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Eine Woche Iran-Krieg: Trump fordert «bedingungslose Kapitulation»

epaselect epa12798289 Smoke rises after an airstrike in central Tehran, Iran, 06 March 2026. A joint Israeli and US military operation continues to target multiple locations across Iran since the earl ...
Rauchpilz nach Luftangriff auf die iranische Hauptstadt Teheran.Bild: keystone

Eine Woche Iran-Krieg: Trump fordert «bedingungslose Kapitulation»

07.03.2026, 07:0207.03.2026, 07:02

Rund eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran und den Gegenschlägen des iranischen Militärs zeigen sich beide Seiten unnachgiebig. US-Präsident Donald Trump schloss ein Abkommen mit Teheran zur Beendigung des Konflikts aus. Stattdessen fordere er «bedingungslose Kapitulation», wie er auf seiner Plattform Truth Social schrieb. Er erneuerte zudem seinen Anspruch, bei der Auswahl der künftigen Staatsführung im Iran mitzubestimmen.

Truth Social Trump Iran Unconditional Surrender
Screenshot: Truth Social

Später führte er seine Forderung in einem Telefongespräch mit dem US-Nachrichtenportal «Axios» näher aus: «Eine bedingungslose Kapitulation könnte bedeuten, dass (die Iraner) dies verkünden. Es könnte aber auch bedeuten, dass sie nicht mehr weiterkämpfen können, weil sie niemanden oder nichts mehr haben, mit dem sie kämpfen können», sagte er demnach. US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte, wenn Trump feststelle, dass der Iran keine Bedrohung mehr für die USA darstelle und das Ziel des Einsatzes voll erreicht sei, dann sei dies im Wesentlichen eine bedingungslose Kapitulation.

Israel: Überraschungsangriffsphase beendet

Von israelischer Seite hiess es, die Angriffe gingen in eine nächste Phase über. «In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen», sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir Militärangaben zufolge. Seit vergangenem Wochenende habe Israels Luftwaffe in der nun abgeschlossenen «Überraschungsangriffsphase» rund 2'500 Angriffe im Iran ausgeführt, die Lufthoheit erlangt und mehr als 60 Prozent der Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stellte eine weitere Intensivierung der Angriffe in Aussicht.

Bericht: Rubio geht von mehreren Wochen Krieg aus

US-Aussenminister Marco Rubio geht laut einem Medienbericht davon aus, dass der Krieg im Iran noch mehrere Wochen dauern wird. Das teilte er arabischen Aussenministern in einer Reihe von Telefonaten mit, wie das Portal «Axios» unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Rubio sagte demnach, der derzeitige Fokus der Angriffe liege auf den Raketenwerfern, Lagerbeständen und Fabriken des Irans. Das Pentagon betont derweil immer wieder, dass es auch für einen längeren Krieg gewappnet sei. «Wir haben keinen Mangel an Munition», sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Secretary of State Marco Rubio listens during a roundtable discussion on college sports in the East Room of the White House, Friday, March 6, 2026, in Washington. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
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US-Aussenminister Marco Rubio: Krieg wird noch mehrere Wochen dauern.Bild: keystone

Merz warnt vor unkontrollierbaren Folgen

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz warnte vor unkontrollierbaren Folgen durch eine lange Kriegsdauer. «Eine dauerhafte Fortführung dieses Krieges wäre nicht in unserem Interesse. Gleiches gilt auch für den möglichen Zusammenbruch der iranischen Staatlichkeit oder auf dem iranischen Boden ausgetragener Stellvertreterkonflikte», sagte der CDU-Chef. Aussenminister Johann Wadephul fürchtet unterdessen neue Fluchtbewegungen Richtung Europa. «Die Situation, die durch den Krieg entsteht, ist teilweise dramatisch», sagte der CDU-Politiker. «Deshalb müssen wir auch darauf achten, dass aus vielen Binnenvertriebenen nicht eine neue Fluchtwelle entsteht.»

Spanien bezeichnet Iran-Krieg als «schweren Fehler»

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez reagierte erneut auf die scharfen Attacken von US-Präsident Trump und bezeichnete den Iran-Krieg als «schweren Fehler». «Ich glaube, dass es zwischen verbündeten Ländern gut ist zu helfen, wenn man recht hat, und auch darauf hinzuweisen, wenn man Unrecht hat oder einen Fehler begeht, was hier der Fall ist», sagte Sánchez. Erneut warf er Israel und den USA vor, mit ihren Angriffen auf den Iran das Völkerrecht zu brechen.

Bunker des obersten Revolutionsführers angegriffen

Israels Armee griff derweil eigenen Angaben zufolge den unterirdischen Militärbunker des getöteten Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei an. Der unterirdische Komplex befinde sich unter Regierungsgebäuden im Zentrum der Hauptstadt Teheran, teilte das israelische Militär mit. Der Angriff schwäche «die Führungs- und Kontrollfähigkeiten des Regimes» weiter.

Neue Welle iranischer Raketen auf Israel

Irans Streitkräfte feuerten eigenen Angaben zufolge eine neue Welle an Raketen auf Israel ab. Das berichteten der staatliche iranische Rundfunk und die Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Auch Bahrain und Saudi-Arabien meldeten Angriffe aus dem Iran. Insgesamt wurden in Israel im Zuge des Krieges bislang elf Menschen getötet. Im Iran sollen seit Samstag bereits mehr als 1'200 Menschen ums Leben gekommen sein, wie iranische Medien unter Berufung auf eine staatliche Stiftung berichteten. Auch in den Golfstaaten gab es bei iranischen Angriffen bereits mehrere Tote.

People take shelter as air raid sirens warning of incoming Iranian missiles in Tel Aviv, Israel, Friday, March 6, 2026. (AP Photo/Ohad Zwigenberg)
Israel Iran Mideast Wars
Raketenalarm: Menschen in Tel Aviv im Luftschutzbunker.Bild: keystone

Schlagabtausch mit Hisbollah im Libanon

Zu einem Schlagabtausch mit Raketenbeschuss und Bombardierungen kam es auch zwischen Israels Streitkräften und der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon. Nachdem es bereits in der Nacht zu schweren israelischen Angriffen auf die südlichen Vorstädte Beiruts gekommen war, wurden diese am Vormittag erneut zum Ziel von Bombardements. Auch aus dem Libanon flogen Raketen in Richtung Israel. Bislang kamen im Libanon nach Behördenangaben bereits über 200 Menschen ums Leben. «Wir werden die Waffen nicht niederlegen und das Schlachtfeld nicht verlassen», hiess es in einer Erklärung der Hisbollah. «Unser Gelöbnis gilt dem reinen Blut des Märtyrers Imam Ali Chamenei.» (sda/dpa)

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Der Iran-Krieg zieht immer weitere Kreise. Israel etwa greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an.

quelle: keystone / mohammed zaatari
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Iran-Krieg: Massenflucht in Beirut
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