International

Hier entsteht die Energie für die 600 Einwohner von Ta'u bild: youtube/solarcity

So geht das! Tesla rüstet eine ganze Insel auf Solarstrom um

23.11.16, 14:53

Ta'u ist die grösste der Manu'ainseln von Amerikanisch-Samoa und liegt abgelegen irgendwo im Pazifischen Ozean. 

Ta'u – mitten im Nirgendwo und damit nur schwer mit Strom zu versorgen. screenshot: google maps

Auf der zehn Kilometer langen und sechs Kilometer breiten Insel gibt es einen Flughafen, einen Schiffshafen, eine Strasse, mehrere Dörfer – und ein Energieproblem.

Ta'u – ein Paradies wird noch etwas paradiesischer. bild: youtube/solarcity

Bis vor kurzem waren die 600 Einwohner auf Dieselgeneratoren angewiesen. Etwa 500'000 Liter verbrannten sie jedes Jahr. Doch damit ist jetzt Schluss.  

SolarCity – das erst kürzlich von Tesla für 2,6 Milliarden Dollar aufgekauft wurde – installierte 5328 Solarpanels und 60 Tesla-Powerpack-Batterien auf dem Eiland. Die Anlage reicht aus, um Ta'u drei Tage lang komplett mit Strom zu versorgen. Auch wenn die Sonne keine Sekunde scheint.

Und scheint sie denn einmal wieder, laden sich die Batterien innerhalb von sieben Stunden komplett auf.

Das neue Energienetz ist so zuverlässig, dass sogar die örtliche Polizei, das kleine Spital und die Feuerwehr künftig auf Solarstrom zählen.

Well done.

Die Anlage von Ta'u in Zahlen

(tog)

Niederlande bauen ersten Solarradweg der Welt

Solarenergie

Der «bewährte Energiemix» ist wie eine gedruckte Zeitung – ein Auslaufmodell

Dieser ETH-Professor mag keine Subventionen. Die Energiewende ist für ihn trotzdem kein Luxus – sondern ein glänzendes Geschäft

Du glaubst immer noch nicht an Wind- und Sonnenenergie? Die neuesten Entwicklungen sollten dich eines Besseren belehren!

Elon Musk ist «Iron Man»: Brauchen wir wieder einen Übermenschen, der uns vor dem Untergang bewahrt?

Hol dir die App!

User-Review:
Pulo112, 20.12.2016
Beste News App der Schweiz! Mit Abstand!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3Alle Kommentare anzeigen
3
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • 7immi 23.11.2016 17:45
    Highlight eine super sache. durch dieses relativ einfache versorgungsproblem (keine jahreszeiten, häufig sonnenschein) können wichtige erkenntnisse gewonnen werden, die dann auch in energietechnisch anspruchsvolleren regionen genutzt werden können. für die bewohner und den hersteller also eine win-win situation.
    23 0 Melden
    600
  • Kommemtar 23.11.2016 15:34
    Highlight Finde ich ein absolutes Spitzenprojekt!
    Ich habe das Gefühl etwa so wird unsere Zukunft aussehen.

    Was mich aber noch interessieren würde:

    Wie wurde es finanziert?
    Bezahlen die Bewohner etwas für den Strom?
    Wer bezahlt den Unterhalt?
    Könnte man zum Beispiel mit abgelegen Bergdörfern ähnlich verfahren?

    @ Watson könnt ihr dazu etwas recherchieren? Das wäre doch euer Job oder? :D
    69 0 Melden
    600

«Die Kalt-Duschen-Kampagne ist reine Verzweiflung»

Der Abstimmungskampf über den Energieartikel nimmt Fahrt auf. Die SVP und Teile der Wirtschaft jammern über zu hohe Kosten, Landschaftsschützer befürchten, die Schweiz werde mit Windrädern zugestellt. Warum beides Unsinn ist, erklärt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz.

US-Präsident Donald Trump will wieder auf Kohle und Öl setzen und das Abkommen von Paris kündigen. Macht es da noch Sinn, wenn wir Schweizer uns Mühe geben, unsere Wirtschaft ökologisch umzugestalten? Man kann die Macht eines US-Präsidenten auch überschätzen. Sein Auftritt, den «Krieg gegen die Kohle» zu beenden, war zwar wirkungsvoll inszeniert. Bei genauerem Hinschauen zeigt sich jedoch: Seit 2010 sind rund 250 amerikanische Kohlenkraftwerke – das entspricht rund der Hälfte …

Artikel lesen