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Blick auf den brennenden Grenfell Tower. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Zwölf Tote – eine der schlimmsten Brandkatastrophen erschüttert London

Mindestens zwölf Tote und dutzende Verletzte - die vorläufigen Opferzahlen stehen für eine der schlimmsten Brandkatastrophen in London seit Jahrzehnten. In der Nacht zum Mittwoch brach in einem Wohnhochhaus im Westen der britischen Hauptstadt ein Inferno aus.

14.06.17, 17:45 14.06.17, 22:36

Am frühen Morgen stand der 24-stöckige Grenfell Tower mit 120 Wohnungen immer noch lichterloh in Flammen. Trotz der Katastrophe war das Hochhaus bis zum frühen Abend aber stabil genug, dass darin weiter nach eingeschlossenen Menschen gesucht werden konnte.

Die Feuerwehr teilte auf Twitter mit, das Haus im Stadtteil North Kensington brenne vom zweiten bis zum obersten Stockwerk. 40 Feuerwehrfahrzeuge waren am Mittwoch im Einsatz. 200 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Der Alarm war kurz vor 01.00 Uhr Ortszeit (02.00 Uhr MESZ) eingegangen.

Scotland Yard bestätigte zwölf Tote. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Bergungsarbeiten als «komplex». Sie würden sich über mehrere Tage hinziehen. Es sei «wahrscheinlich», dass während dieser Zeit weitere Todesopfer entdeckt würden.

Wie eine brennende Fackel. Bild: Matt Dunham/AP/KEYSTONE

Bis zum frühen Mittwochabend waren nach Angaben der Rettungskräfte mindestens 79 Patienten in Spitälern behandelt worden. 18 von ihnen seien in einem kritischen Zustand.

«Beispielloser» Brand

Beim Feuer wurden auch mehrere Feuerwehrleute verletzt. Es handle sich aber um kleinere Verletzungen, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton. Beim Feuer wurden auch mehrere Feuerwehrleute verletzt. Es handle sich aber um kleinere Verletzungen, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton.

Ein Mann schaut aus einem Fenster des brennenden Hochhauses. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Cotton nannte den Brand «beispiellos». «In meinen 29 Jahren bei der Feuerwehr habe ich noch nie etwas in dieser Grössenordnung gesehen», sagte sie. Die britische Premierministerin Theresa May zeigte sich nach eigenen Worten «tief betroffen von den tragischen Todesfällen».

«Ich bin tief betroffen von den tragischen Todesfällen.»

Premierministerin Theresa May

Londons Bürgermeister Sadiq Khan sagte dem TV-Sender Sky News, auf dem Höhepunkt des Brandes hätten die Feuerwehrleute nur die zwölfte Etage erreicht. Laut Cotton drangen die Einsatzkräfte später bis ins 20. Stockwerk vor.

Dramatische Szenen

Im Gebäude spielten sich dramatische Szenen ab. Aus den Fenstern des Hochhauses loderten riesige Flammen. Augenzeugen berichteten von Bewohnern des Hochhauses, die in die Tiefe gesprungen oder gefallen seien.

Andere erzählten, dass Eltern – von Flammen umzingelt – ihre Kinder in die Tiefe geworfen hätten. Ein Baby soll auf diese Weise gerettet worden sein. Aus den oberen Stockwerken seien Schreie zu hören gewesen.

Freiwillige Helfer im Einsatz. Bild: AP/PA

Die Polizei räumte nahegelegene Gebäude, die von herabstürzenden Trümmern gefährdet waren. Die angrenzende U-Bahn-Linie wurde bei der Station Latimer Road gesperrt, ebenso wie ein Abschnitt der Autobahn A40, die nördlich am Komplex vorbeiführt.

Brandursache unklar

Die Ursache des Brandes war zunächst unklar. Scotland Yard erklärte auf Anfrage, dass es sich bei der Brandursache nicht um einen Terroranschlag handle.

Feuerwehrchefin Cotton warnte davor, über die Ursache zu spekulieren. «Wir werden in den kommenden Stunden und Tagen sorgfältig nach dem Grund für dieses Feuer suchen und untersuchen, was passiert ist», sagte sie.

Auch Bürgermeister Khan versprach umfassende Aufklärung. «Es wird im Laufe der nächsten Tage viele Fragen zur Ursache dieser Tragödie geben und ich möchte den Londonern versichern, dass wir dazu alle Antworten bekommen werden.»

Vergebliche Warnungen

Der Grenfell Tower wurde 1974 erbaut und war von 2014 bis 2016 saniert worden. Eine Anwohner-Initiative hatte zu diesem Anlass eindringlich vor der Gefahr eines Brandes im Gebäude gewarnt.

«Es ist gar nicht auszudenken, was passiert, wenn in der Eingangshalle ein Feuer ausbricht», heisst es auf einem Blog-Eintrag der Grenfell Action Group. Die Bewohner sässen «in dem Gebäude in der Falle».

Die für die Sanierung des Towers zuständige Baufirma Rydon reagierte am Mittwoch schockiert auf den Brand. Alle erforderlichen Kontrollen, Bestimmungen im Brandschutz und die sonstigen Sicherheitsstandards seien eingehalten worden, teilte die Firma mit. (sda/dpa/afp/reu)

Erschöpfte Feuerwehrleute. Bild: Matt Dunham/AP/KEYSTONE

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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  • Bolly 15.06.2017 06:07
    Highlight Bild 24 sieht sehr eindrucksvoll aus, geradezu gespenstisch. ☹️
    0 0 Melden
  • Posersalami 15.06.2017 00:33
    Highlight "Die für die Sanierung des Towers zuständige Baufirma Rydon reagierte am Mittwoch schockiert auf den Brand. Alle erforderlichen Kontrollen, Bestimmungen im Brandschutz und die sonstigen Sicherheitsstandards seien eingehalten worden, teilte die Firma mit."

    Ja klar, darum hat die Hütte auch in kürzester Zeit gebrannt wie ein Weihnachtsbaum. Weil der technische Brandschutz perfekt war! Ich will einmal erleben, dass jemand die Eier hat und Verantwortung trägt. Es wird im Zuge der Ermittlungen ja eh alles herauskommen..
    3 0 Melden
  • Re Né 14.06.2017 23:30
    Highlight Man kann sich jetzt noch weiter über den Titel das Maul zerreißen oder einfach mal nachdenken...... 🤐

    Ich wünsche mir von Herzen, daß die Opferzahl nicht weiter nach oben korrigiert werden muß, obwohl das angesichts der Bilder allein, leider schwer vorstellbar ist. 😢

    12 Tote sind 12 zuviel! ☝🏼🙄 Und meines Mitgefühls können sich alle Betroffenen sicher sein, inklusive den Kamerad(inn)en der Feuerwehr, denen leider Unmögliches abverlangt wurde und trotzdem verzweifelt gekämpft haben. 👏🏼😳
    2 0 Melden
  • Josef Kuenzli 14.06.2017 22:49
    Highlight In London liegt bezüglich Bausicherheit eh einiges im argen. Wenn ich nur am die U-Bahn denke. Bei der Bakerloo Line gibt's zwischen Tunnelwand und Zug vielleicht 20cm Platz. Wenns brennt, oder ein Isis Terrorist im Waggon rumschiessen würde, könnte man keine Türe öffnen und rausspringen.
    Völlig unverständlich.
    4 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.06.2017 23:28
      Highlight Schon mal durch einen Einspurtunnel der Bahn gefahren?
      1 0 Melden
    • Saraina 15.06.2017 00:05
      Highlight Bei der Geschwindigkeit und dem Umstand, dass die Züge auf einer stromführenden Schiene fahren, ist Tür öffnen und herausspringen auch keine gute Idee. Der Zug fährt idealerweise in beiden Fällen weiter bis zur nächsten Station.
      4 0 Melden
  • Merida 14.06.2017 22:17
    Highlight "Zwölf Tote – die schlimmste Brandkatastrophe, die London je gesehen hat"
    Ausser im 17. Jahrhundert, als die halbe Stadt gebrannt hatte. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Großer_Brand_von_London
    Wieso muss ein Titel immer mit Superlativen gespickt werden? Auch wenn es eine Tragödie ist. Ich wünsche allen Angehörigen viel Kraft!

    63 2 Melden
    • Hinkypunk 15.06.2017 00:25
      Highlight Danke, war der gleichen Meinung. Aber der Titel wurde ja mittlerweile angepasst.
      0 0 Melden
  • DanielaK 14.06.2017 22:16
    Highlight Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft!
    Und: Watson- Schreiber: Bitte lest doch eure Texte nochmal durch bevor ihr sie online stellt. Es wird langsam echt mühsam zu lesen!
    50 1 Melden
  • Randy Orton 14.06.2017 22:12
    Highlight Die schlimmste Brandkatastrophe die London je gesehen hat? Wohl eine ziemliche Übertreibung...
    44 0 Melden
  • Alle haben bessere Namen als ich. 14.06.2017 22:00
    Highlight Ich möchte jetzt gar nicht abstreiten wie schrecklich der heutige Brand war. Aber der Titel des Artikels ist reisserisch, und unter Anbetracht des grossen Brandes von 1666, schlicht falsch.
    49 0 Melden
  • Chrigi-B 14.06.2017 21:58
    Highlight "Zwölf Tote – die schlimmste Brandkatastrophe, die London je gesehen hat" Ja genau🙈. Frag jeden über 70 oder öffne ein Geschichtsbuch...
    41 0 Melden
  • maettu 14.06.2017 21:57
    Highlight "Die schlimmste Brandkatastrophe, die London je gesehen hat."
    Da wäre ich mir nicht ganz sicher:
    41 0 Melden
  • Roman Ronner 14.06.2017 21:53
    Highlight Ich glaube nicht das es sich hier um die grösste Brandkatastrophe in London handelte, ich nehme an beim grossen Brand war die Katastrophe grösser. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Großer_Brand_von_London
    25 0 Melden
  • Blutgrätscher 14.06.2017 21:50
    Highlight Ich möchte im Rahmen einer solchen Tragödie zwar nicht den tüpflischeisser spielen, aber der Titel des Artikels stimmt nicht.
    Die schlimmste Brandkatastrophe, die London je gesehen hat, war wohl trotzdem der grosse Brand von London 1666.
    Damals Brannten 12 000 Häuser, 100 000 Menschen verloren ihr Obdach und vier Fünftel der City of London sind abgebrannt.
    30 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.06.2017 21:49
    Highlight Die schlimmste oder eine der Schlimmsten?
    13 0 Melden
  • Paradiddle 14.06.2017 21:42
    Highlight Kein Zweifel, ein haarstäubend schlimmes Ereignis, mein Beileid allen Betroffenen. Aber über euren Titel könnte man diskutieren...

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Großer_Brand_von_London
    22 0 Melden
  • de heinz 14.06.2017 21:42
    Highlight 1666 war weitaus schlimmer.
    19 0 Melden
  • Kuunib 14.06.2017 19:42
    Highlight Also jetzt 24 oder 27 Stöcke??
    3 29 Melden
    • DeineMudda 14.06.2017 22:06
      Highlight Bei dieser Tragödie spielt das weiss Gott keine Rolle mehr! Viel Kraft den Angehörigen.
      16 4 Melden
  • Bolly 14.06.2017 19:21
    Highlight 🍀🍀🍀🍀🍀
    3 6 Melden
  • Eteokles81 14.06.2017 18:31
    Highlight "kommt nicht zur Ruhe" "erschüttert"
    Bitte Watson, ihr habt doch schon zur Normalisierung aufgerufen, dann verzichtet doch bitte auf solche Worte.
    Die Briten erschüttert so schnell nix.
    Keep calm and carry on.
    27 16 Melden
    • rauchzeichen 14.06.2017 21:51
      Highlight Schlimmster Brandkatastrophe je? London ist schon mal fast ganz abgebrannt. Meinte im 17 oder 18. Jhdt. Den reisserischen Titel habt ihr nicht nötig ;)
      9 0 Melden
    • Saraina 14.06.2017 22:21
      Highlight Dir ist schon klar, dass hier Dutzende, wenn nicht über hundert Menschen umgekommen sind?

      Mut angesichts sinnloser Terrorattacken sind eine Sache, völlige Abwesenheit von Mitgefühl eine andere.
      8 8 Melden
    • rauchzeichen 14.06.2017 23:53
      Highlight dass du meine wenigen worte zu dem titel eines artikels als völlige abwesenheit von mitgefühl interpretierst sagt mehr über dich als mich.
      1 4 Melden
    • Saraina 15.06.2017 06:59
      Highlight Du musst nicht alles, was geschrieben wird auf dich beziehen, rauchzeichen.

      Ich habe mit meinem Kommentar auf den Post von Eteokles geantwortet, bevor deiner erschienen ist. Es ist mir übrigens nicht ganz klar, was deine Antwort mit dem Inhalt von Eteokles Post zu tun hat?
      2 1 Melden
    • Eteokles81 15.06.2017 09:05
      Highlight Saraina: Er ist einfach meiner Meinung und führt die Begründung dazu etwas weiter aus.

      Ich bin genau seiner Meinung, nur weil ich eine differenzierte Medienberichterstattung verlange, die ein Hochhausfeuer nicht direkt wieder mit Terror in Verbidnung bringt, finde ich es extrem abenteuerlich von Dir, auf mein mangelndes Mitgefühl zu schliessen.
      0 1 Melden
    • rauchzeichen 15.06.2017 09:16
      Highlight ganz einfach, ich hab was gegen falsche titel und unnötige übertreibungen. wie eteokles. und wer mit einem dir kommentiert muss erwarten dass sich derjenige im kommentar darüber angesprochen fühlt. für etwas gibts namen.
      1 0 Melden
    • Saraina 15.06.2017 15:14
      Highlight Ich kann euch beiden versichern, die Briten, insbesondere die Londoner sind erschüttert. Ich kenne Mehrere. Es passiert nun mal nicht alle Tage, dass Nachbarn zusehen müssen, wie Menschen eine Stunde lang warten müssen, bis sie von Rauch oder Feuer verschlungen werden, oder in Verzweiflung ihre Kinder aus dem Fenster werfen. Normal ist an diesem Grossbrand gar nichts. Und dass mehrere Terroranschläge und ein solch verheerender Brand die Menschen erschüttert, ist normal.
      2 0 Melden
    • Eteokles81 15.06.2017 16:28
      Highlight Gut bist Du die einzige, die Londoner kennt. Mehr kommentier ich da gar nicht weiter.
      0 1 Melden
    • Saraina 16.06.2017 14:24
      Highlight Nein, ich bin nicht die Einzige, die Londoner kennt. Auch nicht die Einzige, welche weiss, dass Watson im Zusammenhang mit der Brandtragödie nie zur Normalisierung aufgerufen hat, und die zynische Sprüche angesichts dieser Tragödie unangemessen findet. Der Brand hat gezeigt, dass die Engländer Feinde in der eigenen Regierung haben, die zynisch umverteilt, und eine profitgierig Einstellung schützt, die 5000(!) Pfund einspart, welche nicht brennbare Fassanenverkleidung mehr gekostet hätte. "Keep calm and carry on" ist vielleicht der feuchte Traum von Mrs. May, but not bloody likely.
      0 1 Melden
  • Mantarochen 14.06.2017 17:54
    Highlight Wenn denn wirkich jemand Schuld ist, gehört derjenige lebenslang ohne Bewährung in den Knast. Ich verstehe noch heute nicht, warum es in Hochhäusern keine Sprinkleranlagen gibt.

    Die Schweiz selber ist ja leider auch ziemlich hinterher, im Ausland sind Feuermelder für jeden Pflicht und erst seit kurzem ist ein Feuerlöscher im Haus.
    9 21 Melden
    • Pedro Salami 14.06.2017 22:26
      Highlight Da müsstest du gleich div. Feuerlöscher haben oder willst du mit einem CO2-Löscher einen Ölbrand in der Küche löschen?
      Schau mal z.B. https://www.safety-feuerloeschtechnik.de/brandklassen.html
      Zudem muss es geübt werden. Man muss wissen bei welcher Art Brand welches Löschmittel und wie es eingesetzt werden muss. Zudem nützt ein Handlöscher nur bei kleinen Bränden, also kurz nach Entstehung. Bei einem 2Kg Löscher ist nach ca. 20 Sekunden fertig.
      Brandschutz ja aber mit Vernunft. In einigen Ländern wird einfach Kohle gescheffelt. Siehe z.B. Brandmelder made in China die in DE eingesetzt wurden.
      12 1 Melden
    • Zap Brannigan 14.06.2017 23:32
      Highlight Ganz im Genteil. Die Schweiz hat sehr strenge Vorschriften in Mehrfamilienhäusern für Brandabschottung: Zwischen den Etagen, zwischen Wohnungen und zu den Treppenhäuser muss alles mindestens T60 (mindestens 60 Minuten durchbrandsicher) gebaut sein. Mit entsprechenden Zertifizierten Materialien. Stahlträger müssen T60 verpackt sein usw. Dass sich ein Feuer wie in London in 30 Minuten vom 1. bis zum 24. Stock eines frisch renovierten Hauses frisst, ist unmöglich. Vielen Ländern ist das zu teuer, weshalb man auf Sprinkler, Feuermelder und Feuerleitern zurückgreift.
      0 0 Melden
    • svente 15.06.2017 01:24
      Highlight ein co2 löscher im haushalt?😂
      0 0 Melden

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