfungslösungen gesucht.
      Der Vergleich mit Südamerika hapert ein wenig, da geht es meines Wissens vor allem um Gebietsansprüche die verloren gingen und die rückerobert werden sollen. Der IS verfolgt da etwas ganz anderes; Destabilisierung eines Feindbildes nicht eines Territoriums.
      6 11 Melden
    • Sapere Aude 24.03.2016 01:21
      Highlight Ich bin mit Ihnen einverstanden, dass für die Bekämpfung von Daesh neue Ansätze verfolgt werden müssen und es nicht mit der RAF oder anderen Terrororganisationen verglichen werden kann. Trotzdem können wir das von Daesh kontrollierte Gebiet nicht einfach wie einen anderen Staat bekämpfen. Werden die Stammgebiete in Syrien und Irak zurückerobert, heisst das noch lange nicht, dass der "Krieg" gewonnen ist. Der IS verfügt noch über andere Rückzugsgebiete. Islamischer Staat oder islamisches Kalifat ist im muslimischen Kulturraum gewachsener Begriff.
      17 3 Melden
    • Sapere Aude 24.03.2016 01:32
      Highlight Wenn die Mehrheit der Muslime die Verwendung des Begriffes IS eben gerade auch wegen des historischen Kontext ablehnen, sollten wir das auch tun. Denn mit diesem Begriff versucht Daesh eine legitime Verbindung zu schaffen zum letzten islamischen Kalifat aber auch bis zu Mohamed zurück. Ich selbst habe schon mit Muslimen gesprochen, die nicht verstehen, weshalb wir dieses "Ding" als Islamischen Staat bezeichnen. In den Augen vieler Muslime legitimieren wir damit nur den Führungsanspruch Al Baghadis auf das Amt des Kalifen.
      17 4 Melden
    • Sapere Aude 24.03.2016 01:38
      Highlight Insofern sind neue Bekämpfungsansätze genau das was mir brauchen und da hilft weder der Bezug auf Staaten noch klassische Terrororganisationen. Dieser Kampf muss eben auch psychologischen und verbalen Ebene geführt werden. Daesh kann nur dann wirkungsvoll bekämpft werden, wenn er auch die Unterstützung lokaler Stämme und der Bevölkerung verliert. Das gelingt aber nur, wenn Daesh nicht nur als Terrororganisation wahrgenommen wird, sondern auch als unislamisch.
      16 4 Melden
    • Sapere Aude 24.03.2016 01:41
      Highlight Oder anders ausgedrückt, ich teile Ihre Bedenken auf der taktischen, operativen und strategischen Ebene. Hier müssen wir tatsächlich von Staatsähnlichen Strukturen ausgehen und entsprechen verfahren. Auf der propagandistischen Ebene müssen wir aber ganz anders denken, dort dürfen wir auf keinen Fall in eine Terminologie verfallen, der Daesh im innermuslimischen Diskurs Anerkennung gewährt.
      15 4 Melden
    • FrancoL 24.03.2016 09:25
      Highlight @Sapere Aude; Wir sind uns weitgehend einig; mir geht es weniger um das Verbale, sondern vorerst um die richtig Wahrnehmung des IS, ob an diese nun verbal austrocknet oder nicht ist Sache einer breiten Bevölkerung auf die weder Sie noch ich grossen Einfluss haben. Diese verbale Kreditierung erfolgt eh weit von uns entfernt. Wichtig ist das bei der Suche nach geeigneten Massnahmen nicht falsche Annahmen getroffen werden und auf einer breiten internationalen Ebene agiert wird, etwas was bei der Bekämpfung von anderen Terrororganisationen viel weniger gemacht werden musste.
      5 3 Melden
    • FrancoL 24.03.2016 09:32
      Highlight @Sapere Aude; Falsche Annahmen sind meine Sorge. In der teilweisen bilden Wut den IS zu besiegen oder auszurotten zu wollen, verzetteln sich die Bemühungen und das genau das will der IS mitunter erreichen; Destabilisierung und gleichzeitig Verzettelung der IS-Verfolgung vermischt mit Rache; und Rache prägt viele Anhänger des Dash.

      Auch betrachte ich es als äusserst schwer den IS verbal auszutrocknen, nicht hier bei uns in der Schweiz, sondern nur schon in Europa.
      4 3 Melden
    • FrancoL 24.03.2016 09:37
      Highlight Sapere Aude;
      Bezüglich verbale Austrocknung: Da erinnere ich mich an die Geschichte rund um Feltrinelli in Italien, die Macht einer Idee kann im Parauntergrund ganz schön Früchte tragen und über Jahre hinweg als Katalysator wirken, genau diese Haltung befürchte ich bei den IS nahen Kreisen und den sich zwar distanzierenden aber mit TEILEN des Handelns einverstandenen muslimischen und NICHT muslimischen Kreisen. Der Kampf gegen das Westliche Abendland hat tiefe Wurzeln, je mehr sich ein gewisses imperiales Verhalten entwickelt desto mehr wird der IS gefördert.
      7 4 Melden
    • Mortimer 25.03.2016 09:58
      Highlight @Sapere Aude & @FrancoL

      Sehr interessante Ansätze die sie haben, bezüglich einer allgemeingültiger benennung und klassifizierung des Daesh.
      Wie sieht es aber mit einemkonkretten strategischen Vorgehenaus?
      Das ist für mich das Dilemma. USA wird sich (ausser Luftschläge) nicht darum kümmern. Die kurdischen Kräfte sind unterbesetzt und an verschieden Fronten festgesetzt. Ein geschlossenes vorgehen der EU/UNO ist unmöglich. Wären Söldnertruppen eine Lösung? Ich meine damit einen asymetirsche Krieg, geführt von Staaten.
      4 4 Melden
    • FrancoL 25.03.2016 11:31
      Highlight @Mortimer; ja die Diskussion drehte sich stark um die Wertigkeit der Benennung des Daesh. Gerade darin liegt aber auch ein möglicher Ansatz um den Daesh zu bekämpfen. Wird er territorial erfasst (nicht anerkannt wohl bemerkt) dann ergibt sich eine andere Situation und ein anderes Vorgehen. Wird er als zersplittertes Gruppierungsgefäss erfasst sind da andere Vorgehensweisen gefragt. Das alles sind keine Lösung ist mir schon klar, aber sie könnten einen klärenden Rahmen stellen. Ihr Einschätzung der Möglichkeiten teile ich, mein Vorschlag wäre: lese weiter . . . . .
      6 1 Melden
    • FrancoL 25.03.2016 11:36
      Highlight @Mortimer; Den Daesh nicht als Splitterunternehmen ansehen, ihn ähnlich zu einem Staat betrachten und ihn grossräumig austrocknen. Die militärische Bekämpfung mit vielen zivilen Toten würde ihn nur in den Untergrund treiben. Der Vorteil dieser Belagerung und Austrocknung wäre dass auch die Bevölkerung eine Chance hätte das Gebiet zu verlassen (mit Opfern das ist mir klar), wenn alles kurz und klein gebombt wird die Zivilbevölkerung zu stark in Mitleidenschaft gezogen. Ob sich eine Allianz zur Austrocknung/Belagerung einrichten kann ich nicht abschätzen, Scheint mir aber eine Möglichkeit.
      4 1 Melden
    • Sapere Aude 25.03.2016 12:20
      Highlight Das uns gestellte Probblem ist ziemlich komplex, was konkrette Lösungsansätze schwierig macht. Wie Franco bereits angesprochen hat, ist das Ansehen der USA vor Ort beschädigt. US Bodentruppen vor Ort werden als Besatzer gesehen, sie sind deshalb für einen Bodeneinsatz nicht geeignet. Ähnliches liesse sich über russische Bodentruppen sagen. Daesh kann nicht besiegt werden solange die Regionalmächte Türkei, Saudi Arabien und Iran zusammen mit Russland und der USA keine gemeinsame politische Lösungen finden wollen.
      4 1 Melden
    • Sapere Aude 25.03.2016 12:31
      Highlight Daesh ist nicht für jeden am Konflikt beteiligten Akteur der Hauptgegner, deshalb konnte er sich auch so lange halten. Saudi Arabien und die Golfstaaten sind im Jemen absorbiert und wollen in erster Linie Assad stürzen. Die Türkei wollen Assad stürzen und einen kurdischen Staat an der Grenze verhindern. Iran will Assad und seine Stellung in der Region halten. Russland will seine Verbündete stützen und was die USA wollen wissen die wohl selber nicht.
      3 1 Melden
    • Sapere Aude 25.03.2016 12:44
      Highlight Es braucht folglich zuerst eine politische Einigung zwischen den Konfliktparteien exklusive Daesh/Nusra, in welcher die einzelnen Akteure sich von den eigenen Partikularinteressen distanzieren. Der Konflikt muss eingefrohren werden. Waffenstillstandsverhandlungen zwischen der Türkei und PKK/YPG, Assad und Rebellen, Klärung politischer Differenzen zwischen Iran und Saudi Arabien. Parallel dazu ein koordiniertes militärisches Vorgehen um Nusra/Daesh zu besiegen. Der Einsatz ist durch eine UN Resolution zu stützen, die operationelle Führung würde ich den Jordanier übergeben.
      3 2 Melden
    • Sapere Aude 25.03.2016 14:03
      Highlight Wesentliches Problem, welches einer konkreten Lösung im Weg steht ist, dass die einzelnen Konfliktparteien unterschiedliche Interessen verfolgen die sich gegenseitig widersprechen. Der Sieg über Daesh ist nicht das primäre Ziel aller beteiligten Konfliktparteien und solange dies nicht der Fall ist, werden wir auch keine Fortschritte erzielen.
      Wenn wir Daesh besiegen wollen, dann müssen wir den Konflikt als ganzes entflechten und die unterschiedlichen Konfliktparteien an den Verhandlungstisch bekommen, exklusive natürlichen den extremistischen Kräfte Daesh und Al Nusra.
      4 1 Melden
    • Salatschildkröte 25.03.2016 14:15
      Highlight Ich finde, wir sollten den potenziellen IS-Radikalen (aus Europa) 200 Jungfrauen versprechen, und bei hundert Anschlägen auf den IS eine gratis Mosche mit Märtyrerstatue in Winti... und 10kg C4 als Bonus bei sofortiger Abreise :)
      5 8 Melden
    • Mortimer 26.03.2016 02:28
      Highlight @Sapere Aude & @Franco exFennek (vllt. sollten wir einen neuen Thread eröffnen, damit der Arme, nicht immer unnötig "angestubst" wird

      @...
      1 1 Melden
    • Mortimer 26.03.2016 02:28
      Highlight @Franco Ja, es ist wichtig den klärenden Rahmen zu schaffen, um weitere Vorgehen zu planen. Aber versteckt sich diepol. Elite nicht genau davor dies zu tun, weil sie sich vor der dem(n) nächstem(n) Schritt(en) fürchten? Und das einzige was getan wird, ist alles kurz und klein zu bomben, was zu einem weiterem Flüchtlingstrom (sry, für das Wort) führt, es jedoch nicht zu keiner änderung führt. Darum frag ich dich, von welcher möglichen Allianz sprichst du?
      2 1 Melden
    • Mortimer 26.03.2016 02:29
      Highlight @Sapere Aude bevor TR; SA; IR; RU und USA eine Lösung finde, haben wir den Stein der Weisen gefunden. Wie kommst du aber zu dem Schluss, dass TR Assad stürzen möchte? Ist er nicht genau die (staatliche) Autorität, welche die YPG vor einer Staatsgründung hindert? Bevor SA und IR ihre politischen Diff. klären können, müsste der reli. Twist zwischen Schiiten und Sunniten lösen (wen du das schaffst hast, du dir 10 Friedensnobelpreise verdient), wie könnte man also dann den Konflikt, als ganzes entflechten?
      1 1 Melden
    • Mortimer 26.03.2016 02:38
      Highlight Ich persönlich, finde dienYPG (ohne den Talabani Clan)) als einzige Partei, welch man voll unterstützen und fördern sollte. Aber auch dies ist reines Wunschträumen von meinerseits.
      2 1 Melden
    • deleted_565661181 26.03.2016 11:41
      Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Krieg

      damit sollte die Definition Krieg nun klar sein.
      2 0 Melden
    • FrancoL 26.03.2016 12:32
      Highlight @Mortimer; Es ist wohl eine etwas verrückte Idee, die wohl auch viele Blitze mit sich zieht (was für mich nicht wichtig ist): Ich würde es mit einer Zangen-Allianz versuchen: eine Seite: Syrisch/Russische und Irak/Amerikanische auf der anderen Seite. Es müsste nicht zu einem Gemetzel kommen sondern zur Unterbindung der Wege und Zugänge. Das alles würde allerdings auch lange dauern, aber alles was man vor Ort angeht wird dauern, damit wird der IS Terror noch über 3-4 Jahre andauern.
      4 2 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 12:54
      Highlight "Wie kommst du aber zu dem Schluss, dass TR Assad stürzen möchte?"
      Die Türkei ist sunnitisch geprägt und steht ideologisch den Saudis näher als Assad, der als Alawit Richtung Iran ausgerichtet ist.
      Mir ist schon klar, dass das entflechten des Konfliktes die grosse Knacknuss ist, aber ohne diesen Prozess ist Daesh nicht beizukommen. Die momentane Situation führt dazu, dass viele am Konflikt beteiligten Operationen durchführen, die Daesh eher nützen als Schaden.
      3 2 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 13:00
      Highlight Die Kunst wäre es zuerst die unterschiedlichen Konflikt Parteien an den Tisch zu bringen, was aufgrund der ideologischen Differenzen kaum möglich ist. Das wäre nur möglich, wenn die Grossmächte die Unterstützung der lokalen Konfliktakteure einstellen und den Geldhahn zu machen würden. Wenn die Türken, Iraner und Saudis keine Ressourcen mehr haben um diesen Stellvertreterkrieg weiter zu befeuern, sind sie vielleicht auch bereit an den Verhandlungstisch zu kommen.
      3 2 Melden
    • FrancoL 26.03.2016 13:08
      Highlight @Sapere Aude; Du sprichst ein Vielzahl von Lösungen an und zeigst ein ordentlich tiefes Wissen über die Aufsplitterungen vor Ort zu haben.
      Gleichzeitig bezweifelst Du aber aber die Machbarkeit Deiner Lösungen gleich schon am Anfang.
      Wenn wir andere Konflikte in der Vergangenheit betrachten wurden diese von wechselnden Allianzen, ja von Allianzen die vorher nicht geplant und erahnt wurden geprägt. Dies gilt zB auch bei der Terrorbekämpfung in der BRD und in IT, wohl auch im Baskenland und in Irland. Allianzen sind mit Gegengeschäfte auszuhandeln und zu alimentieren.
      3 1 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 14:52
      Highlight Ja aufgrund meiner momentanen Analyse der Faktoren erscheint mir eine schnelle und effiziente Lösung des Konfliktes nicht möglich. Die am Konflikt beteiligten Parteien verfolgen zu unterschiedliche Interessen. Viel wäre bereits gewonnen, wenn es der Irakischen Armee gelingt, Daesh auf irakischen Territorium zu besiegen. Unter der Bedingung, dass der Waffenstillstand in Syrien hält könnte ich mir vorstellen, dass sich Russland und die USA im Hintergrund auf eine Arbeitsteilung mit den vor Ort vorhandenen Verbündeten einigen.
      2 1 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 14:57
      Highlight Das würde bedeuten, Assad momentan nicht zum Thema zu machen. Die Russen und die syrische Armee erledigen Daesh in Syrien, die irakische Armee mit amerikanischer Hilfe im Irak. Das funktioniert aber nur, wenn die Türken, Kurden und Saudis die Füsse still halten. Nebenbei muss in beiden Länder ein nationaler Dialog über die politische Lösung des Konfliktes aufgegleist werden, die die Frage klärt, wie die unterschiedlichen politischen, religiösen und ethnischen Gruppierungen in der politischen Gestaltung eingebunden werden können.
      4 1 Melden
    • FrancoL 26.03.2016 16:40
      Highlight @Sapere Aude; Ja man müsste einige Sachen nicht zum Thema machen! Das ist der Preis für eine Zerstörung des Daesh. Es gibt keine Softlösungen und mit Verhandlungen, da leben wir ein weiters Jahrzehnt mit dem Terror im Rücken und dann haben und destabilisiert, Zäune im Akkord aufgebaut, gegenseitig die Schuldzuweisungen im Dutzendpack verfasst; das würde vielen ausser uns Europäern gefallen. Der eine Schlüssel sind die Türken mit den Kurden, da müsste die EU in den sauren Apfel beissen, das andere sind die Iraner die man wohl "Kaufen" müsste. Ja klar alles nicht einfach, aber machbar.
      3 0 Melden
    • Salatschildkröte 26.03.2016 18:09
      Highlight Aber Mort. Ich habe doch auch so gute Ideen. Wir könnten z.b. ja Israel bitten einen Atomtest im IS Gebiet zu veranschlagen. (Die US zahlen ihnen immerhin etwa 4 Mrd. pro Jahr.) Mit den deutschen U-booten, die man z.b. über dem Assad-See abwerfen könnte. Nein Scherz Israels Atommacht reicht schon lange viel weiter.

      btw. bedeutet euch der Friedensnobelpreis noch etwas, nach Obama?
      1 4 Melden
    • Sapere Aude 26.03.2016 18:36
      Highlight Obama hat diesen in meinen Augen nie verdient.
      6 0 Melden
    600
  • pamayer 23.03.2016 17:38
    Highlight der terror europäischer gruppen war entweder indirekt von der nato unterstützt / angestachelt (raf, brigade rosse), von faschistischen gruppierungen durchgeführt (wieder mit nato background), oder von uk resp spanien mittels massiven repressionen provoziert (ira, eta).
    terror ist NIE gerechtfertigt.
    der europäische, politische terror kommt aber auch nicht von nichts, sondern war stets eine reaktion auf unnötige machtdemonstrationen vonseiten der machthaber.

    der islamische terror ist da anders gewickelt...
    18 16 Melden
    • Fabio74 23.03.2016 22:07
      Highlight Beweise für diese Behauptungen?
      15 6 Melden
    • zwan33 26.03.2016 16:56
      Highlight @ pamayer: Der islamistische Terror kommt von nicht? Und die Kriege im Irak, Afghanistan, Syrien etc., die gibt es gar nicht? Oder wie läuft Ihre von Beginn weg absurde Argumentation in diesem Fall???
      7 1 Melden
    600
  • bangawow 23.03.2016 17:23
    Highlight Danke. Wichtiger Artikel, den man auf der Front auch grösser platzieren könnte.

    Und nein, liebe Wutbürgerchen, damit wird der islamistische Terror nicht verniedlicht. Die Verniedlichung von Terror ist im Allgemeinen eher schwierig. Aber dazu gibt’s sicher eine Verschwörungstheorie oder so.
    36 11 Melden
    600
  • Tom Garret 23.03.2016 17:11
    Highlight Könnte man die Statistiken der Ehrlichkeitshalber nicht alle mit 2015 ergänzen? Irgendwie ist es schon ein wenig beschönigend wenn man einfach bei 2014 stoppt.
    15 9 Melden
    600
  • Sapere Aude 23.03.2016 16:21
    Highlight Auch wenn dieser Artikel nur "aufgewärmt" ist, finde ich solche Hintergrundartikel extrem wichtig. Ob die Unterscheidung zwischen politischen und religiösen Terror sinnvoll ist, stelle ich jedoch in Frage. Mir scheint da sind die Grenzen fliessend. Einerseits hat jede Terrororganisation auch politische Ziele und radikale Gruppierungen haben oft auch einen quasireligiösen Touch.
    32 5 Melden
    600
  • Zaytoun 30.12.2015 07:03
    Highlight Das Attentat in Zug im Kantonsrat 2011?
    2 22 Melden
    • Oliver Wietlisbach 30.12.2015 10:47
      Highlight Du meinst vermutlich das Attentat von 2001 in Zug, oder?

      "Dem Terror zum Opfer fielen bei uns seit 1898 insgesamt 60 Menschen, seit 1995 niemand mehr – sofern Amokläufe nicht mitgezählt werden. Am 27. September 2001 erschoss Friedrich Leibacher während einer Sitzung des Zuger Kantonsrates drei Regierungsräte und elf Kantonsräte. Diese Amoktat wird in der Global Terrorism Database als letztes Terrorereignis in der Schweiz geführt. Ob eine Tat ein politisch-ideologisch motivierter Terroranschlag oder ein wahnhafter Amoklauf ist, lässt sich manchmal nur schwer sagen."
      33 3 Melden
    • Anded 30.12.2015 15:21
      Highlight Leibacher hat sich sein Ziel ausgesucht und die Tat war geplant. Der Anschlag galt den Politikern. Ein wahnhafter Amoklauf kann auch ein Terroranschlag sein. Ich würde auch alles dschihadistische als wahnhaft bezeichnen und Charlie Hebdo und Bataclan waren auch Amokläufe. Warum soll das nicht das gleiche sein? Organisation vs. Einzeltäter kann es nicht sein, da die BZ im verlinkten Artikel diverse Einzelaktionen dem Terror zuordnet.
      19 3 Melden
    600
  • Mortimer 08.12.2015 22:39
    Highlight Fällt die NSU und das Oktoberfestattentat von 1980 nicht auch unter Terror?
    24 1 Melden
    • Baba 23.03.2016 17:47
      Highlight In meinen Augen ganz klar. Das Oktoberfestattentat mit den 13 Todesopfern ist in der einen Balkengrafik (Terroropfer in Europa 1970 bis...) explizit erwähnt (Munich 13 killed)
      9 0 Melden
    • Mortimer 25.03.2016 09:30
      Highlight Dank Baba für den Hinweis.

      Diesen Kommentar schrieb ich am 08.12.15. Ich weiss heute nicht mehr, ob diese Graphik damals schon dabei war. Es kann jedoch durchaus passiert sein, dass die Informationen überlesen wurde.
      Für mich fehlt aber immer noch die Verbrechen der NSU. Auch wen bei jedem Anschlag nur eine Person um kam, erüllen sie alle Kriterien um als Terrorismus zu gelten.
      3 0 Melden
    600
  • Sir Lanzelot 08.12.2015 03:56
    Highlight Jetzt hab ich immer gemeint es sei das erste mal, dass es in Europa Tote gegeben hat.
    Ich bin erschüttert: Das gab es ja schon vorher!
    Ok, in dem Fall ist das Ereignis von Paris normal...
    Ich habe jetzt keine Angst mehr.

    (Habt ihr das erreichen wollen mit diesem Artikel? Dann geniesst den kurzen Augenblick des Erfolg bis ihr dann merkt, dass meine Aussage noch weniger ernst gemeint ist als euer Artikel!)
    24 104 Melden
    • pamayer 23.03.2016 17:28
      Highlight depp!
      50 7 Melden
    • Randy Orton 24.07.2016 00:26
      Highlight Du darfst schon Angst haben, wenn du das möchtest. Aber dann wäre es doch logischer und zielführender, wenn du vor den Dingen Angst hast, die dich mit grösster Wahrscheinlichkeit bedrohen. Und da gehört Terrorismus nun mal nicht dazu.
      0 1 Melden
    • Sir Lanzelot 24.07.2016 07:57
      Highlight Hähä ich bin froh, dass dieser Artikel wieder recycelt wird wenn es wieder mal nach Terror riecht. So schlafen wir doch alle gleich viel besser... Seht doch mal die Daten der Veröffentlichung an?
      2 0 Melden
    600
  • Aurorafalter 07.12.2015 22:32
    Highlight "Staaten sind als Akteure ausgenommen."
    Der "Islamische Staat" ist also kein Staat. Ab wann zählt also etwas als Staat?
    4 40 Melden
    • Olaf44512 01.01.2016 00:56
      Highlight Wenn es von der Internationalen Gemeinschaft als Staat anerkannt wurde.
      47 0 Melden
    • Mia_san_mia 23.03.2016 16:59
      Highlight Sicher ist das kein Staat!
      18 0 Melden
    600
  • burny 07.12.2015 20:19
    Highlight Macht was ihr wollt.. ich gedenke heute Nelson Mandela!
    18 5 Melden
    • meraxes 23.03.2016 18:14
      Highlight der galt übrigens auch lange Zeit als Terrorist... immer eine Frage der Definition
      19 0 Melden
    600
  • imo 07.12.2015 17:51
    Highlight @ watson: Wieso werden meine Beiträge nicht freigeschaltet?
    10 5 Melden
    • Philipp Dahm 07.12.2015 18:45
      Highlight Ich weisss nicht, wo du was geschrieben hast, aber wir publizieren Kommentare nur dann nicht, wenn sie beleidigend oder extremistisch sind.
      41 10 Melden
    • Spooky 24.03.2016 01:17
      Highlight @Philipp Dahm
      Das stimmt nicht. Ich habe heute abend eine kurze Kritik am Islam gepostet. Die Kritik war weder extrem noch beleidigend. Aber sie wurde nicht freigeschaltet. Aber ich kann Watson sehr gut verstehen. Der Islam macht Angst. An eurer Stelle würde ich genau gleich handeln. Nach Charlie Hebdo darf man den Islam nicht mehr kritisieren.
      (Ganz ohne Ironie).
      16 19 Melden
    • Randy Orton 24.07.2016 00:30
      Highlight Spooky, google doch einfach einmal die Wörter Extremismus, Verallgemeinerung und Strohmann-Argument. Dann siehst du vielleicht ein zwei Gründe, wieso deine Kommentare nicht publiziert werden. Probiers das nächste Mal mit Fakten und Argumenten, klappt bei mir bisher immer.
      0 1 Melden
    • Spooky 24.07.2016 02:01
      Highlight @Randy Orton
      Nein, das stimmt nicht, was du sagst. Wir merken es nicht einmal mehr, aber wir haben unsere freiheitlichen Werte den Werten des Islam bereits unterworfen. Oder wagst du es noch, etwas Lustiges über den Propheten zu sagen? Nein. Hingegen wage ich es jederzeit, etwas Lustiges über den Papst oder Jesus zu sagen.
      2 0 Melden
    600
  • Louie König 07.12.2015 10:07
    Highlight Sehr guter Artikel. Viele spannende Informationen und sehr nüchtern berichtet.
    43 4 Melden
    600
  • Butschina 07.12.2015 08:34
    Highlight Keine Tote heisst nicht keine Probleme. Erinnert ihr Euch an die Geiselnahme im Sekretariat der FDP (99) mindestens eine der zwei Geiseln hat seither grosse Probleme. Das hört nicht einfach auf
    9 20 Melden
    600
  • barbarodastice 07.12.2015 00:02
    Highlight Super Auswertung, danke!
    31 6 Melden
    600
  • Hippie-ster 06.12.2015 23:38
    Highlight Hallo Watson, da hat es einen Fehler beim Olympia Attentat. Es starben insgesamt 17 Personen.
    26 0 Melden
    • Adrian Schwarz (1) 07.12.2015 14:19
      Highlight Ja genau, war auch völlig irritiert.
      5 0 Melden
    600
  • Tom Garret 06.12.2015 22:51
    Highlight Sehr umfangreicher, aufschlussreicher und spannender Text und Statistiken!
    31 3 Melden
    600
  • Adrian Schwarz (1) 06.12.2015 22:38
    Highlight Sicher ein Artikel, der dabei hilft Paranoia in Bezug auf Terrorismus zu entkräften. Interessant wäre vielleicht noch, den chronologischen Entwicklungsverlauf der staatlichen Überwachung mit ihren Maßnahmen, Institutionen und Werkzeugen als Variable einfließen zu lassen, sofern denn nachvollziehbar, und ob es hier dann auch tatsächlich einen Zusammenhang gibt.
    48 6 Melden
    • Triesen 07.12.2015 10:39
      Highlight Stimmt, das wäre wirklich ein spannender Aspekt....
      17 1 Melden
    600
  • dGehrig 06.12.2015 22:20
    Highlight Eine solch nüchterne Statistik über sämtliche (in Europa und CH) politisch-motivierte Gewaltakte (also körperliche Verletzungen) wäre noch interessant. Z.B. wie oft links-, rechtsextremistische, christliche und islamistische Gewaltakte in Europa vorkommen.
    36 3 Melden
    600
  • Dä Brändon 06.12.2015 20:45
    Highlight Hiroshima war in meinen Augen der schwerste Terrorakt überhaupt.
    65 61 Melden
    • Nicholas Fliess (1) 30.12.2015 11:19
      Highlight Was für ein Unsinn, das war eine gerechtfertigte Kriegshandlung...
      14 52 Melden
    • Fabio74 23.03.2016 16:34
      Highlight @nichola: Eine Kriegshandlung ja, gerechtfertigt nie. Es war ein Kriegsverbrechen.
      44 8 Melden
    • Baba 23.03.2016 17:52
      Highlight @Nicholas - Japan war zu diesem Zeitpunkt de facto am Ende und Hiroshima (wie auch Nagasaki) waren Rachehandlungen für die (unbestreitbaren) Gräuel, die die Japaner angerichtet hatten... Wie Fabio sagte, Kriegshandlung ja - gerechtfertigt nein.
      24 3 Melden
    • Spooky 24.03.2016 01:24
      Highlight Kriege kommen den Waffenherstellern immer gelegen, um neue Waffen zu testen.
      8 2 Melden
    • naitsabeS 23.07.2016 23:39
      Highlight Ich denke schon dass man es rechtfertigen kann (wenn man denn unbedingt wollen würde). Ohne die Atombombe hätten die Amerikaner mit Bodentruppen einmarschieren müssen (zeitintensiv und extrem verlustreich für beide Seiten) und eine Seeblockade weiterführen müssen (zeitintensiv und wirksamkeit in Frage). Ich denke den Bombenabwurf als pure Rachehandlung zu nehmen ist zu einfach. Es war definitiv das Mittel um den Weltkrieg sofort zu beenden und langftistige, komplizierte und verlustreiche Bezwingung Japans zu vermeiden.
      3 0 Melden
    600
  • JayJay1992 06.12.2015 20:36
    Highlight schlecht regerchiert!!! beim olympia attentat 1972 gab es mehr als nur 2 tote!!!!!
    wieder einmal ein artikel der den islamistischen terror verniedlichen soll!!!! schlecht
    33 143 Melden
    • Baba 23.03.2016 17:58
      Highlight Niemand verniedlicht hier was. Es wird nur nüchtern aufgezeigt, dass wir in den 70er/80er und 90er Jahren bereits einmal massiveren Terror als heute in Westeuropa erlebten. Ich erinnere mich noch sehr gut an die wiederkehrenden Bombenanschläge in Belfast und anderen nordirischen Städten (IRA), wie auch in Spanien (ETA).

      Des weitern wird aufgezeigt, dass im Moment mehr Muslime unter Anschlägen leiden (= getötet werden) als wir Westeuropäer. Das ist hart für all jene, die alle Muslime als Terroristen dämonisieren. So eine Aussage kann das aufgebaute Bild schon ein bisschen ins Wanken bringen...
      19 5 Melden
    • Raphael Bühlmann 23.03.2016 20:27
      Highlight Wie soll der Artikel "islamistischen [Terrorismus]" verniedlichen, wenn das Olympia-Attentat gar nicht islamistisch motiviert war? Die Attentäter hatten einen palästinensisch-nationalistischen Hintergrund.
      15 2 Melden
    • Fabio74 23.03.2016 22:11
      Highlight Ein Artikel,der bei allen grauenvollen Anschlägen durch IS und Co. die Proportionen zurecht rückt. Niemand verniedlicht irgendwas.
      11 3 Melden
    600
  • Captain Downtown 06.12.2015 20:35
    Highlight guter artikel. nüchterne und aufgeschlüsselte statistiken sind mir eine willkommene basis um zu diskutieren. vielleicht noch eine ergänzung, selbst wenn die statistik und der artikel eh schon die machtstärkung von geheimdiensten in frage stellen: oktoberfestattentat und etliche attentate in italien sind mit grösserer wahrscheinlichkeit nicht kommunistischen, sondern nato-operationen zu verdanken.
    50 22 Melden
    • Zuagroasta 06.12.2015 22:05
      Highlight Oktoberfestattentat und NATO-Operation?
      Erzähl mal, tönt ja interessant.
      34 6 Melden
    • Marcelo 07.12.2015 00:24
      Highlight Der Spielfilm "Der blinde Fleck" ist zu diesem Thema sehr empfehlenswert. Er handelt vom Journalisten Ulrich Chaussy, welcher damals für den BR arbeitete und einer der ersten war, welcher die offizielle Version hinterfragte und veröffentlichte. Sehr spannender Film.

      Detaillierte Infos kann man auf Wikipedia nachlesen "Oktoberfestattentat". Hier sind so ziemlich alle Indizien und Spuren enthalten.

      Und die Aussage von Andreas Kramer:

      http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.terrorismus-historiker-darum-plante-mein-vater-das-wiesn-attentat.ecdd3bfd-97f0-4f0d-92f8-578c01748cad.html
      19 3 Melden
    • imo 07.12.2015 20:32
      Highlight @ Zuagroasta:
      Nähere Infos zu den NATO-Geheimarmeen:

      NATO Geheimarmeen - Prof. Daniele Ganser
      25 6 Melden
    • Captain Downtown 07.12.2015 20:48
      Highlight genau, danke. und der nato-plan für stay-behind armeen führte über die geheimdienste, z.b. in deutschland und italien dazu, dass rechtsextreme gruppen anschläge ausführten, die dann linken gruppen angelastet werden sollten. oder als das floppte, im falle des oktoberfestattentates, die einzeltäterlüge präsentierten. ob das alles so von nato-exekutiven geplant war ist natürlich zweifelhaft, aber das einbinden von "ex"-fascho geheimdienstlern und rechtsextremen paramilitärs hat unausweichlich konsequenzen.
      24 2 Melden
    • Zuagroasta 07.12.2015 22:16
      Highlight @Marcelo: die Person Andreas Kramer wirft mehr Fragen auf als sie Antworten gibt.
      1. er bezeichnet sich als Historiker, taucht aber weder vor seiner Aussage vor dem Luxemburger Gericht noch danach in Erscheinung
      2. die von ihm vorgetragenen Fakten berufen sich allein auf Aussagen seines, schon verstorbenen, Vaters.
      Sie sind nie von unabhängiger Stelle verifiziert worden.
      3. er hat zwar zahlreiche Interviews gegeben (ziemlich logisch), nur richtig Glauben geschenkt wird ihm eher in VT- oder politisch eher extremen Blogs.
      Selbst Herr Ganser hält sich vornehm zurück.



      15 0 Melden
    • imo 07.12.2015 22:18
      Highlight @ Captain Downtown:
      Super erklärt, genau!

      Andreotti hat öffentlich zugegeben dass in Italien eine Stay-Behind-Armee der NATO, namens "Gladio", existiert, er hat auch daruf bestanden das auch in anderen europäischen Ländern solche Armeen existstieren. In der Schweiz existierte auch eine (P26). Der Plan wäre gewesen dass im Falle dass der Russe Europa einnimmt das man sich doch noch wehren könnte, im Guerillakrieg. Leider haben die aber auch Anschläge verübt um die Intressen der NATO durchzusetzen.
      Wer garantiert uns dass das heute anders ist?
      21 3 Melden
    • Zuagroasta 07.12.2015 22:59
      Highlight @imo: Aus Herrn Ganser werde ich nicht schlau.
      Einerseits will er als Historiker/Wissenschaftler Anerkennung, andererseits setzt er sich mit VT-ler wie Jebsen oder Rechtspopulisten wie Compact ins Boot.
      Das ist schon eine ziemliche Bandbreite.
      Wie ich schon öfter gepostet habe, bin ich anderen Meinung nicht unaufgeschlossen, nur bei Ganser bleib ich immer etwas skeptisch.
      13 8 Melden
    • Marcelo 08.12.2015 00:35
      Highlight @Zuagroasta: Kramer arbeitete als Archivar. Es ist klar, dass es sich hierbei "nur" um eine eidesstatliche Aussage einer Privatperson handelt.

      Ganser meinte zu Kramer: "Die Geschichte ist interessant. Ich habe Kramer auch in der Schweiz getroffen, als er seine Geschichte der Schweizer Zeitung Tageswoche erzählte. Nun muss man die Kramer Geschichte mit Quellen prüfen, die von Kramer unabhängig sind,..".

      Deine Skepsis an Kramer kann ich verstehen, die an Ganser nicht. Er stützt sich auf veröffentlichte Regierungsdokumente. Du hingegen kritisierst ihn nur für die Orte seiner Interviews.
      17 2 Melden
    • Marcelo 08.12.2015 06:49
      Highlight Mein erster Abschnitt wirkt etwas unverständlich. Ich hätte besser vor den ersten Satz noch eine 1. und vor den zweiten eine 2. gemacht. Kämpfe immer etwas mit der Anzahl Zeichen. Sorry Jungs.
      10 1 Melden
    • imo 08.12.2015 12:31
      Highlight @ Zuagroasta:
      Ich durfte Daniele Ganser anlässlich eines Vortrages persöhnlich kennenlernen. Er ist eine sehr bodenständige Person die sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnt. Z.B. Hat er keine "VT" aufgestellt was am 9/11 geschehen ist, er hat bloss gesagt was nicht passte.
      Ganser wird aber trotzallem in Medien und im Internet schlecht gemacht, evtl. weil er zu viel Infos verteilt?
      In der angehängten Doku nimmt Markus Fiedler Daniele Gansers Wikipedia Seite unter die Lupe...

      Ps: darf ich dich fragen was du gegen Ken Jebsen hast?

      Die dunkle Seite der Wikipedia
      13 3 Melden
    • Libertas 23.03.2016 17:10
      Highlight Ohje, kommt mir nicht mit diesem Ganser. Den kann man kein bisschen ernst nehmen, ein verblendeter Aluhut eben. Wurde hier bei watson schon genug diskutiert.
      2 16 Melden
    • FrancoL 23.03.2016 19:59
      Highlight @imo; Wer heute im Westen die Leitmacht hinterfrägt wird geächtet, das ist für Ganser der Fall.
      Der Westen verträgt genau so wenig Kritik wie die Russen, die Israeli oder ein guter Teil der arabischen Staaten.

      @libertas; wie üblich dein Kommentar mit der Motorsäge gefertigt. Kauf Dir doch einmal ein feinere Werkzeug oder verschon uns.
      12 3 Melden
    • Fabio74 23.03.2016 22:17
      Highlight @FrancoL: Ganser ist zumindest zwiespältig. Aber er gefällt den Fans von Verschwörungstheorien. Und im Gegensatz zu Russland darf hier jeder seine Meinung kundtun ohne mit Strafen und anderen Konsequenzen rechnen zu müssen.
      3 6 Melden
    • FrancoL 24.03.2016 09:45
      Highlight Fabio74; Ich will nicht auf den allgemein Kontext der Verschwörungstheorien eingehen, da könnte ich Ihnen Beispiele bringen die im Nachhinein die Verschwörungstheorien kreditiert haben und die ursprüngliche Annahme zur Makulatur wurde.

      Wenn man andere Meinung vertritt als der Mainstream ist man wohl zwiespältig was nicht heisst dass man ganz falsch liegt! Und wie jeder der sich in eine Meinung hineinfrisst neigt er zur Zwiespältigkeit und er kann sich plötzlich mit Meinungsvertretern verbunden finden, deren Grundhaltung er nun gar nicht teilt, aber diese eine Meinung sie verbindet.
      7 1 Melden
    600
  • Mok2nd 06.12.2015 20:23
    Highlight Watson versucht immer wieder zu beschwichtigen, das Risiko eines Anschlages zu relativieren und die "Angst" eines Teils der Bevölkerung zu zerreden.
    Tatsächlich zeigen die hier gezeigten Zahlen (wie immer in der Statistik) die Vergangenheit auf.
    Die Befürchtung eines Teils der Bevölkerung ist aber genau die einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für in der Zukunft liegenden Anschläge.

    Das ist auch allgemein gültig für die möglichen negativen Konsequenzen einer während länger Zeit erhöhten Einwanderung und andere "diffuse Ängste"; nicht von der Verhangenheit, sondern von der Zukunft droht "Gefahr".
    26 72 Melden
    • FrancoL 23.03.2016 19:54
      Highlight Wer die Vergangenheit nicht interpretieren / einbringen kann wird die Zukunft kaum fassen können, geschweige den sie aufrecht erleben. Es sind häufig Versäumnisse der Vergangenheit die die Zukunft stark beeinträchtigen.
      Gerade im Terrorismus gilt diese These mehr denn je. Es wird sich auch beim letzten grässlichen Anschlag zeigen, dass irgendwo ein Leck zumindest einen Teil des Terrors erst ermöglicht hat.
      Häufig hätte man die Informationen nur werden diese falsch oder zu spät interpretiert.
      Nicht zu vergessen das auch eine gute Zahl an Anschlägen verhindert wird ohne publik zu werden.
      9 1 Melden
    600
  • Samy Kulturattentat D 06.12.2015 19:43
    Highlight Da fehlen aber die NSU, Andreas Brejvik, hunderte Opfer deutscher Neonazis und Rechtsextreme Übergriffe wie Rostock Lichtenhagen. Die wahre Terrorgefahr in Europa ist rechts!
    65 85 Melden
    • Easypeasy 06.12.2015 20:26
      Highlight Andreas Brejvik fehlt doch in der statistik nicht? Und die NSU hat Verhältnis mässig nur wenig umgebracht. Hier geht es um Fakten, nicht um Annahmen oder Meinungen, dass will uns dieser Bericht ja zeigen.
      49 5 Melden
    • Mia_san_mia 06.12.2015 22:51
      Highlight Nein die wahre Gefahr sind die Islamisten!
      35 62 Melden
    • Hippie-ster 06.12.2015 23:46
      Highlight Die Anschläge in Norwegen sind Teil der Statistik, schau genauer hin.
      35 0 Melden
    • Triesen 07.12.2015 10:43
      Highlight -Thomas- ....ich werde meinem Nachbarn von Ihnen ausrichten, dass er eine Gefahr ist. Jetzt weiss ich auch woher meine letzte Erkältung kam: Er hat mich angesteckt, im Namen des Islam... 🤔😂😂😂😂
      16 12 Melden
    • Mortimer 08.12.2015 22:54
      Highlight @ easypeasy Wieviel politische Morde hätte denn die NSU noch begehen sollen, bis diese für die Statistik relevant wären?
      Anders gefragt, wie lange hatte der dt. Staatsschutz Zusammenhänge ignoriert?
      6 6 Melden
    600
  • deleted_702975121 06.12.2015 18:23
    Highlight Es ist sehr bedenklich wie schnell man vergisst und wegsteckt. Damals täglich präsent und heute ausgeblendet. Natürlich ist es auch ein Schutz, aber trotzdem, stimmt nachdenklich.
    52 7 Melden
    600
  • Pippo26 06.12.2015 18:15
    Highlight Wenn man die Kriege auch dazu zählen würde, sähe es bei den Toten Weltweit noch dramatischer aus. Für mich gehört Krieg auch zu Terrorismus. Aber alles in allem ein interresanter Artikel.
    47 24 Melden
    600
  • Dominic Bienne 06.12.2015 18:04
    Highlight Das finde ich jetzt mal einen guten Vergleichsartikel, da kann man dann auch vernünftig über diese Zahlen diskutieren.

    Das ich eher an Krebs als durch Terror sterbe, ist mir ja auch klar.. deswegen Empfinde ich trotzdem Mitgefühl für die Opfer in Paris!
    63 4 Melden
    600
  • Stephan Locher 06.12.2015 18:03
    Highlight Herzlichen Dank für diesen Artikel!
    60 6 Melden
    • ChrisA 06.12.2015 20:00
      Highlight Richtig! Herzlichen Dank und ich freue mich auf weitere kritische und neutrale Artikel. Top Job waston
      41 4 Melden
    600
  • _stefan 06.12.2015 17:59
    Highlight "In der Schweiz ist seit 20 Jahren niemand mehr einem Attentat zum Opfer gefallen."
    Zählt das Attentat von Zug (2001) nicht auch dazu?
    37 12 Melden
    • AL:BM 06.12.2015 18:59
      Highlight Fragt sich, was ist ein Amoklauf und was ein Terroranschlag oder gehört das eine zum andern?
      43 3 Melden
    • Jaing 06.12.2015 19:36
      Highlight In Zug richtete sich die Tat gegen Politiker, von mir aus gesehen durchaus ein Attentat resp. Terrorakt.
      27 8 Melden
    600
  • Rhabarber 06.12.2015 17:56
    Highlight Wegen einem Toten pro zwei Jahre wollen also svp und Schafe mit Militär die Grenzen dicht machen. Wow ... Wenn das keine Panik ist, dann weiss ich nicht.

    Jeder Terrortote ist zu viel. Aber überhaupt jeder sinnlose Tod ist zu viel. Das gilt auch für zB Verkehrstote. Dieselben Leute, die wegen Terrorpanik keinem mehr helfen wollen, geben also bitte per sofort ihre Motorfahrzeuge ab! Sonsten darf man sie wegen Doppelmoral nicht mehr ernst nehmen.

    Und jetzt her mit den Blitzlis der mental begrenzten Lämmerhorde! Zähler läuft ...
    87 83 Melden
    • Sille 06.12.2015 18:59
      Highlight Rhabarber... irgendwie etwas nicht gut bekommen? Keiner macht die Grenze dicht... oder haben Sie irgendwo Stacheldraht gesehen??? und zur "mental begrenzten Lämmerhorde..." Sie scheinen definitiv unter Verfolgungswahn zu leiden.. sonst käme die SVP nicht in jedem 2. Kommentar bei Ihnen vor..
      Ach und noch was zum Thema.. Terror, welcher Art ist grauenhaft, der vergangene Terror ist nicht vergessen und bei denen welche damals schon auf der Welt waren immer noch in *Schauer über den Rückenjagend* in Erinnerung... Was beschäftigt mich jetzt mehr? Die Gegenwart oder die Vergangenheit?..
      61 17 Melden
    • Triesen 06.12.2015 19:29
      Highlight Menge oder Risiko sind nicht relevant: Die Partei der Angst arbeitet nicht mit Fakten, sie operiert mit Einzelfällen, die konsequent ausgeschlachtet werden. Die schlitzenden Kosovaren, welche gegen eine ganze Bevölkerungsgruppe instrumentalisiert wurden (Plakate und so) waren genau - 2. Also reicht ein Fall, um die Schweiz abzuriegeln und die aufgeputschten Aufhänger erledigen den Rest - sorgen für Stimmung an den Stammtischen und in den Kommentarspalten. Die Nazis haben genau die gleiche Strategie angewendet, gegen die Juden...
      54 52 Melden
    • deleted_702975121 06.12.2015 20:07
      Highlight @Rhabarb, @Triesen: Genau. Angst + Feindbilder, das übliche Rezept.
      30 14 Melden
    • Sille 06.12.2015 20:18
      Highlight Das Watson solche Kommentare wie den Ihrigen akzeptiert Triesen,denn vor allem der letzte Satz ist absolut unter der Gürtellinie, frage ich Sie warum immer wieder solche abartig miesen Anspielungen auf die Judenverfolgung und den 2.Weltkrieg in solchen Diskussionen auftauchen.1.hat es nichts mit dem Thema zu tun,2.können solche Anspielungen für Sie irgendwann ziemlich hässliche Folgen haben,da das Internet nie vergisst und 3.hat keine unserer Parteien mit solch abscheulichem Tun nichts, aber auch gar nichts am Hut.
      Sie stellen sich mit solchem selbst ins Abseits,aber eben, jeder wie er kann.
      29 32 Melden
    • Tom Garret 06.12.2015 22:56
      Highlight @Rhabarber, es will niemand die Grenzen dicht machen. Höchstens wieder Kontrollen einführen, was ja trotz allem nicht ganz unberechtigt ist und in meinen Augen nicht unter Panik sondern gesundem Menschenverstand und rechtzeitigem Handeln bei sich verändernden Umständen geht...
      29 13 Melden
    • Rhabarber 07.12.2015 00:09
      Highlight Sille:
      Wer die Geschichte nicht kennt, ist dazu gezwungen, sie zu wiederholen. Und nur wer die Realität ignoriert, kann die Parallelen übersehen. DARUM kommen immer wieder solche Anspielungen wie von Triesen. Principiis Obsta!

      Tom:
      Die Schweiz kann sich nicht gegen Europa abschotten. Sie ist Teil davon. Mitten drin! Und die svp kann nicht ohne Gegenleistung die Rosinen für ihren Adel herauspicken.

      Sobald diese Partei mit gefährlichen und schamlosen Übertreibungen und Hetze aufhört, mach ich auch keinen Gegenwind mehr. Seit der Geldbaron die Szene betreten hat, drehen die durch.
      36 23 Melden
    • Sille 07.12.2015 03:59
      Highlight Das ist Ihre Realität.Das hier und jetzt ist nicht der 2.Weltkrieg und wie er zustande kam.Nein,es ist die Gefahr welche von der IS und dem willkürlich ausgelegten Glauben,welcher nichts mit dem tstsächlichen Islam zu tun hat, ausgeht.Sie und Triesen unterstellen Andersdenkenden ohne Skrupel braunes Gedankengut,obwohl man genauestens weiss,dass dies nicht der Wahrheit entspricht.Nicht die konservativen Politiker und Bürger sind die Gefahr,sondern Menschen wie Sie und Triesen,blind und taub für das Offensichtliche. Wer Terrorismus so verharmlost wie Sie, hat echt nichts begriffen.
      18 18 Melden
    • Tom Garret 07.12.2015 10:04
      Highlight Was haben Grenzkontrollen mit Abschotten zu tun? Verstehe ich nicht...
      13 4 Melden
    • Rhabarber 07.12.2015 11:00
      Highlight Sille:
      Du verstehst den Begriff "Parallelen" offenbar nicht und kennst auch die Geschichte nicht wirklich.

      Nicht Menschen wie ich und Triesen sind blind und taub für das Offensichtliche, sondern Leute wie du, die die Toten im Verkehr bagatellisieren und Terrorismus politisch ausschlachten.

      Schweiz 2014:
      Tot durch Strassenverkehr: 269
      Tot durch Terrorismus: 0.

      Soviel zur Realität


      Tom:
      Militär an der Grenze hat nichts mit Abschotten zu tun?
      20 14 Melden
    • Sille 07.12.2015 11:59
      Highlight Rhabarber... Ihr linken seid wie kleine Kinder... wenn Ihr das nicht bekommt welches sie wollen dann wird auf Teufel komm raus täubeled und gstämpfeled.. und Sie irren ... ich war in Geschichte mehr als gut und bin keine 20 mehr.... .... Sie bewegen sich auf Glatteis wenn s darum geht mir erzählen zu wollen wie der 2. Weltkrieg abgelaufen ist.
      Hier geht es nicht um den Strassenverkehr sondern um Terror und zwar nicht um in der Schweiz ausgeführten Terror sondern um den Schutz davor... begriffen? Ich bezweifle zwar das es angekommen ist... aber die Hoffnung stirbt zuletzt...

      19 20 Melden
    • Rhabarber 07.12.2015 14:18
      Highlight Du "warst" in Geschichte mehr als gut und bist keine 20 mehr? Dann liegt da vielleicht das Problem. Du brauchst ein Update :-)

      Tot durch Unfall ist genauso tot wie tot durch Terrorismus. Das eine gibts in der CH, das andere nicht.

      Du machst dasselbe wie deine Gesinnungsgenossen, wenn sie etwas nicht verstehen können. Mangels sachlichen Argumenten gehst du zu persönlichen Beleidigungen über.
      (Verfolgungswahn, abartig, mies, blind, taub, kleine Kinder, täubele, stämpfele, etc.) Dazu noch biz Drohungen (Internet vergisst nicht, könnte hässlich werden.)

      Versuchs mal sachlich statt persönlich!
      21 16 Melden
    • Tom Garret 07.12.2015 14:24
      Highlight @Rhabarber Das ist doch komisch argumentiert... Wer die Kontrolle macht spielt doch eine Sekundäre Rolle, Fakt ist, nur weil man Kontrollen durchführt heisst das nicht das man niemand rein/raus lässt...

      Zur Argumentation mit den Verkehrstoten, was willst du damit sagen? Weil nur in der Wohnung neben dir eingebrochen wurde und bei dir nicht lässt du jetzt die Fenster und Türen offen wenn du nicht zu Hause bist? Es wäre doch wünschenswert wenn die 0 stehen bleibt... Gerade beim Verkehr wird nämlich durch Eisnchränkungen/Gesetzen auch seit Jahrzehnten dafür gesorgt dass die Anzahl Toten sinkt...
      12 4 Melden
    • Sille 07.12.2015 14:33
      Highlight Den geb ich doch gerne zurück....mental begrenzten Lämmerhorde! und das ist nur der letzte... oder soll ich alles zusammensuchen??? Wär nicht so toll für Sie glauben Sie mir..
      So wie's in den Wald ruft... aber eben... es ist immer etwas anderes wenns andere machen gelle..
      Und nein Danke, ich benötige kein update und keine Belehrungen, meine Bibliothek ist gut bestückt und das Internet ist sehr informativ, dazu kommt im TV laufen immer wieder gute Informationssendungen... das auch mir ab und an Fehler unterlaufen sei mir in der Hitze des gefechts verziehen.. kann passieren
      11 10 Melden
    • Rhabarber 07.12.2015 17:11
      Highlight Ach Sille, du kannst es wirklich nicht begreifen. Du bist nicht in der Lage zwischen "Allgemein", "Persönlich" und "Sachlich" zu unterscheiden. Darum ist jegliche Diskussion mit dir vollkommen sinnlos. Genauso gut könnte man mit einer Wand reden.
      10 14 Melden
    • Rhabarber 07.12.2015 17:12
      Highlight Watson braucht definitiv eine Ignore-Funktion.
      9 11 Melden
    • Sille 07.12.2015 17:26
      Highlight Rhabarber, Sie greifen in diesem Forum fremde User an und zwar mit Schimpfwörtern,vor allem wenn Sie das Gefühl haben es sind SVP'ler..Ich reagiere, auf meine Art und dies passt Ihnen nicht.Sie lassen keinen Spielraum, sondern alles welches nicht Ihrer Gesinnung entspricht wird x mal wiederholt bis es dem anderen abdreht,Es spielt keine Rolle ob diese Diskussionen persönlich oder *Allgemein*gehalten wird.
      Weitere Diskussionen sind wirklich sinnlos,denn es kommt auf alles eine Antwort nur nicht auf das welches man angsprochen hat. Und damit war das mein letztes Wort. Guten Abend
      12 8 Melden
    • FrancoL 23.03.2016 20:05
      Highlight @Sille; Interessant finde ich dass sie den anderen Anspielungen vorwerfen und was schreibt der leibe Siele;
      "2. Können solche Anspielungen für Sie irgendwann ziemlich hässliche Folgen haben, da das Internet nie vergisst". Ja wenn Sie die Geschichte nur ein klein wenig kennen, dann war das in den 30iger Jahren auch so dass man das geschriebene und Gesagte nicht vergessen hatte und die Denunzianten Hochbetrieb hatten. Also wo liegt nun das Problem der Anspielungen, wenn Sie sie so auch bringen???
      8 5 Melden
    600

Dieses Katzenpaar hat eine Schnecke adoptiert <3

(syl)

Artikel lesen