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Diese 13 Fehler veränderten den Lauf der Weltgeschichte

Irren ist menschlich, das wussten schon die alten Römer. Fehlentscheidungen haben manchmal kolossale historische Auswirkungen – wie diese 13 Beispiele zeigen. 



Die Weltgeschichte ist voll von Fehlleistungen, die enorme Auswirkungen hatten. Darum ist diese Liste hier notwendig willkürlich – im Kommentarbereich ist genug Platz für weitere Vorschläge. 

1. Die Trojaner nehmen ein Danaergeschenk an

Das Trojanische Pferd hat es vermutlich so gar nicht gegeben. Als Mythos aber ist die Sage vom Untergang der Stadt Troja sehr lebendig – sogar in der Informatik greift man darauf zurück, um eine spezielle Klasse von schädlichen Programmen zu benennen. 

Trojanische Pferd

Fatales Geschenk: Die Trojaner bringen das hölzerne Pferd in ihre Stadt.  Bild: Shutterstock

Zehn Jahre waren die Griechen vergeblich gegen die Mauern von Troja angerannt. Nun nahmen sie die Stadt mit List: Sie bauten ein riesiges Pferd aus Holz, in dessen Inneren sich Soldaten versteckten, und liessen es am Strand zurück, während sie sich zum Schein zurückzogen. 

Der Priester Laokoon und die Seherin Kassandra – die von Apollon mit dem Fluch belegt worden war, dass niemand ihren Weissagungen glaubte – warnten vor dem Geschenk der Danaer (Griechen). Vergeblich, die Trojaner zogen das Pferd in die Stadt. Mit dem bekannten Ausgang. 

2. Alexander der Grosse will keinen Erben

Alexander der Grosse

Wilder Zecher: Alexander der Grosse. Bild: Shutterstock

Noch nicht 33 Jahre alt war der Herrscher der Makedonier, als er nach einem masslosen Zechgelage in Babylon starb. In der kurzen Zeit seiner Herrschaft hatte Alexander ein riesiges Reich erobert. Doch sein Imperium, das sich von den Grenzen Indiens bis in die libysche Wüste erstreckte, zerfiel nach seinem Tod. 

Alexander weigerte sich hartnäckig, einen Erben für sein Reich zu bestimmen, selbst dann, als er in den letzten Zügen lag. Auf das Drängen seiner Offiziere, wem das Reich anheimfallen solle, soll er bloss gesagt haben: «Dem Stärksten!» Die Folge war, dass sich seine ehrgeizigen Generäle – die Diadochen – um die Führung des Imperiums stritten und es schliesslich aufteilten. 

Was ein stabiles und friedliches Reich hätte sein können, in dem griechische und persische Kultur miteinander verschmolzen, wurde jahrzehntelang zum Schlachtfeld der Diadochen. 

Makedonisches Reich Alexander der Grosse

Osten und Westen vereint: Das Reich Alexanders. Bild: Wikipedia

3. Vortigern lädt die falschen Leute ein

Im Jahr 410 zogen die Römer ihre Truppen endgültig von den Britischen Inseln ab. Die schutzlose keltoromanische Bevölkerung im heutigen England ächzte unter den Angriffen der barbarischen Pikten und Skoten aus dem Norden. In dieser schwierigen Lage holte der Kriegsherr Vortigern – dessen Existenz historisch freilich nicht zweifelsfrei belegt ist – kriegserprobte germanische Stämme als Söldner vom Festland auf die Insel. 

Rekonstruktion eines angelsächsischen Maskenhelms aus Sutton Hoo

Rekonstruktion eines angelsächsischen Maskenhelms. Bild: Wikipedia

Die fremden Krieger erfüllten den Auftrag und bannten die Gefahr aus dem Norden. Doch dann blieben die wehrhaften Gäste und holten Verstärkung aus der Heimat nach. Angeln, Sachsen und Jüten übernahmen die Macht und drängten die keltischen Briten nach Westen ab. Bis zur normannischen Invasion 1066 blieben sie die Herren im Land. 

4. Mohammed II. von Chorasan beleidigt Dschingis Khan

Das Reich von Chorasan war eine Grossmacht. Es umfasste den Iran und weite Teile des westlichen Mittelasien. Doch sein Untergang kam abrupt: Als der mongolische Herrscher Dschingis Khan, der gerade den grössten Teil Chinas erobert hatte, eine Gesandtschaft von hundert Männern an den Hof Mohammeds II. schickte, argwöhnte dieser, die Mongolen würden sein Reich ausspionieren. Er liess die Gesandten verhaften und ihre Güter beschlagnahmen. 

Karte des Reichs Chorasan Anfang des 13. Jahrhunderts

Chorasan kurz vor der Eroberung durch die Mongolen, etwa 1190 bis 1220.  Bild: Wikimedia Commons

Dschingis Khan schickte darauf drei weitere Gesandte nach Chorasan, aber Mohammed II. liess ihren Anführer hinrichten und den anderen die Bärte anzünden. Die Rache des Mongolenherrschers war fürchterlich: 1219 brach eine mongolische Invasionsarmee über das Reich hinein, brannte seine Städte nieder und brachte hunderttausende Menschen um. Es war vermutlich das schlimmste Blutbad bis zum 20. Jahrhundert. Chorasan, das die Wiege einer islamischen Renaissance hätte werden können, ging in Blut und Rauch unter. 

5. Kaiser Jiajing zerstört die eigene Flotte

Im Jahr 1422, noch hatte Kolumbus Amerika nicht entdeckt, segelte eine gewaltige chinesische Flotte nach Sansibar in Ostafrika. Bis zu 300 Schiffe – die grössten 120 Meter lange Neunmaster – und gegen 27'000 Mann Besatzung umfasste die Armada des Admirals Zheng He. Chinesische Flotten besuchten die Arabische Halbinsel, Indien und Sumatra. Doch 1433 starb der Admiral und die chinesische Flotte schrumpfte. 1503 zählte sie nur noch ein Zehntel der einst 3500 Schiffe. 

Die Isolationisten am Kaiserhof verboten bei Todesstrafe den Bau von Booten mit mehr als zwei Masten. Und 1525 liess Kaiser Jiajing alle hochseetüchtigen Schiffe zerstören. China, das in der Lage gewesen wäre, Amerika vor den Europäern zu entdecken und zu kolonisieren, schottete sich selbstgenügsam ab – während die europäischen Seemächte sich dazu anschickten, die Welt zu erobern. 

Chinesisches Staatsschiff im Vergleich mit einer portugiesischen Karavelle.

Über 120 Meter lang: Chinesisches Staatsschiff im Vergleich mit einer portugiesischen Karavelle (vorn). Bild: PD

6. Kolumbus verrechnet sich beim Erdumfang

Der genuesische Seefahrer in spanischen Diensten war zeitlebens davon überzeugt, er habe Asien auf dem Seeweg nach Westen erreicht. In Wirklichkeit hatte Christoph Kolumbus, wie wir alle wissen, einen neuen Kontinent entdeckt: Amerika. 

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Legende musste Kolumbus seine Geldgeber nicht davon überzeugen, dass die Erde eine Kugel ist. Die Geografen am spanischen Hof wussten das sehr wohl, und sie wussten auch, dass der ehrgeizige Genuese die Distanzen massiv unterschätzte. 

Der Seefahrer Christoph Kolumbus, auf einem undatierten Gemaelde des italienischen Kuenstlers Sebastiano Del Piombo. Vor 500 Jahren, am 20. Mai 1506, starb der Amerika-Entdecker. (KEYSTONE/AP Photo)  ======

Mässiger Rechner: Kolumbus unterschätzte den Erdumfang massiv. Bild: AP

Ein undatiertes Gemaelde zeigt den Seefahrer Christoph Kolumbus und seine Schiffsbesatzung bei der Landung in San Salvador auf den  Bahamas am 12. Okt. 1492. Vor 500 Jahren, am 20. Mai 1506, starb der Amerika-Entdecker. (KEYSTONE/AP Photo, HO) ======

Einen Kontinent entdeckt, ohne es zu merken: Kolumbus landet auf San Salvador.  Bild: AP

Kolumbus hielt sich an die Angaben des antiken Geografen Poseidonios, der den Erdumfang um einen Fünftel zu kurz berechnet hatte. Überdies unterliefen ihm Fehler beim Umrechnen der griechischen Seemeilen in römische, die er obendrein mit arabischen Meilen verwechselte.  

So stach Kolumbus mit seiner Mini-Flotte von drei Schiffen 1492 in der festen Überzeugung in See, dass die Reichtümer Asiens nur 4400 Kilometer westlich der Azoren lägen. Dem war zwar nicht so, doch dass er trotzdem auf Land stiess, machte aus Spanien ein Weltreich. 

7. Atahualpa vertraut Pizarro

1532 besiegte der Inkaherrscher Atahualpa seinen Stiefbruder Huascar und übernahm die Herrschaft im Andenreich. Lange konnte er sich nicht an seinem Sieg erfreuen: Im gleichen Jahr landete eine Streitmacht von spanischen Konquistadoren unter der Führung von Francisco Pizarro an der peruanischen Küste. 

Hinrichtung von Atahualpa, dem letzten Inka-Herrscher

Atahualpa wird von den Konquistadoren hingerichtet.  Bild: Shutterstock

Am 16. November wurden die Spanier in Cajamarca von Atahualpa empfangen, der sich dank seiner grossen Streitmacht in Sicherheit wähnte. Das Treffen endete in einem Blutbad, bei dem weniger als 200 Spanier über 4000 indianische Kämpfer in einem Hinterhalt niedermachten und den Inkaherrscher gefangennahmen. 

Schlacht von Cajamarca

Das Massaker von Cajamarca in einer indigenen Darstellung. Bild: PD

Das Inkareich, schon durch den Bürgerkrieg geschwächt, fiel den Eroberern in die Hand. Atahualpa bezahlte seinen Fehler mit dem Leben: Die Spanier richteten ihn hin, obwohl er grosse Mengen an Gold und Silber als Lösegeld bezahlt hatte. 

8. Die Holländer entdecken Australien und gehen wieder

1606 landete der niederländische Seefahrer Willem Jansz an der Küste von Queensland. Ihm folgten in den nächsten Jahren weitere Seefahrer aus der westeuropäischen Republik, und 1642 beschloss dann die mächtige Vereenigde Oostindische Compagnie (VOC), eine Expedition zur Erforschung der unbekannten Landmasse zu entsenden. 

Willem Jansz, Entdecker Australiens

Willem Jansz, Entdecker Australiens.  Bild: Wikipedia

Bis zum Ende des Jahrhunderts hatten die Niederländer Tasmanien entdeckt und die Westküste des Kontinents kartografiert. Doch damit erlosch ihr Interesse an Australien. Nicht so die Briten, die 1770 an der Ostküste landeten und das Gebiet dort sofort als New South Wales für die britische Krone in Besitz nahmen – und damit die Grundlage dafür schufen, dass der gesamte Südkontinent dem riesigen britischen Kolonialreich einverleibt wurde. 

9. Napoleon verheizt die Grande Armée im russischen Winter

Am 24. Juni 1812 griff der französische Kaiser an. Seine Grande Armée, über 600'000 Soldaten aus fast allen Teilen Europas, überschritt den Njemen und fiel in Russland ein. Napoleons Armee rückte rasch vor, die Russen wichen zurück. Mitte September erreichte die Grande Armée Moskau, doch schon am nächsten Tag brannte die Stadt. Und der Zar bat wider Erwarten nicht um Frieden. 

Napoleon Rückzug aus Moskau 1812, Gemälde von Adolph Northen

Napoleons Rückzug aus Moskau, Gemälde von Adolph Northen. Bild: PD

Es blieb nur der Rückzug. Nur noch 95'000 Mann zählte die Grande Armée, als sie am 19. Oktober aus Moskau abzog. Der Rückzug geriet zu einer der grössten militärischen Katastrophen aller Zeiten: Gerade noch 16'000 Soldaten erreichten am 16. Dezember die Grenze. Eisige Temperaturen, verheerende Rückzugsgefechte, Hunger und Krankheiten hatten die stolze Streitmacht fast vollständig vernichtet.  

Das Desaster im Osten besiegelte Napoleons Niederlage. Seine Bündnispartner wechselten die Seite. 1814 musste er abdanken und in die Verbannung gehen – und Europa wurde am Wiener Kongress neu geordnet.  

Infografik von Charles Joseph Minard (1781 - 1870) zur Stärke der Grande Armée auf dem Russlandfeldzug (1869).

Das berühmte Diagramm (1869) von Charles J. Minard zeigt die Verluste der Grande Armée auf dem Russlandfeldzug. Grafik: PD

10. Der russische Zar macht einen schlechten Deal

Russland ist mit über 17 Millionen km² das grösste Land der Welt. Doch als noch die Zaren regierten, war es bedeutend grösser. 1867 erstreckte sich das Russische Kaiserreich über fast 25 Millionen km². Dann machte Zar Alexander II., der auf einer leeren Staatskasse sass, einen Deal, der ihm 7.2 Millionen Dollar einbrachte und sein Land 1.6 Millionen km² kostete: Russland trat Alaska an die Vereinigten Staaten ab. 

Scheck zum Alaska Purchase

Schnäppchen: Der Scheck, mit dem die USA sich Alaska kauften. Bild: Wikipedia

Es war ein Schnäppchen für die USA: Sie erwarben das Gebiet, das heute etwa ein Fünftel ihrer Gesamtfläche ausmacht, für nur gerade 5 Cent pro Hektare. Der Kauf war allerdings vor allem gegen das Britische Empire gerichtet: Die Amerikaner fürchteten, dass sich die Briten die russische Kolonie einverleiben könnten; die Russen wussten, dass sie nicht zu verteidigen war. Heute ist das rohstoffreiche Alaska der 49. sowie mit Abstand grösste Bundesstaat der USA und von unschätzbarer strategischer Bedeutung. 

11. Ein Fahrfehler in Sarajevo löst den Ersten Weltkrieg aus

Es war keine gute Idee: Der österreichische Erzherzog Franz Ferdinand, Thronfolger der Doppelmonarchie, besuchte mit seiner Gattin die bosnische Hauptstadt Sarajevo, obwohl die Herrschaft der Habsburger dort auf zunehmenden Widerstand stiess. Kaum kamen Franz Ferdinand und seine Frau Sophie in der Stadt an, verübten Attentäter einen Anschlag auf den Thronfolger. Dieser erste Versuch scheiterte, brachte aber das Besuchsprogramm durcheinander. 

Der Erzherzog wollte nämlich die beim Anschlag verletzten Offiziere im Krankenhaus besuchen. Bei der Fahrt dorthin bog der Fahrer aber an einer Kreuzung falsch ab, weil er der ursprünglich vorgesehenen Route folgte. Als er den Irrtum bemerkte, hielt er an, um zurückzufahren. Genau dort wartete der Attentäter Gavrilo Princip, der nun aus kurzer Distanz auf seine Opfer feuern konnte. Seine Schüsse töteten Sophie und Franz Ferdinand und lösten so den Ersten Weltkrieg aus. 

Austro-Hungarian Archduke Franz Ferdinand and his wife Sophie travel in a car as they leave Sarajevo City Hall in this June 28, 1914 picture provided by JU Sarajevo Museum. Two concerts in two Bosnian cities, Sarajevo and Visegrad respectively, will mark the 100th anniversary on June 28, 2014 of the Sarajevo assassination of Ferdinand that lit the fuse for World War One, in a divided country where the past still haunts the present. Sarajevo's City Hall was where Ferdinand and his wife attended a reception shortly before their murder. Picture taken on June 28, 1914.  REUTERS/JU Muzej Sarajevo (JU Sarajevo Museum)/Handout via Reuters (BOSNIA AND HERZEGOVINA - Tags: CRIME LAW POLITICS ANNIVERSARY CONFLICT)

ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO SALES. NO ARCHIVES

Der Thronfolger und seine Gemahlin (hinten) in dem Auto, in dem sie kurz darauf erschossen wurden.  Bild: HANDOUT/REUTERS

12. Hindenburg ernennt den falschen Mann zum Kanzler

Im Januar 1933 sah es nicht besonders gut aus für die Nazis. In den letzten Wahlen hatte die NSDAP Stimmen verloren, die Partei war nahezu pleite, der Weg zur Macht schien ihrem Anführer Adolf Hitler versperrt. In dieser Situation brachten rechtsnationale Kreise Hitler ohne Not an die Macht. 

Tag von Potsdam, Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg

«Tag von Potsdam», 1934. Hitler (l.) verneigt sich vor dem Mann, der ihn zum Kanzler gemacht hat: Reichspräsident Paul von Hindenburg.  Bild: Bundesarchiv Bild 183-S38324/Wikimedia Commons

Der Mann, der Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte, war der greise Reichspräsident Paul von Hindenburg, der als Held des Ersten Weltkriegs verehrt wurde. Der 85-jährige Feldmarschall verachtete den «österreichischen Gefreiten», doch nun liess er sich von einer deutschnationalen Clique um seinen Sohn Oskar und den Ex-Kanzler Franz von Papen überzeugen, Hitler an die Macht zu hieven. 

Die Drahtzieher dachten, sie könnten die Nazis im Kabinett als Minderheit unter Kontrolle halten; «einrahmen», wie sie es nannten. Von Papen formulierte es so: «In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht.» Es kam anders: Schon im März hatte Hitler diktatorische Vollmachten an sich gerissen. Das Verhängnis nahm seinen Lauf. 

13. Hitler macht den gleichen Fehler wie Napoleon

1941 stand Adolf Hitler vor einer ähnlichen Situation wie knapp 130 Jahre vor ihm Napoleon: Er beherrschte den Kontinent, konnte aber das Britische Empire nicht in die Knie zwingen. Wie Napoleon wandte sich der «Führer» gegen Osten: Am 22. Juni begann das «Unternehmen Barbarossa», der Überfall auf die Sowjetunion. 

Zweiter Weltkrieg, Wehrmacht, Einmarsch Minsk, Unternehmen Barbarossa, Russlandfeldzug 1941, Ostfront

Einmarsch der deutschen Truppen im zerstörten Minsk, 1941. Bild: Shutterstock

Wie die Truppen Napoleons konnte die Wehrmacht zunächst grosse militärische Erfolge verzeichnen. Doch der Wintereinbruch brachte die Offensive auf Moskau ins Stocken, und die Sowjets warfen frische Truppen aus Sibirien an die Front. Aus dem Blitzkrieg wurde ein beispielloses Gemetzel. 

Nach dem Wendepunkt bei Stalingrad drängten die Rote Armee die deutschen Truppen unter fürchterlichen Verlusten bis nach Berlin zurück. Doch für Hitler gab es keine Verbannung wie für Napoleon: Er erschoss sich im Führerbunker.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dä Brändon 29.12.2015 14:09
    Highlight Highlight Der Verkauf von Alaska ist vermutlich der allergrösste Fehler gewesen den Russland gemacht hat. Ich denke die Weltgeschichte hätte einen anderen Lauf genommen, wäre Alaska Heute noch in russischer Hand.
  • Thomas Bollinger (1) 23.11.2015 17:19
    Highlight Highlight Fehlen hier nicht die angeblichen Massenvernichtungswaffen von Saddam? Oder war das ein absichtlicher Fehler?
  • saileklein 04.08.2015 11:14
    Highlight Highlight Das Hindenburg Hitler unterschätzt hätte ist bissel arg vereinfacht bzw. schlicht falsch oder? Das Militär plante seit 1922 einen Krieg und ehm Hüstel Hüstel ich glaub Hindenburg war nicht bei der pazifistischen Partei fürs Vaterland...

    http://www.nzz.ch/international/europa/ein-geheimplan-fuer-den-zweiten-weltkrieg-1.18368619
    • Daniel Huber 07.08.2015 15:07
      Highlight Highlight Niemand behauptet, Hindenburg sei «bei der pazifistischen Partei» gewesen. Die rechtsnationalen, völkischen Kreise, die Hitler an die Macht brachten, waren keine Waisenknaben und gingen in Vielem mit Hitler einig. Andererseits verachteten sie diesen politischen Parvenü und dachten, sie könnten ihn für ihre Zwecke einsetzen. Sie wurden von den Nazis faktisch von der Macht verdrängt.
  • karacho 01.08.2015 14:19
    Highlight Highlight Oktober 1962 schrammten wir aufgrund von Verständigungsproblemen nur knapp an einem internationalem Atomkrieg vorbei! Die Kubakrise zwischen Kennedy und Chruschtschow die den kalten Krieg wirklich eskalieren hätte können! Wir hatten noch einmal Glück, aber seitdem gibt es das rote Telefon das eine direkte Verbindung zwischen dem weissen Haus und dem Kreml ist.
  • Jol Bear 31.07.2015 18:33
    Highlight Highlight Und in Zukunft wird möglicherweise geschrieben: "Die ökonomisch nicht durchdachte und vorschnelle Einführung der Einheitswährung Euro führte zu immensen wirtschaftlichen Problemen und Ungleichgewichten, dass in vielen Ländern linker und rechter Totalitarismus überhand nahm und letztlich das Scheitern der geplanten "vereinigten Staaten von Europa" einleitete.
    • Dan Rifter 01.08.2015 12:01
      Highlight Highlight You got it ;-)
  • Nico Rharennon 31.07.2015 11:04
    Highlight Highlight Das mit dem Attentat von Sarajevo ist es nicht ganz so einfach wie das immer dargestellt wurde und wird. Natürlich war das Attentat sowas wie der berühmte Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte. (vielleicht eher entzündet hat, das überlaufene Fass Benzin)

    Die wichtigsten Gründe für den 1. Weltkrieg waren: 

    - der Hochimperialismus (man wollte wieder vermehrt neue Kolonien erkämpfen und die Kontrolle über bestehende Kolonien wieder komplett erhalten - Nicht nur Deutschland, auch England und Andere)

    - nationales Prestige (nicht nur Deutschland! das bezieht sich vor allem auf sämtliche europäischen Mächte)

    - man hat mit der Aussenpolitik die innenpolitischen Fehler zu kaschieren versucht

    - nicht zuletzt hat man die technische Neuerungen vollkommen unterschätzt. Die allermeisten hohen Offiziere sahen das ganze (bevor es losging) eher wie ein, Ritterturnier oder so was. Das dann der Krieg nicht "ehrenhaft" sondern mit Giftgas, Artillerieduellen, Maschinengewehren und auch Panzer geführt wurde, musste die Welt erst begreifen und verstehen lernen. (Viele Offiziere haben das aber bis Ende des Krieges nicht verstanden, was mit ein Grund für die unfassbar vielen toten Soldaten während des Krieges ist)


    Aber zu sagen, dass ein simpler Fahrfehler zum 1. Weltkrieg geführt haben soll, ist mit Sicherheit zu stark vereinfacht. 

    In diesem Sinne muss man Heute wieder die Augen offen halten, diverse Staaten springen immer mehr wieder auf die nationale Schiene auf... History repeats itself! :-O (Weshalb die Pfiffe gegen die SVP gestern im HB, nach meinem Empfinden okey waren!)
    • Daniel Huber 31.07.2015 11:50
      Highlight Highlight Natürlich war das Attentat von Sarajevo nicht die Ursache für den Ersten Weltkrieg, sondern lediglich der Funke ins Pulverfass. Dass ein Fahrfehler den Weltkrieg auslöste, ist selbstredend überspitzt formuliert. Aber es sind manchmal kleine Dinge, die ungeahnte Folgen haben können.
    • Dan Rifter 31.07.2015 18:18
      Highlight Highlight L'avenir est-il un long passé?
    • Daniel Huber 01.08.2015 01:35
      Highlight Highlight @ Dan Rifter: Das Stück von Manau? Ich hab es so oft gehört – und nie richtig auf den Text geachtet. Zu Unrecht.
  • Rheinpfeil 31.07.2015 08:07
    Highlight Highlight Günter Schabowski lässt durch seine Pressekonferenz über die neuen DDR-Reiseregeln die Mauer noch an diesem Abend einkrachen ("sofort, unverzüglich")
    • Daniel Huber 31.07.2015 11:51
      Highlight Highlight Ein schönes Beispiel. Wenn die Zeit reif ist, genügt manchmal ein Wort, das in anderen Zeiten harmlos wäre.
  • P hilip 30.07.2015 23:55
    Highlight Highlight Zu 9: Ich kenn mich zwar nicht alzu gut mit Napoleon aus, aber 6 Millionen Soldaten dünkt mich ein wenig viel. ;)
    • Daniel Huber 31.07.2015 08:40
      Highlight Highlight In der Tat! Danke für den Hinweis – ich hab die Null eliminiert, die sich da frech eingeschlichen hat.
  • Der Belehrende 30.07.2015 22:24
    Highlight Highlight Bravo Watson! Sehr interessanter Beitrag👍🏻👍🏻
  • Damien 30.07.2015 21:51
    Highlight Highlight Nicht zu vergessen

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    • Kronrod 31.07.2015 09:32
      Highlight Highlight Das scheint mir ziemlich Subjektiv zu sein. In Sachen Philosophie, Mathe und Physik haben zum Beispiel die Griechen wesentlich mehr geleistet als die Römer. Zudem wurde im Mittelalter unter anderem das moderne Bier entwickelt - davon ist in der Graphik nichts zu erkennen!
    • Der Tom 31.07.2015 10:10
      Highlight Highlight Die Römer haben vieles von anderen Völkern übernommen, weiterentwickelt oder verfeinert. Das ist zwar weniger spektakulär als die tollen Sprüche der Griechen aber trotzdem als Fortschritt zu werten. Ausserdem konnten sie gute Strassen und Viadukte bauen... und die Cloaca Maxima ist auch nicht schlecht. Auch die Politik ist interessant.... aber ich kann hier jetzt nicht 1000 Jahre beschreiben. Das Mittelalter war ein grosser Rückschritt aber sicher weniger dunkel als oft beschrieben wird.
    • illoOminated 31.07.2015 13:13
      Highlight Highlight Institutionen religiöser Natur sind seit jeher Gift für den wissenschaftlichen und somit meist für den gesamten Fortschritt der Menschheit.
      Die grösste Gabe des Menschen, sich Dinge vorstellen / abstrakt denken zu können, ist seit jeher auch sein grösster Fluch. Geschichten (im Sinne von "Dinge, die nur wir Menschen wahrnehmen können") wie "Gott" und "Nation" (auch "Menschenrechte" sind eine (eine der wenigen positiven)) haben den Fortschritt seit jeher limitiert und sollten aus unseren Köpfen verschwinden.

      Guter TED-Talk dazu:
      https://goo.gl/8MPnGw
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  • Matthias Studer 30.07.2015 21:47
    Highlight Highlight 14. Georg W. Bush belügt sein Volk und zieht in den Irak-Krieg ll.
    Ok, eigentlich hat die USA im Nahen Osten seit der 50er Jahren nur Fehler gemacht.
    • Yelina 30.07.2015 22:24
      Highlight Highlight 15. Ich sage nur: Unternehmenssteuerreform II
    • Max Heiri 31.07.2015 02:27
      Highlight Highlight Liebe Yelina,
      Dank dieser Steuerrechtsreform konnten wir hunderttausende von Arbeitsplätzen schaffen und der Bund und die Kantone stehen trotzdem solide da :)
    • Schreiberling 31.07.2015 08:28
      Highlight Highlight @Matthias Studer: Und wie diese Fehler abliefen haben Claus von Wagner und Max Uthoff hier schön aufgezeigt.
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In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

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